Im Rahmen des Seminars "Führungskraftentwicklung" wurden am 7. & 8. März 2016 mehre Rollenspiele und Vorträge zu diesem Thema gehalten. Die derzeit schwierige Wettbewerbssituation sowie der häufig konstatierte Wertewandel fordern auch mittelständische Unternehmen dazu auf, neben dem Einsatz traditioneller Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme den „weichen“ Faktoren mehr Beachtung zu schenken. Wenn man sich einmal die typische Struktur eines Mittelbetriebes vergegenwärtigt, drängt sich förmlich die Frage auf, ob die Unternehmenskultur nicht auch für mittlere Unternehmen ein zentraler Erfolgsfaktor ist.
Vor diesem Hintergrund setzt sich diese Arbeit mit dem komplexen Thema Unternehmenskultur und den Syst-Prinzipien speziell im Hinblick auf die Relevanz bei mittelständischen Unternehmen auseinander.
In der vorliegenden Arbeit geht es darum, zu untersuchen, inwieweit die gewonnenen Erkenntnisse und die Syst-Prinzipien in meinem jetzigen Unternehmen vorhanden sind bzw. schon umgesetzt worden sind. Im zweiten Kapitel wird zunächst mein Unternehmen und mein beruflicher Werdegang vorgestellt. Die Beschreibung der Syst-Prinzipien und der Analysephase schließt sich dann im dritten Kapitel an, wobei hierbei die Umsetzung im Unternehmen näher beleuchtet wird. Auf Grundlage dieser Ergebnisse widmet sich Kapitel 4, indem die eigenen persönlichen erreichten Ziele auf Grundlage dieser gewonnen Erkenntnisse dargestellt werden. Mit einem Fazit und Ausblick schließt die vorliegende Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Unternehmensvorstellung
2.1 Mein beruflicher Werdegang
3 Unternehmenskultur und Syst-Prinzipien
3.1 Systemprinzipien und Systemorientierung bei SLF
4 Anpassungsmaßnahmen zur Verbesserung der vorhandenen Syst-Prinzipien bei SLF
5. Reflexion - persönliche Weiterentwicklung
6. Fazit und Ausblick
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung der Unternehmenskultur sowie spezifischer Systemprinzipien in einem mittelständischen Betrieb. Das primäre Ziel ist es, den Status quo der Integration dieser Prinzipien am Beispiel des Unternehmens SLF GmbH Oberflächentechnik zu analysieren und Potenziale für eine verbesserte Führungskraftentwicklung abzuleiten.
- Analyse der Unternehmenskultur als zentraler Erfolgsfaktor im Mittelstand.
- Untersuchung von Systemprinzipien (Zugehörigkeit, zeitliche Reihenfolge, Einsatz und Verantwortung) im betrieblichen Alltag.
- Bewertung von Delegationsbereitschaft und Kommunikationsstrukturen.
- Ableitung von Maßnahmen zur Stärkung der Mitarbeiteridentifikation und Motivation.
Auszug aus dem Buch
3 Unternehmenskultur und Syst-Prinzipien
Die Umwelt eines Unternehmens ist durch eine Vielzahl von Einflussfaktoren geprägt, wobei sowohl unternehmensexterne als auch unternehmensinterne Faktoren auf das Unternehmen und seine Marktposition Einfluss nehmen können.
Eine Unternehmenskultur ist durch Vielschichtigkeit und Komplexität gekennzeichnet – sie ist größtenteils unsichtbar und nicht interpretierbar. Dies ist erst recht der Fall, je mehr Subkulturen existieren. In Anlehnung an Scheins Ebenenmodell wird im Folgenden die Unternehmenskultur in drei Ebenen unterteilt:
Werte stellen die Grundlage jeder Unternehmenskultur dar. Das Verhalten der Mitarbeiter wird in erheblichem Maße von den allgemein geteilten Werthaltungen im Unternehmen gesteuert. Ebenso prägen Normen im Sinne von Regeln, moralische Prinzipien etc. quasi als ungeschriebene Gebote das Verhalten der Mitarbeiter. In meinem Unternehmen (SLF) herrscht die Meinung, dass Fleißige Mitarbeiter immer stets lange arbeiten. Dies hat zur Folge, dass abends möglichst lange Präsenz gezeigt werden muss und das umso mehr, je eher davon auszugehen ist, dass der Chef auch noch im Hause ist und die Anwesenheit registriert. Dies ist u.a. ein Aspekt bei der Betrachtung der Syst-Prinzipien des Punktes Leistung/Fähigkeit. Die Effektivität eines Mitarbeiters nur an der Anzahl der Überstunden zu bemessen, halte ich meinen Augen als eine Fehleinschätzung. Effektive Mitarbeiter organisieren sich anhand der Aufgabenstellung und erstellen für sich eine innere Verwaltungsstruktur. Ich in meinem Beispiel ordne wichtige Emails von unwichtigen, bearbeite Projektaufgaben nach Dringlichkeiten ab und koordiniere meine Arbeitsweise effektiv und strukturiert an.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Kontext des Seminars zur Führungskraftentwicklung und definiert das Ziel der Arbeit, die Unternehmenskultur und Systemprinzipien in einem mittelständischen Unternehmen zu analysieren.
2 Unternehmensvorstellung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Historie der SLF GmbH Oberflächentechnik sowie den beruflichen Werdegang des Autors.
3 Unternehmenskultur und Syst-Prinzipien: Der theoretische Rahmen wird hier mit der praktischen Anwendung bei SLF verknüpft, insbesondere im Hinblick auf Systemprinzipien wie Zugehörigkeit und Verantwortung.
4 Anpassungsmaßnahmen zur Verbesserung der vorhandenen Syst-Prinzipien bei SLF: Hier werden Strategien zur organisatorischen Anpassung erörtert, etwa durch die Erstellung eines Leitbildes und die Förderung von Partizipation.
5. Reflexion - persönliche Weiterentwicklung: Der Autor reflektiert sein eigenes Führungsverständnis und leitet daraus individuelle Schritte zur Kompetenzentwicklung ab.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und identifiziert den bestehenden Nachholbedarf bei der Integration der Mitarbeiter und der offenen Kommunikation.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachquellen zur Unternehmenskultur und Führung.
Schlüsselwörter
Führungskraftentwicklung, Unternehmenskultur, Mittelstand, Systemprinzipien, Unternehmensorganisation, Mitarbeitermotivation, Delegationsbereitschaft, Kommunikation, Mitarbeiteridentifikation, Humanorientierung, Führungsstil, Unternehmenseffizienz, Personalentwicklung, Systemorientierung, Unternehmenseigentümer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Unternehmenskultur und spezieller Systemprinzipien und deren Anwendung in einem mittelständischen Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Unternehmenskultur, Systemtheorien in der Führung, der Rolle des Unternehmers im Mittelstand sowie der persönlichen Weiterentwicklung der Führungskraft.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Untersuchung, inwieweit etablierte Systemprinzipien in der SLF GmbH bereits implementiert sind und wie durch gezielte Maßnahmen eine bessere Führungskultur erreicht werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur in Kombination mit einer praxisnahen Analyse des eigenen Arbeitsumfeldes und persönlichen Reflexionen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Unternehmens, die Anwendung systemischer Prinzipien im betrieblichen Alltag sowie konkrete Ansätze für organisatorische Verbesserungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Führungskraftentwicklung, Unternehmenskultur, Motivation, Kommunikation und systemische Führung im Mittelstand.
Warum wird die aktuelle Unternehmenskultur bei SLF kritisch gesehen?
Der Autor bemängelt eine fehlende "Wir"-Kultur, eine zu starke Fixierung auf monetäre Ziele und eine mangelnde Delegationsbereitschaft der Geschäftsführung.
Welche Rolle spielt die Kommunikation in dieser Arbeit?
Der Autor betont, dass eine offene, kooperative Kommunikation essenziell ist, um Lösungen zu finden, die Mitarbeiter einzubeziehen und demotivierende Fehlinterpretationen zu vermeiden.
Wie definiert der Autor seine persönliche Führung?
Er versteht Führung als die Fähigkeit, unter schwierigen Bedingungen starke Entscheidungen zu treffen und anderen Halt sowie Orientierung zu geben.
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- Edip Celik (Autor), 2016, Führungskraftentwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335896