In der Hausarbeit wird eine kritische Diskussion zum Thema lebensverlängernde Maßnahmen im Wachkoma geführt. Dieser Beitrag bedient sich der Pro- und Contraargumentation, um eine gewissenhafte Entscheidungsfindung über die weitere Versorgung erwachsener Menschen im Wachkoma herbeizuführen. Außerdem werden die persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen des Autors anhand von zwei Fallbeispielen erörtert.
Lebensverlängernde Maßnahmen: Behandlungsmethoden oder Therapien, die bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung Patienten am Leben erhalten oder ihre Lebensqualität am Lebensende erhöhen sollen. Sie können den Sterbeprozess aber auch qualvoll lange hinauszögern, obwohl Patienten bereit sind zu sterben. Dazu gehören: Künstliche Beatmung, das Legen einer PEG- Sonde zur künstlichen Ernährung, Reanimation, Katheter und Zugänge, Operationen, Medikamente, Infusionen zur Flüssigkeitszufuhr und jede intensivmedizinische Behandlung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsdefinition
- Pro- Argumentation
- Contra- Argumentation
- Lösungsstrategien
- Stellungnahme
- Diskussion und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem ethischen Dilemma lebensverlängernder Maßnahmen bei erwachsenen Menschen im Wachkoma. Sie untersucht die Bedeutung des eigenen Handelns im Pflegeberuf und hinterfragt die eigene Einstellung im Kontext dieser komplexen Thematik. Dabei werden die Argumente für und gegen die Anwendung lebensverlängernder Maßnahmen beleuchtet und mit wissenschaftlicher Literatur belegt.
- Patientenautonomie und das Recht auf Selbstbestimmung
- Die Bedeutung der Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
- Ethische und rechtliche Aspekte lebensverlängernder Maßnahmen
- Die Rolle von Hospizwesen und Palliativmedizin
- Die Bedeutung der informierten Zustimmung (informed consent)
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die Zielsetzung der Hausarbeit dar und bietet einen kurzen Überblick über die Thematik. Sie betont die Bedeutung der kritischen Reflexion des eigenen Handelns im Pflegeberuf und die Auseinandersetzung mit der eigenen Einstellung gegenüber lebensverlängernden Maßnahmen.
Begriffsdefinition
Dieses Kapitel definiert wichtige Begriffe wie lebensverlängernde Maßnahmen, Patientenautonomie, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Es erläutert die rechtlichen Grundlagen der Patientenrechte und die Bedeutung der informierten Zustimmung. Weiterhin wird das Wachkoma (apallisches Syndrom) als medizinischer Zustand beschrieben.
Pro- Argumentation
Dieses Kapitel präsentiert Argumente, die für die Anwendung lebensverlängernder Maßnahmen sprechen. Es betont den Schutz der Menschenwürde, das Recht auf Leben und die Bedeutung der Weiterentwicklung medizinischer Möglichkeiten. Der ethische Aspekt der Lebensverlängerung und die Bedeutung von Hospizwesen und Palliativmedizin werden ebenfalls behandelt.
Contra- Argumentation
Dieses Kapitel beleuchtet die Argumente gegen lebensverlängernde Maßnahmen, wie Kostenfaktoren, strafrechtliche Aspekte und die Angst vor einer qualvollen Verlängerung des Sterbeprozesses. Es behandelt die unterschiedlichen Formen der Sterbehilfe und die Notwendigkeit einer reflektierten Entscheidungsfindung.
Schlüsselwörter
Lebensverlängernde Maßnahmen, Patientenautonomie, Wachkoma, apallisches Syndrom, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, informierte Zustimmung (informed consent), Sterbehilfe, Menschenwürde, Recht auf Leben, Hospizwesen, Palliativmedizin, ethische und rechtliche Aspekte, Kostengründe, informed consent
Häufig gestellte Fragen
Was sind lebensverlängernde Maßnahmen im Wachkoma?
Dazu gehören künstliche Beatmung, Ernährung über eine PEG-Sonde, Medikamentengabe und Reanimation, die den Sterbeprozess hinauszögern können.
Was versteht man unter Patientenautonomie?
Es ist das Recht des Patienten, selbst über medizinische Behandlungen zu entscheiden, auch wenn dies den Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen bedeutet.
Wie wichtig ist eine Patientenverfügung?
Sie ist essenziell, um den eigenen Willen schriftlich festzulegen für den Fall, dass man selbst nicht mehr entscheidungsfähig ist (z.B. im Wachkoma).
Welche ethischen Argumente sprechen gegen eine Lebensverlängerung?
Kritiker führen an, dass Maßnahmen den Sterbeprozess qualvoll verlängern können und die Menschenwürde gewahrt werden muss, wenn keine Aussicht auf Besserung besteht.
Was bedeutet „Informed Consent“?
Informed Consent (informierte Zustimmung) bedeutet, dass eine Behandlung nur nach umfassender Aufklärung über Risiken und Alternativen durch den Patienten oder seinen Vertreter erfolgen darf.
- Arbeit zitieren
- Benjamin Schmidt (Autor:in), 2015, Lebensverlängernde Maßnahmen im Wachkoma, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338393