Wozu Statistik? Eine Präsentation für den einfachen Zugang zu statistischem Wissen


Skript, 2012

32 Seiten


Leseprobe

Wozu Statistik?

- Kenntnisse aus_dem Bereich der Statistik können sowohl ihr private als auch fur berufliche Zwecke nützlich sein.
- Im privaten Bereich werden Kenntnisse der Statistik häufig für das. wirtschaftliche Handeln genutzt, zum Beispiel bei der Vermögensbildung.
- Im beruflichen Bereich können statistische Erhebungen und Analysen für Planungs- und Entscheidungsprozesse genutzt werden, zum Beispiel ebenfalls im Rahmen des wirtschaftlichen Handelns oder der Arbeitsorganisation.
- Ein weiterer bekannter Anwendungsbereich ist die politische Meinungsbildung.

Dr. Uwe Sliwczuk Vers. 4.2

Planung einer empirischen Untersuchung

- Auswahl und der Formulierung des zu untersuchenden Problems.
- Formulierung muss eindeutig sein und das Ziel des Vorhabens präzise beschreiben. Sie darf nicht unvollständig, mehrdeutig oder inkonsistent sein.
- Begründung für die Auswahl genau dieses Problems erforderlich
- Notwendigkeit zur Ermittlung des vorhandenen Wissens, systematische Auswertung der aktuellen Fachliteratur sowie der einschlägigen Normen und Vorschriften erforderlich
- Falls mit der Untersuchung bestimmte Vermutungen (Hypothesen) geprüft werden sollen, sind in diesem Stadium der Bearbeitung die Hypothesen zu formulieren und zu begründen.

Entwurf einer empirischen Untersuchung

- Wie wird der Untersuchungsbereich abgegrenzt und welche Subjekte und Objekte werden in die Untersuchung einbezogen
- Die gewählte Methode (zum Beispiel Befragung, Beobachtung, Experiment) muss begründet werden. Insbesondere ist zu erläutern, warum genau diese Methode dem Problem angemessen ist.
- Sofern eine Stichprobe gezogen werden soll, muss genau angegeben werden, aus welcher Grundgesamtheit diese gezogen wird und nach welchem Verfahren die Auswahl erfolgt. Nur bei Kenntnis des genauen Auswahlverfahrens ist es möglich, Aussagen über eine eventuelle Übertragbarkeit der gewonnenen Ergebnisse zu treffen (einschließlich Fehlerquellen).
- Die messtechnische Erfassung aller Merkmale sowie der Kategorien (zur Aufnahme der Merkmalswerte), die zu den einzelnen Variablen eingerichtet werden, sind darzustellen und zu begründen.
- Der Ablauf der Untersuchung muss ebenfalls dokumentiert werden, da sich aus der Untersuchungsdurchführung wiederum Fehlerquellen für die Interpretation der Ergebnisse ergeben können (zum Beispiel unbeabsichtigte Beeinflussungen).

Gütekriterien?

- Objektivität bedeutet, dass verschiedene Personen bei der Anwendung des gleichen Verfahrens zu demselben Ergebnis kommen (Beispiel: Bewertung einer Prüfungsaufgabe)
- Validität bedeutet, dass das Verfahren tatsächlich den vorgesehenen Zweck erfüllt (Beispiel: Das Ergebnis einer Klausurarbeit gibt tatsächlich ein zutreffendes Bild von der Leistungsfähigkeit eines Klausurteilnehmers in dem jeweiligen Themengebiet).
- Reliabilität bedeutet, dass die wiederholte Anwendung des gleichen Verfahrens auf den gleichen Gegenstand zu identischen Ergebnissen führt (Beispiel: die wiederholte Bewertung des gleichen Prüfungsteiles führt immer zu demselben Ergebnis).

Gliederung schriftlicher Bericht

- Problem
- Methode
- Ergebnisse
- Diskussion

Aufgabe

- Der für Germanistik zuständige StOR G. einer Schule in der zentral in Deutschland gelegenen Großstadt K. möchte die kulturelle Aufgeschlossenheit der Deutschen einwandfrei ermitteln. Zu diesem Zweck hat er kurz vor der Tagesschau einen Fragebogen entworfen (je 3 geschlossene und 3 offene Fragen). Der Fragebogen soll am folgenden Tag von seinen Schülern kopiert und zu Interviewzwecken genutzt werden. 20 Schüler sollen in der Innenstadt von K. ab 10 Uhr je 20 Passanten befragen. Für den Nachmittag ist die Auswertung vorgesehen. Jeder Interviewer soll seine Ergebnisse in schriftlicher Form kurz darstellen. Am folgenden Tag soll daraus unter Leitung des Klassensprechers in der Funktion des Projektleiters ein Abschlussbericht erstellt werden.

- Der für Germanistik zuständige StOR G. einer Schule in der zentral in Deutschland gelegenen Großstadt K. möchte die kulturelle Aufgeschlossenheit der Deutschen einwandfrei ermitteln. Zu diesem Zweck hat er kurz vor der Tagesschau einen Fragebogen entworfen (je 3 geschlossene und 3 offene Fragen). Der Fragebogen soll am folgenden Tag von seinen Schülern kopiert und zu Interviewzwecken genutzt werden. 20 Schüler sollen in der Innenstadt von K. ab 10 Uhr je 20 Passanten befragen. Für den Nachmittag ist die Auswertung vorgesehen. Jeder Interviewer soll seine Ergebnisse in schriftlicher Form kurz darstellen. Am folgenden Tag soll daraus unter Leitung des Klassensprechers in der Funktion des Projektleiters ein Abschlussbericht erstellt werden.

Skalentypen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das arithmetische Mittel

- Das arithmetische Mittel ist die Summe der Merkmalswerte geteilt durch die Anzahl der Merkmalswerte. Es balanciert die Merkmalswerte gerade aus. Darum wird der Mittelwert auch als „Kennwert der Lage“ bezeichnet.

Beispiel: (10 °C+ 13 °C + 16°C + 13 °C +13 °C +10 °C):6 = 12,5 °C

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Beispielreihe: (10°C+ 13 °C + 16°C + 13 °C +13 °C +10 °C):6 = 12,5 °C

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das gewichtete arithmetische Mittel

Beispiel: (10 °C+ 13 °C + 16 °C + 13 °C +13 °C +10 °C):6 = 12,5 °C

Gruppierung: (2x10 °C+ 3x13 °C + 1x16 °C):6 = 12,5 °C

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Beispiel: (10 °C+ 13 °C + 16°C + 13 °C +13 °C +10 °C):6 = 12,5 °C

Umformung: (2/6 *10°C+3/6*13°C + 1/6*16 °C) = 12,5 °C

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

f(x) = Relative Häufigkeit

Beispiel: Berechnung der mittleren Teuerungskosten Шг einen PKW.

- Annahme: die Kosten für Motoröl steigen um 10%, der von Benzin um 50 %. Der arithmetisch mittlere Anstieg der Kosten um 30 % würde hier ein falsches Bild der Kostenzunahme geben, da in der Regel mehr Benzin als Öl verbraucht wird und daher die Erhöhung der Benzinkosten stärker ins Gewicht fällt. Bei einem Ausgabenanteil von 8/10 für Benzin und 2/10 für Öl bietet sich statt dessen an, das gewogene Mittel zu berechnen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kennwerte der Streuung

Varianz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Standardabweichung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Wozu Statistik? Eine Präsentation für den einfachen Zugang zu statistischem Wissen
Veranstaltung
Fortbildung für Bedienstete des Landeswohlfahrtsverbandes
Autor
Jahr
2012
Seiten
32
Katalognummer
V335458
ISBN (eBook)
9783668255852
Dateigröße
1206 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Auch oder gerade Steuerprüfer müssen mit der Zeit gehen. Die klassischen Gegner der Prüfer - die zu prüfenden Firmen, Institutionen oder Privatpersonen - schlafen nicht und versuchen mit immer raffinierteren Tricks, die Prüfer übers Ohr zu hauen. Doch gibt es einfach zu erlernende statistische Methoden, mit denen Prüfer viele Täuschungsversuche schnell und effektiv bemerken könnten, würden sie diese denn kennen! Für einen vollständigen Kurs verweise ich auf meine Bücher "Deskriptive Statistik" bzw. "Übungen zur beschreibenden Statistik".
Schlagworte
Steuerprüfung, Statistik, Präsentation, Benford, Skalentypen, Regression, Prüfung
Arbeit zitieren
Dr. Uwe Sliwczuk (Autor), 2012, Wozu Statistik? Eine Präsentation für den einfachen Zugang zu statistischem Wissen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335458

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