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Demenz. Theoretische Grundlagen und nicht medikamentöse Therapieansätze

Title: Demenz. Theoretische Grundlagen und nicht medikamentöse Therapieansätze

Academic Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bianca Kautz (Author)

Nursing Science - Dementia
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit stellt die theoretischen Grundlagen zu Demenz im Überblick dar. Neben Krankheitsbild und Verlauf werden die Ressourcen und Bedürfnisse der Erkrankten aufgezeigt. Wie letzteren in der aktuellen Versorgungssituation begegnet wird, zeigt die Darstellung der aktuell angewandten nicht medikamentösen Therapieansätze bei Demenz. Die beschriebenen Therapiekonzepte werden zum Abschluss der Arbeit kritisch beleuchtet.

Demenziell Erkrankte leben in ihrer eigenen Welt versunken, Pflegende und Angehörige finden kaum Zugang. Der Beziehungsaufbau ist, bedingt durch den zunehmenden Verlust der kognitiven Fähigkeiten und den damit verbundenen Einschränkungen in der verbalen Kommunikation, sehr schwierig. Insbesondere diese Einschränkungen in der Kommunikation und die Schwierigkeiten beim Zugang zu den Patienten sind für die Betreuenden und Angehörigen belastend und häufig von Frustration begleitet.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Theoretische Grundlagen zu Demenz

1.1 Definition

1.2 Demenzformen und Schweregrade

1.3 Klinisches Bild und Krankheitsverlauf der Demenzen

1.4 Ressourcen der Erkrankten

1.5 Bedürfnisse der Erkrankten

2. Die Behandlung der Demenz

2.1 Nicht medikamentöse Therapieansätze

2.1.1 Realitäts- Orientierungs- Training (ROT)

2.1.2 Remniszenztherapie / Biografiearbeit (REM)

2.1.3 Validation (VAL) und integrative Validation (IVA)

2.1.4 Selbsterhaltungstherapie (SET)

2.1.5 Milieutherapie

2.2 Kritische Betrachtung der nicht-medikamentöse Therapien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis über theoretische Grundlagen der Demenz zu vermitteln und die Wirksamkeit sowie die Herausforderungen verschiedener nicht-medikamentöser Therapieansätze kritisch zu beleuchten, um Wege für eine individuellere Betreuung aufzuzeigen.

  • Grundlagen zur Definition, den Formen und dem Verlauf von Demenz
  • Analyse der Ressourcen und Bedürfnisse demenziell Erkrankter
  • Vorstellung und Einordnung therapeutischer Konzepte wie ROT, Validation und Milieutherapie
  • Kritische Reflexion der Studienlage zu nicht-medikamentösen Interventionen
  • Bedeutung der personenzentrierten Interaktion für die Lebensqualität

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Realitäts- Orientierungs- Training (ROT)

Das ROT beinhaltet einen verhaltenstherapeutischen Ansatz und wurde in den 60er Jahren von dem amerikanischen Psychiater FOLSOM entwickelt. Zunächst war dieses Konzept für die Rehabilitation von Kriegsopfern gedacht, wurde dann aber auch in die Arbeit mit verwirrten Menschen in Pflegeheimen eingeführt. Es wurde seitdem ständig weiterentwickelt und ist das am häufigsten angewandte Verfahren bei Demenz.

Das Ziel des ROT ist, die verlorengegangenen Bezüge zur Realität wieder herzustellen und Informationen zur Realität zu vermitteln.

Methodisch erfolgt das ROT nach folgenden Komponenten:

• tägliche Gruppensitzungen zur Wiederholung und Training grundlegender (basaler) Orientierungsformen.

• ein klar strukturierter Tagesablauf, dessen Vorgabe durch qualifiziertes Personal erfolgt.

• permanente Vermittlung von optischen, akustischen und olfaktorischen Realitätsreizen.

Dieses sogenannte 24-Stunden ROT erfolgt vor allem in stationären Einrichtungen. Mittels Kommunikation sollen soziale Bindungen verstärkt werden. Dabei werden die Erkrankten zu Antworten und Wiederholungen ermutigt, aufgefordert Erinnerungen zu nutzen und Ereignisse zu kommentieren.

ROT nutzt demzufolge erhaltene Leistungsressourcen und gibt eine Unterstützung bei der Orientierung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die demografische Relevanz der Demenzerkrankungen ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung von theoretischen Grundlagen bis zur kritischen Würdigung von Therapieansätzen.

1. Theoretische Grundlagen zu Demenz: Dieses Kapitel definiert den Krankheitsbegriff, differenziert zwischen Demenzformen und erläutert den Krankheitsverlauf sowie die spezifischen Ressourcen und Bedürfnisse der Betroffenen.

2. Die Behandlung der Demenz: Der Hauptteil vergleicht medikamentöse und nicht-medikamentöse Ansätze, stellt letztere detailliert vor und analysiert deren Wirksamkeit anhand der verfügbaren Studienlage.

Schlüsselwörter

Demenz, Alzheimer, Vaskuläre Demenz, Nicht-medikamentöse Therapie, Realitäts-Orientierungs-Training, Validation, Biografiearbeit, Milieutherapie, Lebensqualität, Personenzentrierter Ansatz, Kognitive Defizite, Pflege, Kommunikation, Ressourcenorientierung, Selbsterhaltungstherapie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Krankheitsbildes Demenz sowie die Möglichkeiten und Grenzen nicht-medikamentöser Therapiekonzepte in der Pflege.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die medizinischen und psychologischen Aspekte der Demenz, die Bedürfnisse der Erkrankten sowie die praktische Anwendung verschiedener Therapieansätze wie Validation und Milieutherapie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über therapeutische Interventionsmöglichkeiten zu geben und deren Sinnhaftigkeit sowie Grenzen im klinischen Alltag kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Fachberichten sowie Studien zu nicht-medikamentösen Interventionsmethoden.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung spezifischer Therapien wie dem Realitäts-Orientierungs-Training (ROT), der Reminiszenztherapie, der Validation sowie der Milieutherapie und hinterfragt deren Evidenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Demenz, Lebensqualität, Personenzentrierung, Validation und Ressourcenorientierung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Demenzen wichtig?

Diese Unterscheidung ist entscheidend für die Diagnose und Behandlung, da primäre Demenzen meist irreversibel im Gehirn verortet sind, während bei sekundären Demenzen äußere Ursachen wie Stoffwechselstörungen vorliegen können.

Was kritisiert die Autorin am Realitäts-Orientierungs-Training (ROT)?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die permanente Konfrontation mit Defiziten, die bei den Betroffenen zu Überforderung, Stress und Gefühlen der Sinnlosigkeit führen kann.

Welche Rolle spielt die Biografiearbeit bei der Betreuung?

Die Biografiearbeit nutzt die im Langzeitgedächtnis erhaltenen Erinnerungen, um Identität zu stützen und eine individuellere, wertschätzende Interaktion mit den Erkrankten zu ermöglichen.

Warum ist die Milieutherapie bei der Demenzbehandlung bedeutsam?

Sie gestaltet die gesamte Umgebung und den Tagesablauf so, dass trotz kognitiver Einschränkungen eine bestmögliche Orientierung, Sicherheit und Lebensqualität erreicht werden können.

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Details

Title
Demenz. Theoretische Grundlagen und nicht medikamentöse Therapieansätze
College
University of Applied Sciences Magdeburg
Grade
1,7
Author
Bianca Kautz (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V335818
ISBN (eBook)
9783668251229
Language
German
Tags
demenz theoretische grundlagen therapieansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianca Kautz (Author), 2007, Demenz. Theoretische Grundlagen und nicht medikamentöse Therapieansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335818
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