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Pflegerische Ersteinschätzung in der Kinder-Notfall-Ambulanz. Konzept zur Implementierung eines Triage-Systems in der Pädiatrie

Titre: Pflegerische Ersteinschätzung in der Kinder-Notfall-Ambulanz. Konzept zur Implementierung eines Triage-Systems in der Pädiatrie

Thèse Scolaire , 2014 , 36 Pages , Note: sehr gut

Autor:in: Andreas Breßlein (Auteur)

Sciences infirmières - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Wird ein Kind krank, sind die unmittelbaren Bezugspersonen - in unterschiedlicher Ausprägung, je nach Schwere und individueller Wahrnehmung der Erkrankung - zunächst besorgt. Sie suchen mit ihrem Kind ärztliche Hilfe auf, erwarten Zuwendung, professionelles Handeln, eine schnelle Diagnose und zeitnahe Behandlung und Linderung der Beschwerden.

Der Erstkontakt zwischen dem erkrankten Kind und der Kinder- und Jugendmedizin (und somit auch und - wie sich zeigen wird - primär der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) findet in Deutschland außerhalb der Praxis-Öffnungszeiten der niedergelassenen Kinderärztinnen in aller Regel im Aufnahmebereich des nächst liegenden Krankenhauses statt, oft in der inneren oder chirurgischen Aufnahme eines kleinen Krankenhauses, oder - bei günstiger Wohnsituation bzw. kurzem Anfahrtsweg - in einer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit dazugehörigem Aufnahmebereich, der pädiatrischen Aufnahme bzw. Notfall-Ambulanz.

Nach Erledigung der Aufnahmeformalitäten werden Kind und Eltern gebeten, im Wartebereich Platz zu nehmen, womit die eingangs erwähnten Erwartungen allerdings noch nicht ansatzweise erfüllt sind: Wenngleich das „Warten“ im „Er-Warten“ steckt, führen doch als unangemessen lang empfundene Wartezeiten zu gesteigerter Besorgnis, Nachfragen, Unmut und letztlich auch zu Beschwerden. Im ungünstigsten Fall verlassen die Eltern mit ihrem Kind ohne Arztkontakt die Notfall-Ambulanz.

Der Verfasser ist Kinderkrankenpfleger und arbeitet als Praxisanleiter und stellvertretende Stationsleitung auf einer Kinderstation mit angeschlossener pädiatrischer Aufnahme / Notfall-Ambulanz. Mit dieser Facharbeit beschreibt er, wie durch die Implementierung eines standardisierten Systems der pflegerischen Ersteinschätzung und Erfassung der Behandlungsdringlichkeit zu sinnvoll aufeinander abgestimmten transparenten Handlungsabläufen beigetragen werden soll. Er möchte ferner sicherstellen, dass durch festgelegte Kriterien ein sofortiges Behandeln schwerst erkrankter Kinder erfolgt, zugleich aber auch den Wartenden Respekt und Empathie entgegengebracht wird.

Mit der Implementierung seines Konzeptes möchte er mittels Einbindung aller Beteiligten letztlich Sicherheit und Zufriedenheit im Mitarbeiterinnen-Team schaffen. Ziel dieser Facharbeit ist es, den Weg zur Implementierung des Manchester-Triage-Systems in der Pädiatrie zu begleiten, zu beschreiben und zu evaluieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 TRIAGE - ERSTEINSCHÄTZUNG IN DER NOTFALLAMBULANZ

2.1 Verschiedene Triage-Modelle

2.2 Das Manchester-Triage-System (MTS)

3 RAHMENBEDINGUNGEN FÜR EINE PROZESSOPTIMIERUNG

4 VORSTELLUNG DER EINRICHTUNG - DAS KLINIKUM

4.1 Qualitätsmanagement

4.2 Vorstellung eigener Bereich - Die Kinderklinik

4.2.1 Die Kinder- und Jugendstation

4.2.2 Die Kinder- Notfallambulanz

5 IST-ANALYSE

6 KONZEPTERSTELLUNG

6.1 Zielsetzung im Konzept

6.2 Maßnahmen im Konzept

6.2.1 Mitarbeiterinnen-Befragung

6.2.2 Qualitätszirkel

7 FÜHRUNGSAUFGABEN DER FLP

7.1 Motivation und Implementierung

7.2 Evaluation

8 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit verfolgt das Ziel, den Implementierungsprozess des Manchester-Triage-Systems (MTS) in einer pädiatrischen Notfallambulanz systematisch zu begleiten, zu beschreiben und zu evaluieren, um eine objektive, transparente und patientenorientierte Behandlungsdringlichkeit zu etablieren.

  • Analyse der bestehenden Abläufe in der pädiatrischen Notfallambulanz.
  • Implementierung eines standardisierten Triage-Systems (MTS) zur Identifikation akuter Handlungsbedarfe.
  • Einbindung der Mitarbeiterinnen in den Veränderungsprozess zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit.
  • Etablierung eines Qualitätszirkels zur kontinuierlichen Prozessoptimierung.
  • Sicherstellung einer schnellen und kindgerechten Notfallversorgung unter Berücksichtigung knapper Ressourcen.

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Manchester-Triage-System (MTS)

Mackway-Jones u. a. (2006, 18 ff) beschreiben den Weg, den Mitarbeiterinnen des ärztlichen und pflegerischen Dienstes verschiedener Notfallstationen 1994 mit der Gründung der MTG beschritten und der zum Ziel hatte, eine gemeinsame Nomenklatur aus den verschiedenen bekannten Systemen zu entwickeln, um zu einer - zunächst - für Großbritannien vereinheitlichten Einschätzungsmethode zu gelangen, die sich innerhalb von 10 Jahren auch in Europa durchsetzen sollte. Man einigte sich auf fünf nach Behandlungsdringlichkeit farblich sortierte Stufen mit zugehörigen Wartezeiten (siehe Anhang 1), bei denen es sich um die „maximal akzeptable Wartezeit bis zum Behandlungsbeginn durch den Arzt“ handelt (Mackway-Jones 2006, 21). Diese Festlegung der Wartezeiten bezieht sich auf das NHS; in Deutschland wurde und wird vor allem in den Stufen der geringeren Dringlichkeit die Maximalzeit variiert.

Diese fünf Stufen ergeben sich aus 50 Hauptsymptomen oder -problemen; das ermittelte Hauptsymptom wird mit bis zu sechs generellen Indikatoren (Lebensgefahr, Schmerz, Blutverlust, Bewusstsein, Temperatur, Krankheitsdauer) eingegrenzt; „für einzelne Beschwerdebilder oder kleine Gruppen von Beschwerdebildern sind spezielle Indikatoren vorhanden, die dafür da sind, die Schlüsselmerkmale dieser besonderen Beschwerden abzudecken“ (Mackway-Jones u. a. 2006, 33). An einem Beispiel wird deutlich, wie es beim MTS zur Dringlichkeitseinstufung kommt:

Ein 2jähriger Junge wird heiserer Stimme und inspiratorischem Stridor in die Notfallambulanz gebracht; die Eltern berichten über plötzlich aus dem Schlaf heraus eintretenden bellenden Husten. Die Quick-Look-Nurse stellt eine flache, aber ausreichende Atmung bei rosigem Hautkolorit fest, ermittelt einen O2-Sättigungs-Wert von 96 % und triagiert:

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Problematik langer Wartezeiten und mangelnder Transparenz in der pädiatrischen Notfallambulanz und stellt das Ziel der Einführung des Manchester-Triage-Systems vor.

2 TRIAGE - ERSTEINSCHÄTZUNG IN DER NOTFALLAMBULANZ: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Triage, vergleicht internationale Modelle und führt detailliert in das Manchester-Triage-System (MTS) ein.

3 RAHMENBEDINGUNGEN FÜR EINE PROZESSOPTIMIERUNG: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Qualitätsmanagements (QM) und der gesetzliche Auftrag zur stetigen Verbesserung von Krankenhausleistungen dargelegt.

4 VORSTELLUNG DER EINRICHTUNG - DAS KLINIKUM: Dieses Kapitel beschreibt die Organisationsstruktur des Städtischen Klinikums Lüneburg, insbesondere die Struktur und den Betrieb der Kinderklinik sowie der Notfallambulanz.

5 IST-ANALYSE: Die Ist-Analyse identifiziert bestehende Arbeitsbelastungen und Probleme, wie etwa die hohe Fluktuation und die Skepsis gegenüber ungefragten Veränderungen im Team.

6 KONZEPTERSTELLUNG: Das Kapitel beschreibt den geplanten Prozess der Konzepterstellung unter Einbeziehung der Mitarbeiterinnen durch Fragebögen und einen Qualitätszirkel.

7 FÜHRUNGSAUFGABEN DER FLP: Hier wird die Rolle der Fachkraft für Leitungsaufgaben bei der Implementierung von Veränderungen, der Motivation der Mitarbeiter und der Evaluation erörtert.

8 FAZIT: Das Fazit fasst die Vorteile einer standardisierten Triage zusammen und betont die Bedeutung von Transparenz und Wertschätzung für den Erfolg der Implementierung.

Schlüsselwörter

Pflegerische Ersteinschätzung, Manchester-Triage-System, MTS, Kinder-Notfallambulanz, Qualitätsmanagement, Prozessoptimierung, Fachkraft für Leitungsaufgaben, Patientenfluss, Qualitätszirkel, Mitarbeiterbeteiligung, Behandlungsdringlichkeit, Notfallpflege, Pädiatrie, Implementierung, Kundenzufriedenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption zur Implementierung eines standardisierten Triage-Systems (MTS) in einer pädiatrischen Notfallambulanz, um die Behandlungsabläufe sicherer und transparenter zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Qualitätsmanagement in Krankenhäusern, Triage-Modelle in der pädiatrischen Notfallversorgung sowie Aspekte des Change-Managements und der Personalführung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Weg zur Einführung des Manchester-Triage-Systems zu beschreiben, dabei die Bedürfnisse des Mitarbeiter-Teams einzubeziehen und eine bessere Ersteinschätzung der Behandlungsdringlichkeit zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Ist-Analyse unter Nutzung von Mitarbeiter-Fragebögen (angelehnt an internationale Studien) sowie die Bildung eines Qualitätszirkels als Methode der Prozessoptimierung eingesetzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung des MTS, die Analyse der spezifischen Rahmenbedingungen im Städtischen Klinikum Lüneburg, die Darstellung des Ist-Zustandes und die methodische Planung des Implementierungskonzepts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Triage, Qualitätsmanagement, Notfallpflege, pädiatrische Notfallambulanz und Mitarbeiterbeteiligung definiert.

Wie unterscheidet sich die Triage-Einstufung im MTS-Beispiel von einer subjektiven Entscheidung?

Während die subjektive Ersteinschätzung stark vom individuellen Erfahrungshorizont abhängt, bietet das MTS einen strukturierten 5-Stufen-Algorithmus basierend auf Hauptsymptomen und spezifischen Indikatoren.

Warum ist laut Autor die Beteiligung der Mitarbeiter entscheidend?

Der Autor zeigt auf, dass aufgezwungene Veränderungen häufig zu Widerstand und psychischen Konflikten führen, weshalb eine frühzeitige Einbindung des Expertenwissens der Mitarbeiter für den Erfolg unerlässlich ist.

Welche Rolle spielt der Qualitätszirkel im Konzept?

Der Qualitätszirkel dient als Instrument, um die Expertise der Mitarbeiter aktiv zu nutzen, Lösungen für Qualitätsprobleme zu finden und den Veränderungsprozess gemeinsam zu evaluieren.

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Résumé des informations

Titre
Pflegerische Ersteinschätzung in der Kinder-Notfall-Ambulanz. Konzept zur Implementierung eines Triage-Systems in der Pädiatrie
Cours
Weiterbildung zur staatlich anerkannten Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege, Kurs 2013, Lüneburg
Note
sehr gut
Auteur
Andreas Breßlein (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
36
N° de catalogue
V354746
ISBN (ebook)
9783668407848
ISBN (Livre)
9783668407855
Langue
allemand
mots-clé
Triage MTS Pädiatrie Notfall-Ambulanz Kinderklinik Kinderambulanz Kinderkrankenpflege Ersteinschätzung Manchester-Triage Notfallambulanz Breßlein
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andreas Breßlein (Auteur), 2014, Pflegerische Ersteinschätzung in der Kinder-Notfall-Ambulanz. Konzept zur Implementierung eines Triage-Systems in der Pädiatrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354746
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Extrait de  36  pages
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