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Die Selbstpflege Pflegender fördern

Salutogenetischer Ansatz und das Kohärenzgefühl als wertvolle Ressource

Título: Die Selbstpflege Pflegender fördern

Tesis , 2016 , 43 Páginas , Calificación: 15

Autor:in: Mario Schür (Autor)

Ciencias de la enfermería - Otros
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Kontext: Psychosoziale Risiken sind eine große Herausforderung für Manager in Gesundheitsunternehmen. Mit dem salutogenetischen Modell, können wir diesen Herausforderungen mit einer positiven Einstellung entgegentreten. Daraus resultiert folgende Forschungsfrage: Wie können pflegerische Dienstleiter das Konzept ‚Kohärenzgefühl‘ nach Antonovsky nutzen, um das Wohlbefinden der Pflegekräfte zu fördern?

Methode: Quellen sind Forschungsartikel aus den Datenbanken der Universität Lüttich und Medline. Die sechs analysierten Artikel verbinden die salutogenetische Orientierung und das Thema Wohlbefinden von Pflegekräften. Der theoretische Hintergrund setzt sich zusammen aus dem Modell der Salutogenese, einer Begriffsbestimmung für den Begriff Wohlbefinden und arbeitsbezogenen Verhaltensmustern.

Ergebnisse: Die analysierten Studien zeigen eine Vielzahl an Ressourcen, die sich anhand einer Tabelle in die Komponenten ‚Verstehbarkeit‘, ‚Handhabbarkeit‘ und ‚Bedeutsamkeit‘ des Kohärenzgefühls eingliedern lassen und einen Einfluss auf diese haben. Es wird ein Zusammenhang zwischen Kohärenzgefühl, Treue zum Arbeitsplatz, mentaler Gesundheit, sozialer Unterstützung und arbeitsbezogener Verhaltens- und Erlebensmuster hergestellt.

Schlussfolgerung: Das Konzept des Kohärenzgefühls lässt sich als Leitschema für pflegerische Dienstleiter zur Förderung des Wohlbefindens nutzen. Spezifische Widerstandsressourcen, die sich in die drei Komponenten des Kohärenzgefühls aufteilen und eingliedern lassen, können zur Evaluation des Arbeitsplatzes herangezogen werden. Je nach arbeitsbezogenem Verhaltens- und Erlebensmuster der Mitarbeiter kann dieses Schema genutzt werden, um das Wohlbefinden eines jeden Mitarbeiters gezielt zu fördern. Ob diese Förderung zum Erfolg führt, hängt unter anderem von der Qualität des sozialen Stützsystems innerhalb sowie außerhalb der Arbeitsstelle ab.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Auftragsklärung

1.2 Methodologie

2 Theoretischer Bezugsrahmen

2.1 Salutogenese

2.1.1 Zur Person von Aaron Antonovsky

2.1.2 Entstehung des Modells „Salutogenese“

2.1.3 Definition

2.1.4 Entwicklung des Modells

2.1.5 „Senses of coherence“ oder Kohärenzgefühl

2.1.6 Erfassung und Stabilität des Kohärenzgefühls

2.1.7 Generalisierte Widerstandsressourcen

2.2 Wohlbefinden am Arbeitsplatz

2.2.1 Begriffsbestimmung

2.2.2 Wohlbefinden messen

2.2.3 Antonovsky und Wohlbefinden

2.3 Arbeitsbezogene Verhaltensmuster

3 Resultate

3.1 Einleitung

3.2 Ressourcen für ein gutes Wohlbefinden von Pflegekräften am Arbeitsplatz

3.3 Einfluss des Kohärenzgefühls auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz

3.4 Das Kohärenzgefühl von Pflegekräften stärken

4 Diskussion

4.1 Einleitung

4.2 Ressourcen für ein gutes Wohlbefinden von Pflegekräften am Arbeitsplatz

4.3 Einfluss des Kohärenzgefühls auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz

4.4 Das Kohärenzgefühl von Pflegekräften stärken

4.4.1 ‚Verstehbarkeit‘ stärken

4.4.2 ‚Handhabbarkeit‘ stärken

4.4.3 ‚Bedeutsamkeit‘ stärken

4.4.4 Kohärenzgefühl stärken

4.5 Grenzen bei der Förderung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz

5 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, das salutogenetische Modell nach Aaron Antonovsky als Leitschema für Führungskräfte in der Pflege nutzbar zu machen. Die Forschungsfrage untersucht, wie pflegerische Dienstleiter das Konzept des Kohärenzgefühls verwenden können, um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz aktiv zu erhalten und zu fördern, insbesondere angesichts hoher psychosozialer Belastungen im Pflegeberuf.

  • Salutogenetisches Modell und seine Anwendung in der Pflegeführung
  • Kohärenzgefühl als zentrale Ressource für Gesundheit und Wohlbefinden
  • Analyse arbeitsbezogener Verhaltens- und Erlebensmuster (AVEM)
  • Identifikation und Stärkung spezifischer Widerstandsressourcen im Team
  • Verknüpfung von Arbeitsorganisation und psychischer Gesundheit

Auszug aus dem Buch

2.1.5 „Senses of coherence“ oder Kohärenzgefühl

Ein wichtiges Konzept im Modell der Salutogenese ist das Kohärenzgefühl – im Original „Sense of coherence“. Im deutschen Sprachraum werden dafür die Worte Kohärenzsinn, Kohärenzempfinden, Kohärenzerleben und Kohärenzgefühl verwendet (Lorenz, 2005). Da der Begriff „Kohärenzgefühl“ in der deutschsprachigen Ausgabe des Standardwerkes von Antonovsky & Franke (1997) „Salutogenese – Zur Entmystifizierung der Gesundheit“ verwendet wird, werde ich diesen auch in dieser Arbeit verwenden.

Antonovsky definiert das Kohärenzgefühl wie folgt: „Das Kohärenzgefühl ist eine globale Orientierung, die das Ausmaß ausdrückt, in dem jemand ein durchdringendes, überdauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens hat, das erstens die Stimuli, die sich aus dem Verlauf des Lebens aus der inneren und äußeren Umgebung ergeben, strukturiert, vorhersehbar und erklärbar sind; Zweitens einem die Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Anforderungen, die diese Stimuli stellen, zu begegnen; Drittens diese Anforderungen Herausforderungen sind, die Anstrengungen und Engagement lohnen (Antonovsky & Franke, 1997, S. 36).“

Für Antonovsky bezeichnet das Kohärenzgefühl eine Grundhaltung, die unabhängig von äußeren Bedingungen dazu beiträgt, dass der Mensch eher gesund bleibt oder schneller wieder in einen Gesundheitszustand gelangt, wenn er sein gesundes Gleichgewicht verloren hat. Ein hohes Kohärenzgefühl trägt dazu bei, dass die Menschen in der Lage sind, die Ressourcen, die ihnen zur Verfügung stehen, zum Erhalt ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens zu nutzen (Bengel et al., 2001).

Antonovsky unterteilt das Kohärenzgefühl in die drei Bestandteile Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit, die er folgendermaßen definiert: Verstehbarkeit: “Sie bezieht sich auf das Ausmaß, in welchem man interne und externe Stimuli als kognitiv sinnhaft wahrnimmt, als geordnet, konsistente, strukturierte und klare Informationen und nicht als Rauschen – chaotisch, ungeordnet, willkürlich, zufällig und unerklärlich (Antonovsky & Franke, 1997, S.34).“ Menschen, die einen hohen Grad an ‚Verstehbarkeit‘ aufweisen, sind in der Lage Erfahrungen, die ihnen - sollten sie auch unerwartet auftreten - keine Angst machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen durch psychosoziale Risiken in der Pflege und begründet das Interesse an salutogenen Arbeitsbedingungen sowie die daraus abgeleitete Forschungsfrage.

2 Theoretischer Bezugsrahmen: Vermittelt die theoretischen Grundlagen zur Salutogenese, zum Kohärenzgefühl nach Antonovsky und erläutert das Wohlbefinden am Arbeitsplatz sowie arbeitsbezogene Verhaltensmuster.

3 Resultate: Analysiert Forschungsergebnisse zur Identifikation von Ressourcen bei Pflegekräften und stellt den Zusammenhang zwischen dem Kohärenzgefühl und dem Wohlbefinden dar.

4 Diskussion: Setzt die Ergebnisse in Bezug zur Theorie, diskutiert Möglichkeiten zur Stärkung des Kohärenzgefühls durch Führungskräfte und beleuchtet Grenzen der Gesundheitsförderung.

5 Schlussfolgerung: Synthetisiert die Ergebnisse zu einer Hypothese für Dienstleiter, wie das Kohärenzgefühl als Werkzeug für ein gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld genutzt werden kann.

Schlüsselwörter

Salutogenese, Kohärenzgefühl, Wohlbefinden, Krankenpflege, Pflegekräfte, Arbeitsplatz, Gesundheitsförderung, Psychosoziale Belastung, Widerstandsressourcen, Stressprävention, Führung in der Pflege, Arbeitsbelastung, Ressourcen, Gesundheitsmanagement, Burnout-Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Diplomarbeit untersucht, wie pflegerische Führungskräfte das salutogenetische Modell nach Aaron Antonovsky nutzen können, um die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Pflegekräfte am Arbeitsplatz zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Salutogenese, das Konzept des Kohärenzgefühls, die Messung von Wohlbefinden am Arbeitsplatz sowie die Analyse von arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern von Pflegekräften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aus dem salutogenetischen Modell konkrete Handlungsansätze für Dienstleiter abzuleiten, um durch die Stärkung des Kohärenzgefühls das Arbeitsumfeld gesünder zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und qualitativen Auswertung von sechs wissenschaftlichen Studien, die sich mit Ressourcen und salutogenetischen Aspekten im Pflegekontext befassen.

Was wird im Hauptteil analysiert?

Im Hauptteil werden erstens Ressourcen identifiziert, die Pflegekräfte zur Gesundheitsförderung nutzen, und zweitens der Einfluss des Kohärenzgefühls auf das Wohlbefinden sowie auf arbeitsbezogene Verhaltensmuster untersucht.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Salutogenese, Kohärenzgefühl, spezifische Widerstandsressourcen, Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Bedeutsamkeit und betriebliche Gesundheitsförderung geprägt.

Warum ist das "Kohärenzgefühl" für Pflegekräfte besonders relevant?

Ein hohes Kohärenzgefühl fungiert als Schutzfaktor gegen psychische Belastungen und ermöglicht Pflegekräften, die Anforderungen ihres Berufs als sinnhaft und bewältigbar wahrzunehmen, was die Bindung zum Arbeitsplatz stärkt.

Wie können Dienstleiter die "Bedeutsamkeit" ihrer Mitarbeiter stärken?

Durch gezielte Wertschätzung der Leistung, Anerkennung der Arbeit als wertvoll und die Vermittlung von Sinnhaftigkeit können Dienstleiter die Motivationsquelle ‚Bedeutsamkeit‘ ihrer Mitarbeiter aktiv unterstützen.

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Detalles

Título
Die Selbstpflege Pflegender fördern
Subtítulo
Salutogenetischer Ansatz und das Kohärenzgefühl als wertvolle Ressource
Calificación
15
Autor
Mario Schür (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
43
No. de catálogo
V342274
ISBN (Ebook)
9783668322677
ISBN (Libro)
9783668322684
Idioma
Alemán
Etiqueta
Salutogenese Kohärenzgefühl Wohlbefinden Krankenpflege Führungskräfte Gesundheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mario Schür (Autor), 2016, Die Selbstpflege Pflegender fördern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342274
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