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Die Erfindung der Nation „Schweden“ in der schwedischen Kinderliteratur um 1900

Título: Die Erfindung der Nation „Schweden“ in der schwedischen Kinderliteratur um 1900

Tesis de Máster , 2012 , 71 Páginas , Calificación: 2,4

Autor:in: Vivien Busch (Autor)

Lenguas escandinavas
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Die vorliegende Arbeit hat es sich zum Ziel gemacht, aufzuzeigen, inwiefern Schweden als Nation und als Gesellschaft in der schwedischen Kinderliteratur ‚erfunden‘ – soll heißen konstruiert und erdichtet – wird. Unter Kinderliteratur wird hier jene Literatur verstanden, die sich vornehmlich an junge Leser richtet und speziell für diese geschrieben wurde.

Die Literatur spielt eine besondere Rolle in der Prägung einer Nation und ihrer Gesellschaft. Denn bereits lange vor Radio, Fernsehen, Kino und sozialen Netzwerken war es vornehmlich die Literatur, die das Bild einer Gesellschaft und einer Nation abbildete und prägte – in der vorliegenden Arbeit liegt der Fokus auf der schwedischen Nation und ihrer Gesellschaft. Dabei geht es auch um die Frage nach der Identität der schwedischen Gesellschaft. Begrifflichkeiten wie ‚Identität‘, ‚Nation‘ und das Konzept der Nationenbildung sind eng miteinander verzahnt, bedingen sich durchaus gegenseitig und sind nicht immer klar voneinander zu trennen.

Typisch schwedisch. Wohl ein Jeder hat eine bestimmte Vorstellung davon im Kopf, was typisch schwedisch ist, wenn er den Namen dieses weiten Landes hört. Schweden, die Nation der blonden Frauen, die Nation mit den roten und gelben Häusern? Das Land der Elche? Obwohl dies plakative Klischees sind, deuten sie dennoch da-rauf hin, dass es bestimmte Vorstellungen von dieser schwedischen Nation geben muss, die viele Menschen – auch diejenigen, die Teil dieser Nation sind – für sich vereinen können. Es ist es nicht leicht herauszufinden, was genau die schwedische Nation ausmacht, wie sie sich formt. Und doch bietet die Frage ein enormes Potential.

In die Herausbildung des Gefühls einer Nation spielen sehr viele Faktoren hinein: Prinzipiell führen unzählige geschichtliche, kulturelle, geografische und soziale Voraussetzungen und Faktoren schlussendlich zur Bildung des Bewusstseins einer gemeinsamen Nation und ihrer Identität. Dabei kommt insbesondere heutzutage auch den Medien eine besondere Rolle zu, Lena Kåreland, emeritierte Professorin an der Universität Uppsala, formuliert diesen Umstand folgendermaßen: „Överhuvudtaget formas vår verklighetsbild i dagens samhälle i hög grad av medierna“ (Kåreland 2001, S. 15).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE KINDERLITERATUR IN SCHWEDEN BIS 1900

3 NATIONALE IDENTITÄT IN GESELLSCHAFT UND LITERATUR

3.1 NATIONALE IDENTITÄT – NATION-BUILDING – NATIONENBILDUNG

3.2 DIE BILDUNG NATIONALER IDENTITÄT IN SCHWEDEN

3.2.1 NATUR ALS VERBINDENDES MOTIV

3.2.2 HISTORISCHE BETRACHTUNGEN

3.2.3 DIE „UNSCHWEDISCHEN“ – EINHEIT DURCH ABGRENZUNG

3.2.4 RELIGIÖSE VERBUNDENHEIT

3.2.5 NORDISCH ODER SCHWEDISCH? – INTERNATIONALE EINFLÜSSE AUF DIE SCHWEDISCHE IDENTITÄT

3.2.6 SOZIOKULTURELLE EINFLÜSSE

3.3 NATIONALE IDENTITÄT IN DER LITERATURWISSENSCHAFT

4 SCHWEDEN IN DER KINDERLITERATUR UM 1900

4.1 SELMA LAGERLÖF: NILS HOLGERSSONS UNDERBARA RESA GENOM SVERIGE (1906/07)

4.2 ANNA MARIA ROOS: SÖRGÅRDEN UND I ÖNNEMO (1912)

4.3 ELSA BESKOW

5 DIE NATION SCHWEDEN IN DER KINDERLITERATUR SCHWEDENS – EIN FAZIT

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die schwedische Nation und Gesellschaft in der Kinderliteratur um 1900 konstruiert und „erfunden“ wurden, um ein kollektives nationales Identitätsbewusstsein zu bilden.

  • Analyse des Einflusses der Kinderliteratur auf die Identitätsbildung um 1900.
  • Untersuchung der Werke von Selma Lagerlöf, Anna Maria Roos und Elsa Beskow.
  • Diskussion historischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen des schwedischen „goldenen Zeitalters“ der Kinderliteratur.
  • Erforschung von Motiven wie Vaterlandsliebe, Naturverbundenheit und der Rolle der Literatur als Spiegel der Gesellschaft.
  • Anwendung theoretischer Ansätze zur Nationenbildung (u.a. Benedict Anderson).

Auszug aus dem Buch

Die Erfindung der Nation „Schweden“ in der schwedischen Kinderliteratur um 1900

Typisch schwedisch. Wohl ein Jeder hat eine bestimmte Vorstellung davon im Kopf, was typisch schwedisch ist, wenn er den Namen dieses weiten Landes hört. Schweden, die Nation der blonden Frauen, die Nation mit den roten und gelben Häusern? Das Land der Elche? Obwohl dies plakative Klischees sind, deuten sie dennoch darauf hin, dass es bestimmte Vorstellungen von dieser schwedischen Nation geben muss, die viele Menschen – auch diejenigen, die Teil dieser Nation sind – für sich vereinen können:

De flesta svenskar, eller utlänningar som gästar landet, tycker sig visst stöta på sådant som är typiskt svenskt. […] [D]et är bara den s k forskningen som är blind och inte förmår sätta fingret på vad folk med vanligt bondförnunft så uppenbart kan se (Lindroth 1994: 40).

Bengt Lindroth hat mit seiner ironischen Aussage im Grunde Recht: Es ist es nicht leicht herauszufinden, was genau die schwedische Nation ausmacht, wie sie sich formt. Und doch bietet die Frage ein enormes Potential. In die Herausbildung des Gefühls einer Nation spielen sehr viele Faktoren hinein: Prinzipiell führen unzählige geschichtliche, kulturelle, geografische und soziale Voraussetzungen und Faktoren schlussendlich zur Bildung des Bewusstseins einer gemeinsamen Nation und ihrer Identität. Dabei kommt insbesondere heutzutage auch den Medien eine besondere Rolle zu, Lena Kåreland, emeritierte Professorin an der Universität Uppsala, formuliert diesen Umstand folgendermaßen: „Överhuvudtaget formas vår verklighetsbild i dagens samhälle i hög grad av medierna“ (Kåreland 2001:15).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der schwedischen Identitätskonstruktion in der Kinderliteratur und Darlegung der Forschungsfrage.

2 DIE KINDERLITERATUR IN SCHWEDEN BIS 1900: Historischer Abriss zur Entwicklung der Kinderliteratur, unter Berücksichtigung pädagogischer und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.

3 NATIONALE IDENTITÄT IN GESELLSCHAFT UND LITERATUR: Theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen wie Identität, Nation und Nationenbildung sowie deren Relevanz für literarische Analysen.

4 SCHWEDEN IN DER KINDERLITERATUR UM 1900: Detaillierte Analyse der ausgewählten Werke von Selma Lagerlöf, Anna Maria Roos und Elsa Beskow hinsichtlich ihrer nationalbildenden Funktion.

5 DIE NATION SCHWEDEN IN DER KINDERLITERATUR SCHWEDENS – EIN FAZIT: Zusammenfassung der Analyseergebnisse und Bestätigung der identitätsstiftenden Rolle der Kinderliteratur um 1900.

Schlüsselwörter

Schwedische Kinderliteratur, Nationale Identität, Nationenbildung, Selma Lagerlöf, Anna Maria Roos, Elsa Beskow, Nils Holgersson, Sörgården, Naturromantik, Schwedische Geschichte, Literaturwissenschaft, Gesellschaftlicher Umbruch, Pädagogik, Identitätsstiftung, Kollektives Bewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie in der schwedischen Kinderliteratur um 1900 eine spezifisch schwedische nationale Identität konstruiert und vermittelt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von „Nation“ und „Identität“, die Entwicklung der schwedischen Kinderliteratur um die Jahrhundertwende sowie die literarische Darstellung nationaler Konzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, inwiefern die schwedische Nation und Gesellschaft in ausgewählten Kinderbüchern „erfunden“ – also konstruiert und erdichtet – wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die theoretische Konzepte (z.B. von Benedict Anderson) auf Primärtexte anwendet, um implizite nationale Bilder freizulegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Werke von Selma Lagerlöf, Anna Maria Roos und Elsa Beskow detailliert auf ihre inhaltliche, pädagogische und nationale Dimension hin untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie schwedische Identität, Kinderliteratur, Nationsbildung, Naturromantik und kollektives Bewusstsein charakterisiert.

Warum ist gerade das Jahr 1900 ein wichtiger Fokus für die Untersuchung?

Um 1900 erlebte die schwedische Kinderliteratur ihr „erstes goldenes Zeitalter“, während die Nation gleichzeitig einen massiven gesellschaftlichen Umbruch durchlebte.

Welche Rolle spielt die Natur in den analysierten Werken?

Die Natur dient in vielen Werken, insbesondere bei Elsa Beskow, als zentrales Sinnbild und Träger schwedischer Identität, die romantisiert und glorifiziert wird.

Wie unterscheidet sich die Vermittlung von Identität bei Anna Maria Roos von Selma Lagerlöf?

Während Lagerlöf durch das Reisen und geografische Wissen die Nation Schweden weiträumig erlebbar macht, kreiert Roos durch die bäuerliche Idylle einen lokalen, fast abgeschlossenen Mikrokosmos.

Welche Bedeutung haben die Schullesebücher für die Nationenbildung?

Da diese Bücher von weiten Teilen der jungen Generation gelesen wurden, fungierten sie als machtvolles Instrument, um ein gemeinsames Verständnis für das „schwedische Reich“ und die eigene bäuerliche Gemeinschaft zu prägen.

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Detalles

Título
Die Erfindung der Nation „Schweden“ in der schwedischen Kinderliteratur um 1900
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Nordische Abteilung)
Calificación
2,4
Autor
Vivien Busch (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
71
No. de catálogo
V336873
ISBN (Ebook)
9783668265912
ISBN (Libro)
9783668265929
Idioma
Alemán
Etiqueta
Selma Lagerlöf Anna Maria Roos Elsa Beskow Nils Holgersson Puttes äventyr i blåbärsskogen Sörgården Nation Building Nationenbildung Kinderliteratur Schwedische Kinderliteratur Bengt Lindroth Wolfgang Behschnitt Benedict Anderson Schwedische Identität Schweden in der Kinderliteratur um 1900
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Vivien Busch (Autor), 2012, Die Erfindung der Nation „Schweden“ in der schwedischen Kinderliteratur um 1900, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336873
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