In der Arbeit werden ausgewählte Aspekte der Systemlinguistik im Französischen behandelt. Mithilfe von Wort- und Satzbeispiele werden die verschiedenen sprachlichen Ebenen - Morphologie, Semantik, Lexikographie und Syntax - dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. MORPHOLOGIE
1.1 Wortbildungsverfahren
1.1.1 Derivation
1.1.2 Komposition
1.2 Morphemanalyse
2. SEMANTIK
2.1 Lexikalische Relationen
2.1.1 Synonyme
2.1.2 Konträre Antonyme
2.1.3 Komplementäre Antonyme
2.1.4 Direktionale Antonyme
2.1.5 Konverse Antonyme
2.1.6 Kohyponyme
2.1.7 Meronyme
2.2 Semanalyse
2.3 Polysemie – Homonymie
2.3.1 Polysemie
2.3.2 Homonymie
2.4 Historische Semantik – Bedeutungswandel
2.4.1 «Émission» http://www.cnrtl.fr/etymologie/émission
2.4.2 «Jardin» http://www.cnrtl.fr/etymologie/jardin
2.4.3 «Maison» http://www.cnrtl.fr/etymologie/maison
2.4.4 «chanson» http://www.cnrtl.fr/etymologie/chanson
2.4.5 «Chaîne» http://www.cnrtl.fr/etymologie/chaîne
3. LEXIKOGRAPHIE
3.1 Explikations- und Demonstrationsteil
4. SYNTAX
4.1 Kategorien: GN, GV, GC
4.2 Funktionen: Compléments du verbe
4.3 Kategorien: Proposiotions subordonnées
4.3.1 Les propositions complétives conjonctives
4.3.2 Les propositions relatives – Relativsätze
4.3.3 Les propositions circonstancielles
Zielsetzung und Themen
Diese Hausarbeit befasst sich mit zentralen Aspekten der französischen Systemlinguistik, wobei der Fokus auf der linguistischen Analyse des Wortschatzes, der Wortbildung und der syntaktischen Struktur von Sätzen liegt. Ziel ist es, durch die methodische Untersuchung von Sprachbeispielen ein tieferes Verständnis für morphologische Prozesse, semantische Relationen und syntaktische Konstituenten im Französischen zu vermitteln.
- Morphologische Analyse von Wortbildungsverfahren wie Derivation und Komposition
- Untersuchung lexikalischer Relationen (Synonymie, Antonymie, Polysemie, Homonymie)
- Historische Semantik und Bedeutungswandel ausgewählter Lexeme
- Lexikographische Prinzipien bei der Gestaltung von Wörterbucheinträgen
- Syntaxanalyse von Satzstrukturen und Bestimmung von Satzgliedern (GN, GV, GC)
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Polysemie
I. «Elle habite dans des quartiers ni luxueux, ni miteux, (…).»
II. «Quatre quartiers forment un ensemble.»
Blanks synchronen Sprachbetrachtung (2001) nach zu urteilen, bezieht sich das Lexem «quartier» in den beiden Sätzen auf verschiedene Referentenklassen. Quartier in I. meint das Viertel einer Stadt, bei quartier in II. ist die Rede vom Viertel eines Ganzen. Da die Viertel aber in beiden Fällen ein Ganzes, wovon auch immer, bilden, weisen sie eine semantische Relation auf, weswegen es sich um eine Polysemie handelt. Ausgehend von Blanks Erklärungen (2001: 105), würde ich das Beispiel als Metaphorische Polysemie einstufen, da das Viertel eines Ganzen, beispielsweise eines Kreises, übertragen wurde auf das Viertel einer Stadt, wobei diese aus mehreren als nur vier Teilen bestehen könnte, weswegen man nicht mehr von einem Viertel per sé sprechen könnte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. MORPHOLOGIE: Dieses Kapitel analysiert Wortbildungsprozesse wie Derivation und Komposition anhand konkreter Beispiele und führt eine Morphemanalyse durch, um die Bestandteile von Wörtern zu klassifizieren.
2. SEMANTIK: Hier werden lexikalische Relationen wie Synonymie, verschiedene Arten der Antonymie sowie Polysemie und Homonymie systematisch untersucht; zudem wird der historische Bedeutungswandel ausgewählter Begriffe analysiert.
3. LEXIKOGRAPHIE: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau von Wörterbucheinträgen, insbesondere die Funktion und Struktur des Explikations- und Demonstrationsteils.
4. SYNTAX: Der Fokus liegt hier auf der Konstituentenanalyse französischer Sätze, der Bestimmung syntaktischer Funktionen sowie der Einordnung von Nebensatzstrukturen.
Schlüsselwörter
Systemlinguistik, französische Sprache, Morphologie, Derivation, Komposition, Semantik, lexikalische Relationen, Polysemie, Homonymie, Bedeutungswandel, Lexikographie, Syntax, Konstituentenanalyse, Phraseologismen, Satzglieder
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine linguistische Untersuchung ausgewählter Bereiche der französischen Sprache, insbesondere in den Disziplinen Morphologie, Semantik, Lexikographie und Syntax.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Struktur von Wörtern, die Bedeutungsbeziehungen zwischen Lexemen, die historische Entwicklung von Wortbedeutungen sowie die Analyse syntaktischer Satzstrukturen.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel ist die Anwendung linguistischer Theorien, insbesondere nach Autoren wie Andreas Blank und Burger, auf französische Sprachdaten, um morphologische und semantische Phänomene sowie syntaktische Zusammenhänge transparent zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analytische Methode verwendet, die auf der Zerlegung von Wörtern und Sätzen in ihre Bestandteile sowie dem Vergleich von Kontexten und historischen etymologischen Daten basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Wortbildungsverfahren, die Untersuchung von Wortbedeutungsbeziehungen, die Darstellung lexikographischer Elemente und die detaillierte Konstituentenanalyse von Beispielsätzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Fachbegriffe wie Systemlinguistik, Morphologie, Semantik, Polysemie, Homonymie, Bedeutungswandel, Syntax und Konstituentenanalyse charakterisiert.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen Polysemie und Homonymie?
Die Autorin stützt sich auf die Theorie von Andreas Blank: Während bei der Polysemie eine semantische Relation zwischen den Referentenklassen besteht, ist bei der Homonymie der semantische Abstand zu groß oder nicht vorhanden.
Wie werden die Phraseologismen in der Arbeit klassifiziert?
Basierend auf der Theorie von Burger werden Phraseologismen in Typen wie nominative oder propositionale Phraseologismen unterteilt und hinsichtlich ihrer Idiomatizität bewertet.
Welchen Zweck erfüllt die Konstituentenanalyse im Kapitel Syntax?
Sie dient dazu, die Struktur von Sätzen offenzulegen, indem "le groupe nominal", "le groupe verbal" und "le groupe circonstanciel" identifiziert und ihre syntaktische Flexibilität durch Umstellungsproben nachgewiesen wird.
- Citation du texte
- Sophie Nebel (Auteur), 2016, Systemlinguistik Französisch. Morphologie, Semantik, Lexikographie und Syntax, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338117