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Underachievement in der beruflichen Bildung

Titel: Underachievement in der beruflichen Bildung

Bachelorarbeit , 2015 , 38 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marvin Munke (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Viele kennen sie: Schüler und Schülerinnen, die trotz ihrer hohen Begabung schlechte Zensuren erzielen und in der Schule versagen. Mütter und Väter bekommen von den Lehrkräften ihrer Kinder immer wieder zu hören, dass sie doch einen klugen Jungen oder ein kluges Mädchen hätten. Offensichtlich bilden viele Lehrkräfte und Eltern vordergründlich eine Erwartung über das Leistungsvermögen der Schüler, beispielsweise im Sinne einer Begabungseinschätzung aus, und vergleichen die tatsächlich erbrachten Schulleistungen mit diesen Erwartungen.

Gezeigte tatsächliche Schulleistungen können sich mit erwarteten Schulleistungen entsprechen, so ist die Rede von sogenannten Achievern. Sie können jedoch auch voneinander abweichen. Liegt die gezeigte Leistung deutlich unterhalb der erwarteten Leistung, wird ein Phänomen genannt, welches im deutschsprachigen Raum als erwartungswidrige Minderleister bezeichnet wird. Aus dem angloamerikanischen Raum stammend hat sich dafür in der pädagogischen Psychologie und in den Erziehungswissenschaften die Bezeichnung „Underachievement“ durchgesetzt.

Die Intelligenz bildet in wissenschaftlichen Untersuchungen die Grundlage der Erwartungsbildung. Das Leistungspotenzial eines Schülers wird als allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit (Intelligenz) erfasst. Anhand von standardisierten Intelligenztests erfolgt die Messung des Leistungspotenziales.

Dieses Phänomen des Underachievements ist nicht neu, sondern eines, welches es schon immer gegeben hat und es vermutlich auch immer geben wird. International erhält das Underachievement-Konzept gegenwärtig einen Aufschwung. Dieses verdeutlicht sich besonders in den Medienberichten und in der populärwissenschaftlichen Literatur, in der teilweise mit polemischen Lettern Zusammenhänge zwischen „Today’s underachieving – tomorrow’s unemployed youth“ hergestellt werden, Underachiever als Leistungsverweigerer gekennzeichnet und ihnen darüber hinaus deviantes Verhalten unterstellt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Underachievement

2.1 Begriffsbestimmung und Definitionsansätze

2.2 Diagnostik von Underachievement

2.3 Persönlichkeitsmerkmale von Underachievern

2.4 Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Underachievement

3. Underachievement und Berufsbildung

3.1 Schulische und berufliche Karrierewege von Underachievern

4. Prävention von Underachievement und Fördermöglichkeiten

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Underachievements im Kontext der beruflichen Bildung. Ziel ist es, die beruflichen Karrierewege betroffener Schüler zu analysieren und den Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen sowie sozioökonomischen Herkunftsfaktoren auf diesen Prozess zu beleuchten.

  • Grundlagen und Definitionen des Begriffs Underachievement
  • Methoden der Diagnostik (IQ und Prozentrangverfahren)
  • Persönlichkeitsspezifische Merkmale und das "Underachievement-Syndrom"
  • Bedeutung des sozialen Hintergrunds für den Bildungserfolg
  • Berufsbildung als zweite Chance und Präventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

1. Problemstellung

Viele kennen sie: Schüler und Schülerinnen, die trotz ihrer hohen Begabung schlechte Zensuren erzielen und in der Schule versagen (Stamm, 2014, S. 131). Mütter und Väter bekommen von den Lehrkräften ihrer Kinder immer wieder zu hören, dass sie doch einen klugen Jungen oder ein kluges Mädchen hätten. Offensichtlich bilden viele Lehrkräfte und Eltern vordergründlich eine Erwartung über das Leistungsvermögen der Schüler, bspw. im Sinne einer Begabungseinschätzung aus, und vergleichen die tatsächlich erbrachten Schulleistungen mit diesen Erwartungen. Gezeigte tatsächliche Schulleistungen können sich mit erwarteten Schulleistungen entsprechen, so ist die Rede von sogenannten Achievern. Sie können jedoch auch voneinander abweichen. Liegt die gezeigte Leistung deutlich unterhalb der erwarteten Leistung, wird ein Phänomen genannt, welches im deutschsprachigen Raum als erwartungswidrige Minderleister bezeichnet wird. Aus dem angloamerikanischen Raum stammend hat sich dafür in der pädagogischen Psychologie und in den Erziehungswissenschaften die Bezeichnung „Underachievement“ durchgesetzt (Rost & Sparfeldt, 2009, S. 138).

Die Intelligenz bildet in wissenschaftlichen Untersuchungen die Grundlage der Erwartungsbildung. Das Leistungspotenzial eines Schülers wird als allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit (Intelligenz) erfasst. Anhand von standardisierten Intelligenztests erfolgt die Messung des Leistungspotenziales (Sparfeldt, Buch, & Rost, 2014, S. 365).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Dieses Kapitel führt in das Phänomen des Underachievements ein und beschreibt die Diskrepanz zwischen intellektuellem Potenzial und tatsächlich gezeigter Schulleistung.

2. Underachievement: Hier werden Definitionen diskutiert, diagnostische Verfahren wie das Prozentrangverfahren vorgestellt sowie Persönlichkeitsmerkmale und sozioökonomische Einflussfaktoren analysiert.

3. Underachievement und Berufsbildung: Das Kapitel betrachtet Studien zu Ausbildungswegen von Underachievern und diskutiert die Rolle des beruflichen Übergangssystems.

4. Prävention von Underachievement und Fördermöglichkeiten: Es werden didaktische und pädagogische Ansätze zur individuellen Förderung sowie die Bedeutung der Kooperation aller Beteiligten zur Verbesserung der Lernleistung erörtert.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Ätiologie und Diagnose zusammen und unterstreicht das Potenzial der beruflichen Bildung als "zweite Chance".

Schlüsselwörter

Underachievement, Hochbegabung, Intelligenzquotient, Berufsbildung, Minderleistung, Prozentrangverfahren, Persönlichkeitsmerkmale, soziale Herkunft, Bildungsbiografie, Lernstrategien, Schulerfolg, Individuelle Förderung, Übergangssystem, Schulversagen, Begabungsforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Schülern, die aufgrund ihrer hohen kognitiven Fähigkeiten eigentlich gute Leistungen erbringen müssten, dies jedoch in der Schule nicht tun – ein Phänomen, das als Underachievement bezeichnet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die diagnostische Bestimmung von Underachievement, die Rolle von Persönlichkeitsmerkmalen und sozialer Herkunft sowie die Bedeutung der beruflichen Bildung für den weiteren Lebensweg betroffener Jugendlicher.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss von individuellen Merkmalen und sozioökonomischen Faktoren auf den Karriereweg von Underachievern in der beruflichen Bildung aufzuzeigen und Fördermöglichkeiten zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender pädagogisch-psychologischer Forschungsprojekte und Längsschnittstudien zum Thema Hochbegabung und Minderleistung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, diagnostische Verfahren (Intelligenztests), die psychologische Profilbildung von Underachievern sowie die Untersuchung von Karrierewegen im Kontext von Bildungs- und Ausbildungssystemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Underachievement, Hochbegabung, berufliche Bildung, soziale Herkunft, Diagnose, Förderung und Schulbiografie.

Welche Rolle spielt die Intelligenz bei der Identifizierung von Underachievern?

Die Intelligenz dient als Maßstab für das Leistungspotenzial. Durch den Abgleich des IQ-Wertes mit der tatsächlichen Schulleistung wird mittels definierter Cut-off-Werte (Prozentrangverfahren) die Diskrepanz ermittelt.

Kann Underachievement durch eine Berufsausbildung überwunden werden?

Ja, Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Berufsbildung als "zweite Chance" fungieren kann, in der Jugendliche ihr Stigma des Schulversagens ablegen und ihre Leistungen durch ein verändertes Umfeld und Praxisbezug steigern können.

Welche Auswirkungen hat das soziale Umfeld auf das Risiko für Underachievement?

Studien belegen, dass das Risiko für Underachievement bei Jugendlichen aus bildungsfernen Elternhäusern deutlich höher ist als bei Gleichaltrigen aus akademischen Elternhäusern.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Underachievement in der beruflichen Bildung
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
2,0
Autor
Marvin Munke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
38
Katalognummer
V354665
ISBN (eBook)
9783668407046
ISBN (Buch)
9783668407053
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Underachievement berufliche Bildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marvin Munke (Autor:in), 2015, Underachievement in der beruflichen Bildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354665
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Leseprobe aus  38  Seiten
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