Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Didáctica - Economía de las empresas, pedagogía económica

Gelingensbedingungen für den Transfer des dualen Systems der Berufsausbildung in andere Länder

Título: Gelingensbedingungen für den Transfer des dualen Systems der Berufsausbildung in andere Länder

Tesis de Máster , 2016 , 85 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Diplom-Volkswirt Johannes Burger (Autor)

Didáctica - Economía de las empresas, pedagogía económica
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Das deutsche System der dualen Ausbildung ist in diesem Zusammenhang verstärkt in den internationalen und europäischen Fokus gerückt und besetzt eine wichtige Orientierungsrolle. Ein Grund hierfür ist seine Leistungsfähigkeit, die sich eindrucksvoll anhand eines Vergleichs der Jugendarbeitslosigkeit in Europa belegen lässt.

Ein Hauptgrund für den Erfolg des deutschen Systems ist in der Dualität selbst begründet. Schulisches und betriebliches Lernen ergänzen sich komplementär und sorgen so für eine geeignete Qualifizierung für den Arbeitsmarkt.

Aufgrund bisheriger Erfahrungen in Bezug auf den Transfer des dualen Systems der Berufsausbildung kann als Hauptproblem festgehalten werden, dass ein 1:1 Transfer illusorisch ist. Dies liegt unter anderem an Unterschieden in Bezug auf den historisch-kulturellen Hintergrund, welcher die Genese von Berufsbildungssystemen beeinflusst. Des Weiteren können sich spezifische Ziele, die ein Land mit seinem Berufsbildungssystem erreichen will, unterscheiden. Außerdem kann ein Berufsausbildungssystem nur im Zusammenhang mit anderen Subsystemen, die ebenfalls durch Unterschiede zwischen den Ländern gekennzeichnet sind, funktionieren.

Aus diesen Gründen wird bei aktuellen Initiativen nur noch ein modifizierter Transfer einzelner, konstitutiver Elemente des dualen Systems unternommen. Er ist als Anpassungs- und Auswahlprozess zu verstehen. Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Gelingensbedingungen für einen solchen Transfer herauszuarbeiten. Der Transfer soll dabei dem wechselwirkenden Verhältnis zwischen Berufsbildungssystem und dem arbeitskulturellen Kontext im übernehmenden Land Rechnung tragen. Die mit einem Transfer verbundenen Ambitionen hinsichtlich dessen Möglichkeiten, ein Berufsbildungssystem im übernehmenden Land zu unterstützen und entwickeln, sind an den Voraussetzungen dort zu orientieren. Für das Gelingen soll sich jeder beteiligte Akteur im Rahmen einer partnerschaftlichen Verbundaufgabe motiviert engagieren und von deren Umsetzung profitieren. Es soll untersucht werden, welche Maßnahmen sich hier als förderlich erweisen.

Mit den Philippinen, China und den USA wird jeweils exemplarisch ein Entwicklungs-, ein Schwellen- und ein Industrieland berücksichtigt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Strukturierung der Transferaktivitäten

2.1 Übersicht der Aktivitäten aus deutscher Sicht

2.2 Theoretisches Modell des Policy Transfers in der Berufsbildung

3. Genese und Struktur des dualen Systems der Berufsausbildung

3.1 Historische Entwicklung

3.1.1 Neuzeit und Frühindustrialisierung

3.1.2 Kaiserreich und Weimarer Republik

3.1.3 Drittes Reich

3.1.4 Bundesrepublik Deutschland

3.2 Struktur nach Funktionen und Elementen

3.2.1 Funktionsanalyse

3.2.2 Konstitutive Elemente

4. Exemplarische Länderstudien

4.1 Philippinen

4.1.1 Allgemeines Länderprofil

4.1.2 Einbettung der Berufs(aus)-bildung ins Bildungssystem

4.1.3 Evaluierung von Entwicklungshilfemaßnahmen

4.2 China

4.2.1 Allgemeines Länderprofil

4.2.2 Einbettung der Berufs(aus)-bildung ins Bildungssystem

4.2.3 Initiativen der dualen Berufsausbildung

4.2.4 Fallstudie Daimler

4.3 USA

4.3.1 Allgemeines Länderprofil

4.3.2 Einbettung der Berufs(aus)-bildung ins Bildungssystem

4.3.3 Initiativen der dualen Berufsausbildung

4.3.4 Fallstudien der ILO (Siemens, VW und BMW)

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gelingensbedingungen für den Transfer des deutschen dualen Systems der Berufsausbildung in andere Länder, um Fachkräftemangel zu bekämpfen und zur sozioökonomischen Entwicklung beizutragen.

  • Analyse des deutschen dualen Berufsausbildungssystems
  • Theoretische Grundlagen des internationalen Policy-Transfers
  • Fallstudien zu den Philippinen, China und den USA
  • Erarbeitung von Gelingensbedingungen für den Wissenstransfer
  • Evaluierung von entwicklungspolitischen Ansätzen und Unternehmensinitiativen

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Neuzeit und Frühindustrialisierung

Die Grundlagen der Lehrlingsausbildung am Arbeitsplatz gehen zurück bis ins Mittelalter. Im 14. und 15. Jahrhundert entwickelten die Handwerkszünfte und Kaufmannsgilden in fast allen Städten Europas ständische Lehrlingssysteme. Ihnen war gemeinsam, dass die alleinige Verantwortung für die Berufserziehung den Lehrmeistern, Zünften und Gilden oblag. Die Lehrlinge waren bei den Lehrmeistern untergebracht. Für die Aufwände, die dem Meister für die Verpflegung und Unterbringung des Lehrlings entstanden, bezahlten dessen Eltern als Entschädigung ein im Lehrvertrag festgelegtes Lehrgeld. Dem Lehrmeister kam nicht nur die Vermittlung von Fertigkeiten, Kenntnissen und berufsspezifischen Verhaltensweisen zu. Es war auch seine Aufgabe, dem Lehrling soziale Verhaltensweisen und Einstellungen zu vermitteln. Das traditionelle Modell des beruflichen Lernens in diesem ständisch-handwerklichen Sozialisationsprozess kann als Imitation der beruflich-fachlichen Fähigkeiten und der Identifikation der personalen Kompetenzen des Meisters durch den Lehrling definiert werden (GREINERT 1998, 33 f., PAHL 2012, 30, 34 f.,).

Als erste dokumentierte, verpflichtende Gesetzgebung, die als Einführung eines dualen Prinzips der Ausbildung verstanden werden kann, gilt die 1769 vom Markgraf von Baden erlassene neue Handwerksordnung der Steinmetzen, Steinhauer, Maurer, Zimmerleute und Schieferdecker. Mittels dieser Handwerksordnung wurden die entsprechenden Lehrherren verpflichtet, ihre Lehrlinge zweimal pro Woche in technischem Zeichnen auszubilden. Waren die Lehrherren dazu nicht in der Lage, so mussten sie auf eigene Kosten ihre Lehrlinge bei einem anderen Meister in dieser Tätigkeit unterrichten lassen oder das Lehrgeld um ein Viertel reduzieren. Diese erste Einführung von zwei Lernorten oder Institutionen war freilich nicht unumstritten, galt sie doch als Eingriff in die alleinige, meisterliche Verantwortung (STRATMANN & SCHLÖSSER 1990, 17f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Das Kapitel beleuchtet die globale Bedeutung des deutschen dualen Ausbildungssystems als Instrument gegen Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel.

2. Strukturierung der Transferaktivitäten: Hier wird ein Überblick über deutsche Transferaktivitäten gegeben und ein theoretisches Modell des internationalen Policy-Transfers in der Berufsbildung eingeführt.

3. Genese und Struktur des dualen Systems der Berufsausbildung: Dieses Kapitel analysiert die historische Entwicklung des Systems in Deutschland sowie seine zentralen Funktionen und konstitutiven Elemente.

4. Exemplarische Länderstudien: In diesem Hauptteil werden die Bildungssysteme und Transferbemühungen in den Philippinen, China und den USA anhand von Daten und Fallstudien detailliert untersucht.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Limitationen und leitet Gelingensbedingungen für den Transfer ab.

Schlüsselwörter

Duales System, Berufsbildung, Policy-Transfer, Gelingensbedingungen, Fachkräftebedarf, Berufsschule, betriebliche Ausbildung, Konstitutive Elemente, Philippinen, China, USA, Berufsbildungsgesetz (BBIG), Internationale Berufsbildungskooperation, Handlungsfähigkeit, Arbeitskultureller Kontext

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Übertragung (Transfer) des deutschen dualen Modells der Berufsausbildung auf andere Länder.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Zentral sind die historische Entstehung des dualen Systems in Deutschland, die theoretischen Modelle des Policy-Transfers und die praktische Anwendung in Ländern mit unterschiedlichen ökonomischen Voraussetzungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gelingensbedingungen für einen modifizierten Transfer von Elementen der dualen Berufsausbildung zu identifizieren, der dem jeweiligen nationalen Kontext Rechnung trägt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine strukturell-funktionalistische Analyse des deutschen Systems sowie eine vergleichende Untersuchung anhand von Länderstudien (Philippinen, China, USA) und spezifischen Fallstudien von Unternehmen.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Funktions- und Elementanalyse des deutschen Systems sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse auf die spezifischen Rahmenbedingungen in den drei gewählten Beispielländern.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Duales System, Policy-Transfer, Berufsbildung, Gelingensbedingungen und internationale Kooperation.

Welche Rolle spielen Unternehmen bei dem Transferprozess?

Unternehmen fungieren oft als treibende Kräfte; sie bringen praktische Erfahrung ein, sind jedoch auf eine gute Vernetzung und Anpassung an lokale Gegebenheiten angewiesen.

Warum ist ein "1:1 Transfer" des dualen Systems laut Arbeit nicht sinnvoll?

Aufgrund divergierender historisch-kultureller Hintergründe, unterschiedlicher Bildungsziele und spezifischer ökonomischer Subsysteme ist eine direkte Kopie des deutschen Systems in der Regel zum Scheitern verurteilt; stattdessen ist eine Modifikation erforderlich.

Final del extracto de 85 páginas  - subir

Detalles

Título
Gelingensbedingungen für den Transfer des dualen Systems der Berufsausbildung in andere Länder
Universidad
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik)
Calificación
1,3
Autor
Diplom-Volkswirt Johannes Burger (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
85
No. de catálogo
V338023
ISBN (Ebook)
9783668286740
ISBN (Libro)
9783668286757
Idioma
Alemán
Etiqueta
Policy Transfer Entwicklungshilfe Berufsbildung Berufliche Bildung TVET Technical Vocational Education and Training Career Technical education USA Philippinen China Siemens VW Volkswagen Daimler German Dual Vocational and educational training system
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Diplom-Volkswirt Johannes Burger (Autor), 2016, Gelingensbedingungen für den Transfer des dualen Systems der Berufsausbildung in andere Länder, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338023
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  85  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint