Diese Thesis untersucht die Möglichkeit, Prozesse durch die Nutzung von RFID Technologie zu optimieren. Es wird diskutiert, ob die Anwendung dieser Prozesse, unter Berücksichtigung von auftretenden Schwierigkeiten und Möglichkeiten, in Firmenkäufen und Produktionsprozessen angebracht ist.
Die empirische Untersuchung bestätigte, dass durch die Anwendung von RFID anstelle von anderen Methoden, die Prozesse zeit-, fehler- und bestandssparend optimiert werden können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Ziele und Forschungsfragen
1.3 Methodische Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Prozessoptimierung
2.1.1 Definition Prozess
2.1.2 Definition Beschaffung
2.1.3 Definition Produktion
2.1.4 Ziele der Prozessoptimierung
2.1.5 Methoden der Prozessoptimierung
2.2 RFID Technologie
2.2.1 Begriffsbestimmung und Einordnung im Bereich der Auto ID Systeme
2.2.2 Bestandteile und Funktionsweisen eines RFID Systems
2.2.3 Technische Varianten von RFID Systemen
3 Prozessanalyse
3.1 Materialbeschaffungsprozess
3.2 Produktionsprozess
4 Beurteilung der Herausforderungen und Potentiale durch Einsatz der RFID Technologie im Beschaffungs- und Produktionsprozess
4.1 Erarbeitung der Prozesse unter Einsatz der RFID Technologie
4.1.1 Materialbeschaffungsprozess
4.1.2 Produktionsprozess
4.2 Hypothesen zu Herausforderungen und Nutzenpotentialen
4.2.1 Herausforderungen beim Einsatz der RFID Technologie im Produktions- und Beschaffungsprozess
4.2.2 Potentiale beim Einsatz der RFID Technologie im Produktions- und Beschaffungsprozess
4.3 Literaturrecherche unter Einbezug von Anwendungsfällen
4.4 Expertenbefragung
4.4.1 Vorbereitung und Durchführung der Interviews
4.4.2 Auswertung der Ergebnisse
4.5 Handlungsempfehlung
5 Zusammenfassung und Fazit
5.1 Reflexion des Vorgehens
5.2 Beantwortung der Forschungsfragen
5.3 Kritische Betrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit besteht in der Untersuchung der Eignung der RFID-Technologie zur Prozessoptimierung innerhalb des Beschaffungs- und Produktionsprozesses eines Unternehmens der zusammenbauenden Industrie. Dabei wird analysiert, inwieweit die Technologie zur Steigerung der Effizienz, Transparenz und Qualität beitragen kann, welche Herausforderungen bei der Implementierung bestehen und unter welchen Bedingungen ein Einsatz empfehlenswert ist.
- Grundlagen der Prozessoptimierung und RFID-Technologie
- Analyse klassischer Beschaffungs- und Produktionsprozesse
- Beurteilung von Herausforderungen und Nutzenpotentialen durch RFID
- Empirische Überprüfung mittels Fallstudien und Experteninterviews
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Definition Beschaffung
In dieser Arbeit wird die Prozessoptimierung der Beschaffung näher betrachtet. Die Beschaffung zählt zu den Kernfunktionen eines Unternehmens. Unter der Beschaffung im weiteren Sinne versteht man „[...] alle Maßnahmen zur Versorgung des Unternehmens mit jenen Produktionsfaktoren, die nicht selbst erstellt werden.“ (Grün & Jammernegg, 2009, S. 90). Oft wird der Begriff im betrieblichen Alltag und in der Literatur im engeren Sinne verwendet. Dieser umfasst das Beschaffen von Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen sowie Halb- und Fertigerzeugnissen (Wöhe, 2010, S. 282). Kennzeichnend für den Beschaffungsprozess sind die „6r’s der Logistik: Die richtige Ware soll zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität und zu den richtigen Kosten zur Verfügung stehen (Mathar & Scheuring, 2009, S. 227).
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Beschaffungsprozess im engeren Sinne in einem Unternehmen, welches der zusammenbauenden Industrie zuzuordnen ist und in kundenauftragsorientierter Serienfertigung produziert. Es bestehen besondere Anforderungen an die Beschaffungslogistik des Unternehmens, die im Rahmen dieser Arbeit näher betrachtet wird. Die wesentlichen Funktionen der Beschaffungslogistik bestehen aus Warenannahme, Wareneingangskontrolle, Wareneinlagerung sowie der Lagerverwaltung (Thiele, 2015, S. 5). Den vorgelagerten Schritt der Beschaffungslogistik stellt die Bestellüberwachung dar. Ziel hierbei ist es die Lieferzuverlässigkeit und die Termintreue des Lieferanten zu kontrollieren (Lehner, 2014, S. 24 f.). Auch die Bestellüberwachung ist Thema dieser Thesis. Der Begriff der Beschaffung wird in der vorliegenden Arbeit synonym zur Materialbeschaffung verwendet. Eine detaillierte Prozessanalyse der zu betrachtenden Prozesse findet in Kapitel 3.1 statt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Industrie 4.0 ein und motiviert die Untersuchung von RFID als Technologie zur Prozessoptimierung in der zusammenbauenden Industrie.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert Konzepte der Prozessoptimierung (BPR und KVP) sowie die technische Funktionsweise und Varianten von RFID-Systemen.
3 Prozessanalyse: Hier werden der klassische Materialbeschaffungsprozess und der Produktionsprozess ohne RFID-Einsatz detailliert analysiert und abgebildet.
4 Beurteilung der Herausforderungen und Potentiale durch Einsatz der RFID Technologie im Beschaffungs- und Produktionsprozess: Dieses Kapitel erarbeitet RFID-gestützte Prozesse, stellt Hypothesen zu deren Herausforderungen und Potentialen auf und überprüft diese durch Literaturrecherche und Expertenbefragungen.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das Kapitel reflektiert das methodische Vorgehen, beantwortet die Forschungsfragen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der RFID-gestützten Prozessoptimierung.
Schlüsselwörter
RFID, Prozessoptimierung, Beschaffung, Produktion, Industrie 4.0, Supply Chain Management, Automatisierung, Materialbereitstellung, Kanban, Identifikation, Transponder, Bestandsoptimierung, Fehlerreduktion, Wirtschaftlichkeit, Logistik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie RFID-Technologie eingesetzt werden kann, um Beschaffungs- und Produktionsprozesse in der Industrie effizienter zu gestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Prozessoptimierung, RFID-Hardware (Transponder, Lesegeräte), Supply-Chain-Prozesse, Kosten-Nutzen-Analysen und Implementierungsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen von RFID für Beschaffung und Produktion zu bewerten und eine Empfehlung abzugeben, unter welchen Bedingungen die Implementierung sinnvoll ist.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche, der Prozessanalyse mittels Bizagi-Modellen sowie einer Expertenbefragung mittels strukturierter Leitfadeninterviews.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen und Ist-Prozesse analysiert, gefolgt von einer detaillierten Prüfung der Herausforderungen und Potentiale, die durch den Einsatz von RFID entstehen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie RFID, Prozessoptimierung, Beschaffung, Produktion und Automatisierung charakterisiert.
Warum ist eine Standardisierung bei RFID so schwierig?
Eine globale Standardisierung scheitert häufig an unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen und Frequenzbereichen für RFID-Systeme in verschiedenen Ländern wie den USA und der EU.
Inwiefern beeinflussen Kosten die Entscheidung für RFID?
Die Kosten, insbesondere für hochwertige Transponder und die systemweite Implementierung, sind oft das größte Hindernis; eine Amortisation ist meist nur bei einer durchgängigen Nutzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette gegeben.
Warum ist das "Tagging" von Kleinteilen problematisch?
Bei sehr günstigen Kleinteilen stehen die Kosten für den RFID-Transponder oft in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum Nutzen des Einzelteil-Taggings.
Welche Rolle spielen Mitarbeiter bei der RFID-Implementierung?
Die Akzeptanz durch Mitarbeiter ist entscheidend, da eine lückenlose Erfassung von Prozessdaten oft als Überwachung wahrgenommen wird, was zu sozialen Interessenkonflikten führen kann.
- Quote paper
- Marie Klose (Author), 2016, Prozessoptimierung durch den Einsatz von RFID Technologie. Eine Analyse von Potentialen und Herausforderungen hinsichtlich des Beschaffungs- und Produktionsprozesses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345620