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Förderung von Menschen im Wachkoma

Erprobung der Schallwellentherapie

Titre: Förderung von Menschen im Wachkoma

Travail de Recherche , 2016 , 71 Pages

Autor:in: Dorothea J. Thimm (Auteur), Attila Czirfusz (Auteur)

Santé - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Durch ein unfallbedingtes Schädel-Hirn-Trauma oder eine hypoxische Hirnschädigung kann ein Mensch ins Wachkoma fallen. Viele dieser schwerstbehinderten Menschen verbleiben in einer Langzeitversorgung der Phase F. Individuelle Förderung durch körpernahe Interaktio-nen bei gleichzeitigem Kommunikationsaufbau führen auch in dieser Phase zu Remissionen. Die vibratorische Wahrnehmung scheint von Bedeutung.
Manuelle Therapien der Basalen Stimulation® werden seit Jahren mit Erfolg angewandt. Gerätegestützte Therapien sind noch wenig erforscht. Hier setzt die vorliegende explorative Studie an. Sie befasst sich mit der Erprobung der Schallwellentherapie bei Menschen im Wachkoma der Phase F. Hauptzielsetzung ist die Erkundung von Wirkungsweisen und Nut-zungsmöglichkeiten dieser ergänzenden Therapieform. Die Leitfrage lautet: „Kann die Schallwellentherapie Menschen im Wachkoma der Phase F helfen?“
Es wurden drei Untersuchungsmethoden kombiniert: eine siebenwöchige quasi-experimentelle Feldstudie und eine siebenmonatige Beobachtungsstudie in einem Wachko-mazentrum der Phase F sowie eine schriftliche Befragung in 15 Pflegeheimen und bei acht Angehörigen über insgesamt 40 Betroffene.
Die Studie weist kurz-, mittel- und langfristige Effekte im biomedizinischen und psychisch-emotionalen Bereich nach. Systolischer Blutdruck, Sauerstoffsättigung des Blutes, Wachheit, Mimik, vegetative und tonische Merkmale werden statistisch signifikant beeinflusst. Spas-men lassen nach, die Betroffenen entspannen stärker, die Darmtätigkeit verbessert sich. Ei-nige dieser Effekte besitzen klinische Relevanz. Hinsichtlich des Kommunikationsaufbaus zu begleitenden Personen verändert sich wenig. Die Ergebnisse der schriftlichen Befragung stützen die experimentell erhobenen Daten.
Die Schallwellentherapie scheint für Menschen im Wachkoma der Phase F eine wirkungs-volle ergänzende Therapieform der Basalen Stimulation® zu sein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Koma und Wachkoma

1.2 Inzidenzen und Prävalenzen

2 PROBLEMSICHT

2.1 Begrifflichkeiten

2.2 Diagnose und Prognose

2.3 Wachkoma und Rehabilitation

2.3 Pflege und Förderung

3 AUSGANGSPOSITIONEN

3.1 Biomedizinischer oder beziehungsmedizinischer Zugang

3.2 Philosophischer und ethisch-theologischer Zugang

3.3 Juristischer Zugang

4 FÖRDERKONZEPTE UND THERAPIEN

4.1 Personale Interventionen – Gerätegestützte Therapien

4.2 Die Schallwellentherapie

5 ZIELSETZUNGEN UND FORSCHUNGSFRAGEN

6 UNTERSUCHUNGSMETHODIK

6.1 Untersuchungsdesign

6.2 Untersuchungsplan

6.3 Untersuchungsdiagnostik

6.4 Methodenkritik

7 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE

7.1 Die Feldstudie – Exemplarische Ergebnisse

7.2 Die schriftliche Befragung – Exemplarische Ergebnisse

7.3 Zusammenfassung und Wertung

8 DISKUSSION

9 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweisen der Schallwellentherapie bei Menschen im Wachkoma der Phase F, um diese als ergänzende, gerätegestützte Therapieform zur Förderung der Betroffenen zu evaluieren und die Forschungsfrage „Kann die Schallwellentherapie Menschen im Wachkoma der Phase F helfen?“ zu beantworten.

  • Grundlagen und Definitionen des Wachkoma-Syndroms
  • Ethische und juristische Aspekte der Wachkoma-Betreuung
  • Methodik der Komastimulation und bestehende Förderkonzepte
  • Explorative Feldstudie zur Wirkung der Schallwellentherapie auf Vitalparameter
  • Schriftliche Befragung zur praktischen Anwendung und Nutzenbewertung

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Schallwellentherapie

Nach LEYENDECKER (1998: 323-324) orientieren sich die Formen basaler Anregung an der Gesetzmäßigkeit, dass bei Menschen im Wachkoma die körpernahen Sinne von weitaus größerer Bedeutung sind als die körperfernen Sinne.

Diesem Prinzip folgt im Grunde genommen auch die Schallwellentherapie. Sie gehört zu den vibroakustischen Verfahren und verbindet Elemente aus der rezeptiven Musiktherapie, der Klangtherapie, der Muskelrelaxation, der Basalen Stimulation® (FRÖHLICH 2010) und der Atemmassage. Auditives und sensorisches Klangerleben werden kombiniert. Es handelt sich um ein gerätegestütztes Verfahren, welches mit musik- und toninduzierten Vibrationen durch Schalldruck eine sensible Ganzkörperstimulation anstrebt (STAHL 2013: 24).

Schalldruckreize im Niederfrequenzbereich werden mit Hilfe von Schallgebern, die in eine Matte oder Liege eingearbeitet sind, auf den ganzen Körper übertragen. Die Schallwellentherapie verwendet Longitudinalwellen und arbeitet je nach Programmwahl im Niederfrequenzbereich zwischen 30 - 60 Hertz bei einer Amplitude der Schwingungen zwischen 2 - 6 mm. Im Gegensatz zu Stoßwellen ist die Schallwellenamplitude bei stetigem zeitlichen Druckverlauf im Vergleich zum Umgebungsdruck gering bis mäßig ausgebildet. Die Mikrovibrationen vermitteln eine Intensivierung der sensorischen Körperwahrnehmung, die gerade bei alten Menschen oder Patienten mit neurologischen Störungen häufig eingeschränkt ist (STAHL 2013: 24-25; STAHL 2012: 168-169).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Wachkoma-Erkrankungen und die Bedeutung von Förderkonzepten für diese Patienten.

2 PROBLEMSICHT: Analyse der Herausforderungen bei der Diagnose, Prognose und der Langzeitversorgung in Phase F.

3 AUSGANGSPOSITIONEN: Darstellung medizinischer, philosophischer und juristischer Sichtweisen auf das Wachkoma.

4 FÖRDERKONZEPTE UND THERAPIEN: Überblick über gängige Therapien und die Einordnung der Schallwellentherapie als neue Interventionsform.

5 ZIELSETZUNGEN UND FORSCHUNGSFRAGEN: Definition der Forschungsziele und Formulierung der spezifischen Forschungsfragen.

6 UNTERSUCHUNGSMETHODIK: Erläuterung des Forschungsdesigns, des Ablaufs der Feldstudie und der diagnostischen Verfahren.

7 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Präsentation der erhobenen Daten aus der Feldstudie und der schriftlichen Befragung.

8 DISKUSSION: Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der theoretischen Ausgangspositionen.

9 AUSBLICK: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Empfehlungen für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Schallwellentherapie, Wachkoma, Phase F, Basale Stimulation, explorative Feldstudie, Komastimulation, Pflege, Rehabilitation, Vigilanz, Vitalparameter, klinische Relevanz, personenzentrierte Förderung, Medizintechnik, Patientenverfügung, sensorische Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Schallwellentherapie als ergänzende, gerätegestützte Methode Menschen im Wachkoma der Phase F unterstützen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der medizinischen und pflegerischen Versorgung im Wachkoma, der ethischen Debatte über Lebensqualität sowie der Wirkung sensorischer Stimulationstechniken.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist die explorative Erkundung der Wirkungsweisen und Nutzungsmöglichkeiten der Schallwellentherapie bei Wachkomapatienten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Methodenkombination aus einem Quasi-Experiment ohne Kontrollgruppe, Feldbeobachtungen und einer standardisierten schriftlichen Befragung genutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben theoretischen Grundlagen zu bestehenden Förderkonzepten wird die Erprobung und Auswertung der Schallwellentherapie hinsichtlich biomedizinischer und psychisch-emotionaler Effekte dargelegt.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Schallwellentherapie, Wachkoma Phase F, Basale Stimulation, Feldstudie und klinische Relevanz.

Welchen Effekt hat die Schallwellentherapie auf Vitalparameter?

Die Studie konnte statistisch signifikante positive Effekte auf Parameter wie den systolischen Blutdruck und die Sauerstoffsättigung nachweisen.

Welche Rolle spielen Angehörige bei der Therapie?

Angehörige fungieren als unverzichtbare Begleitpersonen, deren Stimme und Präsenz die Kommunikation und das Wohlbefinden der Betroffenen im therapeutischen Umfeld maßgeblich beeinflussen.

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Résumé des informations

Titre
Förderung von Menschen im Wachkoma
Sous-titre
Erprobung der Schallwellentherapie
Université
University for Science & Research St Elisabeth
Cours
PhD-Seminar
Auteurs
Dorothea J. Thimm (Auteur), Attila Czirfusz (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
71
N° de catalogue
V341429
ISBN (ebook)
9783668305700
ISBN (Livre)
9783668305717
Langue
allemand
mots-clé
Schallwellentherapie Wachkoma Phase F Basale Stimulation® explorative Feldstudie signifikante Effekte klinische Relevanz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dorothea J. Thimm (Auteur), Attila Czirfusz (Auteur), 2016, Förderung von Menschen im Wachkoma, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341429
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Extrait de  71  pages
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