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Das Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell (4C/ID) am Beispiel "Als Bachelorkandidat eine Online-Umfrage durchführen"

Title: Das Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell (4C/ID) am Beispiel "Als Bachelorkandidat eine Online-Umfrage durchführen"

Term Paper , 2015 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Steffanie Sippmann (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Ziel dieser Hausarbeit ist es, einen Schulungsentwurf nach dem Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell, kurz 4C/ID, zu entwerfen, der Bachelorkandidaten die Zielkompetenz „Eine Online-Umfrage durchführen“ vermitteln soll.

Nach Angaben der ARD-ZDF-Onlinestudien nutzen in Deutschland 79,1 % der Menschen das Internet und der Trend ist weiter steigend. Diese hohe Nutzungsrate hat auch Einfluss auf die empirische Forschung. So ist der Anteil an Online-Umfragen in den letzten 10 Jahren kontinuierlich gestiegen und ist mittlerweile die am häufigsten genutzte Erhebungsmethode, vor Face-to-Face-, Telefon- oder Paper-Pencil-Befragungen.

Die Vorteile einer Online-Umfrage liegen neben der großen Reichweite vor allem in der hohen Ökonomie, der relativ einfachen Erhebung großer Stichproben in relativ kurzer Zeit sowie der hohen Akzeptanz dieser Methodik bei den Befragten, die diese Form als anonymisierter empfinden, sich weniger der sozialen Erwünschtheit anpassen und ehrlicher antworten als in Offline-Umfragen. Insgesamt wird mit der internetbasierten Befragungsmethode oftmals eine bessere Datenqualität erzielt.

Daher ist es zu einer Notwendigkeit geworden, sowohl bei empirischen Forschungen im Rahmen von Umfragen für die Abschlussarbeiten von Studierenden als auch im wissenschaftlichen empirisch-forschenden Berufsleben Online-Umfragen selbstständig durchführen zu können.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung

1.2 4CID-Modell

1.3 Szenario

1.4 Überblick

2 Theoretischer Exkurs

2.1 Pfadabhängigkeit

2.2 Unterschied zwischen Didaktik und Instruktionsdesign

2.3 Bezugstheorie des 4CID-Modells

3 Hierarchische Kompetenzanalyse

3.1 Hierarchiefunktion

3.2 Hierarchieerstellung

3.3 (Non-)Rekurrente Fertigkeiten

4 Bildung von Aufgabenklassen

4.1 Funktion

4.2 Vereinfachende Annahmen und Aufgabenklassen:

5 Entwicklung von Lernaufgaben

5.1 Lernaufgaben

5.2 Variabilität

5.3 Mediale Umsetzung

6 Prozedurale und unterstützende Informationen

6.1 Unterstützende Information

6.2 Prozedurale Information

7 Part-task practice

8 Didaktische Szenarien

8.1 Fallmethode und Famulator:

8.2 Fidelity

9 Fazit

9.1 Verortung im ADDIE-Phasenmodell

9.2 Stärken-Schwächen-Abschätzung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines praxisorientierten Schulungsentwurfs für Bachelorkandidaten, um die Zielkompetenz „Eine Online-Umfrage durchführen“ mittels des Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modells (4C/ID) effektiv zu vermitteln. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie ein solches Instruktionsdesign komplexe kognitive Fähigkeiten für empirische Abschlussarbeiten unter Nutzung authentischer Lernaufgaben und didaktischer Szenarien strukturieren kann.

  • Anwendung des 4C/ID-Modells auf ein konkretes Bildungsszenario
  • Strukturierung komplexer Fertigkeiten durch hierarchische Kompetenzanalyse
  • Konzeption authentischer Lernaufgaben und Aufgabenklassen
  • Einsatz unterstützender und prozeduraler Informationen (Scaffolding)
  • Verzahnung von Theorie (Allgemeine Didaktik) und Instruktionsdesign

Auszug aus dem Buch

1.2 4CID-Modell

Das 4C/ID-Modell von van Merriënboer ist ein wissenschaftliches und empirisch erforschtes Instruktionsdesign-Modell für das Training von komplexen kognitiven Fähigkeiten, das Empfehlungen für den Entwurf von Lernmaterialien sowie die Möglichkeit der gesamten Curriculum-Gestaltung gibt (Bastiaens et al., 2014, S. 90-92).

Dieses Instruktionsmodell integriert und koordiniert alle Teilfertigkeiten, die eine komplexe kognitive Fähigkeit ausmachen und fördert gleichzeitig Handlungsmuster für nicht-wiederkehrende und Automatismen für wiederkehrende Aspekte dieser Fähigkeiten. Ziel des 4C/ID-Modells ist der Transfer des Gelernten, d.h. die Befähigung, die erlernten Fähigkeiten und das erlernte Wissen in einer Vielzahl von verschiedenen realen Situationen anwenden zu können (van Merriënboer, Clark, & de Croock, 2002, S. 42-43).

Im Kern kann das 4C/ID-Modell mit den vier Komponenten, aus denen der Blueprint dieses Modells besteht, beschrieben werden: 1) Lernaufgaben, die möglichst authentisch und ganzheitlich gestaltet sind und sich an Aufgaben aus der Realität orientieren, 2) unterstützende Informationen, die die Problemlösefähigkeit für nicht-wiederkehrende Fallsituationen durch Hintergrundwissen und Strategien ermöglichen, 3) Prozedurale (Just-in-time) Informationen, die exakt aufführen, wie Routineabläufe bei Problemstellungen durchzuführen sind, 4) Part-task Practice, die durch zusätzliche Übung von Aufgaben eine hohe Automatisierung der Routineabläufe entwickeln (Kirschner & van Merriënboer, 2009, S. 246).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz von Online-Umfragen in der heutigen Forschung und stellt das Ziel der Arbeit vor, einen 4C/ID-Schulungsentwurf für Bachelorkandidaten zu entwickeln.

2 Theoretischer Exkurs: Dieses Kapitel erläutert die Pfadabhängigkeit der deutschen Didaktik und grenzt diese vom amerikanischen Instruktionsdesign ab, während die theoretische Basis des 4C/ID-Modells eingeführt wird.

3 Hierarchische Kompetenzanalyse: Hier wird die Zerlegung der Zielkompetenz in konstituierende Teilfertigkeiten beschrieben, um ein strukturiertes Lernmodell aufzubauen.

4 Bildung von Aufgabenklassen: Das Kapitel erklärt die Gruppierung von Lernaufgaben nach ihrem Schwierigkeitsgrad, um kognitive Überbelastung bei den Studierenden zu vermeiden.

5 Entwicklung von Lernaufgaben: Es wird der Entwurf einer Sequenz aus verschiedenen Lernaufgaben (Lösungsbeispiel, Vervollständigungsproblem, konventionelles Problem) unter Berücksichtigung des Scaffoldings vorgestellt.

6 Prozedurale und unterstützende Informationen: Dieses Kapitel behandelt die Bereitstellung von Hintergrundwissen für komplexe Aufgaben und Just-in-time-Hilfestellungen für Routineabläufe.

7 Part-task practice: Es wird der Einsatz gezielter zusätzlicher Übungen erläutert, um die Automatisierung wiederkehrender Fertigkeiten zu gewährleisten.

8 Didaktische Szenarien: Das Kapitel diskutiert die praktische Inszenierung der Lernaufgaben durch Methoden wie den Famulator und bewertet den Grad der Fidelity (Realitätsnähe) der Lernumgebung.

9 Fazit: Das Fazit ordnet den Entwurf in das ADDIE-Phasenmodell ein und bietet eine kritische Abschätzung der Stärken und Schwächen des Konzepts.

Schlüsselwörter

4C/ID-Modell, Instruktionsdesign, Online-Umfrage, Bildungswissenschaft, Lernaufgaben, Kompetenzanalyse, Scaffolding, Didaktische Szenarien, E-Learning, Skill-Training, Kognitive Belastung, Wissenskonstruktion, Empirische Forschung, Hochschuldidaktik, Praxisbezug

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Gestaltung eines instruktionsdesign-basierten Schulungsprogramms für Studierende, die lernen möchten, wie man wissenschaftlich fundierte Online-Umfragen durchführt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen das 4C/ID-Instruktionsdesign-Modell, die hierarchische Analyse von Kompetenzen, die Entwicklung authentischer Lernaufgaben und die Integration didaktischer Szenarien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, einen strukturierten Schulungsentwurf zu entwerfen, der Bachelorkandidaten dabei unterstützt, die komplexe Fähigkeit einer Online-Umfrage-Durchführung zu erlernen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf der Anwendung des Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modells (4C/ID) von van Merriënboer zur systematischen Planung und Strukturierung von Lehr-Lern-Prozessen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der praktischen Umsetzung des Modells: von der Kompetenzanalyse und Aufgabenklassifizierung über die Entwicklung von Lernaufgaben bis hin zur Auswahl der passenden Medien und Szenarien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind 4C/ID-Modell, Instruktionsdesign, Online-Umfrage, Scaffolding, Lernaufgaben, Fidelity und didaktische Szenarien.

Wie unterscheidet sich die im Text erwähnte "wiederkehrende" von der "nicht-wiederkehrenden" Fertigkeit?

Wiederkehrende Fertigkeiten basieren auf festen Regeln, die automatisiert werden können, während nicht-wiederkehrende Fertigkeiten ein flexibles kognitives Schema erfordern, da sie neue Problemlösungen in variierenden Situationen verlangen.

Warum wird im Modell das Konzept des "Scaffoldings" verwendet?

Das Scaffolding dient dazu, die Unterstützung für die Lernenden schrittweise zu reduzieren – beginnend bei hoher Anleitung durch Experten bis hin zur eigenständigen Durchführung –, um ein hohes Lernniveau ohne Überforderung zu erreichen.

Welche Bedeutung hat das ADDIE-Modell für den Schulungsentwurf?

Das ADDIE-Phasenmodell bietet den Rahmen für den systematischen Planungsprozess der Instruktion, wobei die Arbeit die Elemente des Schulungsentwurfs in diesen Phasen (Analyse, Design, Entwicklung, Implementierung, Evaluation) verortet.

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Details

Title
Das Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell (4C/ID) am Beispiel "Als Bachelorkandidat eine Online-Umfrage durchführen"
College
University of Hagen
Grade
1,0
Author
Steffanie Sippmann (Author)
Publication Year
2015
Pages
21
Catalog Number
V341865
ISBN (eBook)
9783668319820
ISBN (Book)
9783668319837
Language
German
Tags
Online-Umfragen Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell Erhebungsmethoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffanie Sippmann (Author), 2015, Das Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell (4C/ID) am Beispiel "Als Bachelorkandidat eine Online-Umfrage durchführen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341865
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