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Die Anonymisierung als stilistisches Mittel in Peter Weiss Dokumentarstück „Die Ermittlung“

Title: Die Anonymisierung als stilistisches Mittel in Peter Weiss Dokumentarstück „Die Ermittlung“

Term Paper , 2016 , 15 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Zümeyran Berfin Sarica (Author)

Theater Studies, Dance
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Peter Weiss Dokumentarstück „Die Ermittlung“.

Wie das Auschwitz-Strafverfahren in der Geschichte Deutschlands verhaftet ist, bleibt auch das besagte Dokumentarstück in der deutschen Literaturgeschichte unvergessen. Diese Arbeit untersucht Weiss dokumentarisches Theaterstück und behandelt die Anonymisierung der Figuren. Die Gründe warum Weiss die zahlreichen Zeugenaussagen des Frankfurter Auschwitzprozesses erheblich verkürzt, anstatt Namen Nummern verwendet, sowie das Nichtvorkommen des Wortes „Jude“ und die Hervorhebung der Person der Lili Tofler werden im Folgenden besprochen. Eine systematische Untersuchung der zahlreichen Forschungs- und Sekundärliteratur, aber auch Fragmente aus Weiss Notizbüchern helfen, die Arbeit näher zu erläutern und geben Antworten auf die Anonymisierung und Stigmatisierung der Personen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

EIN KURZER ABRISS DER GESCHICHTE NACH DEM 2. WELTKRIEG IN DEUTSCHLAND

PETER WEISS UND SEIN WERDEGANG ALS SCHRIFTSTELLER

PERSÖNLICHER BEZUG PETER WEISS ZU DER ERMITTLUNG – ENTSTEHUNG

DIE ERMITTLUNG UND DIE 11 GESÄNGE

DIE ZEUGEN

DIE ANGEKLAGTEN

DAS INDIVIDUUM LILI TOFLER

FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das dokumentarische Theaterstück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss und analysiert die Funktion der Anonymisierung als stilistisches Mittel. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, warum der Autor Zeugenaussagen verkürzt, Identitäten durch Nummerierungen ersetzt, den Begriff „Jude“ vermeidet und das Schicksal einzelner Figuren wie Lili Tofler hervorhebt.

  • Analyse der Anonymisierungsstrategien als Ausdruck der Entmenschlichung.
  • Untersuchung der Montagetechnik von Zeugen- und Angeklagtenprotokollen.
  • Darstellung der Entstehung des Werks in Verbindung mit dem Frankfurter Auschwitz-Prozess.
  • Interpretation der symbolischen Rolle von Lili Tofler als Gegenentwurf zum Identitätsverlust.
  • Reflektion über das Spannungsfeld zwischen dokumentarischer Authentizität und literarischer Fiktion.

Auszug aus dem Buch

Die Anonymisierung als stilistisches Mittel in Peter Weiss Dokumentarstück „Die Ermittlung“

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Peter Weiss Dokumentarstück „Die Ermittlung“. Wie das Auschwitz Strafverfahren in der Geschichte Deutschlands verhaftet ist, bleibt auch das besagte Dokumentarstück in der deutschen Literaturgeschichte unvergessen. Diese Arbeit untersucht Weiss dokumentarisches Theaterstück und behandelt die Anonymisierung der Figuren. Die Gründe warum Weiss die zahlreichen Zeugenaussagen des Frankfurter Auschwitz Prozesses erheblich verkürzt, anstatt Namen Nummern verwendet, sowie das Nichtvorkommen des Wortes „Jude“ und die Hervorhebung der Person der Lili Tofler werden im Folgenden besprochen.

Eine systematische Untersuchung der zahlreichen Forschungs- und Sekundärliteratur, aber auch Fragmente aus Weiss Notizbüchern helfen, die Arbeit näher zu erläutern und geben Antworten auf die Anonymisierung und Stigmatisierung der Personen.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Dieses Kapitel gibt einen geschichtlichen Abriss der Nachkriegszeit sowie des Auschwitz-Prozesses und erläutert den persönlichen Bezug und Werdegang von Peter Weiss.

DIE ERMITTLUNG UND DIE 11 GESÄNGE: Dieses Kapitel erläutert die formale Gestaltung des Stücks als Oratorium in elf Gesängen und analysiert die Rolle der Zeugen sowie der Angeklagten und des Individuums Lili Tofler.

FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass die Anonymisierung im Stück dazu dient, die allgemeine Erfahrung der Vernichtung darzustellen, wobei das Einzelschicksal von Lili Tofler als Symbol des Widerstands dient.

Schlüsselwörter

Peter Weiss, Die Ermittlung, Dokumentartheater, Auschwitz-Prozess, Anonymisierung, Holocaust, Entmenschlichung, Lili Tofler, Oratorium, Identitätsverlust, Zeugenschaft, Montagetechnik, Nationalsozialismus, Stigmatisierung, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Dokumentarstück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss und untersucht, wie der Autor durch stilistische Mittel wie Anonymisierung die Grausamkeit des Holocausts literarisch verarbeitet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die Themen Anonymisierung der Opfer, die Wirkung der Montagetechnik, der Zusammenhang mit dem Frankfurter Auschwitz-Prozess sowie die symbolische Darstellung des Individuums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe von Peter Weiss für die spezifische Form der Darstellung und Anonymisierung der Figuren im Kontext des dokumentarischen Theaters zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Untersuchung von Sekundärliteratur, historischen Protokollen des Auschwitz-Prozesses und Notizbüchern von Peter Weiss.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Struktur der 11 Gesänge, der Funktion der Zeugen und Angeklagten sowie der spezifischen Analyse des Einzelschicksals von Lili Tofler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Dokumentartheater, Anonymisierung, Auschwitz-Prozess, Entmenschlichung und literarische Zeugenschaft.

Warum verwendet Weiss keine Namen für die Zeugen?

Die Anonymisierung durch Nummerierung soll verdeutlichen, dass die Zeugen als „pars pro toto“ für alle Opfer des Holocaust stehen und das Leiden auf jeden Häftling übertragbar gemacht wird.

Welche besondere Bedeutung kommt der Figur Lili Tofler zu?

Lili Tofler fungiert als Symbol für menschliche Würde, Widerstand und Solidarität, da sie trotz der massiven Entmenschlichung ihre Identität bewahrt.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Angeklagten von der der Zeugen?

Während die Zeugen anonymisiert werden, behalten die Angeklagten ihre Namen, was Weiss dazu nutzt, um deren spezifische Verantwortung und ihre beharrliche Verleugnungsstrategie im Prozess hervorzuheben.

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Details

Title
Die Anonymisierung als stilistisches Mittel in Peter Weiss Dokumentarstück „Die Ermittlung“
College
University of Bonn
Course
Kulturelle Institutionen, Neuere deutsche Literatur Wissenschaft
Grade
2.0
Author
Zümeyran Berfin Sarica (Author)
Publication Year
2016
Pages
15
Catalog Number
V346439
ISBN (eBook)
9783668358744
ISBN (Book)
9783668358751
Language
German
Tags
Peter Weiss Die Ermittlung Dokumentarstück stilistische Mittel Anonymisierung Marat/Sade ästhetik des widerstands Germanistik Hausarbeit Nachkriegsliteratur Holocaust Gericht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Zümeyran Berfin Sarica (Author), 2016, Die Anonymisierung als stilistisches Mittel in Peter Weiss Dokumentarstück „Die Ermittlung“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346439
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