Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Psychologie - Consultation et Thérapie

Alternative Behandlungsmethoden bei Posttraumatischer Belastungsstörung. Pferdegestützte Interventionen und Reittherapien

Titre: Alternative Behandlungsmethoden bei Posttraumatischer Belastungsstörung. Pferdegestützte Interventionen und Reittherapien

Dossier / Travail , 2016 , 45 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Miriam Otto (Auteur)

Psychologie - Consultation et Thérapie
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit behandelt mögliche Interventions- und Therapiemethoden einer Posttraumatischen Belastungsstörung mit dem Fokus auf Unterstützung durch Pferde.

Der Begriff Trauma (griechisch für Verletzung, Wunde) beschreibt die Schädigung des Körpers durch äußere Einflüsse, schließt aber auch seelische Verletzungen mit ein. Laut Fischer und Riedesser äußert sich ein Trauma als Diskrepanzerlebnis zwischen einer bedrohlichen Situation und den individuellen Bewältigungsmechanismen mit dieser. Es bewirkt Gefühle von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe und erschüttert das Selbst- und Weltverständnis dauerhaft.

Als Folge eines Traumas kann (muss aber nicht!) eine Posttraumatische Belastungsstörung entstehen, um welche es in dieser Arbeit gehen wird. Nach einer Beschreibung der Epidemiologie und Ätiologie der Posttraumatischen Belastungsstörung gehe ich gezielter auf ihre Symptomatik ein.

Die Symptome unterscheiden sich teilweise zwischen Kindern und Erwachsenen. Bei beiden Gruppen ist es jedoch von großer Bedeutung, die Symptome mit und durch ihren Ursprung, das Trauma, zu verstehen, um angemessen mit ihnen umgehen und sie behandeln zu können. Dieser Umgang wird unter anderem im Kapitel zur Traumapädagogik behandelt. Denn Trauma ist ein sensibles Thema, welches einen bewussten und sensiblen Umgang fordert. Damit (pferdegestützte) Interventionen ihre volle Wirkung entfalten können, ist eine entsprechende pädagogische Grundhaltung bei der durchführenden Person Voraussetzung.

Zuvor wird die klassische Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen im Sinne von Medikamenten und Psychotherapie beschrieben, welche zum Teil auch Bedingung für pferdegestützte Interventionen sind.

Im Kapitel Pferdegestützte Interventionen werden alternative und unterstützende Möglichkeiten der Behandlung besprochen. Es wird thematisiert, welche Rahmenbedingungen nötig sind, aber auch wie eine pferdegestützte Therapie bei Posttraumatischen Belastungsstörungen konkret aussehen kann. Ein Fallbeispiel rundet diesen Eindruck ab.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Epidemiologie Posttraumatischer Belastungsstörungen

3. Ätiologie Posttraumatischer Belastungsstörungen

4. Symptomatik Posttraumatischer Belastungsstörungen

4.1 Besonderheiten der posttraumatischen Entwicklung bei Kindern

4.2 Erläuterung einzelner traumabezogener Symptome und der Umgang mit ihnen

5. Diagnostik Posttraumatischer Belastungsstörungen

5.1 Differenzialdiagnosen zur Posttraumatischen Belastungsstörung

6. Klassische Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörungen

7. Die Grundhaltung Traumapädagogik als Voraussetzung für gelingende Pferdegestützte Interventionen

8. Pferdegestützte Interventionen bei Posttraumatischen Belastungsstörungen

8.1 Rahmenbedingungen

8.2 Konkrete Ideen für Pferdegestützte Interventionen mit Menschen mit traumatisierenden Erfahrungen

8.3 Fallbeispiel

9. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz pferdegestützter Interventionen bei Menschen mit traumatisierenden Erfahrungen und posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS), mit dem Ziel, therapeutische und pädagogische Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die über eine klassische klinische Behandlung hinausgehen oder diese ergänzen.

  • Grundlagen der Traumapädagogik und deren Anwendung im pferdegestützten Setting.
  • Epidemiologie, Ätiologie und Symptomatik von PTBS unter Berücksichtigung entwicklungspsychologischer Besonderheiten bei Kindern.
  • Rahmenbedingungen und konkrete Interventionsmöglichkeiten in der Mensch-Pferd-Begegnung.
  • Die Rolle des Pferdes als neutraler Beziehungspartner zur Förderung von Selbstwirksamkeit und Affektregulation.
  • Fallbasierte Analyse zur praktischen Anwendung der Reorientierung im Hier und Jetzt.

Auszug aus dem Buch

4.2 Erläuterung einzelner traumabezogener Symptome und der Umgang mit ihnen

Ein Flashback ist ein psychischer Zustand, in welchem Gedächtnisinhalte aus vergangenen Stresssituationen Macht über Erleben und Verhalten in der Gegenwart bekommen. Bilder, Stimmen, Gerüche, Geschmacks- und Körperempfindungen von damals werden aktualisiert. Überzeugungen über sich, andere Menschen und die Welt von damals gelten wieder. Die gleichen Gefühle sind wieder zu spüren, die gleichen Verhaltensmuster werden aktiviert oder körperliche Stressreaktionen ausgelöst, die den körperlichen Veränderungen in der vergangenen Stresssituation gleichen. (vgl. van der Kolk, 2000; zit. n. Weiß 2009a, S. 56f.) Es ist wichtig, mit den Kindern und Jugendlichen genau diese Situationen, Bilder, Stimmen, Gerüche etc. auszumachen, um sie in der Zukunft vermeiden zu können, oder um vereinbaren zu können, wie mit solchen Situationen umgegangen werden kann. (vgl. Schmid/Lang et. al. 2010, S. 242)

Re-Inszenierungen sind Verhaltensstrategien, die traumatisierte Menschen in Situationen fortwährender Störung ihres inneren Gleichgewichts entwickelt haben, um in der damals traumatisierenden Umwelt überleben zu können. Es geht um ein durch das Trauma ausgelöstes und erlerntes Rollenverhalten, welches im gegenwärtigen Alltag auftaucht, um das früher Erlebte darzustellen. Traumatisierte Menschen re-inszenieren bereits erlebte traumatisierende Situationen in einem alltäglichen Rahmen, damit sie sich dieser Situation nicht mehr ohnmächtig ausgeliefert fühlen, sondern sie selbst (mit-) gestalten. Das führt dazu, dass sie aus der Opferrolle in eine aktiv gestaltende Rolle wechseln können. Sie erfahren endlich Selbstwirksamkeit. (vgl. Weiß 2009a, S. 57 f.) Diese Re-Inszenierungen sind von Mitmenschen mitunter kaum zu verstehen. Dieses Verständnis wiederum ist von enormer Bedeutung dafür, den traumatisierten Kindern und Jugendlichen verständnisvoll und wertschätzend gegenüber treten zu können, wenn sie scheinbar unangemessenes Verhalten zeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition des Traumabegriffs und Einführung in die Thematik der PTBS sowie der pferdegestützten Interventionen.

2. Epidemiologie Posttraumatischer Belastungsstörungen: Darstellung der Häufigkeitsraten geschlechtsspezifischer Traumata und deren Konsequenzen.

3. Ätiologie Posttraumatischer Belastungsstörungen: Erläuterung biologischer und psychologischer Ursachenfaktoren für die Entstehung einer PTBS.

4. Symptomatik Posttraumatischer Belastungsstörungen: Beschreibung der Leitsymptome wie Wiedererleben, Vermeidungsverhalten und Übererregung, inklusive kinderspezifischer Besonderheiten.

5. Diagnostik Posttraumatischer Belastungsstörungen: Klinische Einordnung der PTBS gemäß ICD-10 sowie Abgrenzung zu anderen Störungsbildern.

6. Klassische Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörungen: Übersicht gängiger medizinischer und psychotherapeutischer Verfahren sowie die Bedeutung einer phasenspezifischen Behandlung.

7. Die Grundhaltung Traumapädagogik als Voraussetzung für gelingende Pferdegestützte Interventionen: Analyse der traumapädagogischen Haltung als Basis für Sicherheit und Selbstbemächtigung in der Therapie.

8. Pferdegestützte Interventionen bei Posttraumatischen Belastungsstörungen: Darstellung praktischer Methoden zur Förderung von Körperwahrnehmung, Bindung und Selbstregulation durch das Pferd.

9. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung zum Mehrwert pferdegestützter Interventionen als individuelle Unterstützungsmöglichkeit, auch unabhängig von einer medizinischen Diagnose.

Schlüsselwörter

Trauma, PTBS, Pferdegestützte Interventionen, Traumapädagogik, Selbstwirksamkeit, Dissoziation, Reorientierung, Bindungsentwicklung, Selbstregulation, Affektregulation, Flashback, Resilienz, Stabilisierung, Körperwahrnehmung, Traumafolgestörungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie pferdegestützte Interventionen als ergänzender Ansatz zur Begleitung von traumatisierten Menschen und Betroffenen von PTBS eingesetzt werden können, um Heilungs- und Entwicklungsprozesse zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Traumapädagogik, die klinische Symptomatik von PTBS, die psychologischen Grundlagen der Traumabewältigung sowie die praktische Arbeit in der pferdegestützten Therapie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Nutzen pferdegestützter Interventionen zur Förderung von Sicherheit, Selbstwirksamkeit und psychischer Stabilisierung darzustellen, ohne die Reittherapie als alleinigen Ersatz für klinische Behandlungen zu propagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Synthese traumapädagogischer Konzepte mit aktuellen Erkenntnissen aus der Reittherapie, ergänzt durch ein Praxisbeispiel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung klinischer Fakten zu PTBS, die Bedeutung der traumapädagogischen Grundhaltung sowie einen ausführlichen Teil zu praktischen Ideen für pferdegestützte Interventionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Traumapädagogik, Pferdegestützte Interventionen, Selbstwirksamkeit, Dissoziation und Selbstregulation maßgeblich charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Patient" und "Klient" für die Autorin wichtig?

Die Autorin betont diesen Unterschied, um zu verdeutlichen, dass Menschen nach Traumatisierungen primär schutzbedürftig sind und nicht zwingend eine medizinische Diagnose benötigen, um von unterstützenden Interventionen zu profitieren.

Wie hilft das Fallbeispiel beim Verständnis der Thematik?

Das Fallbeispiel veranschaulicht konkret, wie dissoziative Zustände im Kontakt mit einem Pferd gespiegelt werden und wie durch gezielte Reorientierung die Präsenz und Kontrolle für den Betroffenen wiedererlangt werden kann.

Fin de l'extrait de 45 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Alternative Behandlungsmethoden bei Posttraumatischer Belastungsstörung. Pferdegestützte Interventionen und Reittherapien
Cours
Ausbildung zur Reittherapeutin/Reitpädagogin
Note
1,3
Auteur
Miriam Otto (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
45
N° de catalogue
V351503
ISBN (ebook)
9783668392496
ISBN (Livre)
9783668392502
Langue
allemand
mots-clé
Trauma Posttraumatische Belastungsstörung PTBS Reittherapie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Miriam Otto (Auteur), 2016, Alternative Behandlungsmethoden bei Posttraumatischer Belastungsstörung. Pferdegestützte Interventionen und Reittherapien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351503
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  45  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint