Ziel dieser Ausarbeitung ist es, ausgewählte Veranschaulichungsmittel für den mathematischen Bereich der Multiplikation und Division aufzuzeigen. Zu Beginn wird auf die theoretische Grundlage dieser beiden Rechenoperationen eingegangen. Daran anschließend geht es um die Thematik „Arbeitsmaterialien für den arithmetischen Anfangsunterricht“. Hierbei soll aufgezeigt werden, dass die sorgfältige Auswahl des Hilfsmittels von größter Bedeutung ist. Ein Kriterienkatalog kann bei einer Beurteilung äußerst nützlich sein. Die SchülerInnen sollen eine zusätzliche Hilfe erhalten und nicht verunsichert werden. Der Zweck ist demnach mehr als eindeutig! Nachfolgend werden Veranschaulichungsmaterialien vorgestellt, die sich gut für den Einsatz im arithmetischen Anfangsunterricht III eignen. Sowohl die Vor- als auch die Nachteile der einzelnen Arbeitsmittel werden ausführlich erläutert. Am Ende wird eine Schlussfolgerung zu der vorgestellten Thematik gezogen.
Bereits in den ersten Lebensjahren erfahren Kinder die Bedeutung und Verwendung von Zahlen. Unbewusst eignen sie sich Ziffernkenntnisse an und benutzen diese im Alltag. Im arithmetischen Anfangsunterricht soll an diese Vorerfahrungen angeknüpft werden. Das bedeutet, dass die Kinder dort abgeholt werden, wo sie auch stehen. Vorschulische Lernformen, wie manuelles Handeln, spontanes Experimentieren oder freies Spielen, werden aufgegriffen und sollen den Zugang zum Fach Mathematik erleichtern. Mit Freude und kindlicher Neugier entdecken die SchülerInnen 'die Welt der Zahlen'. Eine bedeutsame Rolle spielen hierbei die Arbeitsmaterialien. Durch die geeignete Verwendung werden die mathematischen Inhalte für die Kinder greifbar und verständlich. Sie fördern im hohen Maße die kognitive Entwicklung. Sogar der chinesische Philosoph Konfuzius erkannte dies und sagte: „Erzähle mir und ich vergesse, Zeige mir und ich erinnere, Lass es mich tun und ich verstehe.“
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Die Multiplikation und die Division
1.1 Die Multiplikation
1.1.1 Die Bedeutung des kleinen Einmaleins
1.1.2 Die Rechengesetze
1.2 Die Division
2. Arbeitsmaterialien für den arithmetischen Anfangsunterricht
2.1 Unterscheidung des Materials
2.2 Auswahlkriterien
3. Arbeitsmaterialien für den arithmetischen Anfangsunterricht III
3.1 Domino und Memory
3.2 Multiplikationsscheibe
3.3 Einmaleins-Buch
3.4 Legekärtchen
Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die theoretische Auseinandersetzung mit den Rechenoperationen Multiplikation und Division sowie die kritische Untersuchung von Arbeitsmaterialien für den arithmetischen Anfangsunterricht, um deren pädagogischen Nutzen und Einsatzmöglichkeiten aufzuzeigen.
- Theoretische Grundlagen der Multiplikation und Division
- Bedeutung und Einsatz von Veranschaulichungsmitteln
- Kriterienkatalog zur Bewertung von Lernmaterialien
- Praktische Vorstellung ausgewählter Arbeitsmittel
- Vor- und Nachteile spielerischer Lernansätze im Mathematikunterricht
Auszug aus dem Buch
1.1 Die Multiplikation
Die Multiplikation entsteht aus der Addition gleicher Summanden, z.B. 2 + 2 + 2 = 3 • 2 = 6. Das Ergebnis solch einer Aufgabe bezeichnet man als Produkt, das aus den beiden Faktoren gewonnen wird. Während der erste Faktor als Multiplikator bezeichnet wird, handelt es sich beim Zweiten um den Multiplikand. Als Operationszeichen wird entweder das Malzeichen (×) oder der hochgestellte Punkt (•) verwendet. Eine Multiplikationsstruktur lässt sich immer in unterschiedlichen Sachzusammenhängen beschreiben. Für die einführende Behandlung im Unterricht eignen sich zwei verschiedene Modelle, die nachfolgend erläutert werden:
· Zeitlich – sukzessive Anordnung
In diesem Fall entsteht das Ergebnis der Multiplikation Schritt für Schritt. Als Beispiel kann folgende Modellvorstellung dienen: „Jens geht viermal in den Keller und holt jeweils 3 Flaschen Saft herauf.“ Der gleiche Vorgang wiederholt sich mehrmals. Es ergibt sich also folgende Rechnung: 3 + 3 + 3 + 3 = 4 • 3 = 12. Der Zusammenhang zwischen Multiplikation und wiederholter Addition gleicher Summanden kann somit leicht hergestellt werden.
· Räumlich – simultane Anordnung
Im folgenden Beispiel wird keine Handlung mehr durchgeführt: „Auf dem Tisch stehen 3 Teller mit je 4 Broten.“ Die Gesamtmenge liegt von Anfang an vollständig vor und lässt sich aufgrund der räumlichen Anordnung auf einen Blick leicht überschauen. Die SchülerInnen sollen durch dieses Modell lernen, in den unterschiedlichsten Situationen vorhandene multiplikative Strukturen aufzudecken.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des arithmetischen Anfangsunterrichts ein und erläutert die Zielsetzung der Ausarbeitung, veranschaulichende Lehrmittel für Multiplikation und Division zu evaluieren.
1. Die Multiplikation und die Division: Dieses Kapitel behandelt die mathematischen Grundlagen, die Rechengesetze sowie die Bedeutung des kleinen Einmaleins als Fundament für den weiteren Lernerfolg.
2. Arbeitsmaterialien für den arithmetischen Anfangsunterricht: Hier wird der theoretische Rahmen für den Einsatz von Veranschaulichungsmitteln abgesteckt und ein Kriterienkatalog zur fundierten Auswahl geeigneter Materialien vorgestellt.
3. Arbeitsmaterialien für den arithmetischen Anfangsunterricht III: In diesem Kapitel werden konkrete Lernmittel wie Domino, Memory, Multiplikationsscheiben und Legekärtchen hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten und Vor- bzw. Nachteile praktisch bewertet.
Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Materialwahl für den Lernerfolg zusammen und betont die Notwendigkeit einer bewussten, zeitlich angemessenen Einführung neuer Lehrmittel.
Schlüsselwörter
Mathematikunterricht, Anfangsunterricht, Multiplikation, Division, Arbeitsmaterialien, E-I-S Prinzip, Einmaleins, Rechengesetze, Veranschaulichung, Didaktik, Kriterienkatalog, Lernprozesse, Grundschule, Domino, Memory.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Multiplikation und Division sowie die Rolle von Arbeitsmaterialien zur Unterstützung des mathematischen Lernprozesses in den ersten Schuljahren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der mathematischen Didaktik, der Vorstellung verschiedener Veranschaulichungsmaterialien und der Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Materialauswahl.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Lehrpersonen dabei zu unterstützen, geeignete Lehrmittel für den Bereich Multiplikation und Division auszuwählen, die den Lernprozess fördern, statt ihn zu verkomplizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer didaktischen Literaturanalyse, der Anwendung des E-I-S Prinzips und der praktischen Evaluation von Lehrmitteln in einer Seminarumgebung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung der Grundrechenarten, die methodische Einordnung von Arbeitsmitteln und eine konkrete Bewertung von Materialien wie Dominospielen und Rechenscheiben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mathematikdidaktik, Anfangsunterricht, Veranschaulichung, Multiplikation, Division, Lernmedien und Kriterienkatalog.
Warum ist die Wahl des Arbeitsmaterials so wichtig?
Ein unpassendes oder zu komplexes Material kann Lernschwierigkeiten verursachen, während ein sorgfältig ausgewähltes Mittel die kognitive Entwicklung und das Zahlenverständnis maßgeblich fördert.
Was ist bei der Anwendung des E-I-S Prinzips zu beachten?
Das Prinzip (enaktiv, ikonisch, symbolisch) dient dazu, Schülern mathematische Sachverhalte ganzheitlich näherzubringen, indem es von konkreten Handlungen über bildliche Darstellungen zur symbolischen Notation führt.
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- Anja Giffey (Author), 2009, Veranschaulichungsmittel für den Erstunterricht Mathematik. Multiplikation und Division, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341186