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Der Völkermordbegriff und die Psychosoziologie des Völkermordes

Titre: Der Völkermordbegriff  und die Psychosoziologie des Völkermordes

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 37 Pages , Note: 18

Autor:in: Alexander Rohen (Auteur)

Droit - Droit communautaire/européen, Droit international, Droit privé international
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Résumé Extrait Résumé des informations

Zu Beginn der Arbeit wird der Fokus auf den Begriff des Völkermordes gelegt, welcher durch verschiedene Ereignisse geprägt und entstanden ist. Des Weiteren wird erläutert, wie sich der Begriff des Völkermordes im Völkerstrafrecht niedergeschlagen hat und welche Probleme mit diesem einhergehen. Schließlich befasst sich die Arbeit mit der Frage, ob es alternative Definitionen des Völkermordbegriffes gibt und wenn ja, ob diese nötig sind.

Darauffolgend wird die Psychosoziologie des Völkermordes zum Gegenstand der Bearbeitung gemacht. Zunächst werden allgemeine Versuchsansätze einer Erklärung für solche Taten behandelt. Gibt es eine Erklärung warum ,,normale’’ Menschen in den Bereich schwerster Verbrechen abgleiten können? Gibt es also eine Erklärung für solch ungeheuerliche Geschehnisse? Welche Rolle spielt dabei die Dehumanisierung der Opfer? Inwieweit sich Völkermorde erklären lassen und wie es zu dem Straftatbestand des Völkermordes und der mit ihm einhergehenden Probleme gekommen ist, stellen die zentralen Fragestellungen der Arbeit dar. Eine bewertende Gegenüberstellung der Definitionsansätze ist Teil dieser Erörterung. Dabei werden an verschiedenen Stellen die erörterten Probleme und Ergebnisse mit den Völkermorden der Vergangenheit in Verbindung gebracht. Zum Ende hin werden die wichtigsten Problemstellungen der Arbeit aufgegriffen und abschließend bewertet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Der Begriff des Völkermordes

I. ,,A crime without a name’’- die Entwicklung der Völkermordstrafbarkeit

II. Der Tatbestand des Völkermordes

1. Geschützte Gruppen

2. Objektiver Tatbestand (Tathandlungen)

3. Subjektiver Tatbestand des Völkermordes

III. Alternative Defintionsversuche zum Völkermordbegriff

1. Vahakn N. Dadrian

2. Helen Fein

3. Frank Chalk und Kurt Jonassohn

IV. Zwischenergebnis

C. Psychosoziologie des Völkermordes

I. Einleitung

1. Welche Rolle spielen die ,,äußeren Umstände’’, für einen Völkermord?

2. Die Rolle des sozialen Einflusses

a) Konformität- ,,Wenn der Strom uns mitreißt’’

b) Einfluss von Minoritäten

3. Gehorsam- Autorität als Einflussfaktor

4. Stanford-Prison-Experiment

5. Neutralisierung und speziell die Dehumanisierung

a) Neutralisierung

b) Dehumanisierung

D. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die juristischen Herausforderungen bei der Definition des Völkermordes sowie die psychosoziologischen Hintergründe, die „normale“ Menschen dazu bewegen, an solchen Verbrechen mitzuwirken. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem rechtlichen Tatbestand und der historischen Realität aufzuzeigen und Faktoren wie Konformität, Gehorsam und Dehumanisierung zu analysieren.

  • Historische Entwicklung des Völkermordbegriffs und der Genozidkonvention
  • Juristische Problematiken der Tatbestandsmerkmale und geschützter Gruppen
  • Sozialpsychologische Ursachen kollektiver Gewaltanwendung
  • Die Rolle von Autorität, Gehorsam und situativen Zwängen (Milgram- und Stanford-Studien)
  • Prozesse der Neutralisierung und Dehumanisierung als Legitimationsstrategien

Auszug aus dem Buch

1. Welche Rolle spielen die ,,äußeren Umstände’’, für einen Völkermord?

Vorab festzuhalten ist, dass es keine eindimensionale Erklärung solcher Verbrechen gibt. Es sind immer verschiedene Faktoren, welche in ihrer Gesamtheit dazu führen können, dass abseits jeder Regel ein Völkermord möglich wird. In der Vergangenheit ging einem Völkermord immer eine jahrelange Eskalationsphase voraus. Auch wenn keiner der Völkermorde dem anderen gleicht, lassen sich eine Reihe von Grundfaktoren herausarbeiten, die immer wieder erkennbar sind. Die Geschichte hat gezeigt, dass oft Verkettungen von verschiedenen Ereignissen und Umständen normale Menschen zu Mördern werden lässt. Anhand der drei eindeutig identifizierten Völkermorde an den Armeniern, Juden und Tutsi wird ersichtlich, dass den jeweiligen Begleitumständen ein erhebliches Gewicht zukommt, wenn man das Handeln einer sozialen Gruppe in einer bestimmten Situation verstehen will.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in die Problematik der Definition von Völkermord sowie die Vorstellung des methodischen Ansatzes der Arbeit, der juristische und sozialpsychologische Perspektiven verbindet.

B. Der Begriff des Völkermordes: Untersuchung der historischen Genese des Völkermordbegriffs, der Entwicklung der Völkermordkonvention sowie der juristischen Herausforderungen bei der Auslegung von Tatbeständen und geschützten Gruppen.

C. Psychosoziologie des Völkermordes: Analyse sozialpsychologischer Mechanismen wie Konformität, Gehorsam gegenüber Autoritäten sowie Neutralisierungs- und Dehumanisierungsprozesse, die zur Begehung von Völkermorden beitragen.

D. Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse mit dem Fazit, dass zur Prävention von Völkermord nicht nur die rechtliche Aufarbeitung, sondern auch das frühzeitige Erkennen psychologischer und gesellschaftlicher Dynamiken notwendig ist.

Schlüsselwörter

Völkermord, Genozid, Völkerstrafrecht, Tatbestand, Psychosoziologie, Konformität, Gehorsam, Autorität, Stanford-Prison-Experiment, Neutralisierung, Dehumanisierung, Kollektivverbrechen, Sozialpsychologie, Römische Statut, Völkerstrafgesetzbuch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Völkermord sowohl aus der juristischen Perspektive der Tatbestandsmerkmale als auch aus der sozialpsychologischen Sicht, um zu erklären, wie und warum kollektive Gewaltverbrechen entstehen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definitionsproblematik des Völkermordbegriffs, die Rolle des Staates und von Autoritäten sowie psychologische Mechanismen, die Hemmschwellen bei Tätern abbauen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu erörtern, inwieweit Völkermorde erklärbar sind, welche Probleme mit der aktuellen juristischen Definition bestehen und welche psychologischen Faktoren „normale“ Menschen zu Taten anleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Herangehensweise, indem sie juristische Kommentierungen mit sozialpsychologischen Studien und historischen Fallbeispielen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Entwicklung des Völkermordbegriffs, alternative Definitionsansätze und tiefgreifende sozialpsychologische Analysen, darunter Gehorsamsexperimente und Mechanismen der Dehumanisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Genozid, Konformität, Gehorsam, Neutralisierung, Dehumanisierung, kollektive Gewalt und das Völkerstrafrecht.

Inwiefern beeinflussen äußere Umstände die Begehung von Völkermorden?

Äußere Umstände wie wirtschaftliche Krisen oder politische Instabilität dienen oft als Nährboden, um Sündenböcke zu kreieren und durch Ideologien aggressive Verhaltensweisen gegenüber Minderheiten zu rechtfertigen.

Warum ist die Abgrenzung von Völkermord zu anderen Verbrechen schwierig?

Die Abgrenzung ist schwierig, da die juristische Definition oft sehr eng gefasst ist und bei vielen Massenverbrechen die explizite, schwer nachweisbare Zerstörungsabsicht einer spezifischen Gruppe fehlt.

Was sagt das Milgram-Experiment über das Verhalten in totalitären Regimen aus?

Es verdeutlicht, dass Menschen unter dem Druck einer Autorität bereit sind, schwere Gewalttaten zu begehen, wenn sie die Verantwortung auf eine übergeordnete Instanz delegieren können.

Welche Rolle spielt die Dehumanisierung für die Täter?

Dehumanisierung dient als notwendiges Mittel, um das Opfer als Objekt oder „Ungeziefer“ umzudefinieren, wodurch moralische Hemmungen abgebaut und die eigene Gewaltanwendung legitimiert wird.

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Résumé des informations

Titre
Der Völkermordbegriff und die Psychosoziologie des Völkermordes
Université
University of Würzburg
Cours
Kriminologie
Note
18
Auteur
Alexander Rohen (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
37
N° de catalogue
V343540
ISBN (ebook)
9783668337503
ISBN (Livre)
9783668337510
Langue
allemand
mots-clé
Völkermord Völkerrecht Psychosoziologie Genozid Definitionen Erklärungsmodelle
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Rohen (Auteur), 2015, Der Völkermordbegriff und die Psychosoziologie des Völkermordes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343540
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Extrait de  37  pages
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