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Erziehen als pädagogische Handlungsform im historischen Kontext

Titel: Erziehen als pädagogische Handlungsform im historischen Kontext

Hausarbeit , 2014 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Rebecca Lützen (Autor:in)

Pädagogik - Geschichte der Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich mit der Handlungsform des Erziehens kritisch auseinander. Im ersten Teil soll zunächst die Verbindung zur Wissenschaft der Pädagogik hergestellt werden, bevor im zweiten Teil näher auf den historischen Wandel der Erziehung eingegangen wird. Abschließend wird eine universelle Definition der Handlungsform formuliert und ein Fazit gezogen.

Zunächst einmal muss Erziehung als Konstrukt verstanden werden, da es sich um keinen Beobachtungsbegriff handelt. Das Erziehen ist nicht direkt beobachtbar, jedoch gibt es konkrete Verhaltensweisen, die als „Erziehung“ betrachtet werden können. Wenn man sich mit der Thematik befasst sollte man sich bewusst machen, dass ein großer Interpretationsspielraum zur Verfügung steht und die Rede über die Erziehung stets die Rede über die Rede der Erziehung ist.

Die Auseinandersetzung mit dem Menschen und das Streben nach Interaktion mit ihm machen es zu einem pädagogischen Phänomen. Aber nicht nur allein deswegen ist das Erziehen mit der Pädagogik verknüpft. Die Wissenschaft der Pädagogik leitet sich vom griechischen Wort paidagogike techne ab und bedeutet wörtlich „Knabenführungskunst“. Pädagogik soll sich mit der Erziehung der Kinder und Erwachsenen beschäftigen und ist so eng verwurzelt mit der Handlungsform des Erziehens. Im Folgenden soll nun betrachtet werden inwiefern sich das Verständnis von Erziehung von der Aufklärung bis zur Moderne gewandelt hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der historische Kontext des Erziehens

1. Die Aufklärung

1.1 Jean-Jaques Rousseau

1.2 Das aufklärerische Erziehen

2. Die deutsche Klassik und der Idealismus

2.1 Immanuel Kant

2.2 Erziehen im Idealismus

3. Die pädagogische Romantik

3.1 Pestalozzi und der Gedanke der Volkserziehung

3.2 Erziehen in der Romantik

4. Die Vormoderne

4.1 Johann Friedrich Herbart

4.2 Das vormoderne Erziehen

5. Moderne

5.1 Maria Montessori

5.2 Erziehen in der Moderne

III. Fazit: Die Möglichkeit eines Universalverständnisses von Erziehen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das pädagogische Konzept des Erziehens in seinem historischen Wandel, um daraus eine universelle Definition der Handlungsform abzuleiten und die enge Verknüpfung zur Pädagogik zu verdeutlichen.

  • Historische Entwicklung pädagogischer Erziehungskonzepte von der Aufklärung bis zur Moderne.
  • Die Rolle bedeutender Theoretiker wie Rousseau, Kant, Herbart und Montessori.
  • Analyse von Erziehung als absichtsvoller, intentionaler Prozess.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlichen Normen.
  • Klärung der Definition von "Erziehung" als komplexe pädagogische Handlungsform.

Auszug aus dem Buch

1.1 Jean-Jaques Rousseau

Rousseaus Idee zur Erziehung hält er in dem fiktiven Erziehungsroman „Émile ou de l’éducation“ fest. Dieser besteht aus insgesamt 5 Büchern, in denen er ein Programm der natürlichen Erziehung verkündet. Seiner Auffassung nach besteht die Aufgabe des Erziehens darin, dem Zögling „all das, was uns bei der Geburt noch fehlt und dessen wir als Erwachsene bedürfen“ zu vermitteln und unterteilt sich deshalb in drei Vermittlungsinstanzen: Erziehung durch die Natur, durch den Menschen und durch die Dinge.

Die Natur übernimmt dabei die innere Ausbildung der Fähigkeiten und Organe, durch den Menschen erlernt man den Gebrauch der Entwicklung und durch die Dinge offenbart sich die eigene Erfahrung im Umgang mit den Gegenständen. Rousseau erkennt, dass der Erfolg des Erziehers immer ungewiss ist und mit der Qualitäten des Erziehers und den sieben Prinzipien der Erziehung verknüpft ist.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die kritische Auseinandersetzung mit der Handlungsform des Erziehens vor und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen.

II. Der historische Kontext des Erziehens: Dieses Kapitel beleuchtet den Wandel der Erziehungsvorstellungen durch bedeutende Epochen wie die Aufklärung, den Idealismus, die Romantik sowie die Vormoderne und Moderne.

1. Die Aufklärung: Untersuchung der Aufklärung als Epoche, in der der Mensch und dessen Bildung in den Mittelpunkt rücken.

1.1 Jean-Jaques Rousseau: Vorstellung von Rousseaus Programm der natürlichen Erziehung und seiner drei Vermittlungsinstanzen.

1.2 Das aufklärerische Erziehen: Erörterung von Rousseaus Forderung nach einer Erziehung fernab der Gesellschaft und der Rolle des Erziehers.

2. Die deutsche Klassik und der Idealismus: Historischer Rückblick auf die Rolle der Pädagogik während der Zeit der Klassik und des Idealismus.

2.1 Immanuel Kant: Analyse von Kants pädagogischer Vorlesung und seiner Auffächerung erzieherischen Handelns in Disziplinierung, Kultivierung, Zivilisierung und Moralisierung.

2.2 Erziehen im Idealismus: Untersuchung der Stufentheorie Kants und der Bedeutung der Erziehung für die Vervollkommnung der Menschheit.

3. Die pädagogische Romantik: Betrachtung der romantischen Strömung als Reaktion auf Industrialisierung und Rationalismus.

3.1 Pestalozzi und der Gedanke der Volkserziehung: Darstellung von Pestalozzis Anthropologie und seiner Hinwendung zur Erziehung der Armen.

3.2 Erziehen in der Romantik: Analyse der Bedeutung der Wohnstubenerziehung und der Rolle der Mutter als Vorbild.

4. Die Vormoderne: Einordnung der Industrialisierung und ihrer Auswirkungen auf Bildung und Erziehung im 19. Jahrhundert.

4.1 Johann Friedrich Herbart: Würdigung von Herbarts Begründung der Pädagogik als Wissenschaft und seiner drei Formen der Erziehung.

4.2 Das vormoderne Erziehen: Zusammenfassung des systematischen Entwurfs von Erziehung als empirisch untersuchbare Handlungsform.

5. Moderne: Einführung in die Reformpädagogik als internationale Bewegung zur Erneuerung des Schulwesens.

5.1 Maria Montessori: Beschreibung des Montessori-Prinzips, das die Individualität des Kindes und die Hilfe zur Selbsthilfe in den Fokus stellt.

5.2 Erziehen in der Moderne: Gegenüberstellung der praktischen Auslegung der Pädagogik durch Montessori mit dem wissenschaftlichen Charakter bei Herbart.

III. Fazit: Die Möglichkeit eines Universalverständnisses von Erziehen: Abschließende Synthese der historischen Erkenntnisse mit dem Versuch einer Definition des Erziehens als komplexe, intentionale Handlungsform.

Schlüsselwörter

Erziehung, Erziehen, Pädagogik, Geschichte der Pädagogik, Aufklärung, Rousseau, Kant, Idealismus, Romantik, Pestalozzi, Herbart, Reformpädagogik, Montessori, Mündigkeit, Handlungsform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich kritisch mit dem Begriff des Erziehens als pädagogische Handlungsform und analysiert deren Wandel im historischen Kontext von der Aufklärung bis zur Moderne.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Erziehungsvorstellungen, die Rolle bedeutender Philosophen und Pädagogen sowie die wissenschaftliche Fundierung des Erziehungsbegriffs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, den historischen Wandel des Erziehungsverständnisses nachzuvollziehen, um abschließend eine universelle Definition für diese komplexe Handlungsform zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie die Ansätze ausgewählter Theoretiker der jeweiligen Epochen exemplarisch vorstellt und in einen pädagogischen Kontext einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander die Epochen der Aufklärung, des Idealismus, der Romantik, der Vormoderne und der Moderne sowie deren jeweilige Vertreter (Rousseau, Kant, Pestalozzi, Herbart, Montessori) analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erziehung, historische Entwicklung, pädagogische Handlungsform, Mündigkeit und Individualität charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich die Auffassung von Erziehung bei Herbart und Montessori?

Während Herbart den wissenschaftlichen und systematischen Charakter der Erziehung betont, rückt Maria Montessori die Individualität des Kindes und eine praktische, am Kind orientierte Pädagogik in den Mittelpunkt.

Warum ist eine universelle Definition von Erziehung laut der Verfasserin so schwierig?

Die Schwierigkeit besteht in der Komplexität, der Flüchtigkeit des Phänomens und der Tatsache, dass Erziehung stets individuell vom Erzieher in einem spezifischen sozialen Umfeld ausgeführt wird.

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Details

Titel
Erziehen als pädagogische Handlungsform im historischen Kontext
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Pädagogik)
Veranstaltung
Seminar Pädagogische Handlungsformen
Note
1,3
Autor
Rebecca Lützen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V344654
ISBN (eBook)
9783668344310
ISBN (Buch)
9783668344327
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erziehung Historische Entwicklung Handlungsform Pädagogik Geschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rebecca Lützen (Autor:in), 2014, Erziehen als pädagogische Handlungsform im historischen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344654
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Leseprobe aus  16  Seiten
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