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Altersbilder in unserer Kultur. Ein Übungsheft für die Pflegeausbildung

Título: Altersbilder in unserer Kultur. Ein Übungsheft für die Pflegeausbildung

Libro Especializado , 2016 , 92 Páginas

Autor:in: Martin Herberg (Autor)

Ciencias de la enfermería - Otros
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Altersbilder haben einen Einfluss darauf, wie ältere Menschen wahrgenommen werden und wie sie sich selbst wahrnehmen. Altersbilder finden sich im Alltag, aber auch in vielen institutionellen Bereichen der Gesellschaft, etwa in der Politik, in der Arbeitswelt und im Gesundheitssystem.

Diese Einführung richtet sich vor allem an Lehrkräfte und Auszubildende in der Altenpflege. Sie enthält einen Überblick über die wichtigsten Forschungsergebnisse zu den Themen "Altersbilder" und "Altersdiskriminierung". Zusätzlich werden (angelehnt an die Methode von Kordula Schneider) eine Reihe von Übungsaufgaben zum Thema entwickelt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Wozu dieses Übungsheft?

2. Das Alter als soziale Konstruktion

3. Altersbilder in der Allgemeinbevölkerung

4. Altersbilder in der Werbung

5. Altersbilder von Ärzten

6. Altersbilder in der Religion

7. Altersbilder in der Arbeitswelt

8. Altersbilder in der Politik

9. Übungsteil: Fragen und Aufgaben

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Dieses Übungsheft dient als praxisnahe Ergänzung zur Pflegeausbildung mit dem Ziel, ein kritisches Verständnis für gesellschaftlich konstruierte Altersbilder zu entwickeln. Es hinterfragt die Auswirkungen dieser Bilder auf die Lebenswelt älterer Menschen und zeigt auf, wie Stereotype und Vorurteile in verschiedenen institutionellen Kontexten (Medizin, Arbeitswelt, Politik, Religion) die Interaktion und Versorgung beeinflussen.

  • Analyse des Alters als soziale Konstruktion unter Berücksichtigung soziologischer Fachbegriffe.
  • Untersuchung von Altersbildern in den Medien und deren Einfluss auf die Wahrnehmung älterer Menschen.
  • Darstellung der Problematik von "Ageism" und Altersdiskriminierung im Gesundheits- und Pflegesystem.
  • Diskussion der Bedeutung von Religion, Spiritualität und sozialen Netzwerken für das Wohlbefinden im Alter.
  • Erarbeitung von Strategien für eine altersgerechte und kultursensible Pflegepraxis.

Auszug aus dem Buch

4. Altersbilder in der Werbung

Es besteht kein Zweifel: Die Medien – also Fernsehen, Zeitung, Internet – haben einen großen Einfluss darauf, wie wir die Welt wahrnehmen. Neben dem Wissen, das wir durch eigene Erfahrung erwerben, gibt es auch eine Fülle von Informationen, die wir gewissermaßen aus ‘zweiter Hand‘ beziehen. Zusammen mit der Information wird immer auch eine Bewertung mitgeliefert, und viele dieser Bewertungen übernehmen wir, ohne uns dessen bewusst zu sein.

Wenn wir uns mit den Altersbildern der Gesellschaft befassen, lohnt sich daher auch ein Blick auf die Medien, vor allem auf die Darstellungen in der Werbung. Die Werbung ist zwar nicht unbedingt eine Quelle von sachlichen Informationen. Jeder weiß, dass Werbung uns beeinflussen soll. Aber dieses Wissen hilft nicht. Man kann sich dem Einfluss der Werbung kaum entziehen.

Vor allem die visuellen Darstellungen der Werbung beeinflussen uns stärker, als wir glauben: Bilder werden sehr schnell aufgenommen. Sie sind, wie es so schön heißt, „schnelle Schüsse ins Gehirn“. Bilder werden oft nicht so kritisch betrachtet wie Texte. Sie unterliegen keiner so großen gedanklichen Kontrolle und haben einen starken Einfluss auf unser Unbewusstes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Wozu dieses Übungsheft?: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Altersbilder in der Pflegeausbildung ein und begründet die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit der Wirkung dieser Bilder auf die Lebenssituation älterer Menschen.

2. Das Alter als soziale Konstruktion: Hier wird das Alter von der reinen Biologie abgegrenzt und als soziologische Konstruktion definiert, wobei Begriffe wie Stereotyp, Vorurteil und das "Defizitmodell des Alters" eingeführt werden.

3. Altersbilder in der Allgemeinbevölkerung: Dieser Abschnitt analysiert, wie Sprichwörter und Alltagsvorstellungen Altersbilder prägen und wie diese in der Bevölkerung mittels quantitativer Forschungsmethoden gemessen werden können.

4. Altersbilder in der Werbung: Das Kapitel beleuchtet, wie mediale Darstellungen und Klischees in der Werbung negative oder positive Bilder vom Altern erzeugen und welche stereotypen Rollenbilder (z.B. der kranke Alte oder der närrische Clown) dabei häufig reproduziert werden.

5. Altersbilder von Ärzten: Hier wird der Fokus auf das Gesundheitssystem gelegt, wobei die problematische Kommunikation und die Tendenz zur rationierten medizinischen Versorgung bei älteren Patienten kritisch hinterfragt werden.

6. Altersbilder in der Religion: Dieses Kapitel untersucht die Rolle von Religion als psychische Ressource und zeigt auf, wie unterschiedliche Weltreligionen das Altern und den Umgang mit Leiden interpretieren.

7. Altersbilder in der Arbeitswelt: Hier wird die Rolle älterer Arbeitnehmer und die Relevanz von "Age Management" zur Vermeidung von Altersdiskriminierung und altersbedingtem Voraltern in Betrieben thematisiert.

8. Altersbilder in der Politik: Das Kapitel diskutiert, wie politisches Handeln und die Seniorenpolitik durch Altersbilder beeinflusst werden und thematisiert die Gefahr der Verschleppung notwendiger sozialpolitischer Maßnahmen.

9. Übungsteil: Fragen und Aufgaben: Dieser Teil bietet eine Vielzahl an Aufgaben zur Vertiefung der zuvor erarbeiteten Themen, inklusive Fallbeispielen zur Altersdiskriminierung und Fragen zur Reflexion des eigenen Altersbildes.

10. Literaturverzeichnis: Eine Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen, die zur fundierten Auseinandersetzung mit der Thematik dienen.

Schlüsselwörter

Altersbilder, Soziologie, Altersdiskriminierung, Ageism, Soziale Konstruktion, Defizitmodell, Professional Ageism, Gerontologie, Seniorenpolitik, Age Management, Vorurteil, Stereotyp, Kultursensible Pflege, Lebensqualität, Altern

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Untersuchung von Altersbildern in der modernen Gesellschaft und deren Auswirkungen auf die Lebenssituation sowie die Wahrnehmung älterer Menschen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Soziologie des Alterns, die Analyse von Altersstereotypen in Medien und Werbung, die medizinische Versorgung, religiöse Perspektiven auf das Alter, die Arbeitswelt sowie die politische Gestaltung der Seniorenpolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Auszubildenden in der Pflege ein Werkzeug an die Hand zu geben, um negative Altersbilder und Diskriminierungsformen zu erkennen, zu reflektieren und eine professionelle, wertschätzende Haltung im pflegerischen Alltag zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der soziologische Konzepte (z. B. soziale Konstruktion, Habitus nach Bourdieu) mit gerontologischen Erkenntnissen aus dem 6. Altenbericht der Bundesregierung sowie Ergebnissen aus der qualitativen und quantitativen Sozialforschung verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene institutionelle Bereiche, die jeweils für sich analysiert werden: von den Vorurteilen in der Bevölkerung über mediale Klischees und die ärztliche Versorgungspraxis bis hin zu den spezifischen Bedingungen in der Arbeitswelt und Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Altersbilder, Altersdiskriminierung, Ageism, Defizitmodell, Age Management, soziale Konstruktion und Professional Ageism.

Warum ist das Thema Altersbilder gerade für Pflegekräfte so relevant?

Pflegekräfte agieren oft unbewusst auf Basis gesellschaftlicher Vorurteile. Eine Reflexion des eigenen Altersbildes ist essenziell, um eine diskriminierungsfreie Pflege zu gewährleisten, die sich an den individuellen Bedürfnissen des Menschen orientiert und nicht an starren, negativen Altersklischees.

Was bedeutet der Begriff "Professional Ageism"?

Er beschreibt die Form der Altersdiskriminierung, die speziell von Experten in Berufsgruppen wie Ärzten, Psychologen oder Personalmanagern ausgeübt wird, wenn diese aufgrund voreingenommener Altersbilder den Bedürfnissen älterer Menschen nicht mit der gleichen fachlichen Sorgfalt oder Aufmerksamkeit begegnen wie bei Jüngeren.

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Detalles

Título
Altersbilder in unserer Kultur. Ein Übungsheft für die Pflegeausbildung
Curso
Lernfeld 2.1 "Lebenswelten älterer Menschen verstehen"
Autor
Martin Herberg (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
92
No. de catálogo
V344311
ISBN (Ebook)
9783668338852
ISBN (Libro)
9783668338869
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pflegepädagogik Lebenswelten älterer Menschen Altersdiskriminierung Gerontologie Kordula Schneider Pflegeausbildung Vorurteile Stereotype Alterspolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Herberg (Autor), 2016, Altersbilder in unserer Kultur. Ein Übungsheft für die Pflegeausbildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344311
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