Die vorliegende Arbeit ist in Protokoll über Coachingsitzungen zur Persönlichkeitsentwichlung.
Für das nullte Gespräch haben die Klientin und ich uns das erste Mal im privaten Rahmen getroffen. Als ehemalige Arbeitskolleginnen kennen wir uns bereits flüchtig. Zwischen uns war immer Sympathie vorhanden, jedoch kaum privater Kontakt. Dadurch, dass wir uns bereits kennen, war es einfach Vertrauen aufzubauen. Die Klientin A.B. ist weiblich, 19 Jahre alt und Studentin.
Nach meiner Einschätzung ist die Klientin eine eher emotional gesteuerte Persönlichkeit, was ich in der Auswahl der Gesprächsführung und Tools während der Sitzungen berücksichtigen werde. So kann ich gewährleisten, dass die Klientin einen affektiven Zugang zu ihrem Thema erhält.
Zu Beginn erfrage ich, was sich die ob sie Vorerfahrungen mit Coaching hat was sie verneint. Ich erzähle ihr, dass das Coaching im Rahmen einer universitären Veranstaltung stattfindet, in der wir einen ersten Eindruck vom Coaching erhalten haben und nun selber coachen dürfen. Ich frage die Klientin nach ihrer Motivation an diesem Coaching teilzunehmen. Sie hat ein Anliegen, bei dem sie sich nach ihrer Aussage immer im Kreis dreht und nicht zu einer Lösung kommt. Die Klientin denkt über einen Auszug aus ihrer aktuellen Wohngemeinschaft (WG) nach und sieht dabei allerlei Probleme, die folgen könnte. Ich schlussfolgere daraus für mich, dass es für ein Coaching angemessenes Thema ist und ich jegliche psychische Erkrankung an dieser Stelle ausschließen kann. Ich weise sie daraufhin, dass es im Laufe der Sitzungen zu Fragen kommen kann, die für sie unerwartet oder ungewöhnlich erscheinen könnten. Daher bitte ich sie, sich darauf einzulassen und mir als Coach und dem Prozess zu vertrauen.
Inhaltsverzeichnis
PROTOKOLL NULLTES GESPRÄCH
PROTOKOLL 1. COACHINGSITZUNG
PROTOKOLL 2. COACHINGSITZUNG
PROTOKOLL ABSCHLUSSGESPRÄCH
GESAMTFAZIT
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit besteht darin, den Coachingprozess einer 19-jährigen Klientin bei ihrer Entscheidungsfindung bezüglich eines Wohnungswechsels zu protokollieren und zu reflektieren. Dabei liegt der Fokus auf der Anwendung und Wirkung verschiedener Coaching-Methoden zur Strukturierung von Gedanken und zur Erlangung von Klarheit über persönliche Bedürfnisse und Handlungsoptionen.
- Strukturierung komplexer Entscheidungsprozesse bei jungen Erwachsenen
- Anwendung der Methode „Stuhl der Wahl“ zur Visualisierung von Handlungsalternativen
- Einsatz der „5 Säulen der Stabilität“ zur Identifikation von Bedürfnissen und Ängsten
- Reflexion der Rolle des Coaches bei der Förderung der Selbstwirksamkeit des Klienten
Auszug aus dem Buch
PROTOKOLL 1. COACHINGSITZUNG
Die Klientin kommt ausgeschlafen und dennoch sehr blass in die Sitzung, man merkt sofort, dass sie etwas beschäftigt. Sie umarmt mich zur Begrüßung und wirkt gespannt und nervös zugleich. Ich führe sie im mein Wohnzimmer und biete ihr einen Platz an und serviere Tee. Um ihr etwas die Nervosität zu nehmen, frage ich sie wie es ihrem Rücken geht, mit dem sie schon länger Probleme hat. Sie erzählt von ihrem Arztbesuch und entspannt sich dabei etwas. Wir plaudern ein wenig über die Pläne für das anstehende Wochenende und finden uns nun auch gedanklich im Raum ein.
Zum Einstieg der Sitzung heiße ich sie herzlich willkommen und sage ihr, dass ich mich freue dass wir heute in unsere 1. Sitzung einsteigen können. Ich frage sie, ob sie sich fit für die Sitzung fühlt und ob sie sich wohl fühlt. Ich erkläre ihr, dass es in einem Coaching zu ungewöhnlichen Fragestellungen kommen kann und dass sie sich bitte auf die Methoden einlassen soll. Bereits im nullten Gespräch habe ich sie daraufhin gewiesen, dass unser Coaching ihr helfen soll, eine Lösung für ihr Problem selbst zu entwickeln. Bei dem Prozess werde ich sie unterstützen und mit Fragen durch den Prozess führen. Ich habe das Gefühl, dass zwischen uns eine solide Vertrauensbasis herrscht und dass wir uns zwischenmenschlich gut verstehen.
Zusammenfassung der Kapitel
PROTOKOLL NULLTES GESPRÄCH: Kennenlernen der Klientin, Feststellung der Coaching-Eignung und Vereinbarung der Rahmenbedingungen für die Sitzungen.
PROTOKOLL 1. COACHINGSITZUNG: Analyse der bestehenden Entscheidungsschwierigkeiten bezüglich einer WG-Situation mithilfe der „5 Säulen der Stabilität“ und der Methode „Stuhl der Wahl“.
PROTOKOLL 2. COACHINGSITZUNG: Konkretisierung der Entscheidung für einen Auszug durch Vorbereitung eines Gesprächs mit dem aktuellen Mitbewohner mittels Visualisierung von Argumenten.
PROTOKOLL ABSCHLUSSGESPRÄCH: Reflektion über den erzielten Erkenntnisgewinn durch strukturierte Selbstreflexion und Bewertung des Coaching-Verlaufs.
GESAMTFAZIT: Kritische Würdigung des persönlichen Lernprozesses als Coach sowie der Entwicklung der Klientin während des Coaching-Zeitraums.
Schlüsselwörter
Coaching-Protokoll, Entscheidungsfindung, Persönlichkeitsentwicklung, Wohngemeinschaft, 5 Säulen der Stabilität, Methode Stuhl der Wahl, Selbstwirksamkeit, Gesprächsführung, Reflexion, Klientenprozess, Strukturbildung, Coaching-Methodik, professionelle Distanz, Vertrauensbasis, Visualisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert den Coaching-Prozess einer Studentin, die vor der Entscheidung steht, aus ihrer aktuellen Wohngemeinschaft auszuziehen oder neue Wohnformen zu suchen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Strukturierung von Entscheidungsprozessen, die Abwägung von persönlichen Bedürfnissen versus äußeren Erwartungen sowie die Bewältigung von Unsicherheiten bei Lebensveränderungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, der Klientin durch methodische Unterstützung dabei zu helfen, Klarheit über ihre Wohnsituation zu gewinnen und eigenständig eine tragbare Entscheidung zu treffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden verschiedene systemische Coaching-Methoden eingesetzt, insbesondere die „5 Säulen der Stabilität“ und die Methode „Stuhl der Wahl“, um Gedanken zu ordnen und Handlungsoptionen zu visualisieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Protokolle der Vorgespräche, der zwei Coachingsitzungen sowie des Abschlussgesprächs, in denen die methodische Arbeit mit der Klientin detailliert beschrieben wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Coaching-Protokoll, Entscheidungsfindung, Selbstwirksamkeit, Visualisierung, Reflexion und die spezifischen Coaching-Tools.
Warum war die Methode der „5 Säulen der Stabilität“ für diese Klientin besonders hilfreich?
Die Klientin neigte zu emotionalen Reaktionen und fühlte sich von ihren vielen Gedanken überfordert; diese Methode ermöglichte ihr, das abstrakte Problem in greifbare Bereiche zu unterteilen.
Wie hat sich die Rolle des Coaches von der ersten zur zweiten Sitzung gewandelt?
In der ersten Sitzung musste der Coach aktiv Methoden anleiten und Hilfestellung geben, während die Klientin in der zweiten Sitzung bereits selbstständig Fragestellungen entwickelte und den Prozess stärker steuerte.
- Citation du texte
- Sandra Intemann (Auteur), 2016, Coaching als Instrument der Persönlichkeitsentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336449