1939 ist A. Lernet-Holenia Offizier in der österreichisch-ungarischen Armee gewesen. Er machte den Polenfeldzug mit. Er wurde auf dem Schlachtfeld verwundet und daraufhin bekam er einen anderen Posten. Er hatte aber ein Tagebuch geführt, das ihm beim schreiben des Romans verholfen hat ,,Mars im Widder" entstand in nur zwei Monaten, nämlich zwischen den 15.Dezember 1939 und dem 15. Februar 1940. Unglaublich echt sind die Details den Krieges Szenen, man spürt eindeutig, dass auch er es erlebt hatte. Tatsächlich sind alle taktischen und technischen Schilderungen des Romans Realität und Lernet-Holenia hat sie auch alle erlebt. So beschreibt er zum Beispiel das Stürmen eines Dorfes und das Aufreiben einer gegnerischen Einheit mit unglaublichen Realismus.
Zuerst konnte man jedenfalls sein Roman in Episoden in der Zeitschrift ,,Damen" verfolgen. Unter diesem Namen ist aber nicht zu verstehen, dass nur Damen es gelesen haben, sondern auch Soldaten. Mit diesem Titel versuchte man der Propagandaschilderung möglichst zu entkommen. So wurde dieser Abdruck, wenn auch unerwünscht, nicht gestoppt.
Später aber 1941 wurden 15 000 Exemplare vom Roman gedruckt, was zu dieser Zeit schon beträchtlich war. Dem Propagandaministerium missfiel der Roman selbstverständlich, denn er beschrieb mit Menschlichkeit die Kämpfe im Osten und hätte dem arischen Bild schaden können.
Inhaltsverzeichnis
Vorstellung des Autors
Kontext
Figurenkonstellation
Zusammenfassung
Problematik
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Roman „Mars im Widder“ von Alexander Lernet-Holenia unter besonderer Berücksichtigung seiner politischen Dimensionen und der Gründe für die Ablehnung durch die zeitgenössische NS-Propaganda. Ziel ist es, die verborgenen historischen und symbolischen Chiffrierungen in diesem als Liebesgeschichte getarnten Werk freizulegen.
- Biografische Einordnung von Alexander Lernet-Holenia
- Entstehungsgeschichte und Rezeption des Romans „Mars im Widder“
- Analyse der komplexen Figurenkonstellation
- Untersuchung der kritischen Darstellung des Polenfeldzugs
- Deutung der symbolischen Elemente und Widerstandsmotive
Auszug aus dem Buch
Kontext
1939 ist A. Lernet-Holenia Offizier in der österreichisch-ungarischen Armee gewesen. Er machte den Polenfeldzug mit. Er wurde auf dem Schlachtfeld verwundet und daraufhin bekam er einen anderen Posten. Er hatte aber ein Tagebuch geführt, das ihm beim schreiben des Romans verholfen hat
„Mars im Widder“ entstand in nur zwei Monaten, nämlich zwischen den 15.Dezember 1939 und dem 15. Februar 1940. Unglaublich echt sind die Details den Krieges Szenen, man spürt eindeutig, dass auch er es erlebt hatte. Tatsächlich sind alle taktischen und technischen Schilderungen des Romans Realität und Lernet-Holenia hat sie auch alle erlebt. So beschreibt er zum Beispiel das Stürmen eines Dorfes und das Aufreiben einer gegnerischen Einheit mit unglaublichen Realismus.
Zuerst konnte man jedenfalls sein Roman in Episoden in der Zeitschrift „Damen“ verfolgen. Unter diesem Namen ist aber nicht zu verstehen, dass nur Damen es gelesen haben, sondern auch Soldaten. Mit diesem Titel versuchte man der Propagandaschilderung möglichst zu entkommen. So wurde dieser Abdruck, wenn auch unerwünscht, nicht gestoppt.
Später aber 1941 wurden 15 000 Exemplare vom Roman gedruckt, was zu dieser Zeit schon beträchtlich war. Dem Propagandaministerium missfiel der Roman selbstverständlich, denn er beschrieb mit Menschlichkeit die Kämpfe im Osten und hätte dem arischen Bild schaden können.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorstellung des Autors: Dieses Kapitel bietet einen chronologischen Überblick über das Leben und Werk von Alexander Lernet-Holenia von seiner Geburt bis zu seinem Tod.
Kontext: Hier wird der historische Hintergrund der Entstehung des Romans „Mars im Widder“ während des Zweiten Weltkriegs und die Problematik seiner Veröffentlichung beleuchtet.
Figurenkonstellation: Dieses Kapitel analysiert die wichtigsten Akteure des Romans und deren jeweilige Rolle innerhalb der Geschichte sowie deren Beziehung zum Helden Wallmoden.
Zusammenfassung: Dies ist eine inhaltliche Übersicht der Handlung, die den Verlauf von Wallmodens Einberufung bis zur schicksalhaften Begegnung mit der echten Baronin darstellt.
Problematik: Dieses Kapitel hinterfragt die tieferen politischen Implikationen des Werks und erklärt, warum das Buch von der nationalsozialistischen Propaganda unterdrückt wurde.
Schlüsselwörter
Alexander Lernet-Holenia, Mars im Widder, Polenfeldzug, Literaturgeschichte, Widerstand, NS-Propaganda, Österreichische Literatur, Kriegsliteratur, Zeitgeschichte, Symbolik, Identität, Zensur, Exilliteratur, Historische Erzählung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Roman „Mars im Widder“ von Alexander Lernet-Holenia und dessen schwieriger Rezeption im Kontext des Zweiten Weltkriegs.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Fokus stehen die biografische Einordnung des Autors, der Entstehungszusammenhang des Romans, die Charakterisierung der Figuren sowie die Analyse politischer Subtexte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Die Arbeit möchte aufzeigen, warum der Roman trotz seiner äußeren Form als Liebesgeschichte von den nationalsozialistischen Behörden als bedrohlich eingestuft und verboten wurde.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine biographische Kontextualisierung und eine textnahe Analyse der inhaltlichen Chiffrierungen im Roman.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Autors, eine Kontexterläuterung, eine detaillierte Figurenkonstellation und eine Problematisierung der historischen Fakten im Werk.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören unter anderem Lernet-Holenia, Mars im Widder, Propaganda, historischer Kontext und Widerstand.
Wie spielt der Zufall eine Rolle in der erzählten Geschichte?
Der Zufall dient in der Erzählung als schicksalhaftes Element, das Wallmoden trotz des Krieges und der Spionage-Wirren letztlich mit der Frau seines Lebens zusammenführt.
Warum wurde die Buchausgabe von „Mars im Widder“ 1941 zerstört?
Das Propagandaministerium unterdrückte das Werk, da es die Kämpfe im Osten mit einer für die damalige Zeit unangemessenen Menschlichkeit beschrieb und nicht das geforderte arische Bild propagierte.
- Quote paper
- Laetitia Roszyk (Author), 2002, A. Lernet-Holenias - Mars Im Widder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3540