Die globale wirtschaftliche Vernetzung stellt jedes Unternehmen vor die Aufgabe, sich permanent weiterzuentwickeln. Es müssen wiederkehrend Anstrengungen unternommen werden, um sich vom Mitbewerber abzuheben und die Produkt- und Dienstleistungsportfolios zu ändern, um somit die eigene zukünftige Existenz zu sichern. Das Schlagwort hierbei ist Innovation.
Kleine familiengeführte Unternehmen, welche langfristig am Markt existieren, betreiben oft nur intuitiv einzelne Teile von Innovationsmanagement bzw. es wird sich nicht um Weiterentwicklung bemüht. Bei mittelständischen Unternehmen, Konzernen und jungen Start-Up’s fällt auf, dass Innovation ein zentrales Thema in der Unternehmensstrategie ist. Hierbei begegnet einem das Vorgehen „Design Thinking“ immer öfter. Doch ist die neue Kreativitätsmethode „Design Thinking“ nur alter Wein in neuen Schläuchen?
Im Folgenden wird geklärt, was sich hinter diesem Begriff verbirgt und die Herkunft von DT aufgezeigt. Des Weiteren werden zentrale Erfolgsfaktoren, welche diesem Konzept zu Grunde liegen näher erläutert und die einzelnen Phasen des Prozesses dargestellt.
Im Anschluss daran werden Herausforderungen und Hürden beim Umsetzen der möglichen Kreativitätsmethode diskutiert und ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Herkunft, Begriffsklärung und Voraussetzungen des Design Thinking
2.1 Herkunft
2.2 Begriffsklärung
2.3 Voraussetzungen von Design Thinking
3 Erfolgsfaktoren des Design Thinking
3.1 Raumkonzept
3.2 Multidisziplinäre Teams
3.3 Prozess
4 Phasen des Design Thinking-Prozesses
4.1 Verstehen
4.2 Beobachten
4.3 Sichtweise definieren
4.4 Ideen finden
4.5 Prototypen entwickeln
4.6 Testen
5 Hürden bei der Anwendung
5.1 Teammitglieder
5.2 Projektkontext
6 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Kreativitätsmethode "Design Thinking" kritisch auf ihre Innovationskraft. Ziel ist es zu analysieren, ob es sich um eine tatsächlich neue Methode handelt oder lediglich um eine Zusammenstellung bereits bekannter Ansätze unter einem neuen Begriff.
- Herkunft und Definition des Design Thinking
- Zentrale Erfolgsfaktoren wie Raumkonzept und interdisziplinäre Teams
- Detaillierte Analyse des iterativen Prozessablaufs
- Identifikation möglicher Hürden in der praktischen Anwendung
- Kritische Würdigung des Mehrwerts für Unternehmen
Auszug aus dem Buch
Multidisziplinäre Teams
Idealtypisch für jede Challenge ist ein Team, welches aus Teilnehmern verschiedenster Fachbereiche wie z.B. Betriebswirtschaft, Rechtswissenschaft, Theologie und Technik besteht. Weiterhin sollen die Teilnehmer aus verschiedenen Hierarchieebenen stammen. Die Grundlage für die zuvor genannte offene Kommunikation ist, dass vorherrschende Rollen und Positionen der Teilnehmer abgelegt werden um so auf Augenhöhe zu kollaborieren. Durch diesen Mix an Erfahrung und Wissen wird die Stärke des Teams gefördert.
Weiterhin ist es so möglich, Probleme von verschiedenen Perspektiven zu betrachten, um im Anschluss möglichst viele kreative Ideen und Herangehensweisen in den Ablauf einfließen zu lassen. Um ein aktiver Teilnehmer des Prozesses zu werden, ist kein Vorwissen im Bereich DT notwendig, jedoch werden in der Literatur Eigenschaften genannt, welche der Mitwirkende unabdingbar mitbringen muss:
Einfühlungsvermögen. Empathie bedeutet, dass sich der Teilnehmer in die Lage anderer Personen versetzen kann. Er kann die Welt aus Sicht der Kunden sehen. Ihm entsteht dadurch die Möglichkeit, Lösungen für die expliziten und impliziten Bedürfnisse des Klienten zu erarbeiten. Das Einfühlungsvermögen ist eine essentielle Eigenschaft, da Design Thinking immer auf die Probleme des Kunden ausgerichtet ist.
Integratives Denken. Hinter diesem Begrifft steht die Befähigung, sich auf ausgefallene Lösungsansätze zu konzentrieren. Der Design-Thinker sollte nicht nur nach bereits gegebenen analytischen Verfahren arbeiten, sondern auch widersprüchliche Aspekte einer Problemstellung erkennen und dadurch neuartige und innovative Lösungen zu generieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Innovationen im globalen Wettbewerb und führt die zentrale Fragestellung ein, ob Design Thinking eine echte Neuerung oder lediglich "alter Wein in neuen Schläuchen" ist.
2 Herkunft, Begriffsklärung und Voraussetzungen des Design Thinking: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung des Design Thinking an der Stanford University und definiert die wesentlichen Voraussetzungen sowie die drei klassischen Innovationsdimensionen.
3 Erfolgsfaktoren des Design Thinking: Hier werden die strukturellen und personellen Rahmenbedingungen analysiert, insbesondere die Bedeutung eines kreativen Raumkonzepts sowie der Einsatz interdisziplinärer Teams.
4 Phasen des Design Thinking-Prozesses: Das Kapitel beschreibt detailliert die sechs iterativen Prozessschritte von der Problemverstehensphase bis hin zum Testen von Prototypen.
5 Hürden bei der Anwendung: Hier werden potenzielle Hindernisse bei der Implementierung beleuchtet, unterteilt in menschliche Faktoren innerhalb der Teams und inhaltliche Herausforderungen im Projektkontext.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Design Thinking zwar keine Erfindung neuer Einzelteile ist, aber in der Kombination und Kundenfokussierung ein wirkungsvolles Gesamtinstrument darstellt.
Schlüsselwörter
Design Thinking, Innovation, Kreativitätsmethode, Innovationsmanagement, Interdisziplinäre Teams, Raumkonzept, Iteration, Kundenorientierung, Problemlösung, Prototyping, Unternehmensstrategie, Kollaboration, Einfühlungsvermögen, Prozessmanagement, Wettbewerbsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Kreativitätsmethode "Design Thinking" hinsichtlich ihres Ursprungs, ihrer Bestandteile und ihres tatsächlichen Innovationsgehalts für Unternehmen.
Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Erfolgsfaktoren (Raum, Team), dem iterativen Prozessablauf und den Herausforderungen bei der praktischen Implementierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob Design Thinking eine wirklich neuartige Kreativitätsmethode ist oder ob es sich dabei nur um eine neue Bezeichnung für bereits bekannte Konzepte handelt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen des Innovationsmanagements mit den Konzepten des Design Thinking verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Erfolgsfaktoren, die sechs Prozessphasen und mögliche Anwenderhürden detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Innovation, Design Thinking, Iteration, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Kundenorientierung.
Warum ist das Einfühlungsvermögen laut Arbeit so wichtig?
Das Einfühlungsvermögen ist essenziell, da Design Thinking strikt auf die expliziten und impliziten Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet ist und nicht primär auf technologische Vorgaben.
Welche Rolle spielt der Gruppensprecher bei Hindernissen?
Der Gruppensprecher soll Spannungen lösen, Konkurrenzkampf verhindern und bei Konflikten oder hierarchischen Blockaden moderierend eingreifen, um den Projektprozess nicht zu gefährden.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Richter (Autor:in), 2016, Innovationen in der Unternehmensstrategie. Design Thinking als Lösungsansatz im Personalmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350830