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Zur Repräsentativität von Kollokationen im World Wide Web. Eine korpuslinguistische Untersuchung

Titre: Zur Repräsentativität von Kollokationen im World Wide Web. Eine korpuslinguistische Untersuchung

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 23 Pages , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Henriette Frädrich (Auteur)

Science de Langue / Linguistique (interdisciplinaire)
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Die korpuslinguistische Untersuchung einer Einzelsprache ermöglicht die Ermittlung der Bedeutung sowie der Verwendung eines Wortes in seinem sprachlichen Kontext. Treten bestimmte Wortverbindungen gehäuft zutage, sprechen wir von Kollokationen. Die korpusgestützte Kollokationsanalyse bildet somit die empirische Basis für die Erstellung von einzelsprachlichen, lexikographischen Wörterbüchern. Des Weiteren lassen sich hierdurch, etwa im Bereich des Fremdsprachenunterrichts, Implikaturen für die Konzeption von Lehrmaterialien ziehen. Diese Arbeit wird sich insbesondere mit Kollokationen im „World Wide Web“ auseinandersetzen. Ein Vergleich des Webkorpus mit dem „Wörterbuch der Kollokationen im Deutschen“ von Quasthoff (2011) soll Aufschluss über die Repräsentativität des Webs hinsichtlich deutschsprachiger Kollokationen geben.

Diesbezüglich werden vorab sowohl Möglichkeiten als auch Grenzen dieses Korpustyps aufgezeigt werden. Eine eigenständige Analyse ausgewählter Kollokationen wird mithilfe des Online-Tools „WebCorp“ durchgeführt, bei dem es sich um ein Programm zur spezifischen Korpusanalyse des „World Wide Web“ handelt. Zunächst soll jedoch eine detailliertere Bestimmung des Begriffes Kollokation erfolgen, um ein besseres Verständnis für den Untersuchungsgegenstand sowie grundlegende Anhaltspunkte für die Durchführung der späteren Korpusanalyse zu gewinnen.

Extrait


Gliederung

1. Einführung – Zur Repräsentativität von Kollokationen im Web

1.1. Was sind Kollokationen?

1.2. Fragestellung

1.3. Das Web als Korpus

a) Korpuslinguistik als empirische Forschungsmethode

b) Vor- und Nachteile des Web als Korpus

c) Zur Untersuchung von Kollokationen im Web

2. Eigene korpuslinguistische Untersuchung ausgewählter Kollokationen im Web

2.1. „Das Wörterbuch der Kollokationen im Deutschen“ - Auswahl zu untersuchender Kollokationen

2.2. Korpusanalyse mithilfe von WebCorp

2.3. Ergebnisse und Vergleich mit dem Kollokationswörterbuch

3. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

3.1. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Repräsentativität des „World Wide Web“ als Korpus für die Verwendung von verbalen sowie substantivischen Kollokationen in der deutschen Sprache. Hierzu wird ein Vergleich zwischen den Daten aus einer eigenständigen Korpusanalyse mittels „WebCorp“ und den Einträgen im „Wörterbuch der Kollokationen im Deutschen“ von Quasthoff (2011) gezogen, um die Eignung des Webs für korpuslinguistische Analysen zu bewerten.

  • Grundlagen der Kollokationsforschung und Definition des Begriffs
  • Chancen und Risiken des Webs als linguistisches Korpus
  • Empirische Untersuchung der Kollokationen „Ernährung“ und „Nahrung“
  • Vergleich der Web-Daten mit etablierten lexikographischen Quellen
  • Diskussion über Repräsentativität und methodische Einschränkungen

Auszug aus dem Buch

1.1. Was sind Kollokationen?

Der Terminus Kollokation wird in der sprachwissenschaftlichen Forschung zum Teil recht unterschiedlich definiert (vgl. Reder 2006: 158, Radzik 2013: 65). Der Begriff der Kollokation taucht zum ersten Mal in dem Werk „Modes of Meaning“ von John R. Firth (1957) auf (vgl. Lehr 1996: 21). Dieser gilt als Begründer des britischen Kontextualismus, der die Methodik einer empirischen Analyse natürlich-sprachlicher Texte entwickelte und somit den Grundstein für die spätere (computergestützte) Korpuslinguistik legte (vgl. 1996: 2). In der Firthschen Kollokationstheorie werden Kollokationen als „Miteinandervorkommen sprachlicher Einheiten“ (1996: 28f.) innerhalb eines Textes beschrieben. Es handelt sich hierbei um eine lexikorientierte Auffassung, die grammatische sowie referenzsemantische Relationen weitgehend außer Acht lässt (vgl. 1996: 14). Welche Wörter eines Textes tatsächlich als Kollokationen gelten, wird durch Firth nicht näher bestimmt (vgl. 1996: 29).

Spätere Arbeiten kontextualistischer Sprachwissenschaftler beschreiben die interne Struktur von Kollokationen eingehender (vgl. 1996: 37). So lässt sich festhalten, dass Kollokationen in zwei Komponenten unterschieden werden, in Kollokant und Kollokat beziehungsweise Kollokator (vgl. 1996: 37, Hausmann 2004: 311). Ersteres benennt den Teil einer Kollokation, der als sogenannte Basis (vgl. Hausmann 2004: 311) fungiert und von dem die Betrachtung und Bedeutungsbestimmung einer Kollokation ausgeht. Das Kollokat beziehungsweise der Kollokator hingegen umgibt den Kollokant und wird durch diesen bestimmt. Dies bedeutet, dass die Basis einer Kollokation nicht auf einen Kollokator angewiesen ist, umgekehrt ist dies jedoch der Fall (vgl. Lehr 1996: 38). Hausmann (vgl. 2004: 312) führt hier das Beispiel Tisch decken an: Der Kollokator decken benötigt als Basis ein Substantiv, da das Verb nicht isoliert stehen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung – Zur Repräsentativität von Kollokationen im Web: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Kollokationen ein, definiert den Begriff und diskutiert das Web als empirisches Korpus sowie dessen Vor- und Nachteile.

2. Eigene korpuslinguistische Untersuchung ausgewählter Kollokationen im Web: Hier wird die praktische Untersuchung der Kollokationen „Ernährung“ und „Nahrung“ mittels „WebCorp“ beschrieben, unter Berücksichtigung der Auswahlkriterien und der angewandten Analyse-Methoden.

3. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Dieses Kapitel wertet die gewonnenen Daten aus dem Web im Vergleich zum Kollokationswörterbuch aus und diskutiert die Repräsentativität des Webkorpus kritisch.

Schlüsselwörter

Kollokationen, Korpuslinguistik, WebCorp, Internet als Korpus, Ernährung, Nahrung, Sprachwissenschaft, Lexikographie, empirische Forschung, Webkorpus, Sprachgebrauch, Wortverbindungen, Kollokator, Basis, Sprachanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit das Internet als linguistisches Korpus zur Untersuchung von festen Wortverbindungen, sogenannten Kollokationen, geeignet ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen von Kollokationen, die Methode der korpuslinguistischen Analyse im Internet und der Abgleich dieser Ergebnisse mit lexikographischen Standardwerken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu bewerten, ob das „World Wide Web“ repräsentativ für den tatsächlichen Sprachgebrauch von Kollokationen ist, indem es mit dem „Wörterbuch der Kollokationen im Deutschen“ verglichen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein korpuslinguistisches Verfahren angewandt, bei dem das Online-Tool „WebCorp“ genutzt wird, um Konkordanzen zu den Begriffen „Ernährung“ und „Nahrung“ zu generieren und diese sowohl quantitativ als auch qualitativ auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung der Korpusanalyse für die beiden gewählten Substantive sowie die Präsentation der gefundenen Kollokationen und deren Kontextbeispiele aus dem Web.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kollokationen, Korpuslinguistik, WebCorp, Webkorpus und Lexikographie.

Warum wurden gerade die Begriffe „Ernährung“ und „Nahrung“ als Untersuchungsobjekte gewählt?

Diese Begriffe dienten als Basis für die Analyse, da sie im „Wörterbuch der Kollokationen im Deutschen“ gelistet sind und somit einen direkten Vergleich zwischen der lexikographischen Aufarbeitung und dem tatsächlichen Sprachgebrauch im Web ermöglichten.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der Repräsentativität des Internets als Korpus?

Das Fazit fällt eher zurückhaltend aus; aufgrund der eingeschränkten Datengrundlage (64 Webseiten) eignet sich das Web-Tool nur bedingt zur Abbildung der gesamten sprachlichen Realität, zeigt jedoch deutliche Tendenzen und ergänzende aktuelle Wortverbindungen auf.

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Résumé des informations

Titre
Zur Repräsentativität von Kollokationen im World Wide Web. Eine korpuslinguistische Untersuchung
Université
University of Potsdam  (Institut für Romanistik)
Note
1,0
Auteur
B.A. Henriette Frädrich (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
23
N° de catalogue
V337301
ISBN (ebook)
9783656987895
ISBN (Livre)
9783656987901
Langue
allemand
mots-clé
Korpusanalyse Kollokationen Linguistik World Wide Web
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Henriette Frädrich (Auteur), 2015, Zur Repräsentativität von Kollokationen im World Wide Web. Eine korpuslinguistische Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337301
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