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Die Dehumanisierung im menschlichen Schrei

Der Schrei als Grenzphänomen

Título: Die Dehumanisierung im menschlichen Schrei

Trabajo , 2016 , 33 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Simon Dietze (Autor)

Medios / Comunicación - Otros
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema "Der Schrei als Grenzphänomen: Die Dehumanisierung im menschlichen Schrei". Hierbei soll der Schrei vorrangig als visuelles sowie als akustisches Ereignis betrachtet werden, wobei die Besonderheiten sich speziell auf die Gesichtsebene des Schreienden fokussieren. Nach verschiedenen Theorien sind vereinzelnd Momente beim Menschen nachvollziehbar, in denen dieser markante Ähnlichkeiten zum Tier aufzeigt und währenddessen typisch menschliche Kennzeichen beim Akteur schwinden.

Ziel der Verschriftlichung ist es jene dehumanisierenden Prozesse im Schreiphänomen herauszukristallisieren und solche Momente mittels der verwendeten Literatur zu analysieren. Da sich gerade Filme als Untersuchungsgegenstand als sehr praktisch erweisen, sollen abschließend die hergeleiteten Thesen auf eine kompakte Sequenz eines genrespezifischen Streifens angewendet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Schrei

2.1 Der Schrei als Grenzphänomen

2.2 Die Wirkung des Schreis im Film

3. Die Dehumanisierung im Schrei

3.1 Der Schrei als visuelles Phänomen

3.2 Die Mensch-Tier-Schwelle im Schrei

3.3 Die Leben-Tod-Schwelle im Schrei

4. Die Dehumanisierung im Filmschrei

Invasion of the Body Snatchers (1978): Eine ausgewählte Szene

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den menschlichen Schrei als Grenzphänomen und analysiert die dabei auftretenden Prozesse der Dehumanisierung. Ausgehend von philosophischen und medientheoretischen Ansätzen wird untersucht, wie sich der Schrei visuell und akustisch vom menschlichen Sprechen abgrenzt und durch animalische oder monströse Merkmale den Verlust menschlicher Kontrolle und Individualität markiert.

  • Phänomenologie des Schreis als Grenzbereich zwischen Sprache und Körper
  • Visuelle und akustische Analyse von Dehumanisierungsprozessen
  • Die Mensch-Tier-Schwelle sowie die Leben-Tod-Schwelle im Kontext des Schreis
  • Anwendung der theoretischen Thesen auf die Filmszene aus "Invasion of the Body Snatchers"

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Schrei als visuelles Phänomen

Zuschreiben und Absprechen von Menschlichkeit ist ein weitreichender Prozess, der tief in der Wissenschaft und Weltgeschichte verankert ist. Einerseits kann Menschen ihre Menschlichkeit abgesprochen werden, dafür dient der Begriff der Dehumanisierung; andererseits kann nicht-menschlichen Entitäten Menschlichkeit zugeschrieben werden, dies wird unter der Anthropomorphisierung behandelt. Dehumanisierte Personen neigen zur Deindividualisierung, indem sonst typische Verhaltensmuster aber auch äußerliche Merkmale von den klassischen Normen und Werten abweichen. In der behandelten These der Entmenschlichung im Schrei-Phänomen wird sich auf das Erscheinungsbild des Akteurs fokussiert. Zentral ist der Verlust äußerlicher Eigenheiten, das Schwinden der Kontrolle über den eigenen Körper und die eventuell entstehende Ähnlichkeit zum Tier.

Der Schrei entweicht dem Mund, dem zentralen Artikulationsapparat im Gesicht des Menschen. Bereits Georges Bataille bezeichnet den Mund als „Bug der Tiere“. Hier bündelt und konzentriert sich das menschliche Leben „noch auf viehische Weise […], der Zorn macht die Zähne knirschen, der Schrecken und entsetzliches Leid machen aus dem Mund das Organ herzzereißender Schreie“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Schreis als Grenzphänomen ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Dehumanisierungsprozesse im Schrei.

2. Der Schrei: Dieses Kapitel definiert den Schrei als akustisches und visuelles Grenzphänomen und untersucht dessen Wirkungsweise, insbesondere im filmischen Kontext.

3. Die Dehumanisierung im Schrei: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Dehumanisierung behandelt, wobei die Aspekte des visuellen Phänomens, der Mensch-Tier-Schwelle sowie der Leben-Tod-Schwelle analysiert werden.

4. Die Dehumanisierung im Filmschrei: Das Kapitel wendet die erarbeiteten theoretischen Erkenntnisse auf eine konkrete Filmszene aus "Invasion of the Body Snatchers" an.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Rolle des Schreis als Moment der Grenzerfahrung und Dehumanisierung.

Schlüsselwörter

Schrei, Dehumanisierung, Grenzphänomen, Horrorfilm, Invasion of the Body Snatchers, Anthropomorphisierung, Affekt, Stimme, Mensch-Tier-Schwelle, Körperlichkeit, Deterritorialisierung, Leben-Tod-Schwelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den menschlichen Schrei als ein Phänomen, bei dem der Mensch die Kontrolle über seine Ausdrucksweise verliert und dadurch dehumanisierende Züge annimmt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Differenzierung zwischen Schrei und Rufen, die visuelle Verzerrung des Gesichts beim Schreien sowie die Anlehnung an animalische oder monströse Charakteristika.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie sich dehumanisierende Vorgänge im menschlichen Schrei äußern und welche Grenzphänomene dieser Dehumanisierung zuzuordnen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medien-philosophische Analyse, die Fachliteratur (u.a. von Joseph Vogl, Leander Scholz, Georges Bataille) nutzt und diese auf eine spezifische Filmsequenz anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Schrei als visuelles Phänomen, die Mensch-Tier-Schwelle und die Leben-Tod-Schwelle in verschiedenen Kontexten – insbesondere im Horrorfilm – theoretisch fundiert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Schrei, Dehumanisierung, Grenzphänomen, Körperlichkeit, Affekt und die Analyse von Horrorfilmen als Untersuchungsgegenstand.

Warum wird gerade der Film "Invasion of the Body Snatchers" zur Analyse herangezogen?

Der Film bietet durch die Darstellung von außerirdischen Doppelgängern und der bewussten Manipulation von Schreien (Body-Sounds) ein ideales Fallbeispiel, um natürliche menschliche Schreie von technisch manipulierten zu unterscheiden.

Inwiefern beeinflusst die "Mensch-Tier-Schwelle" das Verständnis des Schreis?

Die Schwelle verdeutlicht, dass der Mensch im Schrei die artikulierte Sprache verliert und sich – etwa durch den Verlust der Kontrolle über den Mundbereich – tierischen Ausdrucksformen annähert, was als Dehumanisierung wahrgenommen wird.

Final del extracto de 33 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Dehumanisierung im menschlichen Schrei
Subtítulo
Der Schrei als Grenzphänomen
Universidad
University of Weimar  (Medien)
Curso
Medien-Philosophie
Calificación
1,0
Autor
Simon Dietze (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
33
No. de catálogo
V346747
ISBN (Ebook)
9783668360235
ISBN (Libro)
9783668360242
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schrei Grenzphänomen Dehumanisierung Mensch Tier Anthropomorphisierung Edward Munch Laut Äußerung Kultur Medien Kulturwissenschaften Medienwissenschaften Schrei im Film Film visuell Leben Tod Body Snatchers Invasion of the Body Snatchers
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Simon Dietze (Autor), 2016, Die Dehumanisierung im menschlichen Schrei, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346747
Leer eBook
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