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„This War of Mine“ - Ein Computerspiel zur Förderung von Moralkompetenz im formalen Bildungskontext der Sekundarstufe I und II?

Eine exemplarische Analyse von Lernzielen und Moralstrategien unter Berücksichtigung von ethisch-moralischen Transferprozessen bei Computerspielen

Título: „This War of Mine“ - Ein Computerspiel zur Förderung von Moralkompetenz im formalen Bildungskontext der Sekundarstufe I und II?

Trabajo Escrito , 2016 , 31 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Thorsten Strama (Autor)

Pedagogía - Pedagogía de los medios
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In dieser Arbeit untersucht der Autor anhand einer exemplarischen Analyse des Anti-Kriegsspiels This War of Mine (2014) (TWOM), ob dieses durch systematischen Einsatz im schulischen Kontext zur Förderung von Moralkompetenz beitragen kann. Die Bezugsgruppe Schüler der Sekundarstufe I (Klasse 10) und II wurde aufgrund der Altersfreigabe von TWOM (USK: 16 Jahre) vorgenommen. Die Arbeit gliedert sich in sieben Kapitel und folgt den forschungsleitenden Fragen: (1) Welche Lernziele und Moralstrategien des Computerspiels TWOM lassen sich für einen Einsatz im Unterricht mit dem EPIC-Framework ermitteln? (2) Welche Erkenntnisse zu ethisch-moralischen Transferprozessen bei Computerspielen sind auf TWOM übertragbar?

Kapitel 2 soll eine Synthese von Moral, Ethik und Bildung aufzeigen. Folgend widmet sich Kapitel 3 dem aktuellen Forschungsstand. In Kapitel 4 wird der EPIC-Framework als pädagogisch-praxisorientierter Analyserahmen für ethisch-moralische Implikationen in Computerspielen thematisiert. Dieser zieht sich als Folie zur Analyse von TWOM wie ein roter Faden durch diese Arbeit. Das radikal-konstruktivistische Transfermodell nach Fritz wird in Kapitel 5 skizziert. Empirische Befunde sollen forschungsleitende Erkenntnisse zu ethisch-moralischen Transfers liefern. Die Analyse-Ergebnisse des Spiels TWOM werden in Kapitel 6 visualisiert.Eine kritische Re-flexion sowie Ansatzpunkte für weitere Forschungen markieren den Schlusspunkt der Arbeit. Einschränkungen ergeben sich bei der Theoriedarstellung in Kapitel 4 und 5.
Im Sinne einer besseren Lesbarkeit wird das Maskulinum verwendet. Es sind jedoch selbstverständlich beide Geschlechter gleichermaßen angesprochen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Moral, Ethik und Bildung: eine Synthese

2.1 Begriffsklärungen und Herleitung der Arbeitsdefinitionen

2.1.1 Zum Verhältnis von Moral und Ethik

2.1.2 Moralisches Dilemma

2.2 Förderung von Moralkompetenz als Aufgabe schulischer Bildung

3 Bildungspotentiale moralischer Dilemmata in Computerspielen: Ein Forschungsabriss

4 EPIC-Framework: Systematische Spielanalyse zur Unterrichtsplanung

4.1 Moralpsychologische und lerntheoretische Implikationen

4.2 Moralstrategien und Lernziele

5 Medienwirkung und Transferprozesse bei Computerspielen

5.1 Grundannahmen des radikalen Konstruktivismus

5.2 Das Transfermodell nach Fritz

5.3 Empirische Befunde zu ethisch-moralischen Transferprozessen

6 „This War of Mine“: Analyse, Lernziel- und Strategieermittlung

6.1 Spielhandlung, Thematik und edukative Relevanz

6.2 Analyse-Ergebnisse zu Lernzielen und Strategien

6.3 (Medien-)pädagogische Potentiale und Grenzen

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob das Anti-Kriegsspiel "This War of Mine" bei einem systematischen Einsatz im schulischen Kontext der Sekundarstufe I und II zur Förderung der Moralkompetenz von Schülern beitragen kann. Hierbei liegt der Fokus auf der Analyse von Lernzielen und Moralstrategien unter Anwendung theoretischer Transfermodelle.

  • Analyse des Bildungspotentials von moralischen Dilemmata in Computerspielen
  • Anwendung des EPIC-Frameworks zur systematischen Spielanalyse
  • Untersuchung ethisch-moralischer Transferprozesse nach dem Modell von Fritz
  • Evaluation von "This War of Mine" hinsichtlich edukativer Relevanz
  • Diskussion medienpädagogischer Einsatzmöglichkeiten und Grenzen

Auszug aus dem Buch

3 Bildungspotentiale moralischer Dilemmata in Computerspielen: Ein Forschungsabriss

Vermehrt widmen sich wissenschaftliche Publikationen Computerspielen unter dem Aspekt moralischer Ambivalenz und ethischer Entscheidungen (Christen et al., 2012, S. 13). Da sich der Einsatz von Filmen, Comics und Cartoons etc. in der Ethik- und Moralbildung im schulischen Kontext als effektiv erwiesen hat, liegt der Gedankengang nahe, dieses Medienspektrum um das Potential von Computerspielen zu erweitern (Schrier, 2015, S. 396). So erzeugt z. B. ein virtuelles moralisches Dilemma in einem Computerspiel eine persönliche Involvierung des Spielers. Im Gegensatz zu Büchern und Filmen, die ein Charakterdilemma vermitteln, wird eine intensivere ethische Reflexion angeregt. Hieraus ergibt sich eine Relevanz für die Übertragung in die reale Lebenswelt. Dem moralischen Dilemma kommt also auch im Computerspiel eine erzieherische Funktion zu. Besonders bei subtilen Moralimplikationen im Spiel ist eine Förderung des Urteilsvermögens der Spieler zu erwarten (Wimmer, 2014, S. 274; Schröter, 2013, S. 133 f.; Zagal, 2009, S. 3). Jedoch bestehen Unterschiede zwischen den zunehmenden Versprechen von Spieleentwicklern nach moralischer Ambivalenz und dem tatsächlichen Bildungspotential, was eine kritische Analyse erfordert (Sicart, 2013, S. 28).

Schröter identifizierte qualitativ differierende Moralsysteme, die mit Wahrnehmungsmustern der Spieler korrespondieren. Er unterscheidet sichtbare und unsichtbare Moralsysteme sowie verzweigte Handlungsstränge (2013, S. 138). Sichtbare Moralsysteme offenbaren sich dem Spieler in einer charakterlichen und/oder optischen Veränderung des virtuellen Charakters in einer Gut-oder Böse-Ausrichtung, die mit den moralischen Entscheidungen im Spiel korrespondieren, wie es in Infamous (2009) oder in Mass Effect (2007) der Fall ist. Die Sichtbarkeit sowie das Wählen eines Pfades, der sich im Regelsystem des Spiels in zwei Extremausprägungen gabelt, kann moralische Reflexion verhindern und motivationale Spielaspekte, wie das Erreichen eines Scores, in den Vordergrund stellen (ebd., S. 140 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage zur Förderung von Moralkompetenz durch das Spiel "This War of Mine" und verortet das Thema im bildungswissenschaftlichen Diskurs.

2 Moral, Ethik und Bildung: eine Synthese: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Moral, Ethik und moralisches Dilemma und begründet die Bedeutung von Moralbildung im schulischen Kontext.

3 Bildungspotentiale moralischer Dilemmata in Computerspielen: Ein Forschungsabriss: Der Abschnitt diskutiert den aktuellen Forschungsstand zur moralischen Reflexion in digitalen Spielen und deren erzieherisches Potential.

4 EPIC-Framework: Systematische Spielanalyse zur Unterrichtsplanung: Hier wird der EPIC-Framework als Analyseraster eingeführt, um Lernziele und Strategien von Computerspielen für den Unterricht nutzbar zu machen.

5 Medienwirkung und Transferprozesse bei Computerspielen: Das Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen der Medienwirkung, insbesondere den radikalen Konstruktivismus und das Transfermodell nach Fritz.

6 „This War of Mine“: Analyse, Lernziel- und Strategieermittlung: Dies ist der Kern der Arbeit, in dem das Spiel "This War of Mine" anhand des EPIC-Frameworks hinsichtlich seiner edukativen Eignung untersucht wird.

7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch über die Grenzen sowie das Potential der Untersuchung für die zukünftige medienpädagogische Praxis.

Schlüsselwörter

Computerspiele, Moralkompetenz, Ethik, Moralbildung, EPIC-Framework, Transferprozesse, This War of Mine, Medienpädagogik, Schule, moralische Dilemmata, konstruktivistische Didaktik, Spielanalyse, Sekundarstufe, Lernziele, Moralstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, ob und wie das Anti-Kriegsspiel "This War of Mine" im schulischen Unterricht eingesetzt werden kann, um die Moralkompetenz von Schülern der Sekundarstufe I und II zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft bildungstheoretische Konzepte von Moral und Ethik mit der Analyse von Computerspielen als modernes Bildungsmedium und der medienpsychologischen Transferforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, mittels einer systematischen Spielanalyse nachzuweisen, dass "This War of Mine" komplexe ethische Dilemmata bietet, die sich für Reflexionsprozesse im Unterricht eignen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt zur Analyse den "EPIC-Framework", ein strukturiertes Verfahren, um ethisch-moralische Bildungsziele den Spielstrategien des untersuchten Computerspiels zuzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Moralentwicklung, Konstruktivismus) gelegt, der EPIC-Framework vorgestellt und schließlich das Spiel "This War of Mine" exemplarisch auf seine Lernziele und Strategien hin untersucht.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Moralkompetenz, Ethik, Computerspiele, EPIC-Framework und Transferprozesse.

Warum wurde speziell "This War of Mine" für die Analyse ausgewählt?

Das Spiel wurde gewählt, weil es als Anti-Kriegsspiel aus der Perspektive von Zivilisten moralische Entscheidungen in den Vordergrund rückt und sich durch eine Abkopplung von klassischer "Sieg-Logik" auszeichnet.

Welche Grenzen der praktischen Umsetzung im Unterricht werden genannt?

Der Autor weist auf die zeitintensive Vorbereitung für Lehrkräfte, die Notwendigkeit einer Affinität zu digitalen Medien sowie auf institutionelle Hürden hin.

Welche Bedeutung hat der "Nachhalleffekt" nach Fritz für die Arbeit?

Dieser Effekt beschreibt, wie Spielerlebnisse in die reale Welt nachwirken, was laut Autor Gespräche über Spielprozesse befördert und die Ausbildung reflexiver Rahmungskompetenz stützt.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
„This War of Mine“ - Ein Computerspiel zur Förderung von Moralkompetenz im formalen Bildungskontext der Sekundarstufe I und II?
Subtítulo
Eine exemplarische Analyse von Lernzielen und Moralstrategien unter Berücksichtigung von ethisch-moralischen Transferprozessen bei Computerspielen
Universidad
University of Hagen  (Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung)
Curso
BA Bildungswissenschaft/Modul 3A: Mediale Bildung und Medienkommunikation
Calificación
1,3
Autor
Thorsten Strama (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
31
No. de catálogo
V338008
ISBN (Ebook)
9783668274624
ISBN (Libro)
9783668274631
Idioma
Alemán
Etiqueta
This War of Mine Moralische Dilemmata Computerspiele Digitale Spiele Moralkompetenz Ethik und Computerspiele Moral digitale Spiele Modul 3A 3A Bildungswissenschaft FernUniversität Hagen Modul 3A Thorsten Strama Killerspiele Kriegsspiele 3A Mediale Bildung und Medienkommunikation Strama Thorsten Transfermodell Fritz Transfermodell nach Fritz EPIC-Framework Ethisches Spielen Computerspiele moral choices
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thorsten Strama (Autor), 2016, „This War of Mine“ - Ein Computerspiel zur Förderung von Moralkompetenz im formalen Bildungskontext der Sekundarstufe I und II?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338008
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