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Optimale Währungsräume

Title: Optimale Währungsräume

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 35 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Aleksander Szumilas (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Die folgenden Ausführungen konzentrieren sich auf die Analyse des optimalen Währungsraumes. Hierbei handelt es sich hierbei um diverse Betrachtungsmöglichkeiten, die - jeweils mit Vor- und Nachteilen behaftetdifferenzierte Ansätze darstellen.

Einleitend sollte jedoch erst der Begriff des „Währungsraumes“ näher beleuchtet werden: ein „Währungsraum“ setzt sich aus mehreren souveränen Staaten zusammen, die ihre Wechselkurse unwiderruflich und ohne mögliche Schwankungsbreiten fixieren; weiter ist eine uneingeschränkte Konvertibilität der Währungen von Nöten. Dies ist bei der Ausrichtung eines Landes an eine ausländische Ankerwährung gegeben, wie beispielsweise im Fall vieler lateinamerikanischer Staaten, die den Wechselkurs an den Dollar fixierten, oder dem „CFA Franc“ 1 , der zunächst an den französischen Franc gebunden war und nun an den Euro fixiert ist. Eine einheitliche Währung ist dabei keine unabdingbare Voraussetzung für einen Währungsraum, verstärkt jedoch, wie auch der Beschluss zu einer gemeinsamen Zentralbank, die Glaubwürdigkeit der gemeinsamen Geld- und Währungspolitik eines Währungsraumes: „To the extend that a curreny union is more costly to break than a promise to maintain a fixed exchange rate, the curreny adoption is more credible.“ 2 Weiterhin ist ein Währungsraum nach außen gegenüber anderen Währungsräumen durch flexible Wechselkurse abgegrenzt und stellt hierdurch eine „Festkursinsel in einem Meer flexibler Wechselkurse“ 3 dar. Voraussetzung des optimalen Währungsraumes ist die Fähigkeit ohne Einsatz des Wechselkurinstruments gegen exogene Schocks vorzugehen. Dabei stehen verschiede Ansätze zu dessen Bestimmung in der Tradition keynsianischer Modelle. Zu Beginn des Vorhabens werden die traditionellen Theorien näher erläutert. Zusätzlich folgt die Analyse makroökonomischer Bezugsgrößen bei empirischen Untersuchungen. Anschließend erfolgt eine genauere Betrachtung der Kosten bzw. Nutzen -Kriterien im Hinblick auf einen Währungsraum. Danach werden empirische Befunde der Europäischen Währungsunion aufgezeigt und weitere mögliche Währungsräume genannt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definition des Begriffs „Währungsraum“ und Zielsetzung

2. Theorien optimaler Währungsräume

2.1 Traditionelle Ansätze

2.1.1 Mundells Theorie des optimalen Währungsraumes: Faktormobilität

2.1.2 McKinnons Theorie des optimalen Währungsraumes: Offenheitsgrad

2.1.3 Kenens Beitrag: die Theorie der Produktdiversifikation

2.2 Makroökonomische Kriterien

2.2.1 Internationaler Konjunkturzusammenhang

2.2.2 Übereinstimmende Inflationsraten

2.2.3 Institutionelle Symmetrie

3. Nutzen- und Kostenanalyse eines Währungsraumes

3.1 Nutzenkriterien

3.1.1 Reduktion der Transaktions- und Informationskosten

3.1.2 Reduktion der Opportunitätskosten

3.1.3 Erhöhung der Investitions- und Handelstätigkeit

3.2 Kosten

3.2.1 Verslust der wirtschaftpolitischen Autonomie.

3.2.2 Umstellungskosten

4. Empirische Befunde zum Europäischen Währungsraum

4.1 Die EWU hinsichtlich der traditionellen Theorien

4.2 Die EWU bezüglich makroökonomischer Variablen

4.3 Fazit

5. Weitere „mögliche“ Währungsräume

5.1 Datenübersicht

5.2 Mögliche Währungsräume: Tabellarische Übersicht

5.3 Währungsräume: visuelles Resultat

6. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Bestimmungsmöglichkeiten sowie empirische Ergebnisse optimaler Währungsräume. Ziel ist es, die ökonomischen Vor- und Nachteile der Fixierung von Wechselkursen oder der Bildung einer Währungsunion unter Berücksichtigung verschiedener theoretischer Ansätze und aktueller Daten zu bewerten.

  • Analyse traditioneller Theorien optimaler Währungsräume (Mundell, McKinnon, Kenen)
  • Bewertung der Nutzen- und Kostenaspekte einer Währungsunion
  • Empirische Untersuchung des Europäischen Währungsraums (EWU)
  • Identifikation weiterer potenzieller Währungsräume basierend auf makroökonomischen Kriterien

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Mundells Theorie des optimalen Währungsraumes: Faktormobilität

Die Ausgangslage stellt ein Zwei-Länder-Modell dar. Durch eine Nachfrageverschiebung von Produkten des Landes B zu den des Landes A entsteht Inflationsdruck im Land A und Arbeitslosigkeit in Land B. Es gilt, die wirtschaftlichen Ziele der Preisniveaustabilität, der Vollbeschäftigung und des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts ohne den Einsatz des Wechselkursinstruments einzuhalten.

Hinsichtlich dessen stellt Mundell eine differenziertere Situation des Zwei-Länder-Modells dar. Als Beispiel fungiert die Auffassung, dass Kanada und die USA ihre Währungen in einem System flexibler Wechselkurse belassen, was konsequenterweise Auf- und Abwertungen ermöglicht. Weiter ist anzumerken, dass die Industrien jedoch nicht länderspezifisch, sondern regional verteilt sind, in einer grenzüberschreitenden West (Holzindustrie)- und einer grenzübertretenden Ostregion (Automobilsektor). Wenn hierbei eine Nachfrageverschiebung zugunsten der Westindustrie eintritt, die Inflation im Westgebiet und Arbeitslosigkeit im Osten mit sich führt, so erzielt man auch mit Hilfe des flexiblen Wechselkurssystems keinen Erfolg, da es sich nicht um eine länderspezifische Produktionsaufteilung handelt. Alternativ kann das Problem der Unterbeschäftigung in der Ostregion und die Inflation in der Westregion durch Arbeitskraftmobilität gelöst werden. Arbeitskräfteabwanderung in Richtung Holzregion würde zum binnen- und außenwirtschaftlichen Gleichgewicht führen. Je höher die Mobilität ausfällt, desto wahrscheinlicher ist die Wiederherstellung des volkswirtschaftlichen Gleichgewichts bei einem Währungsraum nach einem Schock. Mundells These nach fällt die Mobilität umso höher aus, je „kleiner“ das betrachte Gebiet ist: „The optimum currency area is the region”. Gleichzeitig kritisiert Mundell den Vorbehalt, einen Staat mit seinen bestehenden politischen Grenzen bereits als optimalen Währungsraum anzusehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition des Begriffs „Währungsraum“ und Zielsetzung: Einführung in die Thematik der Währungsräume und Klärung der zentralen Begriffe und Zielsetzungen der Arbeit.

2. Theorien optimaler Währungsräume: Darstellung der klassischen ökonomischen Modelle zur Bestimmung optimaler Währungsräume sowie makroökonomischer Kriterien.

3. Nutzen- und Kostenanalyse eines Währungsraumes: Analyse der ökonomischen Vorteile wie Transaktionskostensenkung und der Herausforderungen wie dem Verlust der geldpolitischen Autonomie.

4. Empirische Befunde zum Europäischen Währungsraum: Anwendung der theoretischen Kriterien auf die Europäische Währungsunion anhand von Daten zur Arbeitsmobilität und makroökonomischen Variablen.

5. Weitere „mögliche“ Währungsräume: Untersuchung potenzieller Währungsräume außerhalb Europas unter Berücksichtigung von Handelsverflechtungen und Inflationsraten.

6. Resümee und Ausblick: Kritische Würdigung der Ergebnisse und Diskussion der Tendenz zur Bildung von Währungsräumen über den Globus hinweg.

Schlüsselwörter

Optimale Währungsräume, Währungsunion, Wechselkurse, Faktormobilität, Offenheitsgrad, Produktdiversifikation, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Europäische Währungsunion, Inflationsrate, Außenhandel, Konjunkturzusammenhang, Transaktionskosten, Opportunitätskosten, Ankerwährung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und die empirische Anwendbarkeit von Konzepten für optimale Währungsräume.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Kosten-Nutzen-Analyse von Währungsunionen, die Rolle von Wechselkursen und die makroökonomischen Rahmenbedingungen für die Stabilität von Währungsräumen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob klassische theoretische Kriterien ausreichen, um die Eignung verschiedener Regionen als optimale Währungsräume zu bestimmen und wie sich dies empirisch belegen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Literaturanalyse klassischer ökonomischer Theorien mit einer deskriptiven Analyse empirischer Daten (Inflationsraten, BIP-Wachstum, Handelsverflechtungen) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Nutzen- und Kostenanalyse sowie die empirische Fallstudie zur EU und einen Ausblick auf weltweite potenzielle Währungsräume.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Währungsunion, Faktormobilität, Wechselkursinstrument und Ankerwährung definiert.

Wie bewertet der Autor die Europäische Währungsunion?

Die EWU wird als Beispiel herangezogen, wobei festgestellt wird, dass eine eindeutige empirische Bestätigung als optimaler Währungsraum anhand der untersuchten Kriterien zum Zeitpunkt der Untersuchung noch schwer möglich war.

Welche Bedeutung haben die "Ankerwährungen" in den Analysen?

Ankerwährungen dienen als Bezugspunkte für Länder mit hohen Inflationsraten oder starker Handelsorientierung, um durch Anbindung an eine stabile Währung eigene wirtschaftliche Instabilitäten zu mildern.

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Details

Title
Optimale Währungsräume
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Geld und Währung
Grade
1,5
Author
Aleksander Szumilas (Author)
Publication Year
2004
Pages
35
Catalog Number
V34167
ISBN (eBook)
9783638344708
Language
German
Tags
Optimale Währungsräume Geld Währung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aleksander Szumilas (Author), 2004, Optimale Währungsräume, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34167
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