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Kognitionswissenschaft - Der Status der Sprache im Kognitionssystem

Title: Kognitionswissenschaft -  Der Status der Sprache im Kognitionssystem

Term Paper (Advanced seminar) , 1996 , 22 Pages , Grade: 91/100

Autor:in: Dr. Mesut Gönç (Author), Orhan Bozdemir (Author)

German Studies - Linguistics
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In der kognitiven Linguistik will man erklären, welche sprachlichen Regeln und Prinzipien universeller Natur sind und auf welche Weise es zum Aufbau des sprachlichen Kenntnissystems und des Prozessors kommt. In dieser Arbeit wird die Frage nach dem Status der Sprache im Kognitionssystem mit zwei entgegengesetzten Hypothesen diskutiert. Zuerst wird die holistische Kognitionstheorie erläutert, damit der modulare Ansatz besser verstanden wird. Der modulare Ansatz in der kognitiven Linguistik dagegen wird untrennbar an die generative Grammatik geknüpft. Zum Schluss kommt man zum Ergebnis, dass Spracherwerb und kognitive Entwicklung zwei autonome Prozesse mit eigenständigen Gesetzmäßigkeiten sind, die zwar miteinander interagieren, jedoch nicht aufeinander reduzierbar sind.

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Inhaltsverzeichnis

1. Kognitionswissenschaft

2. Holismus

3. Modularität

4. Sprachperzeption

5. Sprachproduktion

6. Spracherwerb

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Dichotomie zwischen holistischen und modularen Ansätzen innerhalb der Kognitionswissenschaft und Linguistik. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse mentaler Prozesse, wie der Sprachperzeption, der Sprachproduktion und dem Spracherwerb, um zu klären, ob diese als integrierte Ganzheiten oder als interagierende, autonome Module zu betrachten sind.

  • Grundlagendifferenzierung zwischen holistischen und modularen Kognitionstheorien
  • Untersuchung der Mechanismen von Sprachperzeption und Sprachverarbeitung
  • Analyse der Prozesse der Sprachproduktion und Fehleranalyse
  • Diskussion der Kontroverse zwischen Empirismus und Nativismus im Kontext des Spracherwerbs

Auszug aus dem Buch

Sprachproduktion

Im Gegensatz zum Sprachrezeptionsprozess gibt es für den Sprachproduktionsprozess keinen Zugang zu experimentellen Verfahrensweisen. Kausale Zusammenhänge zwischen Verbalisierungsprozessen und allgemeinen Struktur Phänomenen lassen sich nur schwer im Experiment erforschen. Die Versprachlichung des intendierten Inhalts im Sprachproduktionsprozess umfasst nach Schwarz die folgenden Prozessebenen:

"Auf der Stufe der Konzeptualisierung findet die Erstellung einer kognitiven Repräsentation des intendierten Äußerungsinhalts statt. Hier werden die Informationen ausgewählt, die ein Sprecher einem Hörer mit einer bestimmten Intention mitteilen will. Die Stufe der Lexikalisierung involviert die Auswahl und Aktivierung der lexikalischen Einheiten, welche die konzeptuellen Inhalte ausdrücken sollen. Diese Ebene gehört bereits zum Prozess der Formulierung. Ein weiterer Schritt ist die Erzeugung einer syntaktischen Struktur und die damit verbundene Linearisierung, d.h. die Anordnung der ausgewählten Einheiten auf einer Sprachstruktur. Auf der Stufe der phonologischen Enkodierung werden die lexikalischen Einheiten phonologisch spezifisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Kognitionswissenschaft: Einführung in die grundlegende Unterscheidung zwischen dem holistischen Ansatz und der Modularitätsthese innerhalb der Kognitionsforschung.

Holismus: Erläuterung der holistischen Kognitionstheorie, die Sprache als Epiphänomen der Kognition betrachtet und nach universellen Prinzipien sucht.

Modularität: Darstellung des modularen Ansatzes, der Sprache als eigenständiges, im Gehirn verankertes Modul versteht und von anderen Kenntnissystemen abgrenzt.

Sprachperzeption: Analyse der Sprachverarbeitung und des Parsers als autonome Instanzen, die unabhängig von der Grammatiktheorie funktionieren können.

Sprachproduktion: Untersuchung der Prozessebenen bei der Erzeugung sprachlicher Äußerungen und Analyse von Versprechern zur Aufdeckung der Systematik der Produktion.

Spracherwerb: Diskussion der Kontroverse zwischen Empirismus und Nativismus und die Bedeutung von Input für die Sprachentwicklung bei Kindern.

Schlüsselwörter

Kognitionswissenschaft, Holismus, Modularität, Sprachperzeption, Sprachproduktion, Spracherwerb, Mentale Repräsentation, Generative Grammatik, Nativismus, Empirismus, Parser, Sprachverarbeitung, Lexikalisierung, Syntaktische Struktur, Psycholinguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung der menschlichen Sprachfähigkeit in den Kontext der Kognitionswissenschaft, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen holistischen und modularen Erklärungsansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die Struktur des sprachlichen Kenntnissystems, die Mechanismen der Sprachperzeption und -produktion sowie die Theorien zum Spracherwerb unter Berücksichtigung von Nativismus und Empirismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung, ob kognitive Prozesse und die Sprachfähigkeit eher als ein einheitliches, unteilbares System oder als Zusammenspiel autonomer, modularer Teilsysteme zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse bestehender Fachliteratur, der Diskussion kognitionswissenschaftlicher Modelle und der Auswertung empirischer Fallbeispiele (wie Fehleranalysen oder pathologische Fälle) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Sprachperzeption (einschließlich des Parsings), der Sprachproduktion (Prozessebenen und Versprecheranalyse) sowie der Erwerbsprozesse bei Kindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Modularitätsannahme, Sprachverarbeitung, kognitive Repräsentation, generative Grammatik und die Unterscheidung von Semantik und Konzeptualisierung.

Warum ist die "Motherese Hypothesis" in der Untersuchung relevant?

Sie wird diskutiert, um zu prüfen, ob die Anpassung der mütterlichen Sprache an das Sprachniveau des Kindes eine notwendige Bedingung für den Spracherwerb darstellt, was jedoch aufgrund empirischer Daten infrage gestellt wird.

Welchen Erkenntniswert hat der Fall "Genie" für die Kognitionswissenschaft?

Der Fall zeigt, dass sprachliche und allgemeine kognitive Entwicklungen bei extremer Deprivation autonom verlaufen können, was die Modularitätsthese stützt.

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Details

Title
Kognitionswissenschaft - Der Status der Sprache im Kognitionssystem
College
Gazi University  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Kognitive Methode
Grade
91/100
Authors
Dr. Mesut Gönç (Author), Orhan Bozdemir (Author)
Publication Year
1996
Pages
22
Catalog Number
V3542
ISBN (eBook)
9783638121866
ISBN (Book)
9783638638180
Language
German
Tags
Kognition Kognitionswissenschaft kognitive Linguistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Mesut Gönç (Author), Orhan Bozdemir (Author), 1996, Kognitionswissenschaft - Der Status der Sprache im Kognitionssystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3542
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