Gegenstand der vorliegenden Arbeit, „Mobiltelefongespräche beginnen (deutsch-rumänisch kontrastiv). Analyse aus gesprächsanalytischer Perspektive“, sind die Anfangsphasen der Mobiltelefongespräche zwischen Studierenden. Ein kontrastiver Vergleich zwischen deutschen und rumänischen Anredeformen und Grußformeln wird dadurch gezogen.
Die Pragmatik, eine Disziplin der Sprachwissenschaft, beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen sprachlichen Zeichen und Sprechern. Sie analysiert Gespräche, mithilfe deren die Kommunikation realisiert wird. Dafür sind mindestens zwei Interaktanten, die ein Thema logisch der Reihe nach besprechen, notwendig. Die konstitutiven Einheiten eines Gesprächs sind: die Einleitungsphase, die Kernphase, die Beendigungsphase, welche detailliert in dem zweiten Kapitel untersucht werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Gesprächsanalyse
2.1. Kurze Einführung
2.2. Die linguistische Gesprächsanalyse
2.2.1. Definition des Gesprächs
2.2.2. Einteilung der Gespräche
2.2.3. Gesprächskonstitutive Einheiten
2.2.4. Der Gesprächsschritt
2.2.4.1. Die Grundeinheit des Dialogs
2.2.4.2. Die Klassifikation von Sprecherwechselformen
2.2.4.3. Handlungstypen der Kommunikationsmittel
2.2.4.4. Die Struktur der Gesprächsschritte
2.2.4.5. Reaktionsmöglichkeiten auf einen initiierenden Schritt
2.2.5. Die Gesprächssequenz
2.2.5.1. Themenarten des Gesprächs
2.2.5.2. Entstehung einer Gesprächssequenz
2.2.5.3. Die Funktion von Gesprächssequenzen
2.2.6. Die Gesprächsphase
2.2.6.1. Die drei Phasen eines Gesprächs
2.2.6.2. Die Gesprächseröffnung
2.2.6.3. Die Kernphase
2.2.6.4. Die Gesprächsbeendigung
2.2.6.5. Redekonstellationsmodelle
2.2.7. Das Ziel eines Gesprächs
2.2.8. Gesprächsmuster und Reparaturen von Gesprächen
3. Die Arbeitsmethode
3.1. Audioaufnahmen
3.2. Das gesprächsanalytische Transkriptionsverfahren (GAT)
3.2.1. Der Transkriptionskopf der rumänischen Mobiltelefongespräche
3.2.2. Der Transkriptionskopf der deutschen Mobiltelefongespräche
3.2.3. Erklärungen
3.2.4. Anmerkungen
3.3. Die Terminologie der Gesprächsanalyse
3.4. Anredeformen
3.5. Grußformeln
4. Das Korpus
4.1. Interpretation von Korpora
4.2. Notationen
4.3. Transkription von Anfangsphasen der aufgenommenen Mobiltelefongespräche
4.3.1. Rumänien
4.3.2. Deutschland
5. Kontrastive Analyse des Korpus ( rumänisch - deutsch )
6. Schlussfolgerung
7. Bibliographie
7.1. Sekundärliteratur
7.2. Zitierte Literatur
7.3. Hilfsmittel
7.4. Internetquellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht kontrastiv die Anfangsphasen von Mobiltelefongesprächen zwischen Studierenden im rumänischen und deutschen Sprachraum. Ziel ist es, unter Anwendung gesprächsanalytischer Methoden die linguistischen Phänomene der Anrede- und Grußformen in der heutigen Jugendsprache zu identifizieren und zu vergleichen.
- Gesprächsanalyse als linguistische Teildisziplin
- Struktur von Mobiltelefongesprächen (Einleitung, Kernphase, Beendigung)
- Kontrastiver Vergleich von Anredeformen und Grußformeln
- Einfluss von Regionaldialekten und Fremdsprachen auf die Jugendsprache
- Rolle von Intonation und parasprachlichen Mitteln in der Fernkommunikation
Auszug aus dem Buch
2.2.6.2. Die Gesprächseröffnung
Die Kommunikationsform Telefongespräch kann die Grundlage für die Struktur der Eröffnungsphase bilden. Schegloff findet infolgedessen, dass man die Telefongespräche mit einer Aufforderung - Antwort - Sequenz beginnen.10
Das Klingelzeichen tritt als Aufforderung auf. Der Anrufer meint damit, dass er bereit für das Gespräch ist. Man antwortet durch das Abheben des Hörers und äußert Partikeln wie „ja“ oder „hallo!“. Ihr folgt eine Paarsequenz, die der gegenseitigen Identifikation der Sprecher dient. Der Angerufene initiiert die Antwort mit einer Identifikationshandlung, die als eine Aufforderung zur Gegenidentifikation gilt. Danach kommt eine Begrüßungssequenz. Die folgenden Paarsequenzen bilden die Eröffnungssequenz : Klingel - Antwort ; Identifikation - Gegenidentifikation ; Gruß - Gegengruß. Die Wohlergehenssequenz kann die Gesprächseröffnung erweitern : Frage - Dank. Die Kernphase beginnt gleichzeitig mit der Einführung des Themas, die auf diese Weise formuliert werden kann: ich habe da einen Fall, über den ich mit dir sprechen möchte / ich habe folgendes Problem. Diese Übergangsschritte bereiten den Angerufenen vor.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der kontrastiven Gesprächsanalyse deutscher und rumänischer Mobiltelefongespräche unter Studierenden ein und definiert den Rahmen der Untersuchung.
2. Die Gesprächsanalyse: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der linguistischen Gesprächsanalyse, einschließlich der Einheiten wie Schritt, Sequenz und Phase sowie der verschiedenen Gesprächstypen.
3. Die Arbeitsmethode: Hier wird die Methodik der Datenerhebung durch Audioaufnahmen sowie das angewendete Transkriptionsverfahren (GAT) detailliert beschrieben und begründet.
4. Das Korpus: Dieses Kapitel präsentiert die Interpretation der gesammelten Daten und enthält die konkreten Transkripte der Anfangsphasen für den rumänischen und deutschen Sprachraum.
5. Kontrastive Analyse des Korpus ( rumänisch - deutsch ): Hier findet der direkte Vergleich der untersuchten deutschen und rumänischen Gesprächsanfangsphasen statt, wobei regionale Einflüsse und Anredeformen analysiert werden.
6. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse der kontrastiven Analyse zusammen und bestätigt die Bedeutung der Einflüsse von Jugendsprache und Regionaldialekten.
7. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendete Sekundärliteratur, zitierte Quellen, Hilfsmittel und Internetquellen auf.
Schlüsselwörter
Gesprächsanalyse, Mobiltelefongespräch, Jugendsprache, Anredeformen, Grußformeln, Kontrastive Linguistik, Transkription, GAT, Pragmatik, Gesprächseröffnung, Fernkommunikation, Soziolinguistik, Sprecherwechsel, Paarsequenz, Gesprächsphase.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einem kontrastiven Vergleich der Anfangsphasen von Mobiltelefongesprächen zwischen Studierenden in Deutschland und Rumänien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die linguistische Analyse von Anrede- und Grußformeln, die Gesprächsstruktur sowie der Einfluss der heutigen Jugendsprache in beiden Ländern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die spezifischen sprachlichen Phänomene und Unterschiede bei der Eröffnung eines informellen Telefonats unter Verwendung einer gesprächsanalytischen Perspektive aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Gesprächsanalyse und transkribiert die Audioaufnahmen nach dem gesprächsanalytischen Transkriptionsverfahren (GAT), um die Dialoge genau untersuchen zu können.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Gesprächsanalyse, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung des Korpus und die eigentliche kontrastive Analyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gesprächsanalyse, Mobiltelefongespräch, Jugendsprache, Anredeformen, Grußformeln und Kontrastive Linguistik.
Welche Unterschiede gibt es bei der Identifikation am Telefon?
Deutsche Studierende identifizieren sich beim Anruf häufiger mit ihrem Namen, während im rumänischen Korpus die Fremdidentifikation oder direkte Begrüßungen ohne Eigennennung überwiegen.
Welche Rolle spielen regionale Dialekte in der Arbeit?
Regionale Dialekte und die Herkunft der Studierenden beeinflussen die Wahl der Grußformeln (z.B. "Servus" in Thüringen oder "Moin" im Norden), was in der Arbeit detailliert nachgewiesen wird.
- Citation du texte
- Andreea-Adriana Drăgulin (Auteur), 2015, Mobiltelefongespräche beginnen (deutsch-rumänisch kontrastiv), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336363