Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit der Zusammenarbeit unterschiedlicher Kulturen im Projektmanagement. Speziell untersucht die Arbeit die Zusammenarbeiten der deutschen Kultur mit der us-amerikanischen und der kanadischen Kultur.
Zunächst werden in der Theorie die kulturellen Besonderheiten nach Hofstede im interkulturellen Management erläutert und am Beispiel der us-amerikanischen und kanadischen Kultur unter Berücksichtigung des Projektmanagements veranschaulicht. Zudem werden die Besonderheiten in beiden Kulturen betont. Anschließend werden die theoretischen Grundlagen anhand von vier konkreten Beispielen aus der Praxis dargestellt, erläutert und schließlich bewertet.
Die Praxis-Beispiele beziehen sich jeweils zweimal auf die USA und zweimal auf Kanada. Danach werden die Erkenntnisse dieser Arbeit in einer Zusammenfassung mit einem Fazit abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund soll diese Arbeit den Lesern eine Zusammenarbeit mit beiden Kulturen vereinfachen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Grundlagen im internationalen Projektmanagement unter Berücksichtigung der Interkulturalität
2.1 Definition internationales Projektmanagement
2.2 Projekttypen
2.3 Nutzenpotenziale internationaler Projekte
2.4 Interkulturelle Teams
2.4.1 Definition Teamarbeit
2.4.2 Notwendigkeit der Teambildung
2.4.3 Herausforderungen an interkulturelle Teams
2.4.4 Zusammensetzung eines interkulturellen Teams
2.5 Kulturelle Auslandsvorbereitung
2.5.1 Vorbereitungsmaßnahmen im Heimatland
2.5.2 Vorbereitungsmaßnahmen im Ausland
2.6 Konfliktmanagement
2.6.1 Konfliktentstehung
2.6.2 Konfliktarten und Lösungsmaßnahmen
2.6.3 Konfliktvermeidung
2.7 Erfolgsfaktoren in internationalen Projekten
2.8 Interkulturelles Management
2.8.1 Definition interkulturelles Management
2.9 Interkulturelle Kommunikation
2.9.1 Internationale Kommunikationsmodelle
2.9.2 Aspekte der Kommunikation
2.10 Interkulturelle Handlungskompetenz
2.10.1 Profil der interkulturellen Handlungskompetenz
3 Kulturelle Besonderheiten in USA und Kanada
3.1 Das Konstrukt Kultur
3.1.1 Manifestationen von Kultur
3.2 Kulturdimensionen
3.2.1 Die Studie von Hofstede
3.2.2 Die GLOBE-Studie
3.3 Die US-amerikanische Kultur
3.3.1 Kultureller Hintergrund
3.3.2 Wirtschaftskultur
3.4 Die kanadische Kultur
3.4.1 Kultureller Hintergrund
3.4.2 Wirtschaftskultur
4 Analyse der „US-amerikanischen und kanadischen Kultur“ in internationalen Projekten
4.1 The Body Shop International – erschwerte Expansion in den USA
4.1.1 Das Kosmetikunternehmen The Body Shop International
4.1.2 Die Vermarktung in den USA
4.1.3 Resümee
4.2 Der Discounter Aldi auf Erfolgskurs in den USA
4.2.1 Das Unternehmen Aldi GmbH & Co. KG
4.2.2 Unternehmenserfolg in den USA
4.2.3 Resümee
4.3 BHP Billiton und K + S Potash Canada – das Scheitern einer australischen Übernahme
4.3.1 Die Unternehmen BHP Billiton und K + S Potash Canada
4.3.2 Übernahmeversuch von K + S Potash Canada
4.3.3 Resümee
4.4 Nexen und CNOCC – eine kanadisch-asiatische Fusion
4.4.1 Die Unternehmen Nexen Incorporation und CNOCC Limited
4.4.2 Fusion von Nexen Incorporation und CNOCC Limited
4.4.3 Resümee
5 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Potenziale sich für deutsche Akteure im internationalen Projektmanagement ergeben, wenn sie über fundierte Kenntnisse der kulturellen Unterschiede in den USA und Kanada verfügen. Ziel ist es, ein Verständnis für interkulturelle Herausforderungen zu schaffen und Strategien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in grenzüberschreitenden Projekten abzuleiten.
- Grundlagen des internationalen Projektmanagements und der Interkulturalität
- Analyse kultureller Besonderheiten und Modelle (Hofstede, GLOBE) für USA und Kanada
- Bedeutung von interkultureller Handlungskompetenz und Kommunikation
- Praxisnahe Fallstudien zur interkulturellen Zusammenarbeit in verschiedenen Branchen
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Wirtschaftskultur
Eine gute Gelegenheit, wie mit anderen Geschäftskulturen auch, um erste Kontakte mit amerikanischen Geschäftspartnern aufzunehmen, bieten Messen und Konferenzen. Amerikaner begrüßen es, von Unbekannten angesprochen zu werden. In einem gemeinsamen Small-Talk stellen sie umgehend fest, ob gleiche geschäftliche Interessen vorliegen oder nicht. Schüchtern sind Amerikaner keinesfalls. Voraussetzung für eine gelungene Kontaktaufnahme mit Amerikaner sind eine gute Vorbereitung sowie eine kurze prägnante Unternehmenspräsentation. Anders als in Deutschland spielt die Social Media in den USA eine weitaus entscheidendere Rolle. Entsteht nach einer erfolgreichen Kontaktaufnahme ein Geschäftstermin, so muss das empfindliche Zeitgefühl der US-Amerikaner beachtet werden, dass nach dem Motto „Time is money“ funktioniert. Denn Verspätungen bei Geschäftsterminen in den USA wird als ein Zeichen von Respektlosigkeit empfunden. Des Weiteren wird von den ausländischen Geschäftspartnern bei Besprechungen erwartet, dass sie sich darin aktiv beteiligen. Diese beginnen mit einem kurzen Small-Talk. Im Umgang mit den Amerikanern ist es von großen Nutzen, sich als kontaktfreudig und humorvoll zu erweisen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz interkultureller Kompetenz bei der Internationalisierung von Unternehmen dar und definiert das Ziel, Potenziale durch kulturelles Verständnis am Beispiel der USA und Kanada aufzuzeigen.
2 Grundlagen im internationalen Projektmanagement unter Berücksichtigung der Interkulturalität: Dieses Kapitel erläutert die Basisbegriffe des Projektmanagements, erörtert die Dynamik interkultureller Teams, Methoden der Auslandsvorbereitung sowie Ansätze des Konfliktmanagements.
3 Kulturelle Besonderheiten in USA und Kanada: Hier werden zentrale Kulturmodelle wie Hofstede und GLOBE vorgestellt und auf die USA und Kanada angewendet, um deren wirtschaftskulturelle Hintergründe und Verhaltensnormen zu analysieren.
4 Analyse der „US-amerikanischen und kanadischen Kultur“ in internationalen Projekten: Anhand von vier praxisnahen Fallstudien – darunter The Body Shop, Aldi, Potash Canada und Nexen – wird die Zusammenarbeit mit diesen Ländern untersucht und kritisch bewertet.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für deutsche Akteure im interkulturellen Umfeld von USA und Kanada.
Schlüsselwörter
Internationales Projektmanagement, Interkulturelles Management, Kulturbesonderheiten, USA, Kanada, Hofstede, GLOBE-Studie, Konfliktmanagement, Auslandsvorbereitung, interkulturelle Handlungskompetenz, Unternehmensfusion, Markteintritt, interkulturelle Kommunikation, Wirtschaftskultur, Globalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von interkultureller Kompetenz für deutsche Unternehmen, die internationale Projekte in den USA und Kanada durchführen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des internationalen Projektmanagements, dem Konfliktmanagement, der interkulturellen Kommunikation sowie der Analyse spezifischer kultureller Gegebenheiten und Fallbeispiele aus den USA und Kanada.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Identifikation von Potenzialen für deutsche Teilnehmer durch das Verständnis kultureller Unterschiede, um die Zusammenarbeit mit US-amerikanischen und kanadischen Partnern effizienter zu gestalten.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Verwendung?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Kulturmodelle (Hofstede, GLOBE) in Kombination mit einer Analyse von vier praktischen Fallstudien aus der Wirtschaft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen interkulturellen Managements, eine detaillierte kulturelle Einordnung der Zielmärkte USA und Kanada sowie die Auswertung konkreter wirtschaftlicher Expansions- und Übernahmeprojekte.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind unter anderem interkulturelle Handlungskompetenz, Markteintritt, Konfliktvermeidung und interkulturelle Teams.
Warum ist der "Elevator Pitch" in den USA von besonderer Bedeutung?
In der US-Geschäftskultur ist die Fähigkeit entscheidend, das eigene Vorhaben und den wirtschaftlichen Nutzen schnell und prägnant zu präsentieren, da amerikanische Partner zweckorientiert handeln und schnelle Entscheidungen auf Basis überzeugender Argumente treffen.
Warum scheiterten Übernahmeversuche kanadischer Unternehmen im Rohstoffsektor häufig?
Die Fallstudien zeigen, dass die starke nationale Identifikation und der Stolz auf heimische Ressourcen bei den Kanadiern sowie der kritische Widerstand der Regierung und Provinzen oft entscheidender waren als rein wirtschaftliche oder kulturelle Differenzen mit den Investoren.
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- Daniela Chramik (Author), 2014, Interkulturelles Management in USA und Kanada im internationalen Projektmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339583