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Umweltgerechtigkeit am Beispiel von Hurricane Katrina. Ethnische Zugehörigkeit und die sozioökonomische Lage

Title: Umweltgerechtigkeit am Beispiel von Hurricane Katrina. Ethnische Zugehörigkeit und die sozioökonomische Lage

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Miscellaneous
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In meiner Hausarbeit möchte ich mich mit „Environmental Justice“ in Bezug auf die ethnische Zugehörigkeit und die sozioökonomische Lage am Beispiel von Hurricane Katrina auseinandersetzen und hierbei ungleiche Umweltauswirkungen auf die afroamerikanischen Bevölkerung betrachten.

Fokussieren werde ich mich vor allen Dingen auf Louisiana und hierbei auf die Stadt New Orleans, die vor Hurricane Katrina zu 66 Prozent aus einem afroamerikanischen Bevölkerungsanteil bestand.

Der Begriff der „Environmental Justice“ ist nicht nur ein in Deutschland immer häufiger auftauchender Terminus. Seinen Ursprung findet „Environmental Justice“ bereits in den frühen 1980er Jahren in den USA, wo er durch vornehmlich afroamerikanische Bürgerrechtsgruppen etabliert wurde, mit dem Ziel, Umweltbelastungen gerecht auf Bevölkerungsgruppen zu verteilen und nicht in Abhängigkeit der ethnischen Zugehörigkeit.

Ethnische Zugehörigkeit und „Environmental Injustice“ korrelieren insbesondere in den USA stark und die Forderung nach einer gerechten Verteilung von Umweltbelastungen in Bezug auf Wohnung und Wohnumgebung werden zunehmend zum öffentlichen Anliegen. Die „Working Group Environmental Injustice“ der U.S. Environmental Protection Agency stellte bereits in ihrem ersten Bericht dar, dass Gemeinden innerhalb der USA, die sich aus einer finanziell schwachen Bevölkerungsgruppe und ethnischen Minoritäten zusammensetzen, häufiger von Umweltbelastungen betroffen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definition und Entwicklung von Environmental Justice

2. Siedlungsgeschichte und Siedlungspolitik New Orleans

3. Demographische Situation und Auswirkungen von Hurricane Katrina

4. Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu

5. Anwendung von Bourdieus Kapitalsorten auf von Hurricane Katrina betroffene Regionenen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen ethnischer Zugehörigkeit, sozioökonomischer Lage und ungleichen Umweltauswirkungen am Beispiel von Hurricane Katrina in New Orleans. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie strukturelle Ungleichheiten und die Verteilung von Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu zur Entstehung von "Environmental Injustice" beigetragen haben.

  • Historische Siedlungspolitik und Segregation in New Orleans
  • Demographische Folgen von Hurricane Katrina für sozioökonomisch benachteiligte Gruppen
  • Analyse mittels der Theorie der Kapitalsorten (ökonomisch, kulturell, sozial)
  • Zusammenhang zwischen Wohnumfeld und Umweltrisiken
  • Institutionalisierung von "Environmental Justice" in den USA

Auszug aus dem Buch

4. Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu

Nach Pierre Bourdieu können drei Arten von Kapital unterschieden werden. Diese sind das ökonomische, das kulturelle und das soziale Kapital.

Das ökonomische Kapital bezeichnet den materiellen Besitz von Geld und Eigentum. Es spielt für Bourdieu eine eher untergeordnete Rolle. Im Zentrum seiner Aufmerksamkeit stehen insbesondere das kulturelle und das soziale oder symbolische Kapital. Kulturelles Kapital lässt sich in drei Unterkategorien aufteilen. Diese sind das inkorporierte kulturelle Kapital, das objektivierte Kulturkapital und das institutionalisierte kulturelle Kapital. Der Oberbegriff des kulturellen Kapitals bezieht sich auf durch Bildung erworbenes Kapital. Daraus folgt, dass ein höheres Ausbildungsniveau ein größeres kulturelles Kapital bedingt. Widmen wir uns aber nun zunächst erneut den drei Unterkategorien. Inkorporiertes kulturelles Kapital umfasst durch Verinnerlichung angeeignetes Kulturkapital. Dies setzt vor allen Dingen die individuelle Investition von Zeit voraus, korreliert jedoch auch mit dem familiären Hintergrund und der Erziehung. Kulturelles Kapital in seiner objektivierten Form besteht in der Anschaffung von kulturellen Gütern. Es ist, da mit einem Kauf verbunden, besonders eng mit dem ökonomischen Kapital verknüpft. Institutionalisiertes Kulturkapital besteht vor allem in Form schulischer Titel und Hochschuldiplomen. Bourdieu betont in diesem Kontext die enge Verbindung und gegenseitige Bedingung von ökonomischem und kulturellem Kapital. So kann ökonomisches Kapital einerseits für die Akkumulation des institutionalisierten Kulturkapitals genutzt werden und wird als dessen Basis erachtet. Auf der anderen Seite kann auch institutionalisiertes kulturelles Kapital in ökonomisches Kapital konvertiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition und Entwicklung von Environmental Justice: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Umweltgerechtigkeit, seinen Ursprung in der US-Bürgerrechtsbewegung und die anschließende politische Institutionalisierung durch Executive Orders.

2. Siedlungsgeschichte und Siedlungspolitik New Orleans: Hier wird die historisch gewachsene Segregation in New Orleans analysiert, bei der afroamerikanische Bevölkerungsgruppen gezielt in überflutungsgefährdeten Gebieten mit geringem Immobilienwert angesiedelt wurden.

3. Demographische Situation und Auswirkungen von Hurricane Katrina: Das Kapitel belegt anhand statistischer Daten, dass Hurricane Katrina einkommensschwache und afroamerikanische Bevölkerungsgruppen aufgrund ihrer Wohnlage und sozioökonomischen Benachteiligung überproportional stark traf.

4. Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu: Die theoretischen Grundlagen der drei Kapitalsorten – ökonomisch, kulturell und sozial – werden definiert und in den Kontext der sozialen Lage und des Habitus gestellt.

5. Anwendung von Bourdieus Kapitalsorten auf von Hurricane Katrina betroffene Regionenen: In diesem Kapitel wird die Theorie Bourdieus auf die Situation in New Orleans übertragen, um zu zeigen, wie mangelndes ökonomisches und kulturelles Kapital die Wohnwahl einschränkt und "Environmental Injustice" reproduziert.

Schlüsselwörter

Environmental Justice, Environmental Injustice, Hurricane Katrina, New Orleans, Soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, Ökonomisches Kapital, Kulturelles Kapital, Soziale Lage, Segregation, Armutsrate, Afroamerikanische Bevölkerung, Wohnumfeld, Habitus, Umweltrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen sozialer Ungleichheit und ungleichen Umweltauswirkungen ("Environmental Justice") am Beispiel des verheerenden Hurrikans Katrina in New Orleans.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Siedlungspolitik in New Orleans, die Auswirkungen sozioökonomischer Benachteiligung auf die Betroffenheit von Naturkatastrophen und die Anwendung der Bourdieuschen Kapitaltheorie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Umweltbelastungen in New Orleans ungleich verteilt sind und dass diese Ungleichheit eng mit der ethnischen und ökonomischen Segregation korreliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die soziologische Konzepte (Bourdieu) auf demographische Daten und historische Siedlungsprozesse anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, eine historische Analyse der Stadtentwicklung von New Orleans, eine demographische Auswertung der Hurrikan-Auswirkungen sowie die theoretische Herleitung der sozialen Ungleichheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Environmental Justice, Soziale Ungleichheit, Kapitalsorten, Segregation und die sozioökonomische Lage der afroamerikanischen Bevölkerung.

Welche Rolle spielt das ökonomische Kapital für die Betroffenen des Hurrikans?

Ökonomisches Kapital bestimmt maßgeblich die Wohnsituation. Fehlendes Kapital zwang die Bewohner in risikoreiche, überflutungsgefährdete Sumpfgebiete, aus denen sie sich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage nicht befreien konnten.

Warum wird der "Industrial Canal" als Beispiel für Environmental Injustice angeführt?

Der Bau des Industrial Canal und des Mississippi River Gulf Canal führte zur Abtrennung afroamerikanischer Viertel und erhöhte deren Überflutungsrisiko durch minderwertige Dammkonstruktionen, was die staatliche Diskriminierung bei der Infrastrukturplanung unterstreicht.

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Details

Title
Umweltgerechtigkeit am Beispiel von Hurricane Katrina. Ethnische Zugehörigkeit und die sozioökonomische Lage
College
University of Hamburg  (Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Course
Soziologische Forschung zur Energiewende
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
19
Catalog Number
V340263
ISBN (eBook)
9783668299047
ISBN (Book)
9783668299054
Language
German
Tags
umweltgerechtigkeit beispiel hurricane katrina ethnische zugehörigkeit lage analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Umweltgerechtigkeit am Beispiel von Hurricane Katrina. Ethnische Zugehörigkeit und die sozioökonomische Lage, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340263
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