Diese Hausarbeit hat einen Schulungsentwurf zum Ziel, der es Mitarbeitern am Lehrgebiet der FernUniversität ermöglichen soll eine Präsenzveranstaltung durchzuführen. Entworfen wurde er nach dem 4CID-Modell von van Merriënboer.
Bei einem Fernstudium verläuft das Lehren und Lernen hauptsächlich über die angebotenen Studienbriefe sowie über die virtuelle Betreuung. Studierende erhalten die Lehrtexte auf postalischem, oder auf dem virtuellen Weg als Online-Vorlesung, eine Betreuung erfolgt über Moodle (Modular Object- Oriented Dynamic Learning Environment). Als besonderes Angebot werden den Studierenden Präsenzveranstaltungen offeriert, die sowohl eine Vertiefung der Lehrinhalte ermöglichen sowie zum Austausch und Vernetzen mit anderen Studierenden und dem Lehrpersonal dienen.
Präsenzveranstaltungen werden von hauptamtlich Lehrenden und von Mentoren/innen angeboten und sind überwiegend standardisiert. Die Kombination aus Wissensvermittlung in schriftlicher Form sowie über Online-Vorlesungen und Präsenzveranstaltungen wird als Blended Learning bezeichnet. Die Nachfrage nach Präsenzveranstaltungen wird größer, da eine Tendenz der Zunahme an Fernstudien besteht und dies eine erhöhte Nachfrage an gut geschulten Lehrkräften erforderlich macht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Exkurs
3 Hierarchische Kompetenzanalyse
4 Bildung von Aufgabenklassen
5 Entwicklung von Lernaufgaben
6 Prozedurale und unterstützende Information
7 Part-task Practice
8 Didaktische Szenarien
9 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Schulungsentwurf für Mitarbeiter einer Fernuniversität zu entwickeln, der sie befähigt, Präsenzveranstaltungen kompetent durchzuführen. Basierend auf dem 4CID-Modell wird untersucht, wie komplexe didaktische Anforderungen in ein strukturiertes Lernprogramm überführt werden können, um die Qualität der Präsenzlehre nachhaltig zu sichern.
- Anwendung des 4CID-Modells im Kontext der Hochschuldidaktik
- Hierarchische Kompetenzanalyse für die Durchführung von Präsenzveranstaltungen
- Entwicklung von Lernaufgaben und Aufgabenklassen
- Integration von prozeduralen und unterstützenden Informationen
- Analyse didaktischer Szenarien (Fallmethode und Famulatur)
Auszug aus dem Buch
1.1 Zielsetzung
Bei einem Fernstudium verläuft das Lehren und Lernen hauptsächlich über die angebotenen Studienbriefe sowie über die virtuelle Betreuung. Studierende erhalten die Lehrtexte auf postalischem, oder auf dem virtuellen Weg als Online-Vorlesung, eine Betreuung erfolgt über Moodle (Modular Object- Oriented Dynamic Learning Environment). Als besonderes Angebot werden den Studierenden Präsenzveranstaltungen offeriert, die sowohl eine Vertiefung der Lehrinhalte ermöglichen sowie zum Austausch und Vernetzen mit anderen Studierenden und dem Lehrpersonal dienen.
Präsenzveranstaltungen werden von hauptamtlich Lehrenden und von Mentoren/innen angeboten und sind überwiegend standardisiert. Die Kombination aus Wissensvermittlung in schriftlicher Form sowie über Online Vorlesungen und Präsenzveranstaltungen wird als Blended Learning bezeichnet (Reinmann-Rothmeier, Vohle, Adler, & Faust, 2003, S. 28–29). Die Nachfrage nach Präsenzveranstaltungen wird größer, da eine Tendenz der Zunahme an Fernstudien besteht und dies eine erhöhte Nachfrage an gut geschulten Lehrkräften erforderlich macht (Sommerfeld, H., Höllermann, 2014, S. 28). Diese Hausarbeit hat einen Schulungsentwurf zum Ziel, der es Mitarbeitern am Lehrgebiet der FernUniversität ermöglichen soll eine Präsenzveranstaltung durchzuführen. Entworfen wurde er nach dem 4CID-Modell von van Merriënboer.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Präsenzveranstaltungen im Blended-Learning-Kontext und legt die Zielsetzung des Schulungsentwurfs nach dem 4CID-Modell fest.
2 Theoretischer Exkurs: Analysiert die historische Vorherrschaft didaktischer Modelle in Deutschland im Vergleich zum amerikanischen Instructional Design und erläutert die Bezugstheorien.
3 Hierarchische Kompetenzanalyse: Zerlegt die komplexe Zielkompetenz in konstituierende Teilfertigkeiten und setzt diese in eine logische, hierarchische Struktur.
4 Bildung von Aufgabenklassen: Definiert die Sequenzierung der Lernaufgaben von einfach bis komplex, um eine Überforderung der Lernenden zu vermeiden.
5 Entwicklung von Lernaufgaben: Konkretisiert die Gestaltung von drei Lernaufgaben, die den Lernprozess stufenweise unterstützen (Scaffolding).
6 Prozedurale und unterstützende Information: Beschreibt die Bereitstellung von Informationen zur Unterstützung nicht wiederkehrender Aufgaben sowie Just-in-time-Informationen für Routineaufgaben.
7 Part-task Practice: Fokus auf die Automatisierung spezifischer Teilfertigkeiten, wie beispielsweise der technischen Bedienung von Präsentationsmedien.
8 Didaktische Szenarien: Erörtert die praktische Umsetzung mittels Fallmethode und Famulatur, um Theorie und Praxis zu verknüpfen.
9 Fazit: Reflektiert den Entwurf im Rahmen des ADDIE-Modells und bewertet die Stärken und Schwächen des Konzepts.
Schlüsselwörter
4CID-Modell, Instruktionsdesign, Präsenzveranstaltung, Fernstudium, Didaktik, Lernaufgaben, Kompetenzanalyse, Blended Learning, Scaffolding, Just-in-time-Information, Aufgabenklassen, Fallmethode, Famulatur, Teilfertigkeiten, Hochschuldidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines strukturierten Schulungskonzepts für Mitarbeiter einer Fernuniversität, um diese in die Lage zu versetzen, professionelle Präsenzveranstaltungen zu leiten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind das 4CID-Modell, die hierarchische Kompetenzanalyse, das Instruktionsdesign sowie didaktische Methoden wie die Fallmethode und Famulatur.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist die Erstellung eines praxisorientierten Schulungsentwurfs, der theoretisch fundiert auf dem 4CID-Modell basiert und die Durchführung von Präsenzveranstaltungen optimiert.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine deduktive Herangehensweise gewählt, bei der das 4CID-Modell als theoretisches Gerüst dient, um eine komplexe Fertigkeit in lehrbare Teilkompetenzen zu zerlegen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Kompetenzanalyse, die Einteilung in Aufgabenklassen, die Gestaltung der Lernaufgaben sowie die Einbettung in konkrete didaktische Szenarien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie 4CID-Modell, Instruktionsdesign, Blended Learning, Kompetenzanalyse und Scaffolding charakterisiert.
Warum ist das 4CID-Modell für den Schulungsentwurf geeignet?
Das Modell eignet sich besonders gut, da es die Transferleistung fördert und hilft, komplexe Problemstellungen der Praxis durch eine sinnvolle Sequenzierung von Lernaufgaben zu meistern.
Wie unterscheidet sich die "Fallmethode" von der "Famulatur" in diesem Kontext?
Die Fallmethode zielt primär auf die Schärfung von Urteils- und Entscheidungsfähigkeiten ab, während die Famulatur ein hoch-fides Szenario darstellt, in dem der Lernende durch die direkte Begleitung eines Experten komplexe Praxisaufgaben realitätsnah erlernt.
- Citation du texte
- Andrea Windau (Auteur), 2015, Präsenzveranstaltungen im Lehrgebiet einer Fernuniversität. Ein Schulungsentwurf für Mitarbeiter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335337