Deutsch als Zweitsprache für Asylbewerber. Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema "Mein Tag"

Portfolio zur Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache


Seminararbeit, 2016

29 Seiten, Note: 140 Punkte


Leseprobe

Inhalt

I. Unterrichtsfeinplanung
Zielgruppe:
Unterrichtsmaterial:
Lernziel/e:
Lerninhalte:

II. Entwurf

III. Analyse eines Lehrwerks
1. Zielgruppe
2. Zielsetzung
3. Aufbau
4. methodische Schwerpunkte
5. methodische Ansätze
6. Binnendifferenzierung in Schritte plus
Lektion 4 Schritte plus Niveau A1/1
Lektion 1 Schritte plus Niveau B1/1:

Persönliche Einschätzung des Lehrwerks hinsichtlich der Eignung für die Zielgruppe

Selbsteinschätzung bezüglich der Lernerfahrungen
Besonders wichtige und aufschlussreiche Lernziele und Lerninhalte der Zusatzqualifizierung
Bisherige Erfahrungen mit der Umsetzung der Lernerträge aus der Zusatzqualifizierung und damit verbundene Fragen
Erworbene und erweiterte Kenntnisse/Erkenntnisse, Ideen und Anregungen
Ziele und Maßnahmen für die Zukunft
Eigene Einschätzung des allgemeinen Lernfortschritts

I. Unterrichtsfeinplanung

Das Thema der Unterrichtseinheit lautet „Mein Tag“.

Zielgruppe:

Es handelt sich um einen Einstiegskurs für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive, der aus 18 Teilnehmenden zwischen 19 und 54 Jahren besteht, das Durchschnittsalter liegt bei ca. 30 Jahren. Der überwiegende Teil der Gruppe, 13 Teilnehmende, kommt aus Syrien, 2 Teilnehmende stammen aus dem Iran und 3 Teilnehmende aus Eritrea.

Alle Teilnehmenden sind erst seit kurzem in Deutschland, der längste Zeitraum beträgt vier Monate, der kürzeste fünf Wochen. Alle haben eine Aufenthaltsgestattung, welche nur die Bescheinigung über die Durchführung des Asylverfahrens und keinen Aufenthaltstitel darstellt. Aus diesem Grund hat niemand von Ihnen eine Arbeitserlaubnis, sie sind also nicht in Deutschland berufstätig. Sie wohnen nicht mehr in Flüchtlingsheimen, sondern bereits in von der Kommune jeweils zugewiesenen Wohnungen.

Die Geschlechterverteilung innerhalb der Gruppe ist gleich, neun Frauen und neun Männer. Es gibt vier Ehepaare, zwei davon kommen aus Syrien, eins aus Eritrea und die beiden Teilnehmenden aus dem Iran sind ebenfalls miteinander verheiratet. Ein Ehepaar aus Syrien hat drei Kinder und ist mit diesen gemeinsam in Deutschland eingereist. Die anderen Ehepaare sind kinderlos. Vier weitere Teilnehmende aus Syrien sind verheiratet, davon sind zwei Teilnehmerinnen mit ihren Ehemännern und jeweils zwei Kindern in Deutschland eingereist, die Ehefrauen und jeweils vier Kinder der anderen zwei Teilnehmer befinden sich derzeit in einem Flüchtlingslager im Libanon. Alle anderen im Kurs sind vom Familienstand ledig. Unter ihnen sind zudem zwei Schwestern.

Im Kurs sind des Öfteren bis zu drei Kinder von Teilnehmenden im Alter von ein bis neun Jahren anwesend, da es noch keine ständige Betreuung für sie gibt. Sie werden während der Unterrichtszeit mit Spielzeug und anderen Beschäftigungsmöglichkeiten versorgt, sind darüber hinaus durchweg sehr ruhig. Der Unterricht wird durch sie in keiner Weise beeinträchtigt, vielmehr habe ich den Eindruck, dass die Motivation und die Kursatmosphäre durch die Anwesenheit der Kinder eher gesteigert werden.

Der Bildungsstand ist als hoch anzusehen. Alle haben einen zertifizierten Schulabschluss ihres Herkunftslandes. Mindestens die Hälfte der syrischen Teilnehmenden hat in der Heimat ein Studium abgeschlossen bzw. begonnen. Die iranischen Ehepartner haben ebenfalls einen Studienabschluss und die Eritreer besitzen alle die höchste Schul- und eine anschließende Berufsausbildung ihres Landes.

Die Teilnehmenden haben den Kurs mit einer nicht testierten Spracheinstufung Deutsch A0 begonnen. Schon in der ersten Unterrichtseinheit kristallisierte sich jedoch heraus, dass ihr tatsächliches Sprachniveau bereits den Einstieg beim Niveau A1 erlaubte. Dabei haben alle einen ähnlichen Sprachstand. Nur ein syrischer Teilnehmer ist bereits weiter fortgeschritten, da er seit Anbeginn seines Aufenthaltes in Deutschland mit seinem hier schon länger wohnhaften Cousin deutsch lernt.

Mit Ausnahme des iranischen Ehepaares sprechen alle Teilnehmenden arabisch. Aus diesem Grund kommt es oft zu der Situation, dass der fortgeschrittenere Teilnehmer das soeben im Unterricht Thematisierte für die anderen nochmals auf arabisch wiederholt und ihnen damit eine Hilfestellung bietet, die eine zusätzliche Aktivität der Lehrkraft überflüssig macht. Letztere geht damit konform, da es nach Rücksprache –insbesondere mit den iranischen Teilnehmenden – von allen befürwortet wird.

Weitere Herkunftssprachen sind persisch, kurdisch und tigrinisch. Alle haben auch Kenntnisse der englischen Sprache, teils durch Schul- und Ausbildung, teils auf der Flucht erlernt. Das Niveau differiert jedoch stark.

In Kenntnis und im Vergleich anderer DaZ-Kurse würde ich die Herangehensweise an das Erlernen der deutschen Sprache bei den meisten Teilnehmenden als systematisch einstufen. Das bedeutet, man will die deutsche Sprache zielgerichtet in dem Maße lernen, als dass man sie in erster Linie anhand ihrer Regeln nachvollziehen und verstehen kann. Dies schreibe ich dem hohen Bildungsstand zu. Die meisten Teilnehmenden haben gelernt, zu lernen, sie wissen um die Entwicklung und den Einsatz von bestimmten Lernstrategien bzw. können solche nun für das Erlernen der deutschen Sprache heranziehen. Fast alle sind sehr motiviert, aktiv am Unterricht beteiligt und fragen oft nach, häufig auch nach sprachlichen Aspekten, die späteren Lektionen vorgreifen. Bei den eritreischen und iranischen Teilnehmenden ist ob der Größe der syrischen Gruppe eine gewisse Zurückhaltung zu erkennen. Jedoch gibt es immer wieder seitens der syrischen Teilnehmenden freundliche und einladende Gesten in ihre Richtung, welche sogleich angenommen werden. Aus diesem Grund ist die Kooperation in der Gruppe als äußerst gut zu bezeichnen.

Zur Religionszugehörigkeit wurden von den Teilnehmenden keine Angaben gemacht. Sie hat für den Kurs und die Kollektivität der Teilnehmenden bisher auch keine Bedeutung gehabt.

Der Kurs hat eine Gesamtdauer von fünf Monaten über insgesamt 160 Unterrichtseinheiten à 90 Minuten. Er wird von montags bis freitags am Vormittag mit jeweils zwei Unterrichtseinheiten abgehalten. Es unterrichten zwei Lehrkräfte im Verhältnis von 2:3 Tagen je Woche. Grundsätzlich gibt es hierzu eine feste Regelung, diese ist jedoch auch kurzfristig nach Bedarf veränderbar. Ich unterrichte demnach montags und mittwochs, meine Kollegin an den anderen Tagen. Jeden Nachmittag findet zwischen uns eine knappe persönliche Absprache statt, telefonisch oder direkt vor Ort, welche die Unterrichtsinhalte und sonstigen Vorkommnisse, welche für die fortlaufende Unterrichtstätigkeit von Bedeutung sind, beinhaltet.

Die nachfolgend geplante Unterrichteinheit soll nach ca. 60 bereits geleisteten Unterrichtseinheiten stattfinden. Bisher haben - bis auf wenige Ausnahmen wegen kurzweiliger Krankheit - immer alle Teilnehmenden am Unterricht teilgenommen.

Unterrichtsmaterial:

Kurs- und Arbeitsbuch Schritte plus, Niveau A1/1, Lektion 5, Seiten 50 - 52 und 130;

Lehrerhandbuch Schritte plus 1, Lektion 5, Seiten 63 – 64, Kopiervorlagen, Seiten 110 - 111;

CD-Player;

CD 2 Kursbuch Lektion 5-7, Hörtexte 02 – 11;

Whiteboard, Whiteboardmarker;

Stifte und blanko Papierkarten für die Teilnehmenden;

eigenes erstelltes Material:

- selbst aufgenommene CD mit einem einfachen Lied zu den deutschen Vokalen, Um- und Doppellauten,
- Fotoposter zur Fotogeschichte,
- Papierkarten mit den Zitaten aus der Fotogeschichte,
- aus Pappe gebastelte Uhr,
- Papierkarten mit Uhrzeiten,
- Reißzwecken.

Lernziel/e:

Als Hauptziel sollen die Teilnehmenden in dieser Unterrichtseinheit die Tages- und Uhrzeiten kennenlernen und alltagsgerecht anwenden können.

Feinziele sind das Erlernen des neuen Wortschatzes zu den Wortfeldern Uhrzeiten und Tagzeiten Sie können nach der Uhrzeit fragen und die Uhrzeit angeben. Sie können die Tagzeiten anhand der Uhrzeiten benennen und unterscheiden.

Lerninhalte:

Lerninhalte sind eine phonetische Wiederholungsübung zu den Vokalen, Um- und Doppellauten sowie die Einführung des neuen Wortschatzes inkl. Redemittel und Strukturen zu den Tag- und Uhrzeiten und deren handlungsorientierte Anwendung und Vertiefung durch Übungen, insbesondere Hör-, Schreib- und Sprechübungen zur Thematik.

II. Entwurf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Deutsch als Zweitsprache für Asylbewerber. Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema "Mein Tag"
Untertitel
Portfolio zur Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache
Note
140 Punkte
Autor
Jahr
2016
Seiten
29
Katalognummer
V337918
ISBN (eBook)
9783668273382
ISBN (Buch)
9783668273399
Dateigröße
548 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
deutsch, zweitsprache, asylbewerber, planung, unterrichtseinheit, thema, mein, portfolio, zusatzqualifizierung, lehrkräfte, bereich
Arbeit zitieren
Dörthe Krüger (Autor), 2016, Deutsch als Zweitsprache für Asylbewerber. Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema "Mein Tag", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337918

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