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Livia als Gattin und Mutter eines Princeps. Ihre Rolle, ihre Bedeutung, ihr Einfluss

Título: Livia als Gattin und Mutter eines Princeps. Ihre Rolle, ihre Bedeutung, ihr Einfluss

Trabajo , 2009 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Kerstin Beck (Autor)

Historia universal - Antigüedad
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Diese Arbeit widmet sich der Darstellung der herausragenden Stellung, die Livia Drusilla bzw. Iulia Augusta als Gattin und Mutter eines Kaisers einnahm. Dabei wird zunächst ein kurzer Blick auf die Rolle der römischen Frau zu Lebzeiten der Kaiserin notwendig sein, um auf dieser Grundlage Livias Bedeutung als „mater familias“ der einflussreichsten „domus“ des Imperiums näher betrachten zu können. Im Anschluss wird die Beziehung der Kaiserin zu den beiden principes – ihrem Gatten Augustus und ihrem Sohn Tiberius – erläutert, wobei insbesondere ihr Einfluss auf den jeweiligen Kaiser in Augenschein genommen werden soll. Abschließend wird es um die Beantwortung zweier Fragen gehen: Was ist von der Beurteilung Livias durch die antike Historiografie zu halten? Über wie viel Macht verfügte die Augusta tatsächlich?

Livia, die zusammen mit ihrem langjährigen Ehemann und Kaiser Augustus die iulisch-claudische Dynastie begründete, zählt zu den wohl einflussreichsten Frauen der frühen römischen Kaiserzeit. Ihre enorme Bedeutung ergibt sich vor allem aus der Tatsache, dass sie sowohl als Gattin als auch Mutter eines Princeps in Erscheinung trat, in einer Zeit, in der für Frauen eine derartige öffentliche Präsenz nicht unbedingt üblich war. Bei Livia war dies – zwangsläufig – der Fall, gehörte sie doch der „domus“ an, deren Entscheidungen und Handeln das gesamte Reich betrafen und die daher im Zentrum des öffentlichen Interesses stand. Dass Livia eine herausragende Stellung unter den römischen Matronen eingenommen haben muss, wird bereits anhand der Fülle erhaltener Statuen und der hohen Präsenz ihres Namens im römischen Alltag deutlich.

Auch in der Literatur findet sie Erwähnung, wobei die Urteile über ihre Person ein breites Spektrum umfassen und von Anerkennung und Lob („femina princeps“) bis hin zu verächtlicher Kritik („gravis in rem publicam mater“) reichen. Ein klares und schlüssiges Bild der vergöttlichten Kaiserin zu zeichnen, gestaltet sich daher als überaus schwierig, auch im Hinblick auf die Frage, inwieweit es Livia gelang, sowohl dem Ideal einer römischen Matrone zu entsprechen, die uns in verschiedenen Text- und Bildquellen suggeriert wird, als auch eigenständig zu handeln und ihre gesellschaftliche Machtposition – denn auch davon zeugt das erhaltene Material – auszubauen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Rolle der Frau in der frühen römischen Kaiserzeit

3 Livias Bedeutung als mater familias in der domus Augusta

4 Livias Verhältnis zu den principes

4.1 Die Kaisergattin

4.2 Die Kaisermutter

5 Livia – mulier impotens?

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftliche und politische Stellung von Livia Drusilla als Ehefrau des Augustus und Mutter des Tiberius. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Livia das Idealbild einer römischen Matrone verkörperte, während sie gleichzeitig ihre eigene Machtposition innerhalb der domus Augusta ausbaute, und inwieweit die antike Historiografie dieses Handeln verzerrt darstellt.

  • Die rechtliche und gesellschaftliche Rolle der Frau in der frühen Kaiserzeit
  • Livias Einfluss auf die kaiserliche Politik und die domus Augusta
  • Die Dynamik der Mutter-Sohn-Beziehung zwischen Livia und Tiberius
  • Kritische Analyse der antiken Quellen (Tacitus, Sueton) und deren Instrumentalisierung des Frauenbildes

Auszug aus dem Buch

Die Kaisergattin

Livia, die gemäß der Aussage Suetons von ihrem früheren Ehemann Tiberius Claudius Nero im schwangeren Zustand an Augustus auf dessen Bitten hin überlassen worden war, – vermutlich wie üblich aus politischen Gründen – erfüllte zu dessen Lebzeiten als seine Gattin eine wichtige Funktion hinsichtlich der kaiserlichen Propaganda, wovon zahlreiche Münzen, Inschriften und Porträts zeugen. Es lässt sich allerdings eine unterschiedliche Inszenierung Livias im Westen und Osten des Reiches feststellen. Für den Westen sind vor dem Tod des Augustus keine Münzen mit ihrem Konterfei nachzuweisen; anderes gilt für den Osten. Hier wird Livia bereits zu Lebzeiten des Princeps als Göttin verehrt. Kunst plädiert daher dafür, dass Augustus „seine Frau dort auf Münzen abbilden [ließ], wo es den üblichen Kommunikationsformen wie in Alexandria entsprach.“ Was die Bildnisse angeht, so lässt sich eindeutig feststellen, dass Livia nie einzeln, sondern stets innerhalb eines Ensembles von Statuen dargestellt, sie also ausschließlich im Zusammenhang mit der kaiserlichen Familie betrachtet wurde. Auffallend ist auch die unterschiedliche Darstellung Livias zu Lebzeiten des Augustus, wo ihr äußeres Erscheinungsbild dem einer römischen Matrone entspricht, und nach seinem Tod, wo sie eher angenähert an das Bild einer griechischen Göttin des fünften vorchristlichen Jahrhunderts erscheint, wobei hier nochmals zwei unterschiedliche Porträts unterschieden werden können: zum einen die Priesterin des verstorbenen Augustus, und zum anderen die Diva Augusta, die Kaiserin nach ihrer Vergöttlichung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die historische Bedeutung Livias als erste Kaiserin Roms ein und formuliert die Ziele hinsichtlich der Untersuchung ihrer Machtstellung und der antiken Quellenkritik.

2 Zur Rolle der Frau in der frühen römischen Kaiserzeit: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen, die das Leben einer römischen Aristokratin bestimmten und ihren Handlungsspielraum vorgaben.

3 Livias Bedeutung als mater familias in der domus Augusta: Hier wird Livias spezifische Rolle innerhalb des kaiserlichen Haushalts, ihr Vermögen und ihr Einfluss auf die soziale Ebene thematisiert.

4 Livias Verhältnis zu den principes: Das Kapitel analysiert das Machtgefüge und den Einfluss Livias sowohl auf ihren Ehemann Augustus als auch auf ihren Sohn Tiberius.

5 Livia – mulier impotens?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der antiken Historiografie, die Livia oft als machtgierige Drahtzieherin darstellt.

6 Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden gebündelt und die Erkenntnis unterstrichen, dass Livia eine historisch konstruierte Figur bleibt, deren wahres Handeln hinter den Tendenzen der Autoren schwer greifbar ist.

Schlüsselwörter

Livia Drusilla, Iulia Augusta, Augustus, Tiberius, domus Augusta, mater familias, Prinzipat, antike Historiografie, Frauenrolle, politische Macht, Kaisergattin, Kaisermutter, Quellenkritik, Rom, Machtanspruch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Livia Drusilla als einflussreiche Frau im Zentrum der frühen römischen Kaiserzeit und hinterfragt ihre tatsächliche Macht gegenüber den Kaisern Augustus und Tiberius.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die Untersuchung umfasst die Rolle der Frau in der römischen Gesellschaft, die Organisation der domus Augusta, die politische Einflussnahme durch familiäre Netzwerke und die kritische Interpretation antiker Quellen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie Livia trotz der gesellschaftlichen Beschränkungen für Frauen Macht ausübte und inwieweit das in der Geschichtsschreibung gezeichnete Bild einer "machtgierigen Frau" der historischen Realität entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse antiker Primärquellen, insbesondere Texte von Tacitus und Sueton, im Abgleich mit moderner althistorischer Sekundärliteratur, um das politische Porträt Livias zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung Livias als Ehefrau des Augustus, ihre Rolle als Mutter unter Tiberius und eine quellenkritische Auseinandersetzung mit der Bewertung ihres Charakters durch antike Historiker.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Livia Augusta, domus Augusta, Kaiserliche Propaganda, mater familias, Machtausübung, Quellenkritik und das Prinzipat.

Wie bewerten die antiken Quellen wie Tacitus die Person Livia?

Tacitus zeichnet ein überwiegend negatives Bild und unterstellt Livia Machtgier und politische Intrigen, um den Kaiser und das Prinzipat als solches zu kritisieren.

Warum kam es zur Feindschaft zwischen Livia und ihrem Sohn Tiberius?

Das Zerwürfnis entstand laut den Quellen durch Tiberius' Wunsch, sich von der bevormundenden Nähe seiner Mutter zu emanzipieren und den Eindruck zu vermeiden, seine Macht verdanke er ausschließlich dem Einfluss Livias.

Welche Bedeutung hatte Livia für die Propaganda des Augustus?

Livia diente als ideale römische Matrone und Garantin für die dynastische Kontinuität, womit sie maßgeblich zur Stabilisierung des Augustus-Bildes in der Öffentlichkeit beitrug.

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Detalles

Título
Livia als Gattin und Mutter eines Princeps. Ihre Rolle, ihre Bedeutung, ihr Einfluss
Universidad
Dresden Technical University
Calificación
1,0
Autor
Kerstin Beck (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
21
No. de catálogo
V354033
ISBN (Ebook)
9783668402423
ISBN (Libro)
9783668402430
Idioma
Alemán
Etiqueta
Livia Augustus Römisches Reich Tiberius Princeps
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kerstin Beck (Autor), 2009, Livia als Gattin und Mutter eines Princeps. Ihre Rolle, ihre Bedeutung, ihr Einfluss, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354033
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