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Die Darstellung und Reflexion von Armut und Reichtum in Harsdörffers Erzählsammlungen

Título: Die Darstellung und Reflexion von Armut und Reichtum in Harsdörffers Erzählsammlungen

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2016 , 75 Páginas

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Historia de la literatura, Épocas
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Schon immer nahmen soziale Spannungen einen wichtigen Bestandteil der literarischen Darstellung ein. Ziel der vorliegenden Arbeit soll die Analyse der Darstellung und Reflexion von Armut und Reichtum in Georg Philipp Harsdörffers Erzählsammlungen sein.

Aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Abschlussarbeit ist eine detaillierte Textanalyse der insgesamt 400 Erzählungen nicht möglich, weswegen bereits im Vorhinein eine repräsentative Auswahl getroffen wurde. Diese orientierte sich an der Thematik der Geschichten und diente dazu, speziell diejenigen Erzählungen auszusuchen, die inhaltlich stark auf die Hauptthemen Reichtum und Armut verweisen.

In logischer Konsequenz zu den beiden genannten Themen muss sich die vorgesehene Analyse auch mit Geld und Geldmitteln beschäftigen, deren Ab- bzw. Anwesenheit die beiden Vermögensverhältnisse Armut und Reichtum bedingen. Dazu wurden zehn Geschichten aus dem Schauplatz Jämmerlicher Mordgeschichte und neun Geschichten aus dem Schauplatz Lust- und Lehrreicher Geschichte ausgewählt, die laut der jeweiligen Register der beiden Sammelbände die genannten Themenbereiche behandeln.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaftsökonomische Strukturen und monetäre Bewertungsmuster der Frühen Neuzeit

2.1 Sozialwirtschaftliche Hintergründe

2.2 Bewertung von Geld und Reichtum

2.3 Bewertung von Armut

3. Exemplarische Textanalyse ausgewählter Erzählungen

3.1 Der Grosse Schauplatz jämmerlicher Mordgeschichte von Georg Philipp Harsdörffer

3.1.1 I. Der unglückselige Geitzhals

3.1.2 VIII. Der falsche Freund

3.1.3 XIV. Straf der Unbeständigkeit

3.1.4 XXXII. Das unglückselige Glück

3.1.6 LIX. Die gottesvergessne Eifersucht

3.1.7 LXVI. Des überwundenen Obsieg

3.1.8 LXXVII. Der treuvergessne Freund

3.1.9 LXXXI. Der unkeusche Wucherer

3.1.10 CIV. Der bestraffte Rauber

3.2 Der Grosse Schauplatz Lust-und Lehrreicher Geschichten von Georg Philipp Harsdörffer

3.2.1 I. Das gluckselige Almosen

3.2.2 CV. Die verkehrte Bekehrung

3.2.3 CXIX. Die kluge Bauren-Magd

3.2.4 CXXV. Saalbader

3.2.5 CXXXIII. Der guldene Zahn

3.2.6 CLXV. Der Gern-Goldmacher

3.2.7 CLXVI. Der betrogene Geiz

3.2.8 CLXXIV. Die Lehn- oder Leyhäuser

3.2.9 CXCVIII. Der Glückstopff

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Darstellung und moralische Reflexion von Armut und Reichtum in Georg Philipp Harsdörffers Erzählsammlungen. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit Geld und materieller Besitz als Faktoren für charakterliche Korruption oder soziale Ausgrenzung in der Frühen Neuzeit fungieren.

  • Sozialökonomische Hintergründe und Bewertungsmuster in der Frühen Neuzeit
  • Literarische Inszenierung von Reichtum als Gefahr für das Seelenheil
  • Die Rolle des Geizes als zentrale Sünde (avarizia)
  • Die ethische Ambivalenz des Geldwesens und dessen Macht auf zwischenmenschliche Beziehungen
  • Didaktische Funktion der Erzählungen als Exempel für moralisches Handeln

Auszug aus dem Buch

3.1.1 I. Der unglückselige Geitzhals

Diese erste Erzählung verhandelt gleich zwei der großen Sünden der Frühen Neuzeit, avarizia und ira, durch die die gesamte Erzählung bestimmt wird. Konkret wird die Erzählung um den unglückseligen Geizhals Bergold damit eingeleitet, dass dieser gleich zu Beginn als Adeliger, also vermögender Mann, dargestellt wird, dem jedoch sofort die bereits oben genannte Sünde der avarizia zur Last gelegt wird: „In dieser Gegend hatte seine Geburtstat ein unglückseliger geitziger von Adel / welcher diesen grossen Schauplatz jämmerlichen Mordgeschichte eröffnen sol.“

Die Geschichte um Bergold erzählt, dass dieser nach dem Tode seines Vaters dessen großes Vermögen erbte und die Anteile seiner beiden Schwestern so lange verwahren sollte, bis diese heiraten würden. Aber Bergold war mit dem Testament nicht einverstanden und wollte „sich mit so reichem Haab nicht vernügen [lässt] / sondern lüstert auch seiner Schwestern Antheil zu besitzen: massen des Geitzes Eigenschafft ist niemals genug haben / und täglich ein mehrers zu wünschen.“ Diese zitierte Textstelle kann man in zwei Teile untergliedern: Die erste Partie bis zum Doppelpunkt bezieht sich speziell auf Bergold und dessen unersättlicher Gier nach Geld, die derartig stark ausgeprägt ist, dass er sogar das Vermögen seiner Schwestern für sich beansprucht. Hier lässt sich bereits die implizite Interpretation von Geld erkennen, dass es einen Menschen gierig und gewissenlos machen kann.

Die zweite Partie trifft eine allgemeingültige Aussage über die Eigenschaft des Geizes und damit verbundene Tätigkeiten, wie beispielsweise zu immer mehr Geld gelangen zu wollen und sich niemals mit dem eigenen Besitz zufrieden zu geben. Insgesamt bewirkt der Erzähler an dieser Stelle eine untrennbare Verbindung zwischen Geld, Reichtum und Geiz. Es wird vermittelt, dass also derjenige Mensch, der zu großem Besitz gelangt ist, automatisch auch geizig sein muss und so die genannten schlechten Charaktereigenschaften in sich vereint.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Auswahl der 19 exemplarischen Erzählungen aus Harsdörffers Werken sowie den theoretischen Forschungsrahmen.

2. Gesellschaftsökonomische Strukturen und monetäre Bewertungsmuster der Frühen Neuzeit: Dieses Kapitel skizziert den sozioökonomischen Wandel, den Einfluss von Geld auf soziale Hierarchien und die religiös geprägten moralischen Bewertungen von Reichtum und Armut im Barock.

3. Exemplarische Textanalyse ausgewählter Erzählungen: Dieser Hauptteil bietet eine detaillierte Untersuchung der einzelnen Erzählungen aus den beiden „Schauplätzen“, wobei besonders die moralischen Konsequenzen von Habgier, Wucher und sozialer Ungerechtigkeit analysiert werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst die literarischen Mittel der Erzählinstanz zusammen und stellt die konsistente ethische Bewertung von Reichtum als Gefahr für den Charakter einer Person heraus.

5. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche für die wissenschaftliche Arbeit herangezogenen Primär- und Sekundärquellen aufgeführt.

Schlüsselwörter

Georg Philipp Harsdörffer, Frühe Neuzeit, Schauplatz, Armut, Reichtum, Geldgier, Avarizia, Barock, Erzählliteratur, Moraltheologie, Geiz, Tugendlehre, soziale Ungleichheit, Didaktik, Verbrechensliteratur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die literarische Darstellung und moralische Reflexion von Armut und Reichtum innerhalb der Erzählsammlungen „Der Grosse Schauplatz jämmerlicher Mordgeschichte“ und „Der Grosse Schauplatz Lust- und Lehrreicher Geschichten“ von Georg Philipp Harsdörffer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der sozioökonomische Wandel in der Frühen Neuzeit, die moralische Bewertung von Geldgier (avarizia) und Geiz sowie die Frage nach dem Einfluss von Reichtum auf den menschlichen Charakter.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt danach, wie Geld, Armut und Reichtum innerhalb der Erzählungen durch den Autor gewertet werden und welche Rolle der soziale Stand sowie die moralische Bildung der Leser dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der exemplarischen Textanalyse und Interpretation, um die narrativen Strukturen und die lehrhaften Kommentare Harsdörffers im Kontext barocker Moralvorstellungen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zehn Erzählungen aus dem „Schauplatz jämmerlicher Mordgeschichte“ und neun aus dem „Schauplatz Lust- und Lehrreicher Geschichten“ detailliert analysiert, um die moralische Ausrichtung des Autors gegenüber materiellem Besitz zu belegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Geiz, Avarizia, Barock, soziale Ungleichheit, Tugendlehre, Geldgier und moralische Didaktik.

Warum unterscheidet Harsdörffer zwischen zwei Arten von Schauplätzen?

Die Untersuchung arbeitet heraus, dass der eine „Schauplatz“ eher „ex negativo“ durch die Bestrafung von Sünden belehrt, während der andere „ex positivo“ durch beispielhafte Charaktere oder positive Wandlungen moralische Werte vermittelt.

Welche Bedeutung kommt dem Alter beim Umgang mit Reichtum zu?

Harsdörffer betont in seinen Erzählungen, dass Reichtum für die „hitzige Jugend“ besonders gefährlich ist, da erst Lebenserfahrung und moralischer Verstand den korrekten, tugendhaften Umgang mit Besitz ermöglichen.

Was ist die moralische Schlussfolgerung bezüglich des Geldes?

Das Fazit der Arbeit ist, dass Reichtum für Harsdörffer kein erstrebenswertes Ziel an sich ist, sondern nur dann positiv gewertet wird, wenn es mit Barmherzigkeit, Demut und einer rechtmäßigen Erwerbsweise einhergeht.

Final del extracto de 75 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Darstellung und Reflexion von Armut und Reichtum in Harsdörffers Erzählsammlungen
Universidad
Saarland University
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
75
No. de catálogo
V337218
ISBN (Ebook)
9783656986768
ISBN (Libro)
9783656986775
Idioma
Alemán
Etiqueta
Armut Reichtum Harsdörffer Erzählungen soziale Spannungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2016, Die Darstellung und Reflexion von Armut und Reichtum in Harsdörffers Erzählsammlungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337218
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