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Zwischenberichterstattung nach IFRS. Kritische Würdigung vor dem Hintergrund der Neuregelungen im deutschen Kapitalmarktrecht

Titre: Zwischenberichterstattung nach IFRS. Kritische Würdigung vor dem Hintergrund der Neuregelungen im deutschen Kapitalmarktrecht

Thèse de Bachelor , 2016 , 53 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Gegenstand dieser Arbeit ist die Analyse, wie der Umfang der IFRS-Zwischenberichterstattung der Unternehmen des Prime Standards durch das TUG2 beeinflusst wird. Außerdem wird vor dem Hintergrund der angesprochenen kurzfristigen Managementziele untersucht, ob die neuen Regelungen zur Frequenz der Zwischenberichterstattung positiv sind und inwieweit die Adressaten durch eine Reduktion an veröffentlichten Informationen profitieren.

Die Zwischenberichterstattung wurde in den vergangenen Jahren vermehrt kritisch diskutiert. Im Fokus der Kritik stand u.a. die Frequenz der unterjährigen Berichterstattung. So äußerte Gary Burnison, Chef Executive Officer (CEO) von Korn/Ferry, im Zuge der letzten Finanzkrise 2008/09, dass die Ursache der Krise in der Quartalsberichterstattung zu suchen ist, da hierdurch der Unternehmensfokus auf kurzfristigen Zielen liegt. Das Gesetz zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie (TUG2) (2013/50/EU) soll nun u.a. den Fokus wieder auf langfristige Ziele richten, indem die Quartalsfinanzberichterstattung aus dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) und dem Deutsche Rechnungslegungsstandard (DRS) entfernt wurde. Einzig für die Unternehmen des Prime Standard besteht über die Börsenordnung Frankfurter Wertpapierbörse (BörsO FWB) weiterhin ein Wahlrecht, Quartalsfinanzberichte zu veröffentlichen. Die Änderungen im deutschen Kapitalmarktrecht haben auch einen Einfluss auf die Ausübung der International Financial Reporting Standards (IFRS) in Deutschland, da Unternehmen die einen jährlichen IFRS-Abschluss aufstellen, nun keinen zusätzlichen IFRS-Quartalsbericht aufstellen müssen.

Extrait


1 Problemstellung

2 Zwischenberichterstattung im deutschen Kapitalmarktrecht

2.1 Grundlagen der Zwischenberichterstattung

2.1.1 Ziele und Adressaten

2.1.2 Grundsätze und Methoden

2.1.2.1 Grundsatz der Wesentlichkeit

2.1.2.2 Methoden der unterjährigen Erfolgsermittlung

2.2 Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes zur Zwischenberichterstattung

2.2.1 Bisherige Regelungen

2.2.2 Neue gesetzliche Regelungen durch das TUG2

2.2.3 Vorschriften der Börsenordnung Frankfurter Wertpapierbörse zur Zwischenberichterstattung

2.3 Vorschriften des Deutsche Rechnungslegungs Standards (DRS) zur Zwischenberichterstattung

2.3.1 Bisherige Regelungen

2.3.2 Neue Regelungen durch E-DRÄS 7

3 Zwischenberichterstattung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)

3.1 Grundsätze der Zwischenberichterstattung nach IAS 34

3.2 Mindestumfang der Berichterstattung nach IAS 34

3.3 Ergänzungen durch IFRIC 10

4 Kritische Würdigung

4.1 Auswirkung der Häufigkeit der Zwischenberichterstattung auf das Managementverhalten

4.2 Umfang der Berichterstattung

4.2.1 Die Entscheidung zwischen der Quartalsmitteilung und dem Quartalsfinanzbericht im Prime Standard

4.2.2 Informationsüberfluss am Kapitalmarkt

4.2.3 Beurteilung der inhaltlichen Gestaltung

4.2.4 Beurteilung der Qualität

5 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen des Gesetzes zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie (TUG2) auf die IFRS-Zwischenberichterstattung von Unternehmen des Prime Standard. Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob die neuen gesetzlichen Regelungen, die eine Reduktion der Berichtshäufigkeit und -frequenz vorsehen, das Managementverhalten langfristig positiv beeinflussen und ob sie den Adressaten durch eine Verringerung der Informationsflut einen Mehrwert bieten.

  • Analyse des deutschen Kapitalmarktrechts und der Anforderungen an die Zwischenberichterstattung.
  • Untersuchung der IFRS-Standards (IAS 34) im Kontext der unterjährigen Erfolgsermittlung.
  • Bewertung der Auswirkungen von Berichtshäufigkeit auf Managemententscheidungen und "Real Activities Manipulation".
  • Empirische Einblicke in die Umstellungspraktiken von DAX-30-Unternehmen auf das neue Berichtsformat.

Auszug aus dem Buch

4.1 Auswirkung der Häufigkeit der Zwischenberichterstattung auf das Managementverhalten

In diesem Kapitel soll untersucht werden, ob und welchen Einfluss die Frequenz der Zwischenberichterstattung auf das Managementverhalten hat. Ein Problem, das bei der quartalsweisen Berichterstattung oft angesprochen wird ist, dass Manager dazu neigen könnten, die gesteckten Quartalsziele unbedingt erreichen zu wollen und, dass sich dieses kurzfristige Denken negativ auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens auswirkt. Warren Buffet, CEO von Berkshire Hathaway, hat in einem Brief an seine Investoren dieses Problem angesprochen und Manager dazu ermutigt, keine Prognosen für Wachstumsziele zu veröffentlichen, da sie sonst unwirtschaftliche Maßnahmen ergreifen könnten, nur um diese selbstgesetzten Ziele zu erreichen. Manager sollten sich seiner Meinung auf langfristige- und nicht auf Quartalsziele konzentrieren. Auch die Porsche AG äußerte in seinem Geschäftsbericht 2003/04 Kritik, dass „Quartalsberichte nicht dazu angetan sind, dem Anleger wirklichen Mehrwert zu liefern. Im Gegenteil: Das Schielen auf eine kurzfristige Unternehmensentwicklung fördert hektische Kursausschläge an den Börsen, die einer langfristig soliden Wertentwicklung der Aktie schaden und unter Umständen das Entscheidungsverhalten im Unternehmen negativ beeinflussen“. Mit der Entscheidung, keine Quartalsberichte zu veröffentlichen, akzeptierte die Porsche AG, aus dem MDAX und dem Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse ausgeschlossen zu werden.

In der englischen Literatur wird der Ausdruck „Real Activities Manipulation“ (RAM) für Managementaktivitäten verwendet, die von den normalen Geschäftspraktiken abweichen, um die Adressaten in den Irrglauben zu führen, dass Unternehmensziele auf normalen Geschäftswegen erreicht wurden. RAM weichen somit von bilanzpolitischen Methoden ab, da das Management hierbei aktiv in den realen Geschäftsbetrieb eingreift, um das Geschäftsergebnis besser darstehen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einleitung in die kritische Diskussion um die Zwischenberichterstattung und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung der neuen Gesetzgebung (TUG2).

2 Zwischenberichterstattung im deutschen Kapitalmarktrecht: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen, einschließlich der gesetzlichen Grundlagen, der Rolle des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und der Standards des DRSC.

3 Zwischenberichterstattung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS): Erläuterung der spezifischen Anforderungen an Zwischenberichte nach IAS 34 sowie der Ergänzungen durch IFRIC 10.

4 Kritische Würdigung: Analyse der Auswirkungen der Berichtsfrequenz auf das Management, der Entscheidung zwischen Quartalsmitteilung und Quartalsfinanzbericht sowie eine Bewertung der Qualität und Gestaltung der Berichterstattung.

5 Thesenförmige Zusammenfassung: Komprimierte Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse der vorliegenden Bachelorarbeit.

Schlüsselwörter

Zwischenberichterstattung, IFRS, IAS 34, TUG2, Kapitalmarktrecht, Prime Standard, Quartalsfinanzbericht, Quartalsmitteilung, Real Activities Manipulation, Information Overload, Lagebericht, Abschlussprüfung, Anlegerschutz, Managementverhalten, Transparenzrichtlinie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der gesetzlichen Änderungen durch das TUG2 auf die Zwischenberichterstattung von Unternehmen im Prime Standard.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anforderungen an unterjährige Berichte, die Frequenz der Veröffentlichung, die Rolle des Managements und die Informationsqualität für Kapitalmarktteilnehmer.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Analyse, wie der Umfang der IFRS-Zwischenberichterstattung durch das TUG2 beeinflusst wird und ob die neuen Regelungen zur Frequenz positiv zu bewerten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die zudem auf empirische Studien, wie die von Haenelt, Eisenschmidt sowie Böckem und Rabenhorst, zurückgreift.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den rechtlichen Vorschriften (WpHG, DRS, IAS 34), der Methodik der Erfolgsermittlung und einer kritischen Würdigung der Berichtshäufigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere IFRS-Zwischenberichterstattung, TUG2, Real Activities Manipulation und der Information Overload am Kapitalmarkt.

Welchen Einfluss hat das TUG2 auf die Berichtspflichten?

Das TUG2 hat die verpflichtende Quartalsfinanzberichterstattung aus dem WpHG entfernt, um langfristige Investitionsstrategien zu fördern und den Verwaltungsaufwand für Unternehmen zu senken.

Warum wird die Reduktion der Berichterstattung in der Arbeit als kritisch hinterfragt?

Die Arbeit hinterfragt, ob die freiwillige Quartalsmitteilung tatsächlich eine ausreichende Informationsgrundlage bietet oder ob sie die Qualität der Berichterstattung im Vergleich zum Quartalsfinanzbericht mindert.

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Résumé des informations

Titre
Zwischenberichterstattung nach IFRS. Kritische Würdigung vor dem Hintergrund der Neuregelungen im deutschen Kapitalmarktrecht
Université
University of Göttingen
Note
2,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
53
N° de catalogue
V354323
ISBN (ebook)
9783668404359
ISBN (Livre)
9783668404366
Langue
allemand
mots-clé
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2016, Zwischenberichterstattung nach IFRS. Kritische Würdigung vor dem Hintergrund der Neuregelungen im deutschen Kapitalmarktrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354323
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Extrait de  53  pages
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