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Homophobie im Fußball. Ein Beispiel für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Título: Homophobie im Fußball. Ein Beispiel für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Trabajo de Seminario , 2016 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Michaela Greif (Autor)

Sociología - Política, Mayorías, Minorías
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Im Rahmen des Seminars „Migration und soziale Ungleichheit“ schreibe ich die folgende Seminararbeit mit dem Thema: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit am Beispiel: „Homophobie im Fußball“.

Homosexualität im Fußballsport war bis vor Kurzem eines der letzten großen Tabus in unserer Gesellschaft. Gerade mit dem Coming-out von Thomas Hitzlsperger wurde ein Bewusstsein dafür geschaffen, einen positiven und offenen Umgang mit Homosexualität aktiv voranzutreiben und sich dem Problem der Homophobie im Sport professionell zu stellen. Trotz des Outings von Thomas Hitzlsperger ist Homosexualität bis heute noch immer ein heikles Thema und viele schwule Profifußballer wollen sich bis heute nicht dazu bekennen, schwul zu sein, da sie mit negativen Folgen für ihre Karriere, aber allen voran für ihr Leben rechnen. Auch heute im 21. Jahrhundert gibt es immer noch Schwulengesänge in den Fußballstadien, schwulenfeindliche Äußerungen, sodass viele Betroffenen Angst haben, zu ihrer sexuellen Neigung zu stehen.

Zu Beginn der Hausarbeit werden Begrifflichkeiten wie „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ sowie der Begriff „Homophobie“ erklärt und beschrieben. Im dritten Kapitel verbinde ich die beiden Themen, Homophobie/Homosexualität und Fußball. Es soll geklärt werden weshalb Fußball bis heute noch immer eine Männerdomäne ist, welchen Ursprung die Männlichkeit im Fußball hat und welche Bedeutung der Begriff „Heteronormativität“ in Bezug auf den Männlichkeitsbegriff per se im Fußball genau einnimmt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Ungleichheit

2.1. Was ist soziale Ungleichheit?

2.2. Was ist Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit?

2.3. Der Begriff: Homophobie

3. Männerdomäne Fußball

3.1. Warum ist Fußball bis heute eine Männerdomäne?

3.2. Homophobie im Fußball

3.2.1. Heteronormativität

3.2.2. Homosexualität und Fußball

3.2.3. Beispiele für Homophobie im Fußballmilieu

3.2.4. mögliche Auswirkungen von Homophobie

4. Thomas Hitzlsperger

4.1. Coming Out und Stellungnahme

4.2. Initiative „Fußball für Vielfalt“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit im Kontext des Fußballsports mit einem besonderen Fokus auf Homophobie. Es wird analysiert, warum der Fußball als männlich dominierter Raum fungiert und welche psychischen sowie sozialen Folgen Diskriminierungserfahrungen für homosexuelle Spieler haben.

  • Soziale Ungleichheit und ihre gesellschaftliche Konstruktion
  • Die historische Entwicklung des Fußballs zur „Männerdomäne“
  • Heteronormativität und Homophobie in Fußballstadien
  • Die Rolle öffentlicher Outings am Beispiel von Thomas Hitzlsperger
  • Initiativen zur Förderung von Vielfalt und Prävention im Sport

Auszug aus dem Buch

3.2.3. Beispiele von Homophobie im Fußballmilieu

Schwulenfeindliche Äußerungen beziehungsweise Chorgesänge über Schwule waren in der Vergangenheit (und sind es partiell auch heute noch) dominierend in den Fußballstadien. So wurden etwa in den 1980er Jahren Ewald Lienen, ehemaliger Fußballprofi des MSV Duisburg, wie auch Hansi Müller, Nationalspieler für den VFB Stuttgart und Inter Mailand, als „der Schnelle/der Homosexuelle“ beschimpft, in den 1990er Jahren folgten Anfeindungen gegen Toni Polster, der als „Stricher von Wien“ bezeichnet wurde oder auch Uwe Kamps, ehemaliger Fußballtorwart von Borussia Mönchengladbach, mit „Uwe Kamps ist homosexuell“ nach der Melodie „ Yellow Submarine“. Im Jahr 2000 wurden die Fans von Union Berlin, als „Arschficker“ und „Lila Weiß ist schwul“ beleidigt. Auch Schiedsrichter bleiben hierbei nicht außen vor. Er (der Schiedsrichter) ist eine „Schwuchtel“ weil er schwul pfeift. Oder „arbeitslos und homosexuell/ das ist der VFL“. Dies zeigt deutlich, dass homophobe Einstellungen bis in die jüngste Vergangenheit existent sind und keinen der beteiligten Akteure (Fußballspieler, Schiedsrichter, Fans und Fußballvereine) ausschließen. Auch im internationalen Fußball gibt es immer wieder homosexuelle Anfeindungen. Der selbst erklärte „Gay Hasser“, Fußballtrainer Luiz F. Scolari, äußerte sich, dass er keine Schwulen in seinem Team dulde. Er habe sich in seiner Zeit als Trainer in Kuweit sehr unwohl gefühlt, da es dort viele Schwule gab.

Auch der Fußballstar Diego Armando Maradona äußerte sich gegenüber Pele schwulenfeindlich. In seinem Kampf um die Anerkennung seines Ruhms als Fußballer ließ er folgende Bemerkung fallen: „Warum wird Pele, der seine erste Beziehung mit einem Mann hatte, als einer der besten Athleten des Jahrhunderts bezeichnet; aber mich lassen sie, wegen meines Drogengebrauchs außen vor?“ Pele hatte sich dazu bekannt, damals mit 15 Jahren eine Reihe von homosexuellen Beziehungen gehabt zu haben. (vgl. Dembowski, Scheidle, 2002, S. 140-145)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz des Tabuthemas Homosexualität im Profifußball und formuliert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.

2. Soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen der sozialen Ungleichheit und der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, um den Rahmen für die nachfolgende Analyse zu setzen.

3. Männerdomäne Fußball: Das Kapitel untersucht die historische Entwicklung des Fußballs zum Männersport, analysiert das Konzept der Heteronormativität und zeigt die Auswirkungen von Homophobie anhand konkreter Beispiele auf.

4. Thomas Hitzlsperger: Hier wird das öffentliche Coming-out von Thomas Hitzlsperger thematisiert und dessen Bedeutung für die Initiative „Fußball für Vielfalt“ zur Förderung eines offeneren Umgangs mit Homosexualität analysiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass trotz erster positiver Ansätze durch bekannte Outings noch ein langer Weg bis zur vollständigen Akzeptanz im Fußball besteht.

Schlüsselwörter

Homophobie, Fußball, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Soziale Ungleichheit, Heteronormativität, Thomas Hitzlsperger, Diskriminierung, Männlichkeitsideal, Fußball für Vielfalt, Coming-out, Sportsoziologie, Integration, Vorurteile, Sexualität, Profifußball.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Homosexualität und dem Profifußball, indem sie Diskriminierungsmuster und die gesellschaftliche Funktion des Fußballs kritisch hinterfragt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Definition von sozialer Ungleichheit, die historische Verankerung des Männlichkeitsideals im Fußball, sowie die psychischen Auswirkungen von Ausgrenzung auf betroffene Spieler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erklären, warum Homophobie im Fußball trotz moderner Gesellschaftsentwicklungen weiterhin stark verbreitet ist und welche Rolle Männlichkeitsbilder dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die soziologische Begriffsdefinitionen mit aktuellen Beispielen aus der Fußballwelt und Expertenberichten verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Begrifflichkeiten geklärt, der historische Wandel des Fußballs zur Männerdomäne dargestellt sowie konkrete Anfeindungen gegen Profis und das Engagement für Vielfalt diskutiert.

Welche Schlüsselwörter beschreiben diese Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Homophobie, Fußball, Heteronormativität, Diskriminierung und soziale Ungleichheit.

Welche Bedeutung hat das Outing von Thomas Hitzlsperger für die Arbeit?

Sein Coming-out dient als Fallbeispiel für den öffentlichen Umgang mit dem Thema und als Ausgangspunkt für die Analyse der Initiative „Fußball für Vielfalt“.

Welches tragische Fallbeispiel wird zur Illustration der Folgen von Homophobie angeführt?

Die Arbeit thematisiert das Schicksal des englischen Profis Justin Fashanu, der nach jahrelanger Stigmatisierung und Ausgrenzung sein Leben beendete.

Warum wird im Text der Begriff „Heteronormativität“ verwendet?

Der Begriff dient dazu, zu beschreiben, warum eine heterosexuelle Orientierung im Fußball als „normale“ Identität gilt und alles Abweichende als bedrohlich für das „männliche“ Image der Sportart wahrgenommen wird.

Was fordert die Autorin als Voraussetzung für eine gelungene Integration im Fußball?

Die Autorin betont, dass erst dann von einer gelungenen Integration gesprochen werden kann, wenn homosexuelle Profis sich ohne Angst vor Repressalien oder Karriereende outen können und das Thema keine mediale Besonderheit mehr darstellt.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Homophobie im Fußball. Ein Beispiel für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Erziehungswissenschaft)
Calificación
1,3
Autor
Michaela Greif (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
18
No. de catálogo
V341746
ISBN (Ebook)
9783668316331
ISBN (Libro)
9783668316348
Idioma
Alemán
Etiqueta
Homophobie Fußball gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michaela Greif (Autor), 2016, Homophobie im Fußball. Ein Beispiel für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341746
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