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EU-Mediationskonzepte zur Konfliktlösung

Das Harmonisierungsziel alternativer Streitbeilegung in den EU- Mitgliedstaaten

Título: EU-Mediationskonzepte zur Konfliktlösung

Redacción Científica , 2016 , 12 Páginas

Autor:in: Dr. iur. Islam Qerimi LL.M. (Autor), Mr. Sc. Mejreme Berisha (Autor)

Derecho - Derecho europeo e Internacional, Derecho internacional privado
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In diesem wissenschaftlichen Aufsatz wird gezeigt, wie die EU in letzter Zeit zunehmend das Harmonisierungsziel alternativer Streitbeilegung in den Mitgliedstaaten verfolgt hat. Im Weiteren wird berichtet, wie neben dem Vereinheitlichungszweck bestehender alternativer Konfliktlösungsmethoden in einzelnen EU-Ländern der supranationale Gesetzgeber einen Anstoß für die effektivere gesetzliche Integrierung außergerichtlicher Streitbeilegungsmechanismen insbesondere im Interesse der Verbraucher gab.

Darüberhinaus werden unterschiedlichen Traditionen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dargestellt, die sich im angelsächsischen (common law) und kontinentaleuropäischen Raum (civil law) unterschiedliche Systeme der konsensorientierten Streitregelung entwickelt haben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einführung

3. Definition

4. Vereinheitlichung durch die Europäische Kommission

5. Einzelregelungen

6. Ressourcenersparnis

7. Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Harmonisierung von Mediationskonzepten zur Konfliktlösung innerhalb der Europäischen Union, wobei insbesondere die Auswirkungen supranationaler Gesetzgebung auf nationale Rechtssysteme und die Förderung alternativer Streitbeilegungsverfahren analysiert werden.

  • Entwicklung alternativer Streitbeilegungsmethoden (ADR) in Europa
  • Rechtliche Grundlagen und Harmonisierung durch EU-Richtlinien und Verordnungen
  • Nationale Ausprägungen und Umsetzung der Mediation in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten
  • Zielsetzungen der Ressourcenersparnis und gerichtlichen Entlastung durch außergerichtliche Verfahren
  • Kritische Auseinandersetzung mit Machtasymmetrien und dem Zugang zum Recht

Auszug aus dem Buch

5. Einzelregelungen

Trotz dem Vereinheitlichungsziel der europäischen Kommission etablierten sich zur ADR unterschiedliche nationale Regelungen. Die Ursache dieser Entwicklung liegt in der Erfüllung nationaler Bedürfnisse, die dem Harmonisierungsgedanken entgegenstehen. ADR konnte im europäischen Binnenmarkt Eingang in nationale Rechtsordnungen finden. Das von der EU verfolgte Harmonisierungsziel scheint jedoch für nationale Gesetzgeber bei der Umsetzung der RL 2008/52/EG nicht im Vordergrund gesetzgeberischer Bemühungen zu stehen. Die normierten Vorgaben der zitierten Richtlinie betreffen weitgehend nur die Mediation in grenzüberschreitenden Konflikten und ermöglichen auf diese Weise nationalen Gesetzgebern einen großen Spielraum. Die Anwendung der Mediation erfüllt nationale Interessen zur Entlastung der Gerichtsbarkeit, die sich i.d.R. auf Kosteneffizienz beziehen. Insgesamt kann die Einführung dieser Regelungen als partieller Rückzug des Staates aus der Rechtsprechung verstanden werden.

Es ist allerdings notwendig die Mediation für gravierende Sachverhalte nicht zugänglich zu machen. Illustrierend dafür sind vor allem Regelungen, die Verfahren der ADR mit gesonderten Prozessvorschriften für Bagatelldelikte verbinden. Dies gilt bspw. für Deutschland, wo die Umsetzungsverpflichtung zum Anlass genommen wurde, um das seit Jahren diskutierte Mediationsgesetz zu verabschieden.

In diesem Zusammenhang ist es am Beispiel von Irland nicht verwunderlich, dass Verfahren der ADR generell mit Sonderregelungen für Bagatellstreitigkeiten verbunden sind. Der Small Claims Registrar ist nicht ausschließlich mit der Schlichtung derartiger Verfahren beauftragt, sondern zur Klärung eines Konfliktes in informellen Gesprächen ohne Urteilsfällung verpflichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert das wachsende Interesse der EU an der Harmonisierung außergerichtlicher Streitbeilegungsmechanismen zur effektiven Integration in nationale Rechtssysteme.

2. Einführung: Es wird ein Überblick über die verschiedenen Formen der konsensorientierten Streitregelung sowie die historische Entwicklung der ADR im angelsächsischen und kontinentaleuropäischen Raum gegeben.

3. Definition: Das Kapitel definiert den Begriff der Mediation als freiwillige, außergerichtliche Streitbeilegung durch allparteiliche Vermittler ohne Entscheidungsgewalt.

4. Vereinheitlichung durch die Europäische Kommission: Hier werden die EU-Richtlinie 2008/52/EG sowie weitere Rechtsvorschriften wie die Online-Streitbeilegung thematisiert, die einen rechtlichen Rahmen für Mediation schaffen sollen.

5. Einzelregelungen: Dieses Kapitel analysiert die heterogenen nationalen Umsetzungen der Mediationsvorgaben in Ländern wie Irland, Schottland, England, Frankreich, Schweden, Spanien, Italien, Griechenland, Österreich und Deutschland.

6. Ressourcenersparnis: Untersucht wird der Aspekt der Verfahrenseffizienz, Kostenreduktion und Entlastung der Justiz durch alternative Konfliktlösungsverfahren bei gleichzeitiger Problematisierung potenzieller Machtasymmetrien.

7. Ausblick: Der Ausblick resümiert die erfolgreiche Förderung der Mediation und prognostiziert eine zunehmende Bedeutung autonomer Selbstregulierung in modernen Gesellschaften.

Schlüsselwörter

Mediation, Konfliktlösung, Alternative Dispute Resolution, ADR, Europäische Union, Harmonisierung, Streitbeilegung, Rechtspraxis, Verfahrenseffizienz, Verbraucherschutz, Zivilrecht, Online-Streitbeilegung, Justizentlastung, Rechtszugang, Mediationsgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Konzepte und die rechtliche Einbettung der Mediation innerhalb der Europäischen Union sowie deren Umsetzung in den verschiedenen Mitgliedstaaten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die europäische Harmonisierung von Mediationsverfahren, der nationale Gesetzgebungsprozess, die Prozessökonomie und die Rolle der Mediation bei der Entlastung von Justizbehörden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie die EU durch Richtlinien und Verordnungen einen Rahmen für alternative Streitbeilegung schafft und wie diese Vorgaben den Wandel in der nationalen Rechtspraxis beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um einen rechtswissenschaftlichen Aufsatz, der durch eine Analyse europäischer Richtlinien, nationaler Mediationsgesetze und relevanter Fachliteratur methodisch fundiert ist.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die EU-weite Vereinheitlichung, die detaillierte Darstellung einzelner nationaler Regelungen und die Bewertung der Verfahrenseffizienz durch Mediation.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die wichtigsten Schlagworte sind Mediation, ADR, EU-Recht, Harmonisierung, Verfahrenseffizienz und Zugang zum Recht.

Wie bewerten die Autoren die Rolle von Machtasymmetrien bei der Mediation?

Die Autoren weisen darauf hin, dass die Mediation zwar den Zugang zum Recht verbessern kann, jedoch in Fällen von Machtasymmetrien zwischen den Parteien eine kritische Gefahr besteht, die durch das Gericht als Kontrollinstanz nicht in jedem Fall aufgelöst werden kann.

Welchen Stellenwert nimmt die Online-Streitbeilegung ein?

Die Online-Streitbeilegung wird als moderne, technikgestützte Innovation der EU betrachtet, um speziell verbraucherrechtliche Streitigkeiten im Online-Handel effizient und grenzüberschreitend zu lösen.

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Detalles

Título
EU-Mediationskonzepte zur Konfliktlösung
Subtítulo
Das Harmonisierungsziel alternativer Streitbeilegung in den EU- Mitgliedstaaten
Autores
Dr. iur. Islam Qerimi LL.M. (Autor), Mr. Sc. Mejreme Berisha (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
12
No. de catálogo
V336699
ISBN (Ebook)
9783668262676
ISBN (Libro)
9783668262683
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mediation EU Außergerichtliche Konfliktlösung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dr. iur. Islam Qerimi LL.M. (Autor), Mr. Sc. Mejreme Berisha (Autor), 2016, EU-Mediationskonzepte zur Konfliktlösung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336699
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