Viele Forschungsberichte belegen, dass gut gestaltete Teamarbeit die Ausführung von Arbeitstätigkeiten in kommunikationsförderlicher, innovativer, flexibler und selbstkontrollierter Hinsicht unterstützt. Praxisbeispiele zeigen außerdem, dass daraus zusätzlich erhöhte Arbeitsmotivation, Durchlaufzeitenreduzierung, flexiblerer Einsatz von Personal, sowie Erreichung von Mitarbeiterzielen resultieren.
Die vorliegende Arbeit stellt einen Leitfaden der Personalentwicklung für Teamentwicklungstrainings vor. Sie behandelt dabei die Personalentwicklung eines fiktiven Krankenhauses. Dort sollen in allen Abteilungen ab dem kommenden Jahr Trainings für Mitarbeiter durchgeführt werden. Der Vortragsleitfaden richtet sich an die Führungskräfte des Klinikums und dient deren Schulung.
Die praxisnahe Ausarbeitung besteht aus einem theoretisch begründeten Vortragsleitfaden von 25 Minuten und den 20 zugehörigen Präsentationsfolien.
Inhaltsverzeichnis
4 Leitfaden zu Teamentwicklungstrainings im Krankenhaus
4.1 Einleitung
4.2 Leitfaden
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines praxisorientierten Leitfadens für Führungskräfte des Deutschen Herzzentrums „M“ (DHM), um Teamentwicklungstrainings systematisch zu planen und umzusetzen. Der Fokus liegt dabei auf der Optimierung der Zusammenarbeit in Pflegeteams, um durch eine verbesserte Kommunikation und ein gestärktes „Wir-Gefühl“ die Pflegequalität zu sichern und dem Pflegenotstand entgegenzuwirken.
- Theoretische Fundierung von Teamentwicklung und Kommunikation (z.B. TZI, Johari-Fenster)
- Strukturierung von Trainings in drei aufeinanderfolgenden Phasen
- Methodische Gestaltung von Indoor- und Outdoor-Trainingsformaten
- Anforderungen an Führungskräfte zur nachhaltigen Umsetzung und Evaluation
Auszug aus dem Buch
4.2 Leitfaden
Der Vortrag beginnt am 31.10.2016 pünktlich um 8.30 Uhr. Der Raum wurde vorab mit einer Halbkreisbestuhlung für ca. 20 Personen vorbereitet und die erste Folie der PowerPoint-Präsentation gestartet (Folie 1).
Die Moderation findet im Bewusstsein des Kommunikationsmodell von Schulz von Thun7, und unter gezieltem Einsatz nonverbaler Kommunikationselemente (Freundliche Mimik, Lebendige Gestik, Blickkontakt zu den Zuhörern, aufrechte Körperhaltung) statt.
Zunächst erfolgen die freundliche Begrüßung aller anwesenden Stationsleitungen und ein Dank, dass Sie sich für diesen Vortrag Zeit nehmen. Durch einen Cartoon wird die Stimmung erheitert und damit die Atmosphäre gelockert (Folie 2). Die Teilnehmer stimmen sich auf den Vortrag ein und beschäftigen sich erstmals gedanklich mit dem Thema, das hierdurch auf spielerische Art und Weise aufgegriffen wird.
Kurzes Ideenblitzlicht zum Thema. Es folgen eine knappe inhaltliche Übersicht über den Vortrag und der Hinweis an die Teilnehmer, dass Zwischenfragen jederzeit erbeten sind (Folie 3).
Zusammenfassung der Kapitel
4 Leitfaden zu Teamentwicklungstrainings im Krankenhaus: Einführung in die Relevanz von Teamarbeit im medizinischen Kontext und Vorstellung des spezifischen Schulungsvorhabens für das DHM.
4.1 Einleitung: Darstellung der wissenschaftlichen Grundlagen und der Dringlichkeit von Teamentwicklungsmaßnahmen aufgrund von Arbeitsbelastung und Pflegenotstand.
4.2 Leitfaden: Detaillierte Beschreibung der Moderationsplanung, des methodischen Aufbaus in drei Phasen sowie der theoretischen Konzepte zur Verhaltensänderung im Team.
Schlüsselwörter
Teamentwicklungstraining, Krankenhaus, Pflegeteam, Kommunikation, Führung, Themenzentrierte Interaktion, TZI, Johari-Fenster, Arbeitsmotivation, Pflegequalität, Konfliktmanagement, Outdoor-Training, Personalentwicklung, Feedback, Stationsleitung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption eines Teamentwicklungstrainings für Pflegeteams am Deutschen Herzzentrum „M“, um die teaminterne Zusammenarbeit zu optimieren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Verbesserung der Kommunikation, das Konfliktmanagement, die Stärkung des Wir-Gefühls sowie die methodische Gestaltung von Trainingsphasen.
Was ist das primäre Ziel des Leitfadens?
Ziel ist es, den Stationsleitern eine strukturierte 25-minütige Schulung sowie ein konkretes Konzept an die Hand zu geben, um Teamentwicklungsmaßnahmen im Klinikalltag erfolgreich zu etablieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden im Training verwendet?
Das Training kombiniert Indoor-Elemente (Vorträge, Gruppenübungen) mit Outdoor-Aktivitäten (Vertrauensübungen, Wilderness-Training) und nutzt theoretische Konzepte wie die Themenzentrierte Interaktion (TZI) und das Johari-Fenster.
Was wird im Hauptteil des Leitfadens detailliert beschrieben?
Der Hauptteil erläutert den dreiphasigen Ablauf (Diagnose, Durchführung, Nachfassen) und die spezifischen, auf das Krankenhausumfeld angepassten Trainingsmethoden.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Teamentwicklungstraining, Pflegenotstand, Kommunikationsförderung und Prozessdiagnose geprägt.
Warum wird in diesem Konzept explizit ein Outdoor-Training eingesetzt?
Obwohl der Nutzen in der Fachwelt diskutiert wird, setzt das DHM darauf, um in einer arbeitsfremden Umgebung Vertrauen aufzubauen, soziale Barrieren abzubauen und den sozialen Austausch außerhalb der Klinikroutine zu fördern.
Welche Rolle spielen die Stationsleitungen bei diesem Prozess?
Die Stationsleitungen fungieren als Vorbilder, die durch Anerkennung der Trainingsbereitschaft und die konsequente Begleitung der Veränderungsprozesse den Erfolg des Vorhabens maßgeblich beeinflussen.
- Citation du texte
- Miriam Walchshäusl (Auteur), 2016, Leitfaden zu Teamentwicklungstrainings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/347143