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Fremdenfeindlichkeit und Hass. Von Haus aus fremdenfeindlich?

Inwiefern wirkt sich die Sozialisation im Elternhaus auf die Entwicklung fremdenfeindlicher Einstellungen der Kinder während der Adoleszenz aus?

Title: Fremdenfeindlichkeit und Hass. Von Haus aus fremdenfeindlich?

Term Paper , 2016 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Neema Li (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Im Rahmen dieser Hausarbeit sollen die verschiedenen Faktoren der Entstehung fremdenfeindlicher Einstellungen von Jugendlichen im Elternhaus aufgedeckt werden.

Im zweiten Abschnitt der Hausarbeit wird zunächst der theoretische Hintergrund erläutert. Es wird zwischen latenter und manifester Sozialisation unterschieden und genauer auf die theoretischen Ansätze der direkten Transmission, des Autoritarismus und der Desintegration eingegangen. Im dritten Abschnitt werden zwei empirische Studien von Rippl und Gniewosz & Noack vorgestellt, um die theoretischen Ansätze auf ihre Erklärungskraft hin bewerten zu können. Abschließend werden die Ergebnisse in einem Fazit zusammengefasst und kritisch reflektiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.2. Latente Sozialisation fremdenfeindlicher Einstellungen

3. Empirische Studien

3.1 Direkte Transmission, Autoritarismus und Desintegration

3.2 Transmissions- und Projektionsprozesse

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der familiären Sozialisation auf die Genese fremdenfeindlicher Einstellungen bei Jugendlichen während der Adoleszenz. Dabei wird analysiert, wie politische Orientierungen der Eltern direkt sowie indirekt durch Erziehungsstile und Desintegrationserfahrungen auf die Kinder übertragen werden.

  • Wirkmechanismen der direkten Transmission politischer Einstellungen
  • Die Rolle von Autoritarismus und Erziehungsstilen
  • Einfluss von Anomie und Desintegration auf Jugendliche
  • Projektionsprozesse bei der Wahrnehmung elterlicher Werthaltungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Manifeste Sozialisation fremdenfeindlicher Einstellungen

Die manifesten Sozialisationsprozesse beschreiben die Wirkzusammenhänge zwischen dem politischen Familienmilieu und der politischen Persönlichkeit der Jugendlichen, welche schon in der frühen Kindheit beginnen (vgl. Geißler, 1996, S. 56 ff.). Durch die bewusste Auseinandersetzung mit politischen Themen in Gesprächen oder durch Medieneinflüsse gewinnen sie jedoch erst im weiteren Lebensverlauf, besonders der Adoleszenz, zunehmend an Bedeutung (vgl. Becker & Mays, 2003, S. 22).

Der zugrundeliegende Prozess wird durch das Modelllernen, basierend auf der sozial – kognitiven Lerntheorie nach Bandura (1979) beschrieben. Demnach wird davon ausgegangen, dass Eltern Modelle für ihre Kinder darstellen, welche diese imitieren. Über die Beobachtung von expliziten politischen Einstellungen, Meinungsäußerungen und Handlungen werden die politischen Einstellungen der Eltern von deren Kindern wahrgenommen und gegebenenfalls übernommen (vgl. Gniewosz & Noack, 2008, S. 281). Der innerfamilialen Kommunikation kommt dabei eine bedeutende Rolle zu (vgl. Oepke, 2008, S. 303 ff.). Je häufiger politische Gespräche in der Familie stattfinden, desto eher wird den Kindern eine Vorstellung der elterlichen politischen Präferenzen vermittelt. Je offensichtlicher diese Präferenzen und Einstellungen sind und je stärker die Eltern in diesen übereinstimmen, desto besser können sie von den Kindern wahrgenommen und gelernt werden (vgl. Wasmund, 1982, S. 35 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema Fremdenfeindlichkeit bei Jugendlichen im Kontext der politischen Sozialisation und Darlegung der zentralen Forschungsfrage.

2. Theoretischer Hintergrund: Erläuterung der Konzepte zur Entstehung politischer Einstellungen, mit Fokus auf manifester Transmission, Autoritarismus und Desintegrationstheorien.

2.2. Latente Sozialisation fremdenfeindlicher Einstellungen: Analyse der indirekten Einflüsse durch das Familienklima, autoritäre Erziehungsmuster und die Bedeutung der Anomie-Forschung.

3. Empirische Studien: Vorstellung und Bewertung aktueller Studien zur Überprüfung der theoretischen Ansätze anhand von Daten zur Eltern-Kind-Transmission.

3.1 Direkte Transmission, Autoritarismus und Desintegration: Untersuchung von Rippl (2004) zu den Faktoren, die direkt oder indirekt auf die Fremdenfeindlichkeit und das deviante Verhalten Jugendlicher wirken.

3.2 Transmissions- und Projektionsprozesse: Analyse von Gniewosz & Noack (2008) hinsichtlich der Wahrnehmungsgenauigkeit elterlicher Einstellungen und der Rolle von Projektionen im Jugendalter.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Diskussion der Relevanz für präventive Maßnahmen gegen fremdenfeindliche Tendenzen.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien.

Schlüsselwörter

Fremdenfeindlichkeit, Politische Sozialisation, Adoleszenz, Elternhaus, Direkte Transmission, Latente Sozialisation, Autoritarismus, Desintegration, Anomie, Projektionsprozesse, Familienklima, Jugendliche, Prävention, Werteübertragung, Identitätsformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche in ihrem Elternhaus fremdenfeindliche Einstellungen entwickeln und inwieweit die politischen Orientierungen oder das Sozialisationsklima der Eltern hierbei eine prägende Rolle spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die politische Sozialisation, die intergenerationale Transmission (Übertragung) von Einstellungen, Autoritarismusforschung sowie die Auswirkungen von Desintegrationserfahrungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Mechanismen der Entstehung fremdenfeindlicher Einstellungen bei Jugendlichen aufzudecken, um damit Ansatzpunkte für wirksame Präventionsmaßnahmen zu identifizieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch aktuelle sozialwissenschaftliche Literatur und einer kritischen Auswertung empirischer Längsschnittstudien sowie multivariater Pfadmodelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Modelle (manifeste vs. latente Sozialisation) differenziert und anschließend in zwei konkreten empirischen Studien auf ihre Erklärungskraft hin geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Politische Sozialisation, Fremdenfeindlichkeit, Transmission, Adoleszenz und Desintegration.

Welche Rolle spielt die Projektion bei der Einstellungstransmission?

Jugendliche projizieren ihre eigenen, oft unsicheren Einstellungen auf die Eltern, um Konsens herzustellen, was die wahrgenommene Transmission beeinflusst. Mit zunehmendem Alter sinken diese Projektionstendenzen zugunsten einer genaueren Wahrnehmung.

Warum konnte die Autoritarismusthese in den empirischen Studien nur teilweise gestützt werden?

Die analysierten Studien zeigten nur sehr schwache direkte Effekte von Interaktionsfaktoren auf die Einstellung, wobei indirekte Zusammenhänge über die Beziehungsqualität zur Clique stärker gewichtet wurden.

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Details

Title
Fremdenfeindlichkeit und Hass. Von Haus aus fremdenfeindlich?
Subtitle
Inwiefern wirkt sich die Sozialisation im Elternhaus auf die Entwicklung fremdenfeindlicher Einstellungen der Kinder während der Adoleszenz aus?
College
University of Bamberg
Grade
1,7
Author
Neema Li (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V352728
ISBN (eBook)
9783668391406
ISBN (Book)
9783668391413
Language
German
Tags
fremdenfeindlichkeit hass haus inwiefern sozialisation elternhaus entwicklung einstellungen kinder adoleszenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Neema Li (Author), 2016, Fremdenfeindlichkeit und Hass. Von Haus aus fremdenfeindlich?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352728
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