Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema des Krafttrainings im Schulsport. Speziell werden mögliche Trainingsmethoden sowie dessen Wirkungen vorgestellt und abschließend diskutiert.
Im Folgenden werden Grundlagen der motorischen Kraft und dessen Beziehungen zur Ausdauer sowie zur Schnelligkeit dargestellt. Außerdem wird im Speziellen kurz auf die Maximalkraft eingegangen. Im weiteren Verlauf stellt die Vorstellung des Krafttrainings im Schulsport, dessen Trainingsmethoden und –effekte, die den Schluss bildende Diskussion über einzelne Wirkungen beschriebener Untersuchungen sowie der Ausblick über mögliche Studien bzw. Studienansätze den Schwerpunkt dieserArbeit dar.
Das Thema Kraft findet aktuell im Sportunterricht bzgl. Zielen, Inhalten und Methoden in der Diskussion keinen hohen Stellenwert. Die Wichtigkeit eines solchen Trainings im Schulsport legen einige Studien nahe, die unter anderem kurz erläutert werden. Eine besorgniserregende Tendenz in der Entwicklung der körperlichen Leistungsfähigkeit von Schülern und deren Gesundheitszustand verdeutlichen Schmidt, Hartmann-Tews und Brettschneider. Weiterhin stellten Schmidt, Neuber, Rauschenbach, Brandl-Bredenbeck, Süßenbach und Breuer in einer neueren Studie fest, dass die Schüler durch die Ganztagsschulen weniger Zeit für Aktivitäten in Sportvereinen zur Verfügung haben, was kurz- und langfristig gesehen gesundheitsschädigende Folgen nach sich ziehen. Ferner führen falsche Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel zu einer Zunahme von Übergewicht sowie zu Rückenschmerzen bei Heranwachsenden. Angesichts dieser negativen Entwicklungen ist ein gezieltes, präventives Eingreifen des Sportunterrichtes von großer Bedeutung, denn nur in der Schule kann eine Gesundheitsförderung praktiziert werden, das jeden Heranwachsenden erreicht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der Kraft
2.1 Motorische Kraft
2.2 Maximalkraft
2.3 Schnellkraft
2.4 Kraftausdauer
3. Krafttraining im Schulsport
3.1 Mögliche Trainingsmethoden
3.1.1 Sanftes Krafttraining
3.1.2 Einsatztraining
3.1.3 Sanftes Einsatz-Krafttraining
4. Wirkungen von Krafttraining im Schulsport
4.1 Sanftes Krafttraining
4.2 Sanftes Einsatz-Krafttraining
5. Diskussion und Ausblick
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Umsetzung von Krafttraining im Schulsport als präventive Maßnahme gegen gesundheitliche Defizite bei Heranwachsenden, wobei verschiedene Trainingsmethoden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Praktikabilität analysiert werden.
- Grundlagen der motorischen Kraft und ihrer Unterkategorien (Maximalkraft, Schnellkraft, Kraftausdauer)
- Herausforderungen und Vorurteile gegenüber Krafttraining im schulischen Kontext
- Vorstellung der Trainingskonzepte "Sanftes Krafttraining" und "Einsatztraining"
- Analyse der gesundheitlichen Wirkungen und Leistungssteigerungen durch schulsportliches Krafttraining
- Diskussion über methodische Voraussetzungen und zukünftige Forschungsansätze
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Sanftes Krafttraining
Das sanfte Krafttraining wurde begrifflich erstmals von Buskies, Boeckh-Behrens und Zieschang erwähnt (vgl. Buskies, Boeckh-Behrens, & Zieschang, 1996, S. 170). Sie verstehen darunter „[…] ein Krafttraining, bei dem die Serienbelastung nicht bis zur Muskelerschöpfung durchgeführt wird“ (Buskies et al., 1996, S. 170). Ausreichende Trainingseffekte wurden mit dieser Methode anhand des gesundheitsorientierten Fitnesstrainings mit Erwachsenen nachgewiesen, den einzelnen Satz nicht bis zur muskulären Erschöpfung durchzuführen (vgl. Buskies, 2001, S. 57). Dies bedeutet, dass die jeweiligen Einzelserien deutlich vor dem Erreichen der muskulären Ausbelastung abgerochen werden (vgl. Buskies, 1999, S. 319). Ferner ist mit sanft ein individuelles und persönliches gesteuertes Training gemeint, bei dem die Intensität über das subjektvie Belastungsempfinden gelenkt wird (vgl. Mießner, 2003, S. 9). Das subjektive Belastungsempfinden wird als die Beanspruchung angesehen, welche von einer Person innerhalb einer Belastungsphase individuell empfunden und beurteilt wird (vgl. Lange, 2003, S. 45).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Notwendigkeit von Krafttraining im Schulsport als Reaktion auf gesundheitliche Probleme bei Schülern und definiert den Rahmen der Hausarbeit.
2. Grundlagen der Kraft: Das Kapitel erläutert die physiologischen und trainingswissenschaftlichen Grundlagen der motorischen Kraft und deren Unterkategorien Maximalkraft, Schnellkraft und Kraftausdauer.
3. Krafttraining im Schulsport: Hier werden die organisatorischen Herausforderungen beleuchtet sowie spezifische Trainingsmethoden wie sanftes Krafttraining und Einsatztraining eingeführt.
4. Wirkungen von Krafttraining im Schulsport: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse verschiedener empirischer Studien, die positive Trainingseffekte für Kinder und Jugendliche belegen.
5. Diskussion und Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Rolle des Sportlehrers, problematisiert die aktuelle Ausbildungssituation und identifiziert weiterführende Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Krafttraining, Schulsport, Gesundheitsförderung, Maximalkraft, Schnellkraft, Kraftausdauer, Sanftes Krafttraining, Einsatztraining, Subjektives Belastungsempfinden, Sportpädagogik, Leistungsfähigkeit, Prävention, Trainingswissenschaft, Bewegungsapparat, Schulalltag
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Krafttraining im Sportunterricht, seinen methodischen Möglichkeiten und den nachweisbaren gesundheitlichen sowie leistungsfördernden Wirkungen für Schüler.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die physiologischen Kraftgrundlagen, die pädagogische Einbettung in den Schulsport, die Vorstellung moderner Trainingsmethoden und die kritische Diskussion wissenschaftlicher Studien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Wirksamkeit von Krafttraining im Schulsport zu evaluieren und aufzuzeigen, wie dieses als präventives Instrument trotz organisatorischer Hürden effektiv in den Unterricht integriert werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender sportwissenschaftlicher Studien, Längsschnittuntersuchungen und Feldversuchen, die den Zusammenhang zwischen Training und Leistungszuwachs bei Jugendlichen untersuchen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition der Kraftfähigkeiten, eine detaillierte Beschreibung der Trainingskonzepte (sanftes Krafttraining vs. Einsatztraining) und eine Auswertung empirischer Wirkungsnachweise.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Krafttraining, Gesundheitsförderung, Schulsport, Trainingsmethodik und das subjektive Belastungsempfinden der Schüler.
Warum wird das "sanfte Krafttraining" als besonders geeignet für Schüler angesehen?
Es wird als besonders geeignet erachtet, da es orthopädisch sicher ist, keine muskuläre Erschöpfung provoziert, die Befindlichkeit verbessert und durch die Steuerung über das subjektive Belastungsempfinden eine hohe individuelle Anpassungsfähigkeit bietet.
Welche Rolle spielt der Sportlehrer laut dem Autor?
Der Sportlehrer fungiert als entscheidender Multiplikator; jedoch wird die häufig mangelhafte Ausbildung der Lehrkräfte kritisiert, was die systematische Einbindung von Krafttraining in den Sportunterricht bisher erschwert.
- Citation du texte
- Marvin Munke (Auteur), 2016, Krafttraining im Sportunterricht. Mögliche Trainingsmethoden und ihre Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354667