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Natürliche Arbeitslosigkeit. Europäisch und national gesehen

Nachdruck 2016

Titre: Natürliche Arbeitslosigkeit. Europäisch und national gesehen

Mémoire (de fin d'études) , 1996 , 81 Pages , Note: 2,25

Autor:in: Marc D. Sommer (Auteur)

Economie politique - Economie du marché du travail
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Résumé Extrait Résumé des informations

Für das Vorwort der Erstauflage dieser überarbeiteten und erweiterten Diplomarbeit aus dem Jahr 1996 wurde der damalige wirtschaftspolitische Sprecher der EVP Fraktion im EU Parlament Dr. Karl von Wogau gewonnen. Bei diesem Werk handelt es sich um einen unveränderten Nachdruck (2016).

Selbst wenn die Zahlengrundlage veraltet ist, die Aktualität dieser Thematik geht nie verloren.

Ein stabiles Wachstum kann durch funktionierende Wirtschaftsindikatoren wesentlichen Einflüssen unterliegen. Der Faktor Arbeit spielt als Indikator auf den zusammenwachsenden Volkswirtschaften nicht nur in Deutschland und Europa eine wesentliche Rolle.

Konjunkturelle Konzepte zu vervollkommnen setzen ordnungspolitische Regelungen voraus. Die Gründe der Arbeitslosigkeit unterliegen jedoch nicht nur konjunkturellen Schwankungen. Die natürliche Arbeitslosigkeit resultiert aus der strukturellen Unvollkommenheit des Arbeitsmarktes, der sich immer neuen Herausforderungen stellen muss.

Eine Koordination zwischen den Reagenten auf dem Arbeitsmarkt bedarf immer wieder einer neuen ordnungspolitischen und bildungspolitischen Akzentsetzung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

1. Arbeitslosigkeit global betrachtet

2. Arbeitslosigkeit im europäischem Wirtschaftsraum

2.1. Europäische Betrachtungsweise der Arbeitslosigkeit

2.2. Die Regelung des Vertrages von Maastricht

2.3. Europäische Initiativen

2.4. Europäische Strukturpolitik für den Deutschen Wirtschaftsraum

3. Zwei Arten der Arbeitslosigkeit

3.1. Die konjunkturelle Arbeitslosigkeit

3.2. Die natürliche Arbeitslosigkeit

4. Die Arten der natürlichen Arbeitslosigkeit

4.1 Die saisonale Arbeitslosigkeit

4.1.1. Von saisonaler Arbeitslosigkeit Betroffene

4.1.2. Maßnahmen um die saisonale Arbeitslosigkeit zu verringern

4.2. Die friktionelle Arbeitslosigkeit

4.2.1. Gründe der friktionellen Arbeitslosigkeit

4.2.2. Die Bedeutung der friktionellen Arbeitslosigkeit

4.2.3. Möglichkeiten zur Verringerung

4.3. Die strukturelle Arbeitslosigkeit

4.3.1 Ursachen der strukturellen Arbeitslosigkeit

4.3.2. Die regional-strukturelle Arbeitslosigkeit

5. Zahlen zur Arbeitslosigkeit

6. Ordnungspolitische Reagenten aus dem Arbeitsmarkt

6.1. Leistungen des Arbeitsamtes

6.2. Die Rolle der privaten Arbeitsvermittlung

7. Weitere Gründe natürlicher Arbeitslosigkeit

7.1 Technologische Arbeitslosigkeit

7.2. Ökologie und natürliche Arbeitslosigkeit

8. Spezielle Gruppen von Arbeitslosen

8.1. Jugendarbeitslosigkeit

8.2. Die besondere Stellung der Frauen

8.3. Altersarbeitslosigkeit

9. Strukturen die die arbeitsmarktpolitischen Reaktionen beeinflußen

9.1. Langzeitarbeitslosigkeit

9.2. Arbeitszeiten und Regularien

9.3. Güternachfrage und Arbeitslosigkeit

9.4. Pendler und Arbeitslosigkeit

10. Neue Gedanken zur Organisation auf dem Arbeitsmarkt

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit den Ursachen, Strukturen und politischen Rahmenbedingungen der natürlichen Arbeitslosigkeit in Deutschland und Europa. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die verschiedenen Arten der Arbeitslosigkeit zu schaffen und Lösungsansätze für eine effizientere Organisation auf dem Arbeitsmarkt zu diskutieren.

  • Differenzierung zwischen konjunktureller und natürlicher Arbeitslosigkeit
  • Analyse der Unterformen saisonaler, friktioneller und struktureller Arbeitslosigkeit
  • Rolle staatlicher Arbeitsämter im Vergleich zu privaten Arbeitsvermittlern
  • Einfluss technischer Innovationen und ökologischer Anforderungen auf den Arbeitsmarkt
  • Herausforderungen für spezielle Gruppen wie Jugendliche, Frauen und ältere Arbeitnehmer

Auszug aus dem Buch

3.1. Die konjunkturelle Arbeitslosigkeit

Die konjunkturelle Arbeitslosigkeit wird bestimmt durch die Ausschläge konjunktureller Schwankungen.

Unterschiedliche Konjunkturphasen beeinflußen die Reagenten auf dem Arbeitsmarkt. Zu Zeiten der Hochkonjunktur nimmt die Zahl der Arbeitslosen in der Regel ab, in der Rezession nimmt sie in allen Wirtschaftszweigen zu (Brockhaus, 1966, S.670). Ausschlaggebend für die Konjunkturschwankungen ist die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Konsumgütern und Dienstleistungen. In Zeiten der Rezession tritt ein Bedarfswandel auf, der zu einem Rückgang der Güternachfrage in einem bestimmten Bereich führt und damit auch zu einer Verringerung der Produktion dieser Güter (Staatslexikon, 1985, S.275).

Durch einen zu geringen Auslastungsgrad von Produktionsstätten werden Arbeitsplätze frei. Da aber aus unterschiedlichsten sozialen Gründen nicht so viele Arbeitskräfte freigestellt werden können, müssen teilweise die Preise angehoben werden, um den Erhalt des Arbeitsplatzangebots zu finanzieren. Treten lediglich Preiserhöhungen auf, ohne daß genügend Einzelpreise in anderen Wirtschaftsbereichen gesenkt werden, führt dies zu einer Erhöhung des Preisniveaus und zu einem Anstieg der Inflationsrate (Gabler, 1988, S.528). Die Erhöhung der Inflationsrate kann Anleger kleinerer Beträge mehr schädigen als Anleger größerer Beträge. Großanleger investieren in Sachanlagen wie Grundstücke, da in Zeiten der Inflation durch eine höhere Nachfrage nach der Geldmenge M1 der eigentliche Wert des Geldes gemindert wird. Also können diejenigen zu den Geschädigten gehören, die ihr Vermögen in Geld oder geldwerten Titeln in Erwartung von Preisniveaustabilität oder von Zinssätzen, die unter der tatsächlich eingetretenen liegen, anlegen. Die Schuldner können jedoch im Gegensatz dazu zu den Gewinnern der Inflation gehören.

Zusammenfassung der Kapitel

Arbeitslosigkeit global betrachtet: Dieses Kapitel erläutert das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem globalen Arbeitsmarkt sowie die Bedeutung der Arbeitsmobilität.

Arbeitslosigkeit im europäischem Wirtschaftsraum: Es wird untersucht, wie die Europäische Gemeinschaft durch den Binnenmarkt und spezifische Vertragswerke wie Maastricht versucht, den Arbeitsmarkt zu harmonisieren.

Zwei Arten der Arbeitslosigkeit: Die Unterscheidung zwischen konjunkturell bedingter Arbeitslosigkeit und der natürlichen Arbeitslosigkeit wird theoretisch hergeleitet.

Die Arten der natürlichen Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel vertieft die Unterformen der natürlichen Arbeitslosigkeit, insbesondere saisonale, friktionelle und strukturelle Aspekte.

Zahlen zur Arbeitslosigkeit: Hier werden aktuelle statistische Daten zur Lage auf dem Arbeitsmarkt analysiert.

Ordnungspolitische Reagenten aus dem Arbeitsmarkt: Die Rolle des Arbeitsamtes und der privaten Arbeitsvermittlung als Akteure am Arbeitsmarkt wird kritisch hinterfragt.

Weitere Gründe natürlicher Arbeitslosigkeit: Technologischer Wandel und ökologische Faktoren werden als zusätzliche Einflussfaktoren auf die Arbeitslosigkeit beleuchtet.

Spezielle Gruppen von Arbeitslosen: Der Fokus liegt hier auf den spezifischen Problemlagen von Jugendlichen, Frauen und älteren Arbeitnehmern.

Strukturen die die arbeitsmarktpolitischen Reaktionen beeinflußen: Es werden Zusammenhänge zwischen Langzeitarbeitslosigkeit, Arbeitszeitregelungen und der Güternachfrage betrachtet.

Neue Gedanken zur Organisation auf dem Arbeitsmarkt: Abschließend werden Strategien für eine verbesserte Organisation und Zukunftsperspektiven des Arbeitsmarktes diskutiert.

Schlüsselwörter

Arbeitslosigkeit, natürliche Arbeitslosigkeit, konjunkturelle Arbeitslosigkeit, friktionelle Arbeitslosigkeit, strukturelle Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarkt, Arbeitsmobilität, Europäische Union, Arbeitsvermittlung, Humankapital, Langzeitarbeitslosigkeit, technischer Fortschritt, Beschäftigungspolitik, Qualifikation, Flexibilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Facetten der Arbeitslosigkeit, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Unterscheidung zwischen konjunkturellen und natürlichen Formen liegt sowie deren organisationale Problematiken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die europäische Arbeitsmarktpolitik, die Auswirkungen technologischer Veränderungen, die Bedeutung von Mobilität und Qualifikation sowie die Rolle öffentlicher und privater Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, das Verständnis für die Entstehung natürlicher Arbeitslosigkeit zu schärfen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine bessere Arbeitsmarktorganisation Arbeitslosigkeit gemindert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche, die Einbeziehung statistischer Daten aus den 1990er Jahren sowie die theoretische Aufarbeitung von Wirtschaftsmodellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Arbeitslosigkeitstypen, die Analyse von Problemfeldern für spezifische Bevölkerungsgruppen und die kritische Auseinandersetzung mit arbeitsmarktpolitischen Reaktionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Natürliche Arbeitslosigkeit, Strukturwandel, Allokation, Arbeitsmobilität und Humankapital definiert.

Welche Rolle spielt die Europäische Union bei der Arbeitslosigkeit?

Die EU wird als Akteur gesehen, der durch Binnenmarktinitiativen und Strukturpolitik versucht, regionale Unterschiede auszugleichen und durch Harmonisierung Arbeitsplätze zu sichern.

Wie bewertet der Autor die private Arbeitsvermittlung?

Die private Arbeitsvermittlung wird als notwendige Ergänzung zum öffentlichen Arbeitsamt gesehen, wobei der Autor besonders deren Potenzial für flexiblere Strukturen und eine bessere Allokation hervorhebt.

Welchen Einfluss haben ökologische Anforderungen auf den Arbeitsmarkt?

Der Autor zeigt auf, dass ökologische Anforderungen kurzfristig zu Arbeitsplatzverlusten führen können, aber langfristig durch die Produktion umweltfreundlicher Güter neues Beschäftigungspotenzial schaffen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "echten" und "unechten" Arbeitslosen wichtig?

Die Unterscheidung ist für die zielgerichtete arbeitsmarktpolitische Unterstützung relevant, da freiwillig Arbeitslose andere Ansätze erfordern als jene, die unfreiwillig aus dem Produktionsprozess ausgeschieden sind.

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Résumé des informations

Titre
Natürliche Arbeitslosigkeit. Europäisch und national gesehen
Sous-titre
Nachdruck 2016
Université
University of Freiburg  (Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre)
Note
2,25
Auteur
Marc D. Sommer (Auteur)
Année de publication
1996
Pages
81
N° de catalogue
V338461
ISBN (ebook)
9783668274044
ISBN (Livre)
9783668274051
Langue
allemand
mots-clé
natürliche arbeitslosigkeit europäisch nachdruck
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marc D. Sommer (Auteur), 1996, Natürliche Arbeitslosigkeit. Europäisch und national gesehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338461
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Extrait de  81  pages
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