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Organisationale Voraussetzungen für Wissensmanagement - Eine systemtheoretische Perspektive

Title: Organisationale Voraussetzungen für Wissensmanagement - Eine systemtheoretische Perspektive

Diploma Thesis , 2004 , 85 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Enno Dreier (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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„Wissensmanagement ist eine durch Kommunikation über selektive Befunde geschaffene Notwendigkeit, der sich Unternehmen schon allein deshalb nicht entziehen können, weil ihre Bezugssyste­me (Konkurrenten, Kunden, Lieferanten, staatliche Vergabestellen und so weiter) ebenfalls auf diese Notwendigkeit reagieren und sie dadurch mit-konstruieren.“

Das ist natürlich eine Möglichkeit, die Motivation zu erklären, sich in einer wissenschaftlichen Arbeit mit dem Thema Wissensmanagement auseinanderzusetzen. Allerdings gibt es außer der Begründung, dass alle es machen, noch vielfältige weitere Gründe, die es nahe legen, Wissensmanagement in der Theorie zu untersuchen, und hierbei mit anderen Beobachtungsinstrumenten zu arbeiten, als dies in vielen klassischen Arbeiten zum Thema getan wird. Grundsätzlich ist hier jedoch festzuhalten, dass Wissensmanagement oder organisationales Lernen nicht als Selbstzweck betrachtet werden soll. Alle folgenden Bemühungen, Wissensmanagement und seine organisationalen Voraussetzungen erklärbarer zu machen, sind daher immer geprägt von dem Ziel, die Organisation oder das Unternehmen langfristig überlebensfähig zu gestalten. Dies steht gleichsam als Metaziel hinter allen folgenden Überlegungen.

Wissensmanagement ist in aller Munde. Kaum ein Thema hat die Managementliteratur so beschäftigt wie die Möglichkeiten, die ein Unternehmen und seine Organisation befähigen, mit Wissen und Lernen so umzugehen, dass es zu einer Steigerung der Überlebensfähigkeit für die Organisationen maßgeblich beiträgt. Die beiden Konzepte Wissensmanagement und lernende Organisation, die in dieser Arbeit als zueinander gehörig betrachtet werden, haben sich zu einem zentralen Mittel herauskristallisiert, das einem Unternehmen einen strategischen Wettbewerbsvorteil verschaffen kann. Im Gegensatz zu vielen Modethemen in der Managementlehre, die nach einigen Jahren wieder von der Agenda von Unternehmen verschwinden (zum Beispiel Business Process Reengineering), hat sich Wissensmanagement langfristig als ein „Must-Have“ für Unternehmen herauskristallisiert, das es umzusetzen gilt, wenn man als wettbewerbsfähig im Organisationsumfeld bestehen möchte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Methodik und Gang der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Was ist systemisch an der systemischen Betrachtungsweise

2.2 Die Grundelemente von sozialen Systemen

2.3 Einführung des Organisationsbegriffs

2.3.1 Warum das klassische Verständnis gescheitert ist

2.3.2 Die Organisation als System

2.3.3 Organisationen und Entscheidungen

2.3.4 Die Umwelt der Organisation

2.4 Exkurs 1: Die Frage nach dem Sinn

2.5 Management

2.5.1 Management und Umwelt

2.5.2 Organisationen und Hierarchie

2.6 Wissen

2.6.1 Wissen und System

2.6.2 Implizites und Explizites Wissen

2.6.3 Organisationales Wissen

2.7 Exkurs 2: Zum Begriff der Kultur

2.7.1 Was die Kultur für das Management leisten kann

2.7.2 Was Management für die Kultur leisten kann

3 Wissensmanagement

3.1 Das klassische Verständnis von Wissensmanagement

3.1.1 Wissen als Ressource - der technologieorientierte Ansatz

3.1.2 Anreizprobleme?

3.1.3 Praxisbeispiel Siemens: Das System ShareNet

3.1.4 Problematisierung ShareNet

3.2 Die Lernende Organisation

3.2.1 Lernen als Gefahr

3.2.2 Praxisbeispiel 3M: Die evolutionäre Organisation

3.2.3 Problematisierung 3M

4 Fazit und Ausblick

4.1 Organisationale Voraussetzungen

4.1.1 Wider der Kultur, mit der Kultur

4.1.2 Vergessen ermöglichen

4.1.3 Hierarchien und Komplexität

4.2 Ausblick: Der Umgang mit Wissen als Strategie

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die organisationalen Voraussetzungen für Wissensmanagement unter einer systemtheoretischen Perspektive zu untersuchen, um die langfristige Überlebensfähigkeit von Organisationen zu beleuchten, statt Wissensmanagement lediglich als isoliertes IT- oder Personalprojekt zu begreifen.

  • Systemtheoretische Analyse von Organisation und Management
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem klassischen Verständnis von Wissensmanagement
  • Integration der Konzepte „Lernende Organisation“ und Wissensmanagement
  • Bedeutung von Organisationskultur und Hierarchien für Wissensprozesse
  • Problematisierung von Anreizsystemen und technologielastigen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Praxisbeispiel Siemens: Das System ShareNet

Im Folgenden soll, ähnlich wie bereits oben im Fall 3M, ein Beispiel aus der Praxis angeführt werden, welches die Umsetzung von Wissensmanagement nach einem klassischen Schema beschreibt. Die Firma Siemens mit ihrer Bereichstochter ICN (Information and Communication Networks) wird hier angeführt, da sie durch den Gewinn des American Productivity and Quality Council's "Best Global Knowledge Management Network" Preises im Jahre 1999 ausgezeichnet wurde, und heute die Nutzung des Systems ShareNet auf alle anderen Unternehmensbereiche ausgedehnt hat. Aufgrund der Ausprägung und der Methoden, die von Siemens zur Umsetzung von Wissensmanagement gewählt wurden, kommt es den oben beschriebenen Strukturen außerdem hinreichend nahe, um den klassischen Wissensmanagementansatz an diesem Beispiel plastisch zu verdeutlichen.

Als Weltkonzern ist das Unternehmen Siemens AG mit einer zentralistisch geprägten Struktur bekannt, alle wesentlichen Entscheidungen werden in der Konzernzentrale in Nürnberg getroffen, Informations- und Wissensverteilung ist zentral gesteuert. Mitte der 90er Jahre wurde in vielen Bereichen des Konzerns die Notwendigkeit festgestellt, vielfach vorhandenes Wissen so aufzubereiten, dass es in allen Bereichen des Konzerns genutzt werden kann. Vor allen der Konzernbereich ICN drängte auf die Entwicklung eines globalen Systems, welches Informations- und Wissensverteilung dezentralisiert und netzwerkartig organisieren sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Auseinandersetzung mit Wissensmanagement als überlebensnotwendige Strategie und erläutert die systemtheoretische methodische Herangehensweise der Arbeit.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel legt das Fundament durch die Einführung soziologischer Systemtheorie, insbesondere der Begriffe Organisation, Kommunikation, Management, Wissen und Kultur.

3 Wissensmanagement: Hier werden das klassische Wissensmanagement und die Lernende Organisation gegenübergestellt, ergänzt um Praxisbeispiele (Siemens und 3M) und deren kritische Problematisierung.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, betont die Notwendigkeit, Wissen als Strategiethema zu behandeln, und formuliert organisationale Voraussetzungen für den Erfolg.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Systemtheorie, Lernende Organisation, Organisation, Kommunikation, Management, Wissensverteilung, Unternehmenskultur, Hierarchien, Entscheidungen, Strategie, Organisationales Lernen, Wissensgenerierung, Komplexitätsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht organisationale Voraussetzungen für Wissensmanagement unter der Perspektive der soziologischen Systemtheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die systemtheoretische Fundierung, der Umgang mit Wissen und Lernen in Organisationen, die Kritik an klassischen Managementansätzen sowie die Analyse von Unternehmenskulturen und Hierarchien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Organisationen Wissensmanagement erfolgreich in ihre Struktur integrieren können, um langfristig überlebensfähig zu bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systemtheoretische und systemische Perspektive, um die operative Geschlossenheit von Organisationen und die Rolle der Kommunikation zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen, den Vergleich zwischen klassischem Wissensmanagement und der Lernenden Organisation anhand von Fallbeispielen wie Siemens und 3M sowie die Problematisierung dieser Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wissensmanagement, Systemtheorie, Lernende Organisation, Unternehmenskultur und organisationale Komplexität sind die Kernbegriffe.

Warum wird das ShareNet-System von Siemens kritisch betrachtet?

Das System wird kritisch hinterfragt, weil es den Fokus auf den Austausch von Informationen legt, aber soziale Barrieren und die systemische Nicht-Steuerbarkeit von Wissen durch IT-Systeme oft unterschätzt.

Warum ist das 3M-Beispiel für den Autor so interessant?

Das Beispiel 3M ist deshalb relevant, weil es aufzeigt, wie eine Organisation durch evolutionäre Prozesse und eine kulturgeprägte Autonomie den Umgang mit Lernen und Vergessen routinisieren konnte.

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Details

Title
Organisationale Voraussetzungen für Wissensmanagement - Eine systemtheoretische Perspektive
College
University Witten/Herdecke  (Institut für Familienunternehmen)
Grade
1,3
Author
Enno Dreier (Author)
Publication Year
2004
Pages
85
Catalog Number
V34304
ISBN (eBook)
9783638345682
Language
German
Tags
Organisationale Voraussetzungen Wissensmanagement Eine Perspektive
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Enno Dreier (Author), 2004, Organisationale Voraussetzungen für Wissensmanagement - Eine systemtheoretische Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34304
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