Konfliktmanagment. Modelle für den Einsatz in Unternehmen


Hausarbeit, 2014

15 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhalt

1.Einleitung

2. Definitionen
2.1 Konflikt
2.2 Konfliktarten
2.3 Management

3. Konflikte in Organisationen
3.1 Ursachen für Konflikte in Organisationen
3.2 Austragungsarten von Konflikten

4. Konfliktmanagement
4.1 Aufgaben des Konfliktmanagements
4.1.1 Konfliktprävention
4.1.2 Moderation: Konfliktregelung durch den Vorgesetzen
4.1.3 Machteingriff
4.2 Mediation
4.2.1 Einsatz von Mediation
4.2.2 Ablauf eines Mediationsverfahrens

5. Phasenmodell der Eskalation nach Friedrich Glasl

6. Fazit

7. Literatur

1.Einleitung

„Aus vielen Worten entspringt ebenso viel Gelegenheit zum Missverständnis“

- William James1

Konflikte sind ein kontinuierlicher Bestandteil der menschlichen Interaktion, sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. So sind Missverständnisse, Streitigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten klassische Auslöser für Auseinandersetzungen. Insbesondere im beruflichen Bereich - im innerbetrieblichen Geschehen - kann ein inadäquater Umgang mit Konflikten zu starken Beeinträchtigungen der Arbeitsqualität und zu Funktionsstörungen eines Unternehmens führen. Daraus resultierende Unzufriedenheit und Stress lassen ein schlechtes Arbeitsklima entstehen, welches zu weitreichenden Folgen wie Absentismus und Fluktuation führen kann, was wiederum zu erhöhten Kosten und Rufschädigung führt.

In dieser Hausarbeit sollen die wesentlichen Instrumente des Konfliktmanagements dargestellt und erläutert werden, sowie deren Einsatz und Anwendung in den verschiedenen Unternehmen. Untersuchungsgegenstand ist hierbei neben dem Konfliktmanagement besonders die Person des Managers und die Frage, wie dieser mit Konflikten am besten umzugehen hat, sowie welche Möglichkeiten ihm dabei zur Verfügung stehen. Da die grundlegenden Begriffsdefinitionen und Modelle bereits ausführlich im Rahmen der Vorlesung vorgestellt wurden, richtet diese Arbeit besondere Aufmerksamkeit auf die Perspektive des Managements und deren praktische Umsetzung.

2. Definitionen

Um ein einheitliches Verständnis zu schaffen, sollen zunächst einige Begriffe definiert und erläutert werden.

2.1 Konflikt

Streit, Auseinandersetzung, Dilemma. Für Meinungsverschiedenheiten und deren Folgen zwischen zwei oder mehreren Personen gibt es diverse Begrifflichkeiten und Interpretationen.

Der Begriff Konflikt wurde im 18. Jahrhundert aus dem lateinischen Äconflictus“, ÄZusammenstoß“, ÄKampf“ bzw. Äkonfigere“ Äzusammenprallen, zusammenschlagen“, entlehnt. ÄZusammenstoßen“ verdeutlicht die milde Ausdrucksform eines Konfliktes, wohingegen ÄZusammenschlagen“ eine fortgeschrittene und extreme Form eines Konfliktes widerspiegelt. Ein Konflikt kann sich demnach, sowohl in einem Dialog ausdrücken, als auch in einer handgreiflichen Auseinandersetzung. Die Darbietungsformen von Konflikten sind folglich unterschiedlich in ihrer Intensität.2

2.2 Konfliktarten

Es gibt unterschiedliche Ausgangssituationen, die einen Konflikt entstehen lassen.

Genau wie es für den Begriff Konflikt keine einheitliche Definition gibt, werden auch die Arten von Konflikten unterschiedlich benannt und erklärt.

Für das Management sind im Besonderen drei Arten von Konflikten von Bedeutung.

Bei dem persönlichen Konflikt handelt es sich um eine innere Konfliktsituation in der sich eine Person befindet. Dabei steht diese Person zwischen zwei verschiedenen Impulsen, zwischen denen sie sich entscheiden muss. Als Beispiel kann hierbei die Entscheidung zwischen zwei Arbeitsstellen genannt werden, zwischen den der Betroffene wählen muss.3 ÄEin sozialer Konflikt ist durch Unvereinbarkeiten im Denken, Fühlen, Wollen und Handeln von Menschen oder Gruppen gekennzeichnet, die von mindestens einer Partei als störend empfunden wird.“4 Dabei kann es sich zum Beispiel um Generationskonflikte zwischen Lehrer und Schüler handeln, Autoritätskonflikte zwischen Angestellten und Chef oder auch um einen Beziehungskonflikt zwischen einem Paar.

Die dritte bedeutende Art von Konflikten ist der organisatorische Konflikt, dieser entsteht durch den Aufbau einer Organisation. Auf diese Art von Konflikt wird an späterer Stelle genauer eingegangen.

2.3 Management

Eine einheitliche Definition des Begriffes Management ist bis heute nicht festgelegt, in der Regel wird Management jedoch als Institution und Funktion erläutert.

Während Management als Institution die Rollenbeschreibung der Personen (-gruppen) umfasst, die als Träger von Managementaufgaben in Frage kommen, beinhaltet Management als Funktion die Darstellung der Aufgaben, die zur Gestaltung, Steuerung und Entwicklung eines sozialen Systems erfüllt werden müssen.5

3. Konflikte in Organisationen

Gemeinhin entstehen Konflikte in Organisationen zu Anfang zwischen zwei Personen, da diese sich im Berufsleben unter besonderen Umständen begegnen. Basis ihrer Verbindung ist dabei nicht der private Wunsch nach Kontakt, sondern ihr Arbeitsvertrag und die Definition ihres Aufgabenbereichs sowie ihre Rolle im Gefüge. Durch die verschiedenen Ausbildungen und Berufsbilder werden die Beziehungen im Berufsleben beeinflusst und durch die Struktur und Entwicklung eines Unternehmens geprägt.

Nicht nur das Miteinander wird durch Konflikte beeinflusst und gestört, sondern auch Arbeitsabläufe und deren Zielerreichung. Neben verlängerten Zeiten der Arbeitsprozesse können auch schwerwiegende Fehler entstehen, welche zu erhöhten Kosten führen.6 ÄKonflikte sind aber auch immer ein wesentliches Signal für die Organisation, dass etwas nicht stimmt, nicht mehr den aktuellen Bedingungen entspricht und etwas anders gestaltet werden muss.“7

3.1 Ursachen für Konflikte in Organisationen

In der Regel hat jede Organisation fest vorgeschriebene Rahmenbedingungen, an die sich jeder zu halten hat: der hierarchische Aufbau ebenso wie die Einhaltung des Dienstplanes, die Gestaltung des Arbeitsablaufes und viele andere organisatorische Regelungen.

Sobald mehrere Personen zusammen treffen und sich an diese Anweisungen zu halten haben, sowie eine gemeinsame Aufgabe erfüllen sollen, sind Meinungsverschiedenheiten - entgegengesetzte Vorstellungen, wie das Ziel am besten mit der passenden Methode erreicht wird - vorprogrammiert.8 Dabei ist jedoch nicht nur der äußere Bezugsrahmen für mögliche entstehende Konflikte ausschlaggebend.

Folgen wir der konstruktivistischen Sicht, so ist die Wahrnehmung, die Einschätzung und Bewertung der Situation durch die Beteiligten von ausschlaggebender Bedeutung. Der Weg zum Konflikt führt immer Äüber die Köpfe und Herzen“ der an ihm Beteiligten. Die verschiedenen Subsysteme einer Organisation können jedoch als potentielle Konfliktquellen gesehen werden.9

3.2 Austragungsarten von Konflikten

So viele Arten von Konflikten es gibt, so unterschiedlich können auch die Art und Weise sein, damit umzugehen. So reagiert jedes Individuum auf diese Situation unterschiedlich.

Angefangen bei einer Äkleinen“ Meinungsverschiedenheit mit der Folge des gegenseitigen Anschweigens, über stetige Diskussionen bis hin zu schwerwiegenden Auseinandersetzungen mit weitreichenden Folgen. Dabei ist dem Umgang mit Konflikten keine Grenze gesetzt. Häufig wird ein Konflikt durch eine Diskussion ausgelöst, dabei kann es vorkommen, dass die Stimme erhoben wird und die Wortwahl unangebracht ist. Im besten Fall kann diese Diskussion durch ein Gespräch beendet werden und beide Parteien kommunizieren wieder auf professioneller Ebene.

Die Gefahr, dass sich der Konflikt jedoch verstärkt und zur Folge hat, dass beide Parteien in Zukunft gar nicht mehr kommunizieren, sich vielmehr ignorieren, ist jedoch sehr hoch. Das wiederum wirkt sich negativ auf das ganze Team aus. Oftmals wird dann Partei ergriffen und aus dem ursprünglich klein angefangen Konflikt zwischen zwei Personen entwickelt sich ein Gruppenkonflikt.

Befindet sich ein Team erst in einer solchen Konfliktsituation, so zeigen sich schnell Veränderungen der Kommunikation in Form von respektlosen Äußerungen, gegenseitiger Diffamierung bis hin zur exzessiven Fahndung nach Fehlern der anderen. Das eigentliche Ziel der Arbeit gerät zusehends in den Hintergrund, die Mitarbeiter sind unmotiviert und nicht auf die Arbeit konzentriert.

Auf die Entwicklung von Konflikten wird ebenfalls an späterer Stelle genauer eingegangen.

[...]


1 https://www.aphorismen.de/suche?f_autor=1901_William+James&seite=2 ( 10.04.2014; 11:18 Uhr )

2 http://www.regenbogenschule-wolfsburg.de/Website/Paedagogische_Arbeit_files/Konfliktregelung.pdf (31.03.2014, 18:43)

3 Vgl. Berkel, Karl: Konflikttraining. Konflikte verstehen, analysieren, bewältigen. Windmühle Verlag, Hamburg 2010. S. 15f.

4 http://konfliktundmediation.de/resources/3.+Konfliktarten_Skript.pdf( 03.04.2014; 19:17)

5 Lieb, Norbert (Hrsg.): Pflegemanagement als Beruf. Anforderungen und Aufgaben leitender Pflegekräfte im Krankenhaus. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2010. S.23.

6 Vgl. Ballreich, Rudi/ Fröse, W. Marlies/ Piber, Hannes (Hrsg.): Organisationsentwicklung uns Management: Innovative Konzepte und Methoden. Haupt Verlag, Bern 2007. S. 335.

7 Ebds. S. 335.

8 Vgl. Beck, Reinhilde/ Schwarz, Gotthart: Konfliktmanagement. Verlag Dr. Jürgen Sandmann, Alling 1995. S. 42.

9 Ebds. S. 42

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Konfliktmanagment. Modelle für den Einsatz in Unternehmen
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Note
1,3
Jahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V341816
ISBN (eBook)
9783668315983
ISBN (Buch)
9783668315990
Dateigröße
672 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
konfliktmanagment, modelle, einsatz, unternehmen
Arbeit zitieren
Anonym, 2014, Konfliktmanagment. Modelle für den Einsatz in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341816

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