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"Können-Lernen" und "Lernen am Modell". Definition und Vergleich

Titre: "Können-Lernen" und "Lernen am Modell". Definition und Vergleich

Dossier / Travail , 2013 , 12 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Bigi Hu (Auteur)

Pédagogie - Général
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„Schon Aristoteles hat in der Fähigkeit zu mimetischem Lernen und in der Freude der Menschen an mimetischen Prozessen eine besondere menschliche Begabung gesehen“ (Wulf 2007: 91). Nicht nur bei Wulf, auch bei anderen Autoren wird Aristoteles angeführt, wenn es um die Entdeckung und Faszination am Lernen durch Nachahmung geht.

Dieses Lernen durch Nachahmung soll auch das Thema der folgenden Hausarbeit „‚Können-Lernen‘ und ‚Lernen am Modell‘ – Definition und Vergleich“ sein.

Zuerst wird der Begriff des „Können-Lernens“ durch eine Definition von Göhlich und Zirfas beschrieben. Diese Definition wird außerdem von Wulf und Overwien noch erweitert und detaillierter beschrieben. Danach soll der Begriff des „Lernens am Modell“ von Bandura definiert werden. Zum Schluss werden dann diese beiden Lernbegriffe auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Können-Lernen

2.1. Definition nach Göhlich und Zirfas

2.2. Definitionserweiterung nach Wulf

2.3. Definitionserweiterung nach Overwien

3. Lernen am Modell

3.1. Prozess des Modelllernens

3.1.1. Aneignungsphase (Akquisition)

3.1.2. Ausführungsphase (Performanz)

3.2. Effekte des Modelllernens

4. Vergleich der Begriffe

5. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die theoretischen Konzepte des „Können-Lernens“ und des „Lernens am Modell“ zu definieren und im Rahmen eines Vergleichs Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herauszuarbeiten, um deren Bedeutung für pädagogische Kontexte zu beleuchten.

  • Definition des „Können-Lernens“ nach Göhlich und Zirfas sowie Erweiterungen durch Wulf und Overwien.
  • Grundlagen und zentrale Prozesse der Theorie des „Lernens am Modell“ von Albert Bandura.
  • Detaillierte Analyse der Aneignungs- und Ausführungsphase beim Modelllernen.
  • Vergleichende Untersuchung der Konzepte hinsichtlich mimetischer Prozesse und Vorbildfunktion.
  • Diskussion der praktischen Relevanz beider Ansätze für Erziehung und Lehre.

Auszug aus dem Buch

2.1. Definition nach Göhlich und Zirfas

Können-Lernen wird zunächst einmal als Erwerb von „praktischem Wissen“ beschrieben (Göhlich/Zirfas 2007: 184) und „verläuft anders als Wissen-Lernen“ (ebd.) Es geht um das „Erlangen einer Prozessgewissheit“ (ebd.) und darum, das Ausführen einer bestimmten Tätigkeit zu erlernen. Können-Lernen ist fest an die Akteure, beziehungsweise an die Lernenden gebunden, denn es wird durch das Beobachten einer Tätigkeit vermittelt und durch Nachahmung und Übung im Gedächtnis verankert, also wird somit das erlernte Können durch Übung und Training verbessert (Göhlich/ Zirfas 2007: 185). Dies hat zur Folge, dass sich diese Art des Lernens individuell entwickelt, und produktiv und körperbezogen ist.

Ebenso wichtig ist das „Für-Sich-Selbst-Sorgen-Können“ (Göhlich/ Zirfas 2007: 185), das heißt, es ist notwendig, um ohne die Hilfe anderer überleben zu können. Können-Lernen ist also auch ausschlaggebend über die Autonomie jedes einzelnen und je spezifischer das Können ist, desto autonomer ist die Person.

Das mimetische Lernen wird sowohl bei Göhlich und Zirfas (2007: 186) als auch bei Wulf (2007: 91) als deiner der wichtigsten Modi beim Können-Lernen herausgestellt. Mimetisches Lernen, also das Lernen durch Nachahmung, ist aber nicht „bloßes Imitieren oder Kopieren“ (Wulf 2007: 91) einer Person oder Tätigkeit, es gleicht mehr einem Prozess, in dem der Lernende Bezug auf andere Menschen nimmt, sich sozusagen etwas von ihnen abschaut. Dieses Phänomen ist zum Beispiel in der Lehre (im Handwerk) zu sehen, wenn der Meister dem Lehrling die richtige Ausführung vormacht (Göhlich/ Zirfas 2007: 186).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des mimetischen Lernens ein und skizziert das Ziel der Hausarbeit, die Konzepte Können-Lernen und Lernen am Modell gegenüberzustellen.

2. Können-Lernen: Dieses Kapitel definiert Können-Lernen als Erwerb praktischen Wissens und stellt verschiedene Ansätze zur Erweiterung dieses Begriffs durch Wulf und Overwien dar.

3. Lernen am Modell: Hier wird Albert Banduras Theorie erläutert, die Prozesse der klassischen und operanten Konditionierung integriert und Lernen als Prozess der Beobachtung und Nachahmung beschreibt.

4. Vergleich der Begriffe: In diesem Kapitel werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Lernbegriffe, insbesondere im Hinblick auf ihre psychologische und pädagogische Fundierung, analysiert.

5. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass trotz unterschiedlicher Fachrichtungen beide Konzepte ähnliche Grundkonzepte teilen und für pädagogisches Handeln von hoher Relevanz sind.

Schlüsselwörter

Können-Lernen, Lernen am Modell, Mimetisches Lernen, Nachahmung, Albert Bandura, Aneignungsphase, Performanz, Erwerb praktischen Wissens, Vorbildfunktion, Informelles Lernen, Pädagogik, Psychologie, Beobachtungslernen, Prozessgewissheit, Autonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und dem theoretischen Vergleich der Lernkonzepte „Können-Lernen“ und „Lernen am Modell“.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die pädagogische Rekonstruktion des Können-Lernens, mimetische Lernprozesse sowie die sozial-kognitive Lerntheorie von Bandura.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der genannten Begriffe zu identifizieren und deren Bedeutung für die erziehungsrelevante Praxis aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Es erfolgt eine interdisziplinäre Betrachtung, wobei pädagogische Ansätze (Göhlich, Zirfas, Wulf, Overwien) mit der psychologischen Lerntheorie Banduras verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Definition des Können-Lernens, die Darstellung der Prozessphasen beim Modelllernen (Akquisition und Performanz) sowie einen systematischen Vergleich beider Theorien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind mimetisches Lernen, Nachahmung, Beobachtungslernen, Aneignungsphase, Performanz, praktisches Wissen und Vorbildverhalten.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen dem „Können-Lernen“ und dem „Lernen am Modell“?

Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, dass Bandura das Modelllernen stärker psychologisch durch Verstärkungs- und Motivationsprozesse klassifiziert, während das Können-Lernen bei Göhlich und Zirfas stärker als grundlegender pädagogischer Prozess der Autonomieentwicklung verstanden wird.

Welche Rolle spielt die „Übung“ in beiden Theorien?

Die Übung dient in beiden Theorien der Festigung, Wiederholung und Verankerung des Gelernten im Gedächtnis durch den Abgleich mit dem Vorbild bzw. die motorische Reproduktion.

Warum wird das informelle Lernen in dieser Arbeit thematisiert?

Das informelle Lernen nach Overwien wird als eine spezifische Ausprägung des Können-Lernens herangezogen, das beiläufig und ohne explizites Ziel im Alltag stattfindet.

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Résumé des informations

Titre
"Können-Lernen" und "Lernen am Modell". Definition und Vergleich
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Pädagogik)
Cours
Pädagogisches Sehen und Denken
Note
1,3
Auteur
Bigi Hu (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
12
N° de catalogue
V349153
ISBN (ebook)
9783668367517
ISBN (Livre)
9783668367524
Langue
allemand
mots-clé
Lernen Lernen am Modell Können Lernen Göhlich Zirfas Overwien Wulf Lerntheorie Modelllernen Bandura
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bigi Hu (Auteur), 2013, "Können-Lernen" und "Lernen am Modell". Definition und Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/349153
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Extrait de  12  pages
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