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Schulverweigerung. Ursachen und Konsequenzen für das Lehrerhandeln

Título: Schulverweigerung. Ursachen und Konsequenzen für das Lehrerhandeln

Trabajo de Seminario , 2014 , 13 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Lena Zell (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Schulverweigerung ist ein Phänomen, das in Deutschland längst keine Ausnahmeerscheinung mehr ist. Obwohl das Problem keineswegs neu ist, haben die Debatten um Schulversäumnisse in den letzten Jahren stark zugenommen. War Schulverweigerung in den 1990er Jahren noch ein Thema für eine kleine Anzahl auf Schule und Jugendhilfe spezialisierte Kräfte, so steigt in unserer heutigen Gesellschaft das öffentliche Interesse. Es wird mehr Aufmerksamkeit darauf gerichtet, wie man gefährdeten Jugendlichen einen sinnvollen Ausweg bieten kann. Von pädagogischen Maßnahmen einerseits und ordnungspolitischen Interventionen andererseits ist die Rede.

Über die genaue Anzahl derjenigen Jugendlichen, die sporadisch oder kontinuierlich dem Unterricht fernbleiben, gibt es kaum offizielle bundesweite Statistiken, weshalb es schwierig ist genaue Aussagen darüber zu treffen. Repräsentative Studien basieren häufig nur auf kommunaler oder regionaler Ebene. So besagt eine von der Hochschule Magdeburg- Stendal durchgeführte Studie in einer Kreisstadt, dass von 560 befragten Schülerinnen und Schülern 44% schon einmal die Schule geschwänzt haben.

Wenn Kinder oder Jugendliche nicht zum Unterricht erscheinen, kann das die unterschiedlichsten Gründe haben. Die verschiedenen Formen von Schulverweigerung werden in dieser Arbeit aufgezeigt und erläutert. Anhand eines Fallbeispiels wird vor allem auf die Schulangst Bezug genommen. Dabei werden zugrunde liegenden Ursachen, Präventions- und Interventionsmöglichkeiten genauer betrachtet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

3. Ursachen

4. Fallbeispiel

5. Konsequenzen für das Lehrerhandeln

6. Fazit

7. Literaturangabe

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Schulverweigerung in Deutschland, beleuchtet dessen vielfältige Ursachen und diskutiert pädagogische Interventionsmöglichkeiten zur Unterstützung betroffener Schülerinnen und Schüler.

  • Definition und Erscheinungsformen der Schulverweigerung
  • Analyse der Ursachenebenen (Umwelt, Familie, Persönlichkeit, Schule)
  • Fallbasierte Untersuchung von Schulangst
  • Pädagogische Handlungsempfehlungen und Präventionsstrategien für Lehrkräfte

Auszug aus dem Buch

4. Fallbeispiel

Bei dem vorliegenden Fallbeispiel handelt es sich um ein Gespräch zwischen einem dreizehnjährigen Schüler, dessen Mutter und einem Psychologen. Der Fall wird aus der Sicht des Facharztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dr. med. Gerhard Gutscher, im Rahmen eines Vortrages geschildert:

„Der 13jährige Mark kommt mit seiner Mutter in meine Praxis. Wir sitzen uns am Schreibtisch gegenüber und ich frage, was beide zu mir führt. Er beginnt: „Weil ich Angst vor der Schule habe.“ Ich frage nach, seit wann er dies habe und er antwortet: „Seit letzten Dienstag. Ich war in der Schule 2. Stunde und wir hatten in Biologie das Thema Lunge. Ich habe das nicht so besonders interessant gefunden und deshalb mit meinem Nebensitzer geschwätzt. Dann habe ich einen Druck in der Brust gemerkt. Ich habe ganz hektisch geatmet, das Herz hat schneller geschlagen und ich habe Angst gekriegt. In der nächsten Stunde hatten wir Chemie. Mit dem Lehrer komme ich nicht besonders gut aus. Er nimmt mich fast nie dran und wenn dann spricht er mich mit „Herr Meier“ an und lacht mich manchmal aus. Mir ist es furchtbarpeinlich.“ Weiter berichtete er, dass es in der Stunde wieder so ähnlich gelaufen sei. Ihm sei es sowieso in den Tagen nicht besonders gut gegangen, weil er eine Magenverstimmung hatte. Jetzt sei ihm wieder schlecht geworden. Deshalb habe er seine Mutter angerufen und gebeten, ihn nach Hause zu holen. Die Mutter ergänzt, dass sie ihn in diesem Schuljahr schon ein paar Mal, vom Unterricht habe abholen müssen. Er klage dann öfters über Bauchweh. In diesem Beispiel erklärt der Jugendliche recht genau, was er erlebt und wie es dazu-

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Schulverweigerung in Deutschland ein und verdeutlicht das wachsende öffentliche Interesse sowie die Schwierigkeit einer statistischen Erfassung.

2. Begriffsbestimmung: Hier werden verschiedene Begrifflichkeiten wie Schulmüdigkeit und Schulabsentismus erläutert sowie aktive und passive Formen der Schulverweigerung voneinander abgegrenzt.

3. Ursachen: Dieses Kapitel klassifiziert die komplexen Auslöser für Schulverweigerung in drei Ebenen: Faktoren der weiteren Umwelt, der näheren Umwelt sowie der Persönlichkeit des Schülers.

4. Fallbeispiel: Anhand eines Praxisberichts über einen dreizehnjährigen Schüler wird die Entstehung von Schulangst und der Zusammenhang zwischen Lehrverhalten und Schülersymptomen verdeutlicht.

5. Konsequenzen für das Lehrerhandeln: Das Kapitel diskutiert Strategien für Lehrkräfte, um durch professionelles Handeln, Beziehungsaufbau und Prävention auf Schulverweigerung zu reagieren.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität des Themas zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen, bedürfnisorientierten Förderung sowie enger Kooperationen zwischen Schule und Elternhaus.

7. Literaturangabe: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen, die dieser Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Schulverweigerung, Schulangst, Schulphobie, Schulschwänzen, Absentismus, Lehrverhalten, Prävention, Intervention, Schülerhilfe, Pädagogik, Schulalltag, Beziehungsqualität, Warnsignale, Leistungsdruck, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Phänomen der Schulverweigerung, dessen vielfältigen Ursachen und dem professionellen Umgang von Lehrkräften mit dieser Problematik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Einordnung, der Ursachenanalyse auf verschiedenen Ebenen (Umwelt, Familie, Individuum) und pädagogischen Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Hintergründe von Schulverweigerung zu schaffen und Handlungsmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer aufzuzeigen, um betroffene Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der detaillierten Auswertung eines Fallbeispiels aus der kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse von Ursachenebenen, die Betrachtung eines konkreten Falls von Schulangst sowie die Ableitung von Handlungskonsequenzen für den schulischen Alltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schulverweigerung, Schulangst, Absentismus, pädagogische Intervention, Lehrerhandeln und Prävention.

Wie lässt sich Schulangst von dissozialem Schulschwänzen abgrenzen?

Schulangst ist psychisch durch angstbesetzte Situationen und psychosomatische Symptome geprägt, während beim dissozialen Schulschwänzen eher Unlust und das bewusste Vermeiden von Schule zugunsten anderer Aktivitäten im Vordergrund stehen.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei Schulangst?

Die Lehrkraft ist eine zentrale Bezugsperson. Ein unterstützendes, wertschätzendes und reflektiertes Verhalten der Lehrkraft kann Ängste reduzieren, während destruktives oder abwertendes Verhalten als Verstärker wirken kann.

Warum ist eine Rückkehrhilfe für Schüler wichtig?

Nach längerer Abwesenheit hilft eine strukturierte, reflektierte Rückkehrgestaltung dabei, Konflikte zu klären und den Schüler wieder in den Klassenverband zu integrieren.

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Detalles

Título
Schulverweigerung. Ursachen und Konsequenzen für das Lehrerhandeln
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Calificación
1,0
Autor
Lena Zell (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
13
No. de catálogo
V354677
ISBN (Ebook)
9783668409828
ISBN (Libro)
9783668409835
Idioma
Alemán
Etiqueta
schulverweigerung ursachen konsequenzen lehrerhandeln
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lena Zell (Autor), 2014, Schulverweigerung. Ursachen und Konsequenzen für das Lehrerhandeln, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354677
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