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Prozess-Sicherheit II. Statistische Versuchsplanung für Ingenieure in Produkt- und Prozessentwicklung

Título: Prozess-Sicherheit II. Statistische Versuchsplanung für Ingenieure in Produkt- und Prozessentwicklung

Libro Especializado , 2017 , 511 Páginas

Autor:in: Eckehardt Spenhoff (Autor)

Matemáticas - Estadística
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Mit diesem Buch wird der Versuch unternommen, statistische Methoden wie sie in der Produkt- und Prozessentwicklung genutzt werden, zu behandeln. Bezüglich der mathematischen Herleitung müssen aufgrund des Buchumfanges Abstriche gemacht werden. Für die statistischen Methoden des operativen Qualitätsmanagement (Mess-System-Analyse, Statistische Prozessregelung, Statistische Prozessfähigkeitsanalyse und vieles mehr) wird auf das Buch Prozess-Sicherheit I. hingewiesen. Dort wurden diese Verfahren umfassend dargestellt. In diesem Buch werden die Varianzanalyse, Design of Experiments (DoE), Response Surface Methodology (RSM) und Mixtures Analysis ausführlich behandelt.

Neben einigen Grundlagen der Statistik findet der interessierte Leser eine detaillierte Darstellung der wichtigsten Verfahren zur Versuchsplanung:

1) gekreuzte und hierarchische Varianzanalysen mit festen oder zufälligen Variablen;
2) faktorielle und teilfaktorielle Versuchspläne mit stetigen und kategorialen Variablen;
3) Response Surface Versuchspläne (Zentral zusammengesetzte Versuchspläne, Box-Behnken);
4) Mischungsanalysen mit und ohne Restriktionen inklusive von Prozessvariablen;
5) D-optimale Versuchspläne;
6) Polyoptimierung für mehrere Zielgrößen;
7) Taguchi- und Shainin-Methoden;
8) Umfangreiche Beispiele zur Planung und Analyse von Versuchen

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen von Merkmalen und Versuchen

2.1. Nominalskala (topologisch)

2.2. Ordinalskala (topologisch)

2.3. Intervallskala (metrisch, kardinal)

2.4. Verhältnis­skala (metrisch, kardinal)

2.5. Stetige und diskrete Merkmale

2.6. Zufallsvariable, Einfluss- und Zielgrößen

2.7. Grundlegende Begriffe der Versuchsplanung

2.8. Richtlinien versus statistische Versuchsplanung

2.9. Einsatzmöglichkeiten der statistischen Versuchsplanung

3. Normalverteilung und Verwandtes

3.1. Standardisierte Normalverteilung

3.2. Grafiken zur NV

3.2.1. Histogramme der Datensätze

3.2.2. Summenhäufigkeiten der Datensätze

3.2.3. Wahrscheinlichkeitsnetz (Quantil-Quantil-Diagramm)

3.2.4. Probability-Probability-Diagramm

3.2.5. Formale Definition einer Ordnungsstatistik

3.2.6. Urwertkarten der Datensätze

3.3. Zentraler Grenzwertsatz

3.3.1. Beispiel: Wie aus einer Mischverteilung eine Normalverteilung wird

3.4. Student- oder t-Verteilung

3.5. X^2-Verteilung

3.6. F-Verteilung

3.7. Die Parameter der Normalverteilung

3.8. Tests auf Normalverteilung

3.8.1. Jarque-Bera Test

3.8.2. Doornik-Hansen Test

3.8.3. Anderson-Darling Test

3.8.4. Ryan-Joiner Test

3.8.5. Epps-Pulley Test

3.9. Transformationen

4. Der statistische Test

4.1. Elemente des Hypothesentests

4.2. Signifikanztests

4.3. Null- und Alternativhypothese

4.4. Risiko I. und II. Art

4.4.1. Beispiel: Schmerzmittelprüfung

5. Mittelwertvergleiche (ANOVA)

5.1. Mittelwerte mit Zielwerten vergleichen

5.1.1. Beispiel: erster Datensatz

5.2. Vergleich unabhängiger Mittelwerte

5.2.1. Beispiel: Abzugskraft

5.3. Äquivalenztest

5.4. Vergleich abhängiger Mittelwerte

5.4.1. Beispiel: Wieder lösbares Befestigungssystem

5.5. Vergleich zweier Varianzen, F-Test

5.5.1. Beispiel: eine Million Stifte

5.5.2. Der F-Test

5.6. Levene und Brown-Forsythe Test

5.7. Die einfache Streuungszerlegung

5.8. Der Welch Test

5.8.1. Beispiel: Bolzenlänge auf fünf Maschinen gefertigt

6. Klassische Versuchsmethoden der Varianzanalyse

6.1. Versuchspläne der Varianzanalyse

6.2. Vollständige Zufallspläne

6.3. Zufällige Blockpläne

6.4. Lateinische Quadratpläne

6.4.1. Griechisch-Lateinische Quadratpläne

6.4.2. Hypergriechisch-Lateinische Quadratpläne

6.5. Ausgewogene unvollständige Blockpläne

6.6. Youden Quadratpläne

6.7. Mehrfache Varianzanalyse

6.7.1. Die Modelle der Varianzanalyse

6.7.2. Berechnung mehrfacher Varianzanalysen

6.7.3. Grafische Interpretation der Varianzanalyse

6.8. Beispiel: Reißfestigkeit einer Folie (festes Modell)

6.9. Beispiel: Reißfestigkeit einer Folie (zufälliges Modell)

6.10. Unvollständige Versuchspläne

6.10.1. Zweifache hierarchische Versuchspläne

6.10.2. Dreifache unvollständige Versuchspläne

6.10.3. Dreifache teilhierarchische Versuchspläne

6.10.4. Varianzkomponenten hierarchischer Versuchspläne

6.10.5. Lateinische Quadrate

7. Korrelations- und Regressionsanalyse

7.1. Modelle der Regressionsanalysen

7.2. Arten der Korrelation

7.2.1. Formale Korrelation

7.2.2. Inhomogenitätskorrelation

7.2.3. Gemeinsamkeitskorrelation

7.2.4. Kausale Korrelation

7.3. Lineare Regression

7.3.1. Methode der kleinsten Quadrate

7.3.2. Bildung der ANOVA

7.3.3. Korrelation

7.3.4. Beurteilung der Abhängigkeit von Variablen

7.3.5. Grafische Beurteilung der Residuen

7.3.6. Vertrauensbereiche und Signifikanz

7.3.7. Vertrauensbereich für den Korrelationskoeffizienten

7.3.8. Vertrauensbereich für den Mittelwert My(x)

7.3.9. Vorhersagebereich für Einzelwerte y

7.3.10. Simultanes Vertrauensband der Regressionsgeraden

7.3.11. Breusch-Pagan Test zur Prüfung der Homoskedastizität

7.4. Regression durch den Ursprung

7.5. Orthogonale Regression

7.6. Beispiel: Aushärtung von Beton

7.7. Quasi-lineare Regression

7.7.1. Beispiel: Gewicht versus Luftfrachtkosten

8. Nichtlineare Regression

8.1. Beispiel: BMI versus Attraktivität

9. Multiple Regression

9.1. Allgemeines Regressionsmodell

9.1.1. Regression durch den Ursprung

9.1.2. Regression für Mischungen

9.1.3. Polynomiales Regressionsmodell

9.1.4. Faktorielles Regressionsmodell

9.1.5. Zentral zusammengesetztes Regressionsmodell

9.1.6. Diskriminanzanalyse im Zweigruppenfall

9.1.7. Regressionsanalysen mit Indikatorvariablen

9.2. Analyse der Regression

9.3. Vertrauens- und Prognoseintervalle

9.4. Probleme mit ungeplanten Versuchen

9.4.1. Problem: Heterogenität der Daten

9.4.2. Problem: Scheinkorrelation

9.4.3. Problem: Multikollinearität

9.4.4. Problem: Heteroskedastizität

9.5. Prüfung der Modelladäquatheit

9.6. Residuen, normierte Residuen, Ausreißer

9.6.1. Arten von Residuen

9.6.2. R^2PRESS, Präzisionsindex

9.6.3. Beispiel: Körpergröße und Körpergewicht

9.7. Schrittweise Regression

9.8. Datenaufbereitung

10. Allgemeine Lineare Modelle

10.1. Anwendung der ALM

10.2. Sigmabeschränktes Modell

10.3. Überparametrisierte Modelle

10.4. Zahlenbeispiel für eine zweifache gekreuzte ANOVA

10.5. Dummy-Codierung

10.6. Effekt-Codierung

10.7. Bemerkungen zu ALM

11. Grundlagen der Versuchsplanung

11.1. Prinzipien der Versuchsplanung

11.1.1. Vergleichbarkeit, Verallgemeinerungsfähigkeit

11.1.2. Behandlung wissenschaftlicher Probleme

11.1.3. Die Grundprinzipien der DoE

11.2. Die moderne Versuchsplanung

11.2.1. Der zufällige Versuch

11.2.2. Versuchspunkte durch Fachkenntnisse festlegen

11.2.3. Das Gitterlinienmodell

11.2.4. Die Einfaktormethode

11.2.5. Die Methode des steilsten Anstiegs

11.2.6. Versuchsplan-Modell für kompletten Versuchsraum

11.3. Grundideen

11.3.1. Beispiel: Herstellung von Wirkstoffpflastern

11.3.2. Beispiel: Zahngold-Optimierung

11.3.3. Beispiel: Entwicklung einer Farbkaldruckfixierung

11.3.4. Beispiel: Ertrag einer chemischen Reaktion

11.3.5. Beispiel: Herstellung eines Klebebandes

11.4. Allgemeine Hauptthemen

11.5. Methodiken der Versuchsplanung

11.6. Systematisierung der statistischen Versuchsplanung

11.6.1. Vorgehen bei einfacher Versuchsplanung

11.6.2. Vorgehen bei komplexer Versuchsplanung

11.7. Projektinitialisierungsphase

11.8. Systemanalyse

11.8.1. Detaillierte Problemanalyse

11.8.2. Prozessabbildung

11.8.3. Ermittlung aller potentiellen Ziel-, Einfluss- und Störgrößen

11.9. Selektion der Variablen

11.9.1. Selektion von Zielgrößen

11.9.2. Korrelative Abhängigkeiten von Zielgrößen

11.9.3. Messbarkeit der Zielgrößen

11.9.4. Festlegung der Zielgrößen

11.9.5. Selektion und Festlegung von Faktoren und Störgrößen

11.9.6. Bewertung von Einflussgrößen

11.9.7. Korrelation von Einflussgrößen

11.9.8. Bemerkungen zur Selektionsphase

11.9.9. Festlegung von Planfaktoren, Fixfaktoren und Störgrößen

11.9.10. Wahl der Faktorstufen

11.9.11. Störgrößenbehandlung

11.10. Versuchsstrategie

11.10.1. Auswahl einer Versuchsmethode

11.10.2. Versuchsplanerstellung

11.10.3. Umfang des Versuchsplans

11.10.4. Festlegung der Versuchsreihenfolge

11.10.5. Überprüfung auf praktische Umsetzbarkeit

11.11. Versuchsdurchführung

11.11.1. Kennzeichnung der Versuchsteile

11.11.2. Messmittelüberprüfung

11.11.3. Durchführung aller Versuche (wie festgelegt)

11.11.4. Messdatenerfassung

11.11.5. Abweichungen jeglicher Art festhalten

11.11.6. Aufbewahrung der Versuchsteile

11.12. Versuchsauswertung

11.12.1. Datenaufbereitung

11.12.2. Signifikanzniveau festlegen

11.12.3. Überprüfung der Normalverteilung und Homoskedastizität

11.12.4. Ausreißeranalyse

11.12.5. Residuenanalyse

11.12.6. Residuen gegen Faktoren

11.12.7. Residuen gegen Versuchsreihenfolge

11.12.8. Residuen gegen Modellschätzer

11.12.9. Beobachtungen gegen Vorhersagen

11.12.10. Effektanalyse (Haupt- und Wechselwirkungseffektanalyse)

11.12.11. Zentrierung und Skalierung

11.12.12. Interpretation der Effekte

11.12.13. Regressionsanalyse

11.12.14. Varianzanalyse der Regression

11.12.15. Adäquatheit des Modells

11.12.16. Gütemaße des Modells

11.12.17. Korrelationsanalyse

11.12.18. Graphische Auswertung

11.12.19. Optimale Einstellungen bei mehreren Zielgrößen

11.13. Validierung

11.13.1. Interpretation und Rückschlüsse

11.13.2. Maßnahmen

11.13.3. Absicherung und weiteres Vorgehen

11.13.4. Bestätigungsversuch

11.13.5. Dokumentation abschließen und vervollständigen

12. Faktorielle Versuche

12.1. 2^k Faktoren-Versuche

12.2. Betrachtung faktorieller Versuchspläne

12.2.1. Definition der Faktorstufen

12.2.2. Voraussetzungen faktorieller Versuche

12.2.3. Normierung der Faktoren

12.3. Die Analyse faktorieller Versuche

12.4. Analyse mit Zentralpunkt

12.4.1. Grafische Darstellung faktorieller Versuche

12.4.2. Versuchsaufwand und Informationsgehalt

12.4.3. Blockbildung in faktoriellen Versuchen

12.4.4. Faktorielle Versuche für Polybeutel

12.5. Die teilfaktoriellen Versuchspläne

12.5.1. Grundlage teilfaktorieller Versuchspläne

12.5.2. Beispiel: Sportschütze

12.5.3. Lösungstypen

12.5.4. Konstruktion teilfaktorieller Versuchspläne

12.5.5. Generatoren und definierende Beziehungen

12.5.6. Berechnung von teilfaktoriellen Versuchsplänen

12.6. Verkleinerte Versuchspläne durch Aussieben

12.6.1. Plackett-Burman Versuchspläne

12.6.2. Beispiel für einen Plackett-Burman Versuchsplan

13. Zentrale zusammengesetzte Versuchspläne

13.1. Die Versuchspläne der Typen 3^k und 5^k

13.2. Planung zentraler Versuchspläne

13.3. Drehbarkeit und Orthogonalität

13.4. Voraussetzungen für Modelle zweiter Ordnung

13.5. Lösung von Optimierungsaufgaben

13.6. Kanonische Analyse

13.7. Weitere Versuchspläne

13.7.1. Vollständige 3^k - Versuchspläne

13.7.2. 3^k-p Teilfaktorenpläne

13.7.3. Gemischte 2^k 3^k Faktorenpläne

13.7.4. Box-Behnken Versuchspläne

13.7.5. Versuchspläne dritter Ordnung

13.8. Optimale Versuchsplanung

13.8.1. D-optimale Versuchspläne

13.8.2. Vor- und Nachteile von D-optimalen Versuchsplänen

13.8.3. Beispiel: D-optimaler Versuchsplan

13.8.4. Modellansatz

13.8.5. Potentielle Effekte

13.8.6. Beurteilungskriterien zur Auswahl eines D-optimalen Versuchsplans

13.8.7. Versuchspunkte

13.8.8. Beispiel: Einschränkungen des Versuchsraumes

13.8.9. Beispiel: D-optimale Modellergänzung

13.8.10. Anzahl erforderlicher Versuche in Abhängigkeit vom Modell

13.8.11. Vorgehensweise zur Erstellung D-optimaler Pläne

13.8.12. Suchalgorithmen

13.8.13. Bemerkungen zu D-optimalen Versuchen

13.9. Beispiel: Fortsetzung des Plackett-Burman Versuchsplanes

14. Industrielle Mischungsexperimente

14.1. Die Methodik von Mischungsexperimenten

14.2. Modellbildung bei Mischungsexperimenten

14.3. Planung von Mischungsexperimenten

14.3.1. Standard-Simplex-Konstruktion

14.3.2. Beispiel: Fruchtsaftmischung

14.3.3. Pseudo-Simplex-Konstruktion

14.3.4. Beispiel: Liquidus-Temperaturen einer Goldlegierung 585

14.3.5. Extremwert-Konstruktion

14.3.6. Ratio-Konstruktion

14.4. Analyse von Mischungsexperimenten

14.5. Beispiele zur Mischungsanalyse

14.5.1. Beispiel: Optimierung der Penetration eines Wirkstoffs

14.5.2. Beispiel: Optimierung der Viskosität eines Klebstoffs

14.5.3. Beispiel: Viskosität und Trübung eines Reinigungsmittels

14.5.4. Beispiel: Optimierung eines Klebebands

14.5.5. Zusammenfassung

15. Experimentelle Optimumsuche

15.1. Gradientenverfahren (steilster Anstieg)

15.2. Simplex-Methode

15.3. Einfaktor-Methode

15.4. Evolutionary Operation (EVOP)

15.5. Bemerkungen zur experimentellen Optimumsuche

16. Taguchi-Methodik

16.1. Historisches

16.2. Qualität-Philosophie von Taguchi

16.3. Verlustfunktion

16.4. Robustheit / Robust Design

16.5. Ursachen für Streuungen

16.6. Taguchis Drei-Stufen-Prozess zur Produkt- bzw. Prozessentwicklung

16.7. Parameter-Klassifikation

16.8. Taguchis orthogonale Felder/orthogonale Versuchspläne

16.8.1. Konzept der inneren und äußeren Felder

16.8.2. Bestimmung der Freiheitsgrade

16.8.3. Modifikation der orthogonalen Felder

16.8.4. Analyse von mittels Wechselwirkungstabellen und linearen Graphen

16.8.5. Signal/Rausch-Verhältnisse

16.9. Analyse und Kritik an Taguchi-Versuchsplänen

17. Shainin-Methodik

17.1. Historisches

17.2. Shainins Philosophie

17.3. Werkzeuge von Shainin

17.3.1. Isoplot®

17.3.2. Multi-Vari-Karte

17.3.3. Komponententausch

17.3.4. Prozessabschnittstausch

17.3.5. Run-Test

17.3.6. Paarweiser Vergleich

17.3.7. Konzentrationsdiagramme

17.3.8. Variablenvergleich

17.3.9. Vollständiger Versuch

17.3.10. Validieren der Ergebnisse mit der A zu B Analyse

17.3.11. Optimierung der Zielgröße mit dem Streudiagramm

17.3.12. Multi-Spec-Analyse

17.4. Bemerkungen zur Shainin-Methodik

18. Polyoptimierung

18.1. Modelle

18.2. Wunschfunktion

18.2.1. Die individuelle Wunschfunktion d_i

18.2.2. Transformationen

18.2.3. Der gemeinsame Wunschwert D

18.2.4. Differenzierbare Wunschfunktion

18.3. Beispiel: Optimierung eines Klebebandes

18.3.1. Durchführung der Polyoptimierung

19. Analyse ungeplanter (historischer) Daten der Fertigung

19.1. Datenaufbereitung für die Analyse

19.2. Datenanalyse

20. Geschichte der Versuchsplanung (Statistik)

Zielsetzung und Themenbereiche

Dieses Buch zielt darauf ab, Ingenieuren in der Produkt- und Prozessentwicklung fundierte statistische Methoden für die Versuchsplanung (Design of Experiments - DoE) an die Hand zu geben, um Prozesse effizient zu optimieren, Fehlerquellen zu identifizieren und die Qualität bei minimalem Ressourcenaufwand zu maximieren.

  • Statistische Methoden für die Produkt- und Prozessoptimierung
  • Umfassende Verfahren zur Versuchsplanung und -analyse (DoE)
  • Anwendung von Varianzanalysen, Regressionsmodellen und Mischungsexperimenten
  • Praktische Unterstützung durch Software-Add-ins wie OQM-Stat
  • Gegenüberstellung klassischer, Taguchi- und Shainin-Methodiken

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die Literatur und sonstige Veröffentlichungen zur statistischen Versuchsplanung sind mit Beginn der 90-er Jahre explosionsartig nach oben geschossen, Firmen haben Tausende von Mitarbeitern als Green Belts oder Black Belts ausgebildet und trotzdem deutet die Häufigkeit durchgeführter Analysen auf einen Mangel an statistischen Methoden gut ausgebildeten Ingenieuren und Entwicklern hin. Alle methodischen Ansätze, die Qualität bestehender oder neuer Produkte zu verbessern, fordern die Anwendung von statistischer Versuchsplanung. Als Beispiel seien die Six Sigma Methoden DMAIC (für bestehende Produkte und Prozesse) und DFSS (für neue Produkte und Prozesse) genannt, welche die Anwendung von statistischer Versuchsplanung explizit fordern. Doch welche Versuchsmethodik soll der Ingenieur erlernen? Er hat die Wahl zwischen der klassischen Versuchsmethodik, der Taguchi-Methodik und der Shainin-Methodik.

Industrieberater sind als Gurus der jeweiligen Methodik unterwegs und scheuen dabei auch Unwahrheiten oder Übertreibungen um ihr Produkt anzupreisen. Häufig besitzen diese Berater auch nur eine eingeschränkte statistische Kenntnis und führen Versuche durch, die von vornherein zum Scheitern verurteilt sind. Durch solche Versuche geschädigte Ingenieure sind nur noch schwer von der Notwendigkeit der statistischen Versuchsplanung zu überzeugen.

Ein weiteres Problem hat sich in den Firmen eingeschlichen, so dürfen Versuche nichts kosten. Berater preisen die Versuchsplanung als effizientes und effektives Werkzeug an, dass mit geringsten Kosten und Ressourcen ein bestmögliches Ergebnis erbringt. Das ist sicher richtig, wird aber häufig dahingehend missverstanden, dass Versuchsplanung nichts kostet. Nehmen wir an, ein Problem erfordert 45 Versuche und wir geben dazu die Versuchskosten an, dann scheinen die Ingenieure und das Management aus Zockern zu bestehen. Vielleicht reichen ja auch 2 oder 3 Versuche, man probiert sein Glück. Da man kein Glück hat, werden weitere Versuche gemacht und dann häufig mehr als notwendig gewesen wären. Damit nicht genug, weil das Budget verbraucht wurde, gibt man sich mit nicht optimalen Lösungen zufrieden oder wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, kann es kosten was es wolle, jenes Problem zu lösen. Es schlägt die Stunde der Berater.

Zusammenfassung der Hauptkapitel

1. Einleitung: Erläutert die Notwendigkeit und den Stellenwert statistischer Versuchsplanung in modernen Unternehmen unter Berücksichtigung methodischer Herausforderungen.

2. Grundlagen von Merkmalen und Versuchen: Definiert fundamentale Begriffe wie Skalenniveaus, Variablenarten und die Grundprinzipien des Versuchsaufbaus.

3. Normalverteilung und Verwandtes: Vermittelt die theoretischen Grundlagen der Normalverteilung und wichtiger verwandter Verteilungsmodelle für statistische Analysen.

4. Der statistische Test: Beschreibt das Vorgehen bei Hypothesentests, Signifikanzprüfungen sowie das Verständnis von Fehlern erster und zweiter Art.

5. Mittelwertvergleiche (ANOVA): Detailliert die statistischen Methoden zum Vergleich von Mittelwerten und Varianzen zwischen verschiedenen Gruppen.

6. Klassische Versuchsmethoden der Varianzanalyse: Führt in verschiedene klassische Versuchsdesigns ein, inklusive blockbasierter Versuchspläne und lateinischer Quadrate.

7. Korrelations- und Regressionsanalyse: Behandelt die Analyse linearer und nichtlinearer Zusammenhänge zwischen Variablen sowie die Prüfung der Modellgüte.

8. Nichtlineare Regression: Erweitert das Regressionsmodell um Fälle, in denen Zusammenhänge nicht linear durch einfache Transformationen abbildbar sind.

9. Multiple Regression: Erläutert die Analyse komplexerer Zusammenhänge mit mehreren Einflussgrößen und diskutiert Probleme wie Multikollinearität.

10. Allgemeine Lineare Modelle: Beschreibt die theoretische Integration von Varianz- und Regressionsanalyse in einem flexiblen statistischen Rahmen.

11. Grundlagen der Versuchsplanung: Vertieft die moderne, systematische Versuchsplanung von der Projektinitiierung bis zur abschließenden Validierung der Ergebnisse.

12. Faktorielle Versuche: Analysiert den Einfluss mehrerer Faktoren auf Zielgrößen und deren Wechselwirkungen in strukturierten Versuchsreihen.

13. Zentrale zusammengesetzte Versuchspläne: Fokussiert auf effiziente Versuchspläne zur Optimierung quadratischer Antwortflächenmodelle.

14. Industrielle Mischungsexperimente: Spezialkapitel für Versuchsdesigns, bei denen die Summe der Komponentenanteile konstant gehalten werden muss.

15. Experimentelle Optimumsuche: Diskutiert sequenzielle Optimierungsstrategien zur effizienten Annäherung an einen Zielbereich.

16. Taguchi-Methodik: Stellt die robustheitsorientierte Designphilosophie von Dr. Genichi Taguchi vor.

17. Shainin-Methodik: Präsentiert den problemlösungsorientierten Werkzeugkasten zur schnellen Identifikation dominanter Einflussfaktoren.

18. Polyoptimierung: Behandelt die methodische Herangehensweise zur gleichzeitigen Optimierung mehrerer, teilweise widersprüchlicher Zielgrößen.

19. Analyse ungeplanter (historischer) Daten der Fertigung: Gibt Hinweise zur wertvollen Nutzung bereits existierender Prozessdaten für analytische Zwecke.

20. Geschichte der Versuchsplanung (Statistik): Bietet einen historischen Abriss der Entwicklung statistischer Methoden von den Anfängen bis zur modernen industriellen Anwendung.

Schlüsselwörter

Statistische Versuchsplanung, DoE, Design of Experiments, Varianzanalyse, ANOVA, Regressionsanalyse, Korrelationsanalyse, Mischungsexperimente, Taguchi-Methodik, Shainin-Methodik, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Modellvalidierung, Robust Design, Polyoptimierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Werk grundsätzlich?

Das Buch vermittelt Ingenieuren und Entwicklern statistische Werkzeuge, um Prozesse in der Produkt- und Prozessentwicklung durch geplante Versuche datenbasiert zu optimieren und abzusichern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Versuchsplanung (DoE), der statistischen Analyse von Zusammenhängen (Regression, Varianzanalyse) und spezialisierten Optimierungsverfahren wie Mischungsexperimenten oder der Taguchi-Methode.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Vermittlung von Kompetenzen, um mit möglichst geringem Ressourcenaufwand (Anzahl der Versuche) präzise Aussagen über Prozesseinflüsse treffen und das bestmögliche Prozessoptimum finden zu können.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es werden induktive und deskriptive statistische Verfahren angewandt, die durch moderne Software-Add-ins (wie OQM-Stat) praxisnah in Excel oder speziellen Statistikprogrammen umgesetzt werden können.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in methodische Bausteine: von statistischen Grundlagen (Normalverteilung, Tests) über ANOVA, Regressionsanalysen, faktoriellen Versuchsplänen bis hin zu fortgeschrittenen Themen wie der Polyoptimierung und historischen Prozessdatenanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Versuchsplanung (DoE), Varianzanalyse (ANOVA), Regression, Robust Design (Taguchi), Shainin-Werkzeuge sowie Polyoptimierung und Mischungsplanung.

Wie unterscheidet sich die Vorgehensweise bei den klassischen Versuchsplänen von der Taguchi-Methode?

Während klassische Pläne oft auf Modellbildung und die Analyse von Wechselwirkungen abzielen, fokussiert die Taguchi-Methode primär auf die Robustheit eines Prozesses gegenüber Störgrößen durch Parameter- und Toleranz-Design.

Warum ist die Analyse von "historischen Daten" (ungeplante Versuche) in Kapitel 19 relevant?

Unternehmen verfügen oft über große Datenmengen aus der laufenden Produktion. Das Kapitel zeigt, wie man diese "ungeplanten" Daten nutzen kann, um wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, ohne zwingend neue Versuche durchführen zu müssen.

Was ist der Kern der Polyoptimierung (Kapitel 18)?

In der Praxis müssen oft mehrere Zielgrößen (z.B. Kosten, Festigkeit, Viskosität) gleichzeitig optimiert werden, die sich teilweise gegenseitig beeinflussen. Die Polyoptimierung nutzt die Wunschfunktion (Desirability Function), um diese widersprüchlichen Ziele in einem gemeinsamen Optimum abzuwägen.

Final del extracto de 511 páginas  - subir

Detalles

Título
Prozess-Sicherheit II. Statistische Versuchsplanung für Ingenieure in Produkt- und Prozessentwicklung
Autor
Eckehardt Spenhoff (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
511
No. de catálogo
V353127
ISBN (Ebook)
9783668399440
ISBN (Libro)
9783668399457
Idioma
Alemán
Etiqueta
prozess-sicherheit statistische versuchsplanung mischungsanalysen d-optimale versuchspläne multiple regession varianzanalyse taguchi-methode shainin-methode
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Eckehardt Spenhoff (Autor), 2017, Prozess-Sicherheit II. Statistische Versuchsplanung für Ingenieure in Produkt- und Prozessentwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353127
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