Gründe für die Umstellung der Rechnungslegung von HGB und IAS


Hausarbeit, 2003

17 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

II Inhaltsverzeichnis

III Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bilanzierung nach HGB und IAS
2.1. Grundlagen der Rechnungslegung nach HGB
2.1.1. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
2.2. Grundlagen der Rechnungslegung nach IAS
2.3. Die wesentlichen Unterschiede zwischen HGB und IAS

3. Gründe für eine Harmonisierung der Rechnungslegung
3.1. Globalisierung der Unternehmen
3.2. Globalisierung des Kapitalmarktes
3.3. Schaffung übernationaler Wirtschaftsräume
3.4. Notierung von Aktien an ausländischen Wertpapierbörsen
3.5. Unterschiede zwischen interner und externer Rechnungslegung in multinationalen Unternehmen
3.6. Volkswirtschaftliche Relevanz

4. Ausblick und Schlussbetrachtung

IV Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit soll dem Leser einen Einblick in die Rechnungslegung nach HGB und IAS geben. Des Weiteren werden die Gründe für die Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IAS angesprochen. Durch die fortlaufende Internationalisierung der Wirtschaftbeziehungen verlangen die Kapitalmärkte verstärkt international vergleichbare Jahres- und Konzernabschlüsse. Deutsche Unternehmen gehen aus diesem Grund vermehrt dazu über Jahres- und Konzernabschlüsse nach den US-Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) oder nach den International Accounting Standards (IAS) zu veröffentlichen. Ab dem Jahre 2005 werden alle börsennotierten Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union zur Aufstellung von Konzernabschlüssen nach IAS verpflichtet. Die IAS werden daher künftig in der Europäischen Union und damit auch in Deutschland eine herausragende Stellung einnehmen. Die US-GAAP werden in meiner Arbeit nicht näher bzw. nur ganz kurz betrachtet.

In Kapital 2 werden zunächst die Grundlagen der Rechnungsauslegung nach HGB und IAS näher erläutert. Dabei wird etwas detaillierter auf die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung eingegangen. Als letzten Punkt in Kapitel 2 wird auf die wesentlichen Unterschiede zwischen HGB und IAS hingewiesen.

In Kapitel 3 widme ich meine Aufmerksamkeit den spezifischen Gründen für eine Harmonisierung und Standardisierung der Rechnungslegung. Dabei wird auf die Globalisierung der Unternehmen, die Globalisierung der Kapitalmärkte und die Notierung von Aktien an ausländischen Wertpapierbörsen eingegangen. Die Schaffung übernationaler Wirtschaftsräume und die Unterschiede zwischen interner und externer Rechnungslegung in multinationalen Unternehmen werden ebenfalls angesprochen.

Neben den betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten wird als letzter Punkt in Kapitel 3 die volkswirtschaftliche Relevanz dargestellt. Eine abschließende volkswirtschaftlicheAnalyse wäre an dieser Stelle zu weitgehend, es soll deshalb nur kurz auf die augenscheinlichsten volkswirtschaftlichen Zusammenhänge eingegangen werden.

In Kapitel 4 geht es mir darum, eine Schlussbetrachtung bzw. ein Ausblick auf die zukünftige Rechnungslegung in Deutschland zu geben. Dabei richtet sich mein Augenmerk auf die US-GAAP, denn ohne die amerikanische Rechnungslegung hätten die IAS niemals in so kurzer Zeit eine so hohe Qualität erlangt.

2. Bilanzierung nach HGB und IAS

Deutschland gehört zu den Ländern mit der rückständigsten handelsrechtlichen Rechnungslegung. Daraus haben mittlerweile fast alle im DAX–30 enthaltenen Gesellschaften, aber auch andere große deutsche Unternehmen die Konsequenzen gezogen. Sie bilanzieren entweder nach IAS oder US-GAAP. Dies wurde durch den in das HGB aufgrund des am 1. Mai 1998 in Kraft getretenen Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetztes (KapEAG) eingefügten § 292a ermöglicht. Wegen der rückständigen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften haben bereits seit 1994, d. h. vor dem Inkrafttreten des KapEAG, große deutsche Unternehmen einen sogenannten dualen Konzernabschluss (Abschluss, der dem HGB aber auch den IAS-Vorschriften entspricht) erstellt.1

Tabelle 1:

Zeitliche Entwicklung der im DAX-30 angewandten Rechnungslegungsnormen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Hans-Jürgen Kirsch, Matthias Dohrn und Jörn Wirth, Bestandsaufnahme- und Prüfungspraxis der DAX-100-Unternehmnen, in: Die Wirtschaftprüfung, Jahrgang 55, Heft 22/2002, S. 1221.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung, Daten aus: Die Wirtschaftprüfung, Jahrgang 55, Heft 22/2002, S. 1221.

Die Bilanzregeln müssen international harmonisiert werden, so lautet die einhellige Forderung aller Experten. Die global operierenden Unternehmen sind mehr denn je gezwungen, auf die internationalen Kapitalmärkte zur Finanzierung ihrer Investitionen zurückzugreifen, die ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sichert und ausbaut. Die nach nationalen Standards erstellten Jahresabschlüsse werden teilweise von den

jeweiligen ausländischen Börsenzulassungsbehörden, in erster Linie jedoch von der US-Securities and Exchange Commission (SEC), nur in Verbindung mit mehr oder weniger intensiven Überleitungsrechnungen und Zusatzangaben als gleichwertig anerkannt.2

2.1. Grundlagen der Rechnungslegung nach HGB

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Handelsgesetzbuch (HGB) sind zeitgleich am 01. Januar 1900 in Kraft getreten. Sie stellen die grundsätzliche Kodifikation der deutschen Privatrechtsordnung dar. Im Dritten Buch des HGB, das die Überschrift Handelsbücher trägt, hat das Handelsbilanzrecht seine gesetzliche Heimstatt gefunden. Die dort geregelten Vorschriften beruhen auf dem Bilanzrichtliniengesetz vom 12. Dezember 1985.3 Das Bilanzrichtliniengesetz bildet die gesetzliche Grundlage für den Jahresabschluss. Danach hat dieser für alle Kaufleute allgemein aus:

- Bilanz (§ 266 ff.) und
- Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 ff.) zu bestehen.

Handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft sind zusätzlich noch ein Anhang (§ 284 ff.) und ein Lagebericht (§ 289) hinzuzufügen.4

[...]


1 Vgl. Karl Born, Rechnungslegung international, Einzel- und Konzernabschlüsse nach IAS, US-GAAP, HGB und EG-Richtlinien, 3. Auflage, 2002, Stuttgart, S. XXXV (Einleitung).

2 Vgl. Gerhart Förschle, US-GAAP, IAS und HGB: Ergebnisse einer Umfrage unter deutschen Rechnungslegungsexperten, in: Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Jahrgang 47, 1995, S. 395-400.

3 Vgl. Holger Fleischer, Handelsgesetzbuch, 39. Auflage, 2002, München, S. IX – XI (Einführung ).

4 Vgl. Klaus Manz, Kompaktstudium Wirtschaftswissenschaften, Bilanzierung, Band 8, 1995, München, S. 25.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Gründe für die Umstellung der Rechnungslegung von HGB und IAS
Hochschule
Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (ehem. Hochschule für Wirtschaft und Politik)
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V34562
ISBN (eBook)
9783638347501
ISBN (Buch)
9783638775069
Dateigröße
514 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gründe, Umstellung, Rechnungslegung
Arbeit zitieren
Diplom Betriebswirt Mario Pasalic (Autor), 2003, Gründe für die Umstellung der Rechnungslegung von HGB und IAS, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34562

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