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Transidentität. Der Wandel einer dichotom geprägten Gesellschaft

Titre: Transidentität. Der Wandel einer dichotom geprägten Gesellschaft

Dossier / Travail , 2016 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Mira Machwirth (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Die vorliegende Arbeit wird das Phänomen Trans* behandeln und näher beleuchten, welchen Stellenwert dieses in unserer Gesellschaft des 21. Jahrhunderts hat. Zunächst ist dabei zu klären, was überhaupt darunter verstanden wird und wie sich das Verständnis davon sowie die entsprechende Definition entwickelt hat.

Das Phänomen existiert nicht erst seit wenigen Jahrzehnten, obwohl es erst seit dem 19. Jahrhundert in unsere Gesellschaft Eingang gefunden hat. Woran es lag, dass Trans* vor noch nicht allzu langer Zeit als Tabuthema galt oder gar als schlichtweg nicht existent angesehen wurde, soll hier näher beleuchtet werden. Dazu ist es unerlässlich erst einmal zu klären, was in der Gesellschaft im Allgemeinen für ein Verständnis über das Geschlecht besteht, und ob oder wie sich dieses in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Was bedeutet Trans* für unsere moderne Gesellschaft? Kann das Phänomen als Zeichen dafür betrachtet werden, dass unsere Gesellschaftsstruktur sich in einem Wandel befindet?

Natürlich ist es unmöglich in einer Arbeit dieses Umfangs die gesamte Bandbreite eines solch komplexen Themas aufzugreifen und zu erklären. Trotzdem möchte ich einen Einblick geben, in ein Thema, das dem Großteil unserer Gesellschaft auch heute noch weitgehend unbekannt ist. Es liefert zudem einen guten Ansatz, unsere Gesellschaftsstruktur ein wenig besser verstehen und erkennen zu können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was bedeutet Trans* überhaupt?

2.1 Geschichtlicher Rückblick

2.2 Trans* heute

2.3 Begriffsgeschichte

2.4 Ursache von Trans*

3 Trans* als Tabuthema

3.1 Geschlechterwissen in unserer Gesellschaft

3.2 Position der Trans*Personen in einer dichotom geprägten Gesellschaft

3.3 Kulturelles Geschlechterwissen und Religion

3.4 Das dritte Geschlecht der nordamerikanischen Ureinwohner

4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Trans* innerhalb der modernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, analysiert dessen historische sowie soziologische Hintergründe und erforscht, inwiefern sich ein Wandel im Verständnis von Geschlecht vollzieht.

  • Historische Betrachtung von Transidentität und verwandten Konzepten
  • Soziologische Analyse des Geschlechterwissens und der gesellschaftlichen Normen
  • Untersuchung von Trans* als Tabuthema und dessen religiöse sowie kulturelle Bewertung
  • Vergleichende Perspektive durch das Konzept des "dritten Geschlechts" bei nordamerikanischen Ureinwohnern
  • Reflektion über gesellschaftliche Wandlungsprozesse und zunehmende Toleranz

Auszug aus dem Buch

3.1 Geschlechterwissen in unserer Gesellschaft

Besonderen Wert zur Klärung dieser Frage hat die „Agnes-Studie“ von Harald Garfinkel aus dem Jahre 1967. Agnes ist eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle, die Garfinkel, aufgrund ihrer Erfahrungen in der Gesellschaft, Aufschluss darüber gab, welches Hintergrundwissen zum Thema Geschlecht in unserer sozialen Umgebung vorherrscht (Wetterer, 2008, p. 20).

In unserer Gesellschaft existieren Regeln für bewusstes Handeln, Vorschriften für Verhalten bzw. Verhaltenserwartungen oder gar Verhaltensanforderungen (Lamnek, 2013, p. 22). Diese Regeln werden als Normen bezeichnet, welche im Laufe der Sozialisation (Dausien & Walgenbach, 2015, p. 19 f.) internalisiert werden (Hartfiel & Hillmann, 1982, p. 542 f.). Normen schaffen Erwartbarkeit in allen Situationen, in denen Menschen aufeinandertreffen (Bahrdt, 2000). Dies erfolgt bewusst oder unbewusst. So lassen sich beispielsweise auch äußere Geschlechtsattribute wie Kleidung, Stimme usw. zu den Normen zählen, denn sie schaffen Erwartbarkeit.

Sehen wir eine Person mit langen Haaren, die ein Kleid trägt, erwarten wir automatisch, dass eine biologische Frau vor uns steht. Zudem nimmt jedes Individuum gewisse Positionen in der Gesellschaft ein (Hartfiel & Hillmann, 1982, p. 596). Diese haben unterschiedliche Rollen inne, welche mit bestimmten Normen und Erwartungen an die Rolleninhaber verknüpft sind (Hartfiel & Hillmann, 1982, p. 651 ff.). Um als kompetentes Gesellschaftsmitglied zu gelten, ist das Individuum darauf angewiesen diese Erwartungen seiner Bezugsgruppen zu erfüllen.

Kompetente Gesellschaftsmitglieder werden von Garfinkel „normals“ genannt. Er erkennt zehn grundlegende Gewissheiten, welche für die „normals“, also ebenfalls für unsere Gesellschaft zum Thema Geschlecht als Tatsachen bestehen. Wer diese bezweifelt, verliert demnach seinen Status als kompetentes Gesellschaftsmitglied (Wetterer, 2008).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Trans* ein, erläutert die Relevanz des Phänomens im 21. Jahrhundert und stellt die Leitfragen zur gesellschaftlichen Wahrnehmung und Identitätsbildung.

2 Was bedeutet Trans* überhaupt?: Dieses Kapitel beleuchtet die Geschichte, Terminologie und die unterschiedlichen Definitionsansätze des Trans*-Phänomens sowie die Suche nach möglichen Ursachen.

3 Trans* als Tabuthema: Es wird analysiert, warum Transidentität lange Zeit tabuisiert wurde, indem das gesellschaftliche Geschlechterwissen, religiöse Aspekte und alternative kulturelle Geschlechtermodelle gegenübergestellt werden.

4 Ausblick: Der Ausblick zeigt auf, dass sich die Gesellschaft in einem Wandel befindet, in dem Transidentität zunehmend sichtbar wird, und verweist auf die Bedeutung rechtlicher und gesellschaftlicher Fortschritte.

Schlüsselwörter

Trans*, Transidentität, Geschlechterwissen, Geschlechtsrolle, Doing Gender, Tabuthema, Normen, Soziale Konstruktion, Identität, Geschlechtermodell, Toleranz, Pathologisierung, Two-Spirit, Nadle, Gesellschaftswandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Betrachtung von Transidentität und der Frage, wie sich gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlecht wandeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit thematisiert historische Perspektiven, die soziologische Konstruktion von Geschlecht, kulturelle Unterschiede sowie die gesellschaftliche Stigmatisierung von Trans*Personen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass das strikte, dichotom geprägte Geschlechtermodell kein unveränderbares Prinzip ist, sondern einem kulturellen Wandel unterliegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse soziologischer, historischer und ethnologischer Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das vorherrschende Geschlechterwissen, die Situation von Trans*Personen in einer binären Gesellschaft sowie religiöse und historische Vergleichsbeispiele wie das "dritte Geschlecht".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Trans*, Geschlechterrolle, Doing Gender, soziale Konstruktion und die Dekonstruktion der Dichotomie von Mann und Frau.

Was besagt die Agnes-Studie für das Thema?

Sie liefert Aufschluss darüber, welches Hintergrundwissen zum Thema Geschlecht in der Gesellschaft vorherrscht und wie Menschen als "kompetente" Mitglieder einer Gesellschaft gelten, wenn sie diese Normen erfüllen.

Warum wird das Konzept der Two-Spirit People in der Arbeit angeführt?

Es dient als Gegenbeispiel zum westlich-christlichen, dichotomen Geschlechtermodell und verdeutlicht, dass andere Kulturen Identitäten außerhalb der Binarität integrieren und wertschätzen können.

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Résumé des informations

Titre
Transidentität. Der Wandel einer dichotom geprägten Gesellschaft
Université
University of Trier
Note
1,3
Auteur
Mira Machwirth (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
17
N° de catalogue
V338491
ISBN (ebook)
9783668277946
ISBN (Livre)
9783668277953
Langue
allemand
mots-clé
Transidentität Transgender Transsexualität Geschlecht Wandel Gender Mann Frau Trans* Geschlechteridentität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mira Machwirth (Auteur), 2016, Transidentität. Der Wandel einer dichotom geprägten Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338491
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Extrait de  17  pages
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