Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Teología - Estudio bíblico

Exegese von Genesis 17, 1-27. Gottes Verheißung und Bund mit Abraham

Título: Exegese von Genesis 17, 1-27. Gottes Verheißung und Bund mit Abraham

Ensayo , 2014 , 13 Páginas

Autor:in: Robin Böcher (Autor)

Teología - Estudio bíblico
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Bei der ersten Betrachtung von Genesis 17 fällt die ziemlich speziell aufgebaute Textform auf. Man könnte denken, dass ein Gespräch zwischen Gott und Abraham stattfindet, woraufhin Abraham etwas ausführt. Dies ist aber nur beim ersten Lesen der Fall. Bei genauerem Hinsehen fällt direkt auf, dass der Redeanteil Gottes deutlich den von Abraham übersteigt. Gott spricht in sehr einfachen Sätzen und wiederholt sich sehr oft. So kommt das Wort „Bund“ sehr häufig vor. Auch wird oft von Fruchtbarkeit und Nachkommen gesprochen.

Faszinierend ist, dass Gott ziemlich deutlich zur Sprache bringt, was sein Vorhaben ist. Abraham hat eine sehr passive Rolle. Er scheint verblüfft, von der Erscheinung Gottes, sodass es ihm die Sprache verschlägt. Abraham hört sehr aufmerksam zu und rührt sich kaum. Der Leser und Abraham teilen sich die Faszination der Gottesrede, sodass sich Abraham nach dem „Gespräch“ mit Gott direkt und ohne zu zögern auf macht, um die Bedingungen des Bundes auszuführen. Ohne zu Überlegen und mit keinerlei Zweifel nimmt er seinen Sohn und alle männlichen Personen um sich herum, um die Beschneidung durchzuführen. Dies zeugt von sehr viel Vertrauen gegenüber Gott, da er sich und seine Liebsten großen Gefahren aussetzt, um zielstrebig die Bedingungen des Bundes auszuführen. Interessant wird es sein, woher diese Überzeugung kommen könnte.

Ob es eine verzweifelte Ausgangslage, die Sehnsucht nach Nachkommen und Landbesitz oder einfach die vollkommene Überzeugung der Macht Gottes ist. Dieser Frage versuche ich mich in meiner Exegese zu widmen, um viele Begleitumstände und Motivationen Abrahams ausfindig zu machen, damit ich seine überzeugende Tatenkraft besser verstehen und nachvollziehen kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) Vorbesinnung

2) Kontexteinordnung

3.) Gliederung des Textes

4.) Syntaktische Analyse

4.1) Komposition des Textes

4.2) Wort- und Textsyntax

5.) Der historische Kontext

6.) Textsemantische Analyse

7.) Wortsemantische Analyse

8.) Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit widmet sich der exegetischen Untersuchung von Genesis 17, 1-27, um die Dynamik zwischen Gott und Abraham sowie die Bedeutung des Bundesschlusses und der damit verbundenen Beschneidung zu ergründen. Ziel ist es, die sozio-historischen Hintergründe und die textliche Struktur zu analysieren, um Abrahams Tatenkraft und die Rolle der Verheißung in der nachexilischen Zeit besser zu verstehen.

  • Analyse der narrativen Struktur und der Gottesreden in Genesis 17.
  • Untersuchung des historischen Hintergrunds, insbesondere des babylonischen Exils.
  • Bedeutung der Namensänderungen von Abram zu Abraham und Sarai zu Sara.
  • Die Funktion der Beschneidung als Bundeszeichen und identitätsstiftendes Merkmal.
  • Die Rolle der Nachkommenschaft und Fruchtbarkeit als zentrale Verheißung.

Auszug aus dem Buch

Der historische Kontext

Um den Text und den Grund des Bundes richtig verstehen zu können ist es unbedingt notwendig auf die Zustände in Israel zur damaligen Zeit zu blicken. Die Priesterschrift stammt aus der nachexilischen Zeit. Ausgangspunkt dessen war die Zeit um ca. 587 v. Chr.. Der babylonische König Nebukadnezars der 2. eroberte Jerusalem, die Hauptstadt des Reiches Juda. In Folge dessen wurde die obere Schicht entführt und in ein babylonisches Exil verschleppt. Auch wurde der Tempel in Jerusalem zerstört. Dabei wurde der wichtigste Kultgegenstand, die Bundeslade, aus dem Tempel entwendet. So geriet die Kultreligion in Bedrängnis, da die Kultopferstätte nicht mehr existierte. Die Traditionen mussten auf andere Weise fortgesetzt werden. Im Exil setzte sich die schriftliche Form der Verehrung durch. So kam es zu dem Wandel von der Kultreligion zur Schriftreligion. Durch diesen Wandel sind die wesentlichen Träger der Traditionen entstanden, unter anderem auch die Priesterschrift.

Das babylonische Exil dauerte von 587 v. Chr. bis ins Jahr 539 n. Chr. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Reich nicht mehr von den Babyloniern regiert, sondern fortan regierten die Perser dieses Reich. Daher durften die Exilierten zurückkehren und bauten ihren Tempel wieder auf. Dies war nur möglich, da die Perser erkannten, dass ein so großes und vielfältiges Gebiet, was sie beherrschten, nur über eine tolerante Integrationspolitik möglich sei. Dies war auch daran zu erkennen, dass sie die persische Sprache nicht als Amtssprache einführten. Ihnen war wichtig, dass es keine Aufstände gibt und dass die Abgabezahlungen erfolgten. So haben die toleranten Perser zum Umschwung geführt. In der Exilszeit hatte der Übergang von der Kultreligion zur Buchreligion schon stattgefunden. Jedes Volk hatte Riten und Rituale, mit denen sie sich von den anderen Völkern unterschieden und abgrenzten. Da man keine Opfer mehr im Tempel erbringen konnte, gab es neue Merkmale. Eines dieser Merkmale war die Beschneidung. Ein weiteres Ritual war die Einhaltung des Sabbats, der auf die Entstehung der Welt zurückzuführen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Vorbesinnung: Der Autor schildert den ersten Eindruck von Genesis 17, insbesondere die dominante Rolle Gottes und die Faszination der Gottesrede auf Abraham.

2) Kontexteinordnung: Dieses Kapitel verortet Genesis 17 innerhalb des 1. Buches Mose und stellt den inhaltlichen Bezug zur vorangegangenen Hagarepisode sowie den chronologischen Zusammenhang her.

3.) Gliederung des Textes: Hier wird der Textabschnitt strukturiert, um eine schrittweise exegetische Analyse der einzelnen Verse zu ermöglichen.

4.) Syntaktische Analyse: Dieser Abschnitt befasst sich mit dem Aufbau und der äußeren Gestalt des Textes, wobei besonders das Verhältnis zwischen Redeteil und Handlungsteil beleuchtet wird.

4.1) Komposition des Textes: Untersuchung der Handlungsstruktur, wobei der Redeteil durch Notizen zur Altersangabe und zur Handlung eingerahmt wird.

4.2) Wort- und Textsyntax: Analyse der Sprachform, wobei die einfache Sprache Gottes und die häufige Verwendung von Leitworten wie „Bund“ hervorgehoben werden.

5.) Der historische Kontext: Darstellung der nachexilischen Situation, in der die Priesterschrift entstand und die Notwendigkeit der schriftlichen Fixierung der Religion begründet wurde.

6.) Textsemantische Analyse: Untersuchung zentraler Begriffe wie „berit“ (Bund) und deren Bedeutung für die Beziehung zwischen Gott und Abraham.

7.) Wortsemantische Analyse: Betrachtung der Erwählungsgedanken Israels und der verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten des Ritus der Beschneidung.

8.) Schluss: Zusammenfassung der Kernthemen, wobei die Bedeutung der Vermehrung und die besondere Rolle Isaaks für das Volk Israel betont werden.

Schlüsselwörter

Genesis 17, Gott, Abraham, Bund, Beschneidung, Exil, Priesterschrift, Verheißung, Nachkommen, Namensänderung, Isaak, Israel, Kultreligion, Schriftreligion, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine exegetische Analyse von Genesis 17, 1-27, wobei der Fokus auf der Schließung des Bundes zwischen Gott und Abraham liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Struktur der Gottesreden, der historische Kontext des babylonischen Exils, die Bedeutung der Namensänderungen sowie der rituelle Aspekt der Beschneidung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Begleitumstände und Motivationen Abrahams sowie die Bedeutung des Bundes für das Selbstverständnis des Volkes Israel zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die exegetische Methode, bestehend aus historisch-kontextueller Einordnung, syntaktischer Analyse und text- sowie wortsemantischen Untersuchungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des historischen Hintergrunds, die Analyse der Textstruktur sowie die detaillierte Bedeutung der Begriffe und Riten, wie sie in Genesis 17 vorkommen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Genesis 17, Bund, Beschneidung, Exil und Verheißung.

Warum spielt die Namensänderung von Abram zu Abraham eine so wichtige Rolle?

Die Namensänderung symbolisiert eine Neuschöpfung und Berufung durch Gott, die den hohen Stellenwert des Bundes unterstreicht und Abraham als „Vater einer Menge“ einsetzt.

Welche Funktion hat die Beschneidung laut dieser Analyse im nachexilischen Kontext?

Sie dient als identitätsstiftendes Bundeszeichen, um sich von anderen Völkern, insbesondere den Babyloniern, abzugrenzen und das Volk Israel als Erben des Bundes zu legitimieren.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Exegese von Genesis 17, 1-27. Gottes Verheißung und Bund mit Abraham
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Universität)
Curso
Biblische Theologie
Autor
Robin Böcher (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
13
No. de catálogo
V345452
ISBN (Ebook)
9783668353343
ISBN (Libro)
9783668353350
Idioma
Alemán
Etiqueta
exegese genesis gottes verheißung bund abraham
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Robin Böcher (Autor), 2014, Exegese von Genesis 17, 1-27. Gottes Verheißung und Bund mit Abraham, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345452
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  13  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint