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Das Humanitätskonzept in Johann Wolfgang Goethes Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“

Titre: Das Humanitätskonzept in Johann Wolfgang Goethes Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“

Dossier / Travail , 2016 , 13 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sarah Moayeri (Auteur)

Philologie Allemande - Histoire littéraire, Epoques
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Die vorliegende Arbeit soll einen Vorschlag zur Analyse von Johann Wolfgang von Goethes Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“ im Hinblick auf das Humanitätsideal in der Gestalt von der Figur Iphigenie und den damit verbundenen Widersprüchlichkeiten des Humanitätskonzepts darstellen. „Die Auffassung des Dramas als Weihespiel der Menschlichkeit“ soll dabei hinterfragt und bewertet werden.

Zunächst soll eine kurze Zusammenfassung des Schauspiels einen Überblick über den Handlungszusammenhang verschaffen, um das typische Sprechen und Handeln Iphigenies im Stück in der darauf folgenden Analyse einordnen zu können. Aus der Analyse, welche eine Einordnung des Begriffs „Humanität“ und eine Figurenanalyse Iphigenies beinhaltet, soll hervorgehen, dass Iphigenie formal aufgrund ihrer Sprache und inhaltlich aufgrund ihrer Entscheidungen, Gedanken und Taten zum einen als Vertreterin der Humanität und zum anderen, durchaus untrennbar mit ersterem, als zerrissene und dialektische Figur charakterisiert werden kann.

Ziel der Arbeit ist es, die stilistischen und inhaltlichen Mittel mit dem vermeintlich moralischen Anspruch des Stücks in Verbindung zu bringen und eben diese Verbindung im Rahmen der Figurenanalyse Iphigenies zu charakterisieren.
Biographische Bezüge werden in dieser Arbeit bewusst außen vor gelassen; der Anspruch besteht darin, eine textnahe Analyse zu verfassen und das Humanitätskonzept des Schauspiels kritisch zu beleuchten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Zusammenfassung des Schauspiels „Iphigenie auf Tauris“

III. Was ist Humanität?

IV. Die Figur Iphigenie

(a) Sprache und Ausdruck

(b) Handlungsmuster

(c) Widerspruch des Humanitätskonzepts

V. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Humanitätsideal in Goethes Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“ und hinterfragt kritisch die damit verbundenen Widersprüche, wobei die Titelfigur als dialektische Identifikationsfigur im Spannungsfeld zwischen persönlicher Autonomie und gesellschaftlichem Handlungszwang analysiert wird.

  • Analyse des aufklärerischen Humanitätsbegriffs im Kontext des Dramas
  • Untersuchung der Figurengestaltung Iphigenies durch Sprache und Handlung
  • Reflexion über die Dialektik der Humanität und den Machtanspruch
  • Bewertung des Humanitätsideals als moralische Instanz
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Individuum und Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

Widerspruch des Humanitätskonzepts

Zentral für die Konstruktion der Figur Iphigenie und für die Dialektik der Humanität im Stück ist folgender Dialog zwischen Iphigenie und Thoas im dritten Auftritt des ersten Aufzugs: V.493-503

Thoas. Es spricht kein Gott; es spricht dein eignes Herz. Iphigenie. Sie reden nur durch unser Herz zu uns. Thoas. Und hab’ Ich, sie zu hören, nicht das Recht? Iphigenie. Es überbraust der Sturm die zarte Stimme. Thoas. Die Priesterinn vernimmt sie wohl allein? Iphigenie. Von allen andern merke sie der Fürst. Thoas. Dein heilig Amt und dein geerbtes Recht An Jovis Tisch bringt dich den Göttern näher, Als einen erdgebornen Wilden. Iphigenie. So Büß’ ich nun das Vertrau’n, das du erzwangst. Thoas. Ich bin ein Mensch; und besser ist’s wir enden. […]

Iphigenie ist als Subjekt verstrickt in einem Handlungszusammenhang, ihr Charakter und ihr Handeln existieren nicht im luftleeren Raum, sondern sind geprägt von äußeren Einflüssen, zwischenmenschlichen Beziehungen und haben im Rückkehrschluss auch Einfluss auf diese. Das macht ihr Dilemma aus: Wie schon in III. angedeutet, befindet sich ihre Humanität im Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft. Iphigenie ist konfrontiert mit Thoas als einem anderen, ihr ebenbürtigen, mündigen Subjekt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zielsetzung ein, Goethes Schauspiel hinsichtlich des Humanitätsideals und der Widersprüchlichkeiten innerhalb der Figur Iphigenie textnah zu analysieren.

II. Zusammenfassung des Schauspiels „Iphigenie auf Tauris“: Der Abschnitt bietet einen Überblick über die Handlung des Dramas, von Iphigenies Verbannung auf Tauris über die Ankunft ihres Bruders Orest bis hin zur schlussendlichen Auflösung des Konflikts durch Aufrichtigkeit.

III. Was ist Humanität?: Hier wird der theoretische Rahmen abgesteckt, indem zentrale Konzepte der Aufklärung wie Barmherzigkeit, Autonomie und das Verhältnis von Individuum zu Gesellschaft definiert und in Bezug auf das Stück erläutert werden.

IV. Die Figur Iphigenie: Dieser Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung Iphigenies als Spiegelbild humanistischer Konflikte, wobei ihre Sprache, ihre Handlungsweisen und die inhärenten Widersprüche des Humanitätskonzepts beleuchtet werden.

V. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die dialektische Natur der Humanität im Drama zusammen und betont, dass eine echte Humanwerdung nur durch das Überwinden starrer, herrschaftlicher Strukturen möglich ist.

Schlüsselwörter

Humanität, Johann Wolfgang von Goethe, Iphigenie auf Tauris, Aufklärung, Autonomie, Selbstbestimmung, Humanitätsideal, Dialektik, Figurenanalyse, Drama, Ethik, Wahrheit, Literaturwissenschaft, Klassik, Handlungszusammenhang

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Humanitätskonzept in Goethes „Iphigenie auf Tauris“ und beleuchtet die Zerrissenheit der Protagonistin im Hinblick auf moralische und ethische Ansprüche.

Welche Themenfelder stehen dabei besonders im Fokus?

Zentrale Themen sind die Definition von Humanität, die Autonomie des Subjekts sowie die moralische Auseinandersetzung zwischen Individuum und gesellschaftlichem Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das vermeintliche Humanitätsideal der Figur Iphigenie kritisch zu hinterfragen und die Widersprüchlichkeiten aufzuzeigen, die durch ihr Handeln und ihre Sprache entstehen.

Welche methodische Vorgehensweise wählt die Autorin?

Die Autorin verfolgt einen textnahen analytischen Ansatz, der stilistische Mittel und inhaltliche Argumente direkt aus dem Schauspiel herleitet und mit fachwissenschaftlicher Literatur in Bezug setzt.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil werden neben dem Begriff der Humanität speziell die Sprache Iphigenies, ihre Entwicklungsprozesse und der Konflikt zwischen ihren inneren Werten und äußeren Zwängen untersucht.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit beschreiben?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Humanität, Autonomie, Dialektik, Aufklärung und die kritische Analyse von Iphigenies Handlungsspielräumen charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Sprache der Iphigenie für ihre Charakterisierung?

Die Sprache dient als Manifestation ihrer Emotionalität und ihres Wahrheitsanspruchs, zeigt jedoch gleichzeitig durch antithetische Ausdrucksweisen die Zerrissenheit der Figur.

Warum wird Iphigenies Humanität als dialektisch bezeichnet?

Sie ist dialektisch, weil sie zwar als Vertreterin der Humanität agiert, aber gleichzeitig in machtstrukturelle Widersprüche verstrickt bleibt, die ein reines Humanitätsideal verkomplizieren.

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Résumé des informations

Titre
Das Humanitätskonzept in Johann Wolfgang Goethes Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“
Note
1,0
Auteur
Sarah Moayeri (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
13
N° de catalogue
V336438
ISBN (ebook)
9783668260870
ISBN (Livre)
9783668260887
Langue
allemand
mots-clé
Iphigenie Humanitätskonzept Johann Wolfgang von Goethe Analyse Figurenanalyse Schauspiel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarah Moayeri (Auteur), 2016, Das Humanitätskonzept in Johann Wolfgang Goethes Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336438
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Extrait de  13  pages
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